Elektroimpulswaffen zur Selbstverteidigung

Elektroimpulswaffen zur Selbstverteidigung

Um sich in verlassenen Gegenden oder Nachts auf dem Nachhauseweg sicher zu fühlen bzw. sich in Extremsituationen effektiv selbst verteidigen zu können, muss man mittlerweile zum Glück nicht mehr eine mehrjährige Kampfkunstausbildung absolvieren. In Deutschland sind mittlerweile eine Vielzahl an gut geeigneten Selbstverteidigungsmitteln erhältlich. Sehr beliebt und gut geeignet sind hierbei besonders Elektroimpulswaffen, also Stromschocker. Wie diese genau funktionieren, worauf es bei der Anwendung zu achten gilt und wie die Rechtslage hinsichtlich dem Elektroschocker kaufen aussieht, erfahren Sie nachstehend. Viel Spaß beim Lesen! 


Beliebte Modelle im direkten Vergleich

Elektroschocker POWER 200


Spannung:

200.000 V

Maße:

165 x 60 x 28 mm

PTB-Zulassung:

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An/Aus Schalter:

check

Sicherheitsleine:

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Benötigte Batterien:

1x 9V-Block


ESP Lady Power kraftvolle Stun Gun


Spannung [V]:

200.000 V

Maße:

155 x 75 x 35 mm

PTB-Zulassung:

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An/Aus Schalter:

check

Sicherheitsleine:

check

Benötigte Batterien:

1x 9V-Block


E Schocer POWER MAX 5117


Spannung [V]:

500.000 V

Maße:

165 x 60 x 28 mm

PTB-Zulassung:

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An/Aus Schalter:

check

Sicherheitsleine:

check

Benötigte Batterien:

2x 9V-Block



Was ist eine Elektroimpulswaffe nun genau?

Ein Elektroschocker ist ein Handgerät, das im Falle eines Angriffs die erfolgreiche Selbstverteidigung gewährleisten soll. Ein E Schocker zählt zur Gruppe der Elektroimpulswaffen und wie der Name bereits andeutet, wird beim Druck auf den Trigger ein elektrischer Impuls hoher Spannung, aber geringer Stromstärke an den beiden Kontaktstiften ausgelöst. 

Durch die hohe anliegende Spannung (teils über 500.000 V) kommt es zu einem Lichtbogen zwischen den Stiften. Diese Spannung wird aus einer sehr geringen Eingangspannung, meist 1 bis 12,5 V, generiert. Bei den oben vorgestellten Modellen wird die Energie durch 9V-Blockbatterien zur Verfügung gestellt.

Die genannten Spannungen klingen enorm, doch durch die sehr geringen Stromstärken kommt es zu keiner Zeit zu einer Gefahr für Leib und Leben. Um durch die anliegenden Spannungen allerdings nicht selbst zum Opfer des Stromschockers zu werden, besteht das Gehäuse in aller Regel aus nichtleitfähigem Kunststoff.

Bei direktem Kontakt kommt es zu einer Überlagerung der körpereigen Nervensignale und zu einem Verkrampfen der Muskulatur; die Motorik des Angreifers wird stark eingeschränkt bzw. kurzzeitig ganz behindert. Zudem kommt es neben dem Verkrampfen zu sehr starken Schmerzen. Hierdurch soll der Angriff sofort unterbunden werden. 

Elektroimpulswaffe - Ein Stromschocker verpasst dem Angreifer bei Berührung einen Schlag

Darauf gilt es bei der Anwendung zu achten

Die Wirkung eines Elektroschocks hängt von vielen Faktoren ab und ist nicht bei jedem Menschen gleich und variiert je nach Gegebenheit. Die in meinen Augen wichtigsten Aspekte möchte ich Ihnen nachfolgend kurz schildern.

Stelle der Einwirkung

Wie bereits erwähnt, liegt die Spannung, die zum Stoppen des Angreifers eingesetzt wird an den beiden Metallkontakten an. Das bedeutet, dass dieser mit den Kontakt berührt werden muss. Dabei ist es natürlich entscheidend an welcher Stelle des Körpers Sie Ihren Schocker einsetzen, denn die Wirkung ist nicht überall gleich. Prinzipiell sollten Sie versuchen den Aggressor an Schulter, Bauch und Hüfte zu treffen. In diesem Zusammenhang sei noch anzumerken, dass Sie eine Stelle wählen sollten, die mit möglichst wenig Stoff bedeckt ist, denn die Wirkung kann sonst stark beeinträchtigt werden. Muss der Strom durch eine dicke Winterjacke dringen, kann die Wirkung unter Umständen ganz ausbleiben.

Einfluss der Schockdauer

Einen weiteren großen Einfluss auf die erzielte Wirkung mit einem Stromschocker hat die Dauer, die der Angreifer dem Strom ausgesetzt war. Bei einer Einwirkung von deutlich unter einer Sekunde kommt es beim Angreifer nur zu leichten Schmerzen und zu kurzem Muskelkrampf. Ist der Angreifer dem Stromschlag allerdings eine oder mehrere Sekunden ausgesetzt, kommt es durch die Verkrampfung der Muskeln zu starken Schmerzen, die durch das herbeigeführte Erschrecken unter Umständen vom Angriff abhalten. Doch versuchen Sie den Kontakt nicht zu lange aufrecht zu erhalten, nur so kurz wie nötig und ergreifen Sie lieber die Flucht.

Ein Stromschocker ist keine Distanzwaffe!

Der wichtigste Aspekt, den Sie, auch noch bevor Sie sich einen Elektroschocker kaufen, beachten sollten, ist die Tatsache, dass dieser keine Distanzwaffe ist, das heißt, der Gegner muss Ihnen sehr nahe kommen, um den Schocker überhaupt sinnvoll einsetzen zu können. Das ist der Grund, warum Sie den Umgang mit der Elektroimpulswaffe unbedingt regelmäßig üben sollten. Damit meine ich, dass es anzuraten ist, das Ziehen und Zielen regelmäßig proben, um den E Schocker im Ernstfall schnell und zielgerichtet einsetzen zu können. Gelingt es Ihnen nämlich nicht den Schocker richtig zu platzieren und dem Angreifer wird nicht die volle Wirkung zuteil, kann es sogar sein, dass Sie ihn nicht nur nicht vom Angriff abhalten, sondern vielleicht sogar noch aggressiver machen. Der richtige und geübte Umgang ist also auch hier essentiell. 


Ist das Elektroschocker kaufen eigentlich legal?

Generell lässt sich sagen, dass für volljährige Personen der Erwerb und das Führen einer Elektroimpulswaffe völlig legal ist, solange diese in Deutschland eine entsprechende Zulassung hat. Die oben dargestellten Modelle haben alle die benötige Zulassung und können somit bedenkenlos gekauft werden.

Sollten Sie sich für einen anderen Elektroschocker entscheiden oder ihn im Geschäft kaufen, müssen Sie darauf achten, dass dieses über ein PTB-Prüfzeichen der Physikalisch Technischen Bundesanstalt verfügt, denn nur dann ist das Mitführen auch erlaubt und der Einsatz zum Selbstschutz gestattet. Wann man von Notwehr sprechen kann und der Einsatz gerechtfertigt ist, können Sie im Ratgeber Freie Waffen nochmals genau nachlesen. Sollten Sie dennoch einen Ausweg sehen, ohne die Elektroimpulswaffe einsetzen zu müssen, ist dieser stets zu bevorzugen.

Elektroschocker kaufen - Das sagt das Waffengesetz


Mit dem Prüfzeichen ist gewährleistet, dass das Gerät prinzipiell Gesundheitlich unbedenklich ist, das heißt zu keinen bleibenden Schäden führt und nicht für Folterzwecke geeignet ist. Hierfür muss unter Anderem gewährleistet sein, dass sich der Stromschocker nach zehnsekündigem Kontakt selbst deaktiviert.

Taser und Taschenlampe mit Schocker

Anders verhält es sich mit den anderen Unterarten der Stromschocker, denn diese sind nicht unbedingt legal. Die aus zahlreichen Polizeivideos bekannten Taser, oft fälschlicherweise Teaser genannt, sind in Deutschland absolut verboten. Dabei handelt es sich um eine Distanz Elektroimpulswaffe, die zwei oder vier Projektile in Richtung der Zielperson abfeuert, die über Drähte mit der Pistole verbunden sind und heftige elektrische Impulse auf den Angreifer überträgt.

Verbotene E Schocker: Die Taschenlampe mit Schocker


Eine Taschenlampe mit Schocker darf in Deutschland ebenfalls nicht legal erworben werden, denn diese fallen dem deutschen Waffengesetz nach, unter die Kategorie der getarnten Waffen. Diese sehen einer normalen Taschenlampe nämlich zum verwechseln ähnlich. Zwar sind diese bestimmt praktisch, denn sie vereinen mehrere Funktionen in sich, sie spenden Licht, können als Schlagwaffe verwendet werden und geben einen Elektroimpuls ab, doch sollte man vom Erwerb und dem Führen dringend absehen. Notfalls sind strafrechtliche Konsequenzen die Folge.


Fazit

In meinen Augen eignet sich ein Elektroschocker durchaus zur effektiven Selbstverteidigung. Zwar setzen die vergleichsweise geringen Spannungen, die in Deutschland erlaubt sind, den Angreifer nicht sofort außer Gefecht, aber fügen doch beträchtliche Schmerzen und Krämpfe zu und ermöglichen Ihnen so im Ernstfall die Flucht aus der Gefahrensituation. Zudem haben die Schocker stets eine abschreckende Wirkung auf Angreifer. Wer möchte sich dem schon gerne freiwillig aussetzten?

Aber wie bereits erwähnt kann der Stromschocker nur im Nahkampf eingesetzt werden, also wenn der Angreifer bereits sehr nahe ist, wie auch beispielsweise bei einem Kubotan. Um in dieser Situation reagieren zu können, muss die Elektroimpulswaffe griffbereit sein und ein gewisses Maß an Schnelligkeit und Zielsicherheit ist erforderlich, um die richtige Stelle am Körper zu treffen. Der Umgang ist also unbedingt zu trainieren.

Auch sei darauf hingewiesen, dass sich die Batterien mit der Zeit entladen können. Wechseln Sie diese also regelmäßig aus und überprüfen Sie diese. 

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