Baseballschläger zur Selbstverteidigung?

Dieser Sport erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit und das aus gutem Grund, denn nicht umsonst handelt es sich hier um den Nationalsport der Amerikaner. Doch auch in Filmen kommen Alu Baseballschläger häufig vor, hier aber allerdings in den Händen von Gangstern oder starker Helden. Kein Wunder also, dass dieser auch immer häufiger durch Privatpersonen zum Selbstschutz eingesetzt wird. Doch ob dies überhaupt legal und effizient ist, möchte ich unter anderem in nachfolgendem Beitrag genauer beleuchten. Weiterhin können Sie lesen worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich einen Metall- oder Holz Baseballschläger kaufen möchten.


Beliebte Holz- und Metall Baseballschläger im Vergleich

Normani Holz Baseballschläger


Material:

Hartholz

Verfügbare Längen:

aktuell 56 - 71 cm

max. Durchmesser:

ca. 5,4 cm

Gewicht:

Abhängig von Länge

Antirutsch-Beschichtung:

Knauf:

check

Molee Alu Baseballschläger


Material:

Aluminium

Verfügbare Längen:

81,5 cm

max. Durchmesser:

ca. 5,7 cm

Gewicht:

ca. 550 g

Antirutsch-Beschichtung:

check

Knauf:

check

Cold Steel 92BSL Brooklyn Whopper


Material:

Polypropylen

Verfügbare Längen:

96 cm

max. Durchmesser:

6,4 cm

Gewicht:

ca. 1.370 g

Antirutsch-Beschichtung:

Knauf:

check


Was ist das eigentlich genau?

Es wird Sie bestimmt wenig überraschen, dass ein Holz Baseballschläger im gleichnamigen Sport als Schläger Verwendung findet. Auch wenn der Sport in Deutschland und dem Rest Europas noch kaum Einzug gehalten hat und gegenüber Fußball eine absolute Randerscheinung darstellt, kennt den Sport aus US-amerikanischen Filmen mittlerweile jedes Kind. Auch wenn die Regeln wohl für die meisten ein absolutes Mysterium darstellen. Aber auch in der Hand von Gangstern und Helden sind diese in vielen namhaften Actionfilmen vertreten.

Nun prinzipiell ist ein Schläger wie ein typischer Knüppel geformt. Unten ist dieser weniger durchmesserstark (ca. 2,5 cm) ausgeführt, um einen entspannten Griff zu ermöglichen. Diese Partie ist ausreichend dimensioniert, um Ihren beiden Händen ausreichend Platz bieten zu können. Am Ende der meisten Schläger befindet sich ein Knauf, also eine starke Verdickung, um ein Abrutschen der Hände beim Schwung zu verhindern. Der Griffpartie schließt sich die eigentliche Schlagfläche an. Diese ist in aller Regel flaschenähnlich ausgeführt. 

Es gibt also einen fließenden Übergang zwischen Griff und Schlagkonus. Die Schlagpartie ist nach dem Erreichen des Solldurchmessers bis zum Ende hin konstant. In aller Regel ist der erhältliche Durchmesser bei ca. 7 cm begrenzt. Der obere Abschluss des Sportgeräts ist kuppelförmig ausgeführt.  

Alu Baseballschläger kaufen

Zum Einsatz im Sport kommen vor allem Alu Baseballschläger und solche aus Holz. Holzschläger werden hier aus dem Vollen gedreht und sind die traditionsreicheren Produkte. Hier kommen vorwiegend Harthölzer zum Einsatz, heute vorwiegend Esche, da dieses kaum zum Splittern neigt und sehr bruchfest ist. Modelle aus Alu sind hohl und damit deutlich leichter. Zudem federn Sie stärker als vergleichbare hölzerne Schläger. Somit vibrieren Sie weniger und ein sicherer Schlag wird vor allem für Anfänger leichter möglich, zudem wird mehr Energie auf den Ball übertragen. Zum Zwecke der Selbstverteidigung sind heute auch Modelle aus Kunststoff auf dem Markt erhältlich, wie etwa der Brooklyn Whopper von Cold Steel. Hier lassen sich die Eigenschaften besonders flexibel industriell einstellen. Durch die Zähigkeit dieser Modelle sind sie zudem nahezu unzerstörbar.

Wie hält man den Schläger eigentlich?

Einen Alu- bzw. Holz Baseballschläger hält man üblicherweise auf zwei verschiedene Arten, die sich aber nur leicht voneinander unterscheiden. Zum einen gibt es den Standardgriff und den Würgegriff. Nachfolgend möchte ich ganz kurz auf die beiden Techniken eingehen. 

Beim Standardgriff müssen Sie Ihre Hände so am Griffstück positionieren, dass sich die mittleren Knöchel Ihrer Finger auf einer Linie befinden. So können Sie im Spiel eine enorme Schlaggeschwindigkeit erzielen. 

Beim Würgegriff wird der Schläger, wie der Name schon andeutet, in dem Handflächen gehalten. Hierbei bilden die Handknöchel eine Linie. Bei diesem Griff schlägt man den Ball üblicherweise eher von unten nach oben. Bei beiden Grifftechniken aber befindet sich bei Rechtshändern die linke Hand unten und umgekehrt. Jetzt müssen Sie den Ball also nur noch treffen!

Holz oder Metall Baseballschläger

Baseballschläger kaufen - Darauf muss man achten!

Bevor Sie sich nun einen Baseballschläger kaufen, macht es stets Sinn sich Gedanken zu machen für was man diesen benutzen möchte. Zur Selbstverteidigung sind natürlich andere Dinge wichtig, als zur Anwendung im Sport. Zunächst muss man sich für ein Material entscheiden. Soll es ein Holz Baseballschläger sein oder einer aus Aluminium bzw. Kunststoff. Nun soll der Schläger im Sport verwendet werden, kommt nur Aluminium und Holz in Frage, da nur solche zugelassen sind, zumindest im Hobbysport. In den höheren Ligen, kommt nur noch Massivholz zum Einsatz. Für Anfänger ist hier aber wohl Alu besser geeignet, da diese Modelle ein ganzes Stück leichter sind, was das Lernen der richtigen Schlagtechnik doch merklich begünstigt. Zudem federn Alu Baseballschläger mehr, wodurch mehr Energie übertragen werden kann.

Auch die Abmessungen sind hier zu beachten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Schläger umso länger und schwerer zu wählen ist, desto größer und schwerer der Sportler ist. Grob gesagt sollte der Knüppel bis zur Taille reichen, wenn dieser neben Ihnen auf dem Boden steht (Bei Erwachsenen etwa zwischen 81 und 92 cm). Die maximale Größe ist allerdings auf 107 cm vorgeschrieben. Dicker als 7 cm darf dieser ebenfalls nicht sein.

Möchte man sich einen Schläger zur Selbstverteidigung anschaffen, ist prinzipiell jedes Material geeignet. Ich persönlich würde hier aber wohl zu dem Brooklyn Whopper von Cold Steel greifen. Denn hier kann es anders als bei einem Holz Baseballschläger nicht zu Brüchen kommen. Durch den zähen Kunststoff wird zudem sehr viel Energie auf das Ziel übertragen was Ihn hierfür besonders effektiv macht. Nachfolgendes Video zeigt die Effizienz dieser Schläger eindrucksvoll!

Zur Selbstverteidigung sollten die Schläger in meinen Augen eher so lang wie möglich gewählt werden, um den potentiellen Angreifer auf Abstand zu halten. Haben Sie in Ihrer Wohnung aber vorwiegend kleine Räume und schmale Flure, sollten Sie aber vielleicht eher zu kompakteren Modellen greifen, um agiler agieren zu können. Und auch hier gilt der physikalische Grundsatz: Je höher die beschleunigte Masse, desto größer der erzielte Impuls. Doch muss der Knüppel natürlich auch noch handhabbar sein. Hier gilt es wie so oft die goldene Mitte zu finden.


Zur Selbstverteidigung geeignet?

Wie Sie es bestimmt auch schon oft in den unterschiedlichsten Filmen gesehen haben, werden Holz- oder Metall Baseballschläger nicht nur zum Sport eingesetzt, sondern auch als Waffe zur Selbstverteidigung. Doch eignen diese sich hier nun denn auch wirklich?

Nun wie schon im Artikel über Schlagstöcke deutlich wurde, sind solche nicht nur in den Händen von kampfsporterfahrenen Sportlern hochgradig effizient einsetzbar, sondern eben auch für die Privatperson. Ein Metall Baseballschläger fällt nicht nur auf Grund seiner sehr ähnlichen Erscheinung in die selbe Kategorie. Auf Grund der massiven Gestalt und der abhängig vom Modell hohen Reichweite können Sie Angreifer effektiv auf Distanz halten und ihn bei einem direkten Treffer sogar kampfunfähig machen.

Doch beachten Sie, dass die Länge auch einen Nachteil mit sich bringt. In beengten Raumverhältnissen können Sie diesen nur wenig flexibel einsetzen. Auch das Verstauen bzw. Verstecken ist durch die massive Bauform schwierig.

Baseballschläger Waffengesetz - Waffe oder Sportgerät?

Doch den größten Nutzen hat ein Baseball nicht unbedingt bei seinem direkten Einsatz, sondern vor allem auch zur Abschreckung. Diese ist bei der Selbstverteidigung nicht zu unterschätzen. Ein Angreifer der sich nicht mehr traut anzugreifen, muss auch nicht physisch abgewehrt werden, was auch stets eine direkte Gefahr für Ihre Gesundheit darstellt. Eine Aufbewahrung in Ihrem Kofferraum oder unter Ihrem Bett kann also durchaus Sinn machen und Ihr Sicherheitsempfinden massiv steigern. 

Modifikationen: Holz Baseballschläger mit Stacheldraht

Nicht erst seit der US-Serie "The walking dead" geistert der Mythos durch das Internet, dass ein Baseballschläger mit Stacheldraht besonders effektiv darin ist Zombies abzuwehren oder sich gegen Angreifer zur Wehr zu setzen. Doch davon kann ich nur wärmstens abraten, denn genau das Gegenteil ist der Fall! 

Zwar dringen die Stachel natürlich in das Gewebe und eventuell sogar in Knochen ein, nur lassen sich diese hier nur schwer wieder entfernen, da sie sich hier schnell verhaken. Besonders Klamotten sind hier gefährlich! Denn das textile Gewebe verheddert sich in den Stacheln und hält Ihre Waffe fest. Sie entwaffnen sich so also schnell selbst. Und das ist das Letzte was Sie in realen oder eher unwahrscheinlichen Verteidigungsfällen wünschen und möchten. 

Das Gleiche gilt übrigens auch für Nägel. Hier kommt aber noch erschwerend hinzu, dass Sie durch das Durchschlagen dieser den Holz Baseballschläger schwächen und Brüche schneller eintreten. Sie sind also gut darin beraten den Schläger nicht weiter zu modifizieren. Griptape ist hier die einzige sinnvolle Veränderung, die mir einfällt.

Holz Baseballschläger mit Stacheldraht

Am Besten ist es daher den Schläger so original wie möglich zu halten. Auch damit sind schon schwerste Verletzungen erzielbar, auch wenn das nie das Ziel des Einsatzes sein darf! Ein Verheddern in Kleidung oder Ähnlichem ist zudem ausgeschlossen. Weiterhin besteht nicht die Gefahr sich selbst beim Schwingen durch Stacheln oder Nägel zu verletzen, was durchaus eine große Gefahr ist.


Baseballschläger Waffengesetz - Waffe oder Sportgerät?

Diese Frage lässt sich kurz und knapp beantworten. Sie können sich ohne Sorge einen Baseballschläger kaufen, denn hier handelt es sich rechtlich um ein reines Sportgerät und somit nicht um eine Waffe, obwohl Baseball hierzulande bei Weitem nicht die selbe Beliebtheit genießt wie in Amerika. Sie müssen daher auch noch nicht einmal das 18. Lebensjahr vollendet haben. Auch das Mitführen ist somit grundsätzlich erlaubt. Ich würde aber dennoch dringend davon abraten diesen in der Öffentlichkeit sichtbar herumzutragen. Dieser kann Ihnen hier sogar auch abgenommen werden, wenn die Polizei den Verdacht hegt, dass dieser als Waffe eingesetzt werden soll. 

Doch Achtung, problematisch kann es aber immer dann werden, wenn es durch die Benutzung des Schlägers zu Verletzungen kommt. In so einem Fall kann dieser durchaus als Waffe kategorisiert werden, was sich auf das Strafmaß stark negativ auswirkt. Besonders dann wenn der Holz Baseballschläger mit Stacheldraht umwickelt ist. In Notwehrsituationen muss man sich hier meines Wissens nach aber keine Sorgen machen. Für Notfälle kann man den Schläger demnach durchaus griffbereit halten. Sehen Sie dies aber nicht als verbindliche Rechtsberatung, sondern nur als meine persönliche Meinung an. Lesen Sie wie bei allen freien Waffen stets selbst noch einmal in der aktuellen Fassung des Waffengesetzes nach, zu sicher zu gehen.

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Harpunen zum Speerfischen

Das Speerfischen bzw. das Harpunenfischen mit einer geeigneten Unterwasserwaffe ist seit Anbeginn der Menschheit eine der grundlegensten Formen der Nahrungsbeschaffung und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit und das aus sehr gutem Grund, wie ich Ihnen nachfolgend zeigen möchte! Lesen Sie darüber hinaus was es zu beachten gibt, wenn Sie sich eine Harpune kaufen möchten und wie die deutsche Rechtssituation das Harpunieren beurteilt.


Beliebte Modelle im Überblick

Salvimar V-Pro-75 Unterwasserwaffe


Funktionsprinzip:

Gummizug

Lauflänge:

75 cm

Laufmaterial:

Aluminium

Leistung einfach justierbar:

Integrierte Rolle:

check

Cressi Sioux Gummizug Harpune


Funktionsprinzip:

Gummizug

Lauflänge:

50, 60 oder 75 cm 

Laufmaterial:

Aluminium

Leistung einfach justierbar:

Integrierte Rolle:


Cressi SL/STAR Druckluftharpune


Funktionsprinzip:

Druckluft

Lauflänge:

40, 55, 70 oder 100 cm 

Laufmaterial:

Aluminium

Leistung einfach justierbar:

check

Integrierte Rolle:



Was ist eine Harpune?

Diese Unterwasserwaffe ist ein meist mit Widerhaken ausgestatteter Speer, der entweder geworfen oder gestoßen werden kann. Heutzutage wird dieser allerdings in aller Regel durch Gummibänder geschleudert oder durch Druckluft in Richtung des Ziels geschossen. Diese Jagdwaffe wird traditionell zum Speerfischen eingesetzt und das schon seit Anbeginn der Zeit. Damals natürlich in deutlich einfacherer Ausführung. Die Widerhaken verhindern dabei, dass sich das getroffene Tier lösen und verschwinden kann. Um die Beute zu sich oder seinem Boot heranzuziehen, sind die Geschosse in aller Regel durch eine Leine mit der gewehrähnlichen Abschussvorrichtung verbunden. Wie beschrieben gibt es für Harpunen mehrere verschiedene Funktionsprinzipien. Neben den einfachen Speeren, gibt es gummigetriebene Modelle und die Druckluftharpune. Auf beide Funktionsprinzipien möchte ich nachfolgend kurz eingehen.

Unterwasserwaffe mit Gummiband

Bei diesen Modellen erfolgt die Beschleunigung der Harpune über ein Gummiband, das in seiner Steifigkeit und damit Stärke von Modell zu Modell variieren kann. Bei diesen Typen wird das Geschoss über einer Führungsrille positioniert und nach hinten in den Körper der Abschussvorrichtung gesteckt, wo es arretiert wird. Zum Spannen müssen nun die Gummibänder der Vorrichtung manuell nach hinten gezogen werden und in die dafür vorgesehenen Nuten des Pfeils eingeführt werden. Hochwertige Modelle weisen am Pfeil mehrere Nuten auf. Durch die verschiedenen Abstände können so verschiedene Schussenergien erreicht werden. Bei kleinen Fischen kann so ein Durchschlag vermieden werden.

Hierzu wird der Griff der Unterwasserwaffe entweder am Bauch oder der Brust positioniert und der Gummi mit den Händen nach hinten gezogen. Hierfür ist allerdings einiges an Kraft notwendig! Der Schuss wird dann wie bei einem Gewehr oder einer Armbrust über einen Abzug ausgelöst. Der Gummi überträgt die gespeicherte Energie auf das Geschoss und beschleunigt es auf enorme Geschwindigkeit. Nach dem Schuss muss die Vorrichtung neu gespannt werden. 

Pneumatische Harpune

Neben den gummibetriebenen Modellen, gibt es auch noch solche, die die Harpune mittels Druckluft aus dem Lauf schleudern. Doch anders als bei einem Luftgewehr, verlässt die Luft beim Schuss nicht den Lauf. Doch wie funktioniert das nun ganz genau? 

Nun im Inneren befindet sich ein gefüllter Druckzylinder, den man mit einer mitgelieferten Pumpe mit Luft füllt. Abhängig vom Modell sind hier bis zu 70 bar möglich. Hier wirken demnach also extreme Kräfte. Innerhalb des Zylinders befindet sich ein Kolben, den man zum Laden der Druckluftharpune mit dem Geschoss entgegen des Luftdrucks komprimieren muss. Am Ende des Weges wird dieser automatisch arretiert und die Abschussvorrichtung ist schussbereit. Löst man nun den Schuss wird der Kolben nach vorne gepresst und die Harpune beschleunigt. Oft sind auch Druckminderer verbaut, die es Ihnen erlauben die Schussenergie auf Knopfdruck zu reduzieren. So wird verhindert, dass kleine Fische durch zu große Schussenergie komplett durchschlagen werden und ein zu großer Schaden angerichtet wird. Im nachfolgenden Video können Sie sich einen kurzen Eindruck von der Zielgenauigkeit und der Schussleistung einer pneumatischen Harpune machen.

Entgegen des häufigen Missverständnisses, dass man den Druckbehälter nach jedem Schuss erneut mit Luft befüllen muss ist, kann man mit einer Füllung hunderte Schüsse abgeben. Beim Schuss verlässt die Luft nicht bzw. nur in minimalen Ausmaß den Druckbehälter. Bei häufiger Benutzung müssen Sie demnach nur alle paar Wochen nachpumpen. Auf Grund der inneren Mechanik, sind diese Modelle aber natürlich störanfälliger als solche, die lediglich mit Gummizügen betrieben werden. Ein weiterer Punkt, der bedacht werden sollte ist, dass der Pfeil von vorne in das Rohr eingeführt werden muss. Bei langen Harpunen kann dies somit sehr viel Raum einnehmen.

Was versteht man genau unter Speerfischen?

Unter dem Begriff des Speerfischen versteht man in aller Regel die Jagd auf Fische mit einer kleineren handgehaltenen Harpune, wie mit einem der oben dargestellten Modelle. Es stellt eine der ältesten bekannten Methoden zur Nahrungsbeschaffung dar. Bereits unsere Vorfahren in der Steinzeit gingen mit Vorgängern der heutigen Hochleistungswaffen auf Jagd. Auch heute noch ist diese Art des Fischens in vielen Teilen der Welt eine weitverbreitete Methode zum kommerziellen Fischfang. 

Auch wenn diese Fangmethode auf viele Menschen zunächst vielleicht grausam wirken mag, ist genau das Gegenteil der Fall. Das Harpunenfischen ist eine der ressourcenschonensten Fangmethoden überhaupt, da unnötiger Beifang gänzlich vermieden wird. Auch eine Überfischung ist im Vergleich zum Fang mit Schleppnetzen eher ausgeschlossen und unwahrscheinlich.

Doch wie bei allen Formen der Jagd besteht natürlich ein gewisses Restrisko. Im Todeskampf kommt es zu ausdauernden Kämpfen mit dem Beutetier, wenn der Schuss nicht sofort tödlich ist. Überschätzt man sich und schießt einen großen starken Fisch kann dies durchaus gefährlich werden. Gehen Sie daher stets vorsichtig vor und wägen Sie vor jedem Schuss die Risiken sorgfälltig ab. Gehen Sie auch immer sicher, dass Sie sich nicht in gefährlichen Gewässern befinden.

Harpune kaufen - Beim Speerfischen richtig Harpunieren

Harpune kaufen - Darauf sollte man achten

Nachfolgend möchte ich Ihnen noch ein paar meiner Gedanken mit auf den Weg geben, bevor Sie sich eine Harpune kaufen. Ein paar Punkte sollte man hier durchaus noch bedenken und nicht unbeachtet lassen. Zu allererst stellt sich natürlich die Grundsatzfrage: Welches Funktionsprinzip ist das richtige für mich?

Hier bin ich persönlich der Meinung, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man sich eine gummigetriebene oder eine Druckluftharpune kaufen will. In Sachen Effizienz geben sich diese nicht viel und es bleibt am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auch die Geschwindigkeit zum Nachladen ist kaum unterschiedlich und hängt eher von der Übung und der richtigen Technik ab.

Ein Vorteil der Variante mit Gummiband ist allerdings die Tatsache, dass diese zum Laden weniger Platz benötigen und in aller Regel günstiger sind. Dafür lässt sich deren Durchschlagskraft nicht auf Knopfdruck anpassen wie es bei den pneumatischen Schleudern der Fall ist. Zu einem klassischen Modell ohne Abschussmöglichkeit würde ich aber nicht greifen.

Gummi- oder Druckluftharpune kaufen - Ist ein Dreizack notwendig?

Idealerweise sollte die Harpune auch eine Rolle integriert haben bzw. eine Aufnahme für eine haben. Das Geschoss ist mit dieser über eine Leine verbunden, die sich automatisch abrollt, wenn Sie den Schuss lösen. Hierdurch können Sie das Geschoss und die evtl. darauf gespießte Beute zu sich zurück ziehen, ohne sich in mögliche Gefahr zu bringen. Auch die Wahrscheinlichkeit den Pfeil zu verlieren ist viel geringer.

Ist ein Dreizack zum Harpunieren sinnvoll?

Zuerst möchte ich noch kurz erklären was ein Dreizack überhaupt ist. Hierbei handelt es sich um eine Spitze für Ihre Harpune, die aus einer gabelförmigen Spitze mit drei Schneiden bzw. Widerhaken besteht. Diese können auch unterschiedliche Längen aufweisen. In meinen Augen sollte ein Dreizack im Gepäck zum Speerfischen nicht fehlen. Zwar ist dieser schwerer und die Durchschlagskraft geringer, da drei Klingen durch die Haut schlagen müssen, dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers deutlich höher. Durch mehrere Zähne, die sich in einem gewissen Abstand voneinander befinden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spitze davon trifft deutlich höher. Zudem ist es auch wahrscheinlicher, dass zumindest eine Schneide den tödlichen Treffer landet.

Durch die höhere Trefferwahrscheinlichkeit im Vergleich zu den normalen einschneidigen Geschossen, eigenen diese sich besonders für trübere oder schnellere Gewässer, in dem die Sichtbarkeit auf das Ziel eingeschränkt ist. Ein Dreizack kann auch auf bestehende Geschosse geschraubt werden, falls diese hierzu geeignet sind.


Was sagt das Waffengesetz zum Harpunenfischen?

Bevor Sie nun aber loslaufen und sich voller Begeisterung und Vorfreude auf den nächsten Badeurlaube eine Harpune kaufen möchten, würde ich Sie noch bitten wollen diesen Abschnitt aufmerksam zu lesen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollten hier unbedingt beachtet werden, um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten. Doch bitte sehen Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung an, da dies nur meine persönliche Meinung darstellt. Ich habe keinen juristischen Hintergrund. Lesen Sie bitte unbedingt die aktuell gültige Fassung des Waffengesetzes durch.  

Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass eine Unterwasserwaffe nicht grundsätzlich verboten ist. Jeder Bürger kann sich die gewünschte Harpune kaufen, solange er das 18. Lebensjahr vollendet hat, wie so oft bei einer freien Waffe. Anderen Auflagen des Waffengesetzes sind diese aber meines Wissens nach nicht unterworfen, da es sich um Unterwassersportgeräte, bei denen zum Antrieb der Geschosse keine Munition verwendet wird (Harpunengeräte) handelt (2 Abs.1 und § 41 WaffenG). Die Aufbewahrung sollte sicher in einem Waffenschrank erfolgen.

Was sagt das Gesetz zum Harpunenfischen mit einer Unterwasserwaffe?

Doch Vorsicht, nur weil der Besitz und Zielschießen rechtlich wohl kein Problem darstellt, vorausgesetzt es ist ausgeschlossen, dass jemand hierdurch zu Schaden kommt, heißt dies nicht, dass auch das Harpunenfischen erlaubt ist. Die Jagd mit diesen Geräten, ob gummi- oder druckluftgetrieben, ist in vielen Länder nicht gestattet. Hier müssen Sie sich vor dem Einsatz unbedingt bei den örtlichen Behörden informieren, ob dies erlaubt ist, oder ob Sie eine Sondergenehmigung benötigen.

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Speere: Saufeder und Co.

Beitragsbild Saufeder

Unter Begriffen wie Speer, Spieß, Pike und Lanze verbergen sich Stichwaffen, die nicht nur im Mittelalter für die Jagd und den Kriegseinsatz konzipiert und eingesetzt wurden. Durch deren Länge eignen Sie sich auch heute noch als effektive Blankwaffen für Jäger zum Abfangen von Wild, wenn kein sicherer Schuss möglich ist. Und hierfür kommen Sie auch heute noch zum Einsatz. Doch auch für Privatpersonen können diese in der Freizeit viel Freude bringen, denn viele Modelle eignen sich auch hervorragend zum Werfen. Hier erfahren Sie worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich eine Saufeder kaufen möchten und worin die Unterschiede zwischen den einzelnen Typen und Modellen liegen.


Beliebte Blankwaffen im Vergleich

United Cutlery M48 Survival Pike


Klingenmaterial:

Edelstahl 2Cr13 

Klingenlänge:

ca. 20,4 cm

Klingenstärke:

ca. 1,25 cm

Griffmaterial:

Glasfaserverstärkter Kunststoff

Gesamtlänge:

ca. 113,5 cm

Gewicht:

ca. 1,2 kg

Scheide inkl.:

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Cold Steel Assegai Spieß


Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl SK-5

Klingenlänge:

ca. 34,3 cm

Klingenstärke:

ca. 2 mm

Griffmaterial:

Holz (Esche)

Gesamtlänge:

ca. 96 cm

Gewicht:

ca. 0,8 kg

Scheide inkl.:

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Cold Steel Boar Spear Saufeder


Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl SK-5

Klingenlänge:

ca. 30 cm

Klingenstärke:

ca. 2,5 mm

Griffmaterial:

Holz (Esche)

Gesamtlänge:

ca. 208 cm

Gewicht:

ca. 1,9 kg

Scheide inkl.:

check


Speer & Saufeder - Was ist der Unterschied?

Ein Speer bzw. eine Saufeder sowie die meisten anderen Stichwaffen bestehen aus einer spitz zulaufenden, meist zweischneidigen Klinge, die dazu gedacht ist durch den Einsatz von Muskelkraft eine möglichst große Durchschlagskraft zu erreichen. Da die Spitze in aller Regel aus Stahl besteht, handelt es sich bei allen oben dargestellten Modellen um Blankwaffen.

Der größte Vorteil einer Lanze ist es das Tier bzw. den Angreifer auf Distanz zu halten und aus sicherer Entfernung abzufangen. Man kann effektiv wirken, ohne sich selbst in die Reichweite des Wildschweins zu begeben. Hierfür ist der meist hölzerne Stab meist auch bis zu 2 m lang. Das Abfangen geschieht hier in aller Regel durch einen gezielten Stich in das Herz des Tieres. Entweder von vorne durch die Halsgrube oder schräg hinter das Schulterblatt. 

Bei der Jagd kommt die Saufeder aber nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz, nämlich dann, wenn kein sicherer Gnadenschuss möglich ist oder man sich mit dem Hirschfänger in zu große Gefahr begeben würde. Ein solcher Fall tritt zum Beispiel ein, wenn sich die Hunde im verletzten Tier verbissen haben.

Saufeder kaufen - Das müssen Sie bei einem Speer und einer anderen Stichwaffe beachten

Der Hauptunterschied zum Speer besteht darin, dass dieser in aller Regel zum Werfen gedacht war. Daher ist dieser meist auch kürzer und leichter ausgeführt. Doch auch im Nahkampf können diese effizient eingesetzt werden und wurden in der Vergangenheit als Mehrzweckwaffe eingesetzt. Um beim Werfen gut geeignet zu sein, sollte die Stichwaffe gut ausbalanciert sein. Für den Jagdeinsatz liegt die effektive Reichweite, abhängig vom Schützen bei deutlich unter 20 m.

Weitere Typen: Pike, Lanze und Spieß

Häufig hört man in diesem Zusammenhang noch historische Namen wie Pike, Lanze oder Spieß. Die heutzutage aber nicht mehr gar so üblich sind. Unter einer Lanze versteht man zum Beispiel den schweren Speer eines berittenen Soldaten großer Länge (bis zu 5 m), der nicht geworfen wurde. Die Pike und der Spieß sind im Grunde das selbe, nur wurden diese von einfachen Fußsoldaten geführt und nicht von Reitern.

Die Klinge einer Stabwaffe ist in aller Regel über den Griff gesteckt und seitlich über einen Nagel bzw. eine Schraube fixiert. Auch das Verkleben ist prinzipiell möglich und gut geeignet. Einen Speer können Sie sich so auch schnell selbst, je nach Vorliebe, selber bauen. Viele Hersteller verkaufen die Speerspitzen separat. Für den Stab eignet sich vor allem Esche sehr gut. Wozu eine Saufeder in der Lage ist, können Sie in nachfolgendem eindrucksvollem Video mit eigenen Augen sehen.


Saufeder kaufen - Darauf gilt es zu achten

Wenn Sie sich eine Saufeder kaufen möchten, kommt es ein bisschen darauf an wofür Sie diese verwenden möchten. Wenn Sie diese wirklich für die Jagd benötigen, sollte die Klinge anders beschaffen sein als wenn Sie den Speer zum Werfen verwenden möchten. Für die Jagd sollte die Klinge möglichst dünn sein und eine Länge von mindestens 20 cm aufweisen, um zum Abfangen verwendet werden zu können. Ist die Klinge zu dick, ist es unnötig schwer die Schwarte des Tieres zu durchdringen. Auch sollte hier die Klinge eher etwas abgerundet sein, um nicht im Knochen stecken zu bleiben. Die Klinge sollte hier daher so lange sein, um die Lunge bzw. das Herz des Tieres zu erreichen. Auch würde ich hier eher zu einem Modell mit langem Stiel greifen, um die Gefahr auf größt möglichen Abstand zu halten. Die Cold Steel Boar Spear ist in meinen Augen daher für Jäger ziemlich gut geeignet. 

Sind Sie auf der Suche nach einem Speer zum Werfen, sollten Sie eher zu einem Modell mit dicker und damit weniger empfindlicher Klinge greifen. Beim Wurf kann es doch einmal passieren, dass die Klinge Bekanntschaft mit einem Stein macht. Ist die Klinge hier zu dünn, sind Scharten und verbogene Spitzen vorprogrammiert. Zudem ist es wichtig, dass die Pike ausbalanciert ist, um ein möglichst gutes Flugverhalten aufzuweisen. Sehr kurze Speere eignen sich vor allem zur Verwendung mit einem Schild.

Die richtige Materialwahl

Beim Material des Stabs kommt es meiner Meinung hauptsächlich auf den persönlichen Geschmack an. Rein von der Stabilität und der Funktionalität gibt es bei der Anwendung keinen merklichen Unterscheid zwischen glasfaserverstärkten Kunststoff und Holz, zumindest konnte ich noch keinen feststellen. Die traditionellere Variante ist natürlich Holz. Persönlich würde ich von teilbaren Stielen abraten, da man hier sehr viel Geld ausgeben muss, um ein Modell zu erhalten, das vergleichbar mit einem durchgehenden Stab ist. Die Verbindungselemente stellen immer eine Schwachstelle dar. Zudem kann es im Feld leicht zu einer Beschädigung der Gewindeelemente kommen.

Die Spitze einer Pike - Die Klingen von Blankwaffen sind oft separat erhältlich

Ich würde persönlich eine Stichwaffe mit einer Klinge aus Kohlenstoffstahl bevorzugen, da diese in aller Regel deutlich schnitthaltiger und robuster sind als solche aus Edelstahl. Der Nachteil ist allerdings, dass das Nachschleifen etwas länger dauert und die Klinge vor Korrosion geschützt werden muss. Wie man dies fachgerecht macht, können Sie im nächsten Abschnitt nachlesen.


Auf die richtige Pflege der Stichwaffe kommt es an

Auch wenn Sie Ihren Speer wohl kaum zum Schneiden oder für Hiebe verwenden werden, wird dieser durch die Anwendung bei der Jagd oder durch Wurfübungen aller Art mit der Zeit zunehmend stumpf. Zwar muss eine Stichwaffe durch die Spitze nicht rasiermesserscharf geschliffen sein, doch eine gewisse Grundschärfe sollte stets gewährleistet sein. Verwenden Sie den Speer zum Werfen sollte die Klinge aber nicht zu scharf sein, denn je feiner die Klinge ausgeschliffen ist, desto eher neigt diese auch zu Ausbrüchen falls Sie doch einmal einen Stein treffen.

Verwenden Sie Ihre Saufeder tatsächlich für die Jagd und nicht lediglich zu Übungszwecken oder fürs Werfen müssen Sie sicher stellen, dass die Klinge stets sehr scharf geschliffen ist. Denn nur mit einer scharfen Klinge kann das Leid des Tieres beim Abfangen weitestgehend reduziert werden. Nur dann durchdringt die Schneide die Schwarte des Tieres ohne unnötige Mühen und ein möglichst humaner Tod ist möglich.

Schärfen und Korrosionsschutz

Wie Sie die Klinge Ihrer Stichwaffe schnell und einfach auf eine extreme Schärfe bringen, können Sie in meinem ausführlichen Artikel zum Messer schleifen nachlesen. Da Klingen bei normaler Benutzung nicht zu arg beschädigt werden sollten, kann ich Ihnen das Schleifen mittels Wassersteinen ans Herz legen. Falls Ihnen dies zu aufwändig sein sollte, was ich durchaus verstehen kann, dann sollten Sie zum Schärfsystem von Spyderco greifen. Mit diesem Set, das ich selbst benutze, bringen Sie Ihre Messer und Ihre Pike effizient auf eine enorme Gebrauchsschärfe. Am einfachsten tun Sie sich hier, wenn Sie den Kopf Ihrer Saufeder zum Schärfen entfernen. Sie müssen Sie sich nicht mit dem langen Stiel herum ärgern.

Klinge einer Lanze - Die Scheide schützt den Spieß

Verwenden Sie einen Spieß mit einer Klinge aus Kohlenstoffstahl, müssen Sie diese natürlich vor Korrosion schützen. Hierzu sollten Sie den Kopf daher nach jeder Benutzung intensiv reinigen und vollständig reinigen. Freiliegenden Stahl sollten Sie mit einem geeigneten Öl vor Feuchtigkeitszutritt schützen. Gut geeignet ist hier das sogenannte Kamelienöl. Applizieren Sie dieses einfach vorsichtig auf dem Stahl. Lagern Sie die Lanze zudem stets trocken. Idealerweise in der dazugehörigen Scheide, wie oben dargestellt.


Bestimmungen des Waffengesetzes zur Stichwaffe

Wenn Sie sich nun eine Saufeder kaufen möchten, sollten Sie sich zunächst noch diesen Abschnitt zu den rechtlichen Rahmenbedingungen durchlesen. Denn wenn Sie einen Speer besitzen, müssen Sie ein paar Punkte beachten, um nicht in Konflikt mit dem Waffengesetz zu geraden. Doch keine Sorge, bei korrekter Handhabung brauchen Sie sich vor keinen Konsequenzen fürchten. Verstehen Sie dies jedoch nicht als verbindliche Rechtsberatung. Die stellt nur meine Sichtweise der Dinge dar. Bitte lesen Sie sicherheitshalber selbst in der aktuellen Fassung des Waffengesetzes nach. 

Wie bei allen Blankwaffen gilt, dass Sie diese nicht in der Öffentlichkeit führen dürfen, wenn diese eine Klingenlänge von 12 cm überschreiten oder beidseitig geschliffen sind. In einem solchen Fall werden diese rechtlich als Hieb- und Stichwaffe klassifiziert. Hierunter werden Objekte verstanden, die in erster Linie dazu gedacht und konzipiert sind, durch die Aufwendung von Muskelkraft größtmöglichen gesundheitlichen Schaden und Verletzungen hervorzurufen. Leider treffen beide oben genannte Voraussetzungen auch auf die Lanze zu. Somit darf diese außerhalb Ihres Grundstücks leider nicht geführt werden. In Ihrem Garten beispielsweise kann Ihnen keiner den Umgang hiermit verbieten. Hier können Sie diese ganz sorgenfrei benutzen. Auch können Sie diese problemlos besitzen und auch als Dekoartikel verwenden. Um eine Saufeder kaufen zu dürfen, müssen Sie allerdings das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es allerdings, nämlich dann wenn der Spieß zu einem offiziell anerkannten Zweck verwendet wird. Hierunter fällt zum Glück auch die Jagd. Als Jäger dürfen Sie Ihren Spieß demnach problemlos führen und das auch auf dem Weg zur Jagd. Wenn Sie den Speer zu Mittelaltermärkten oder ähnlichen Veranstaltungen mitnehmen möchten, können Sie dies zwar prinzipiell tun, doch Sie müssen sicher stellen, dass die Schneiden komplett stumpf sind.

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Waidbesteck: Jagdnicker und Waidblatt

Das Waidbesteck, bestehend aus einem Trachtenmesser und dem wuchtigen Waidblatt, gehört zu der Grundausstattung eines jeden Jägers und das ist nicht nur seit heute so. Lesen Sie was das im Detail ist und wozu diese Messer traditionell verwendet werden. Erfahren Sie worauf Sie achten müssen wenn Sie sich einen Jagdnicker kaufen möchten, wie Sie die Klingen richtig pflegen und wie diese aus juristischer Sicht betrachtet werden.


Beliebtes Waidbesteck im Vergleich

Linder Jagdnicker Pro-Nicker


Klingenmaterial:

440A

Klingenlänge:

ca. 9,8 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 108 g

Full Tang Design:

Scheide inkl.:

check

Puma Waidblatt 113588


Klingenmaterial:

Stahl 1.4116

Klingenlänge:

ca. 21,7 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 580 g

Full Tang Design:

check

Scheide inkl.:

check

PUMA Waidbesteck (2er Set)


Klingenmaterial:

Stahl 1.4116

Klingenlänge:

Waidblatt: 21,7 cm

Jagdnicker: 10,4 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 580 g bzw. 160 g

Full Tang Design:

check

Kombi-Scheide inkl.:

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Was versteht man unter Waidbesteck?

Das Waidbesteck gehört zur Grundausstattung eines jeden Jägers und das ist auch heutzutage noch unverändert so. Dieses gehört zu den kalten Jagdwaffen und besteht im allgemeinen aus einem Jagdnicker und einem Waidblatt. Diese beiden Messer werden zusammen in einer Scheide am Gürtel getragen. Klassisch besteht diese aus Leder. Da beide Klingen grundlegend unterschiedliche Aufgaben erfüllen, möchte ich nachfolgend auf beide einzeln eingehen und Ihnen aufzeigen für was diese verwendet werden können.

Der Jagdnicker - Trachtenmesser für Lederhose

Hierunter versteht man ein klassisch anmutendes Jagdmesser mit einer Länge von meist 10 - 15 cm, je nach Modell. Im Gegensatz zum Hirschfänger, ist dieses aber nur einseitig angeschliffen, obwohl auch dieses hauptsächlich zum Abfangen von Wild genutzt wird bzw. wurde. Unter dem Abfangen versteht man das Töten eines angeschossenen oder verletzten Tieres mit einer Blankwaffe, wenn kein sicherer Schuss möglich ist. Zum Beispiel, wenn sich der Jagdhund am Tier festgebissen hat. Mit einem Jagdnicker erfolgt der Gnadenstoß in das Genick des Tieres über dem obersten Halswirbel. Der Tod tritt sofort ein, wenn das sogenannte Abnicken fachmännisch und damit tierschutzkonform durchgeführt wird.

 Da dies aber ein hohes Maß an Übung erfordert, empfiehlt sich nach Möglichkeit der Einsatz einer Handwaffe oder der Blattfang mit einem Hirsch- bzw. Saufänger. Hiermit wird mit der deutlich längeren und zweischneidigen Klinge durch die Rippen in das Herz oder die Lunge des Tieres gestochen.

Da meines Wissens nach Jungjäger in aller Regel auch nicht mehr im Abnicken ausgebildet werden, wird das Trachtenmesser heutzutage weniger zu seinem ursprünglichen Zwecke eingesetzt, sondern eher als beliebtes Jagdmesser. Dieses wird so zum Abrechen des Wilds genutzt oder für andere anfallende Schneidaufgaben. Die Klinge besteht zu meist aus rostfreiem und damit pflegeleichtem Edelstahl und der Griff klassisch aus Hirschhorn. Modernere Modelle weisen mittlerweile auch Griffschalen aus Kunstoff auf, die deutlich leichter zu reinigen sind. Zudem werden diese Messertypen traditionell zusammen mit Lederhosen als Teil der Tracht getragen.

Jagdnicker kaufen - Trachtenmesser für Lederhose

Das Waidblatt - Der vielseitige Jagdhelfer

Das Waidblatt ist deutlich länger, größer und wuchtiger als der Jagdnicker und stellt so die optimale Ergänzung für das Waidbesteck dar. Es ist um die 30 cm lang und weist einen wuchtigen, balligen Messerkopf auf und wird heute meist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Es weist ein Parierelement am Ende des klassischen Hirschhorngriffs auf. Konzipiert wurde dieses ursprünglich, um die Funktion mehrer Jagdmesser in sich zu vereinigen. Hierzu zählten unter anderem der Praxe, der Hirschfänger und der Standhauer. 

Puma Waidblatt kaufen - Der vielseitige Jagdhelfer

Durch den wuchtigen und meist nur einseitig geschliffenen Kopf, ist das Messer eher weniger zum Abfangen zu empfehlen, sondern eher für Hiebe. Aus diesem Grund ist die Klinge auch sehr dick gestaltet.

Am Besten eignet sich das Waidblatt zum Abschlagen von Ästen und das Freischneiden von Gebüsch, also zum Freischneiden von Pirschwegen. Auch zum Aufbrechen des Schlosses eignet es sich bestens. Also der Teil des Beckenknochens, der eröffnet werden muß, um den darin befindlichen Enddarm zu entfernen. In der Kombination mit dem Trachtenmesser können so die allermeisten Aufgaben, die mit einer Blankwaffe gelöst werden können, erfolgreich erledigt werden.


Waidbesteck kaufen - Darauf sollten Sie achten

Zunächst sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich den Jagdnicker und das Waidblatt einzeln kaufen möchten oder im Set als Waidbesteck. Hier müssen SIe sich überlegen, welche Aufgaben Sie erledigen möchten. Brauchen Sie nur ein flexibles Jagdmesser oder traditionelles Zubehör für Ihre Lederhose, wäre das gesamte Set wohl nicht nötig. Für Jäger hingegen würde ich persönlich schon zum Gesamtpaket greifen, nicht zuletzt, da Sie hier eine Kombi-Scheide für beide Messer erhalten. 

Da beide Messer mechanisch bei weitem nicht so stark belastet werden als andere Outdoormesser, fahren Sie mit den oben aufgeführten Edelstählen sehr gut. Diese sind ausreichend hart, lassen sich gut nachschärfen und sind korrosionsbeständig und damit sehr pflegeleicht. Auch wenn ich ein großer Verfechter von Kohlenstoffstählen bin, würde ich hier nicht dazu greifen, da es in meinen Augen schlicht nicht notwendig ist. 

Waidbesteck kaufen - Beide Messer in einer Scheide

Beim Griffmaterial werden Sie meistens Hirschhorn vorfinden, da dies das klassische Material für diese Messertypen ist und damit machen Sie grundlegend auch nichts falsch. Auf dem Markt sind auch Modelle mit Kunststoffgriffschalen erhältlich. Diese lassen sich leichter reinigen, was nach dem Aufbrechen von Wild durchaus von Vorteil sein kann. Hier ist die Abwägung zwischen Optik und Reinigbarkeit zu treffen.

Bei dem Waidblatt würde ich zudem raten zu einem Modell mit Flacherl zu greifen (Full tang). Das bedeutet, dass der Teil der Klinge unter dem Griff durchgängig ist und nicht in der Hälfte aufhört oder nur aus einem dünnen Stift besteht. Beim Hacken ist garantiert, dass es zu keinem Bruch oder vergleichbaren Beschädigungen kommt. Beim Trachtenmesser ist dies zwar nicht im gleichen Maßen von Bedeutung, aber ich persönlich bin ein großer Freund davon und würde auch hier zu einem solchen Modell greifen.


Auf die richtige Pflege kommt es an

In aller Regel wird für den Jagdnicker sowie das Waidblatt rostfreier Edelstahl verwendet, um die Bildung von Rost und mögliche Verunreinigung des Fleisches zu vermeiden. Zudem lässt sich dieser deutlich leichter reinigen, da weniger beachtet werden muss, um das Messer nicht zu beschädigen. Maßnahmen zum Korrosionsschutz sind demnach nicht zwingend notwendig.

Doch leider ist Edelstahl in aller Regel weicher als vergleichbarer Kohlenstoffstahl und damit auch weniger schnitthaltig. Doch da die Messer in aller Regel mehr zum Schneiden als zum Hacken verwendet werden ist dies hier kein Problem und sogar gewünscht, da diese leichter wieder auf Gebrauchsschärfe geschliffen werden können. Und das sollten Sie auch sehr regelmäßig machen, um das Eindringen in die Haut des Tieres so leicht wie möglich zu gestalten. Besonders beim Jagdnicker ist auf eine stets hohe Schärfe zu achten, um beim Gnadenstoß unnötiges Leid des Tieres zu verhindern. Bei neuen Messern sollten Sie daher unbedingt auf eine hohe Schärfe achten. Wenn diese noch nicht ausreichend ist, müssen Sie dies vor der Benutzung unbedingt nachschärfen.

In meinem Beitrag zum richtigen Messerschärfen gehe ich ausführlich auf die verschiedenen Methoden ein, wie Sie Ihr Messer auf extreme Schärfe bringen können. Für Ihr Waidbesteck würde ich Ihnen japanische Wassersteine empfehlen, da hiermit die besten Ergebnisse erzielbar sind. Allerdings ist das Schleifen damit relativ zeitaufwändig und erfordert ein Mindestmaß an Übung. Wer effizientes Schärfen bevorzugt und dennoch nicht auf gute Ergebnisse verzichten möchte, kann gerne auch das Schärfsystem von Lansky verwenden. Dieses benutze ich selbst für alle meine Messer und hatte hier bei keiner Klingenform je ein Problem. Rasiermesserscharfe Schneiden können damit erreicht werden und das auch wenn die Klinge zuvor komplett stumpf war.


Rechtliche Rahmenbedingungen

Bevor Sie sich nun aber Ihr Waidbesteck, beziehungsweise ein Waidblatt oder einen einzelnen Jagdnicker kaufen möchten, sollten Sie sich zunächst noch kurz Gedanken zur aktuellen rechtlichen Lage machen und was es hier aus juristischer Sicht zu beachten gilt. Nachfolgend möchte ich Ihnen hier meine Gedanken hierzu kurz zusammenfassen. Aber bitte sehen Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung an und lesen Sie im Zweifel selbst in der aktuellen Fassung des Gesetzes nach, da dieses in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird.

Wie bei allen Messern, gilt auch bei Waidbesteck prinzipiell der Grundsatz, dass das Führen ab einer Klingenlänge von über 12 cm nicht ohne guten Grund gestattet ist. Diese werden laut Gesetz als Hieb- und Stichwaffe eingestuft. Solche dürfen außerhalb Ihres Grundstücks eigentlich nur in verschlossenen Behältnissen mitgeführt werden. Unter diese Einstufung fallen alle Messer oder andere Objekte, die in erster Linie dazu gedacht sind durch die Aufbringung von Muskelkraft schwerwiegende Verletzungen oder Gesundheitsschäden zu verursachen.

Puma Waidbesteck kaufen oder doch ein anderes?

Doch keine Sorge, wie so oft gibt es auch hier zahlreiche Ausnahmen. Wird das Messer nämlich zu einem offiziell anerkannten Zwecke mitgeführt, gilt das beschriebene Trageverbot nicht. Zu diesem berechtigten Interesse, zählt nämlich auch die Brauchtumspflege und die Jagd, wie auch der Weg zur Jagd. Im Rahmen dieser Tätigkeit dürfen Sie Ihr Trachtenmesser demnach ohne Probleme offen tragen. Ist die Klinge kürzer als 12 cm, dann ist dies auch auf der Straße prinzipiell erlaubt. Tun würde ich es dennoch nicht.

Sie müssen sich als Jäger demnach keine Sorgen machen, dass Ihnen jemand Ihr Werkzeug abnimmt. Ich persönlich würde Ihnen aber dennoch empfehlen, die Messer auf dem Weg in den Wald, oder zum sonstigen Transport sicher und zugriffssicher zu verstauen. So umgehen Sie lästige und nervige Gespräche und mögliche Probleme, auch wenn Sie eigentlich im Recht sind.

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Hirsch- und Saufänger

Bei der Jagd kommen auch heutzutage nicht nur Gewehre und Pistolen zum Einsatz, sondern auch noch immer Blankwaffen aller Art. Diese erfüllen hier unterschiedlichste Aufgabe. Zum Abfangen von Wild kommen hier hauptsächlich Saufänger zum Einsatz. Im nachfolgenden Artikel möchte ich Ihnen zeigen was ein Abfangmesser genau ist und erklären worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich einen Hirschfänger kaufen möchten.


Beliebte Abfangmesser im Vergleich

Muela BW-24S Hirschfänger


Klingenmaterial:

Rostfreier Messerstahl 4116

Klingenstärke:

4,5 mm

Klingenlänge:

ca. 24,7 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 374 g

Full Tang Design:

Scheide inkl.:

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Linder Saufänger 443423


Klingenmaterial:

Edelstahl 440 A

Klingenstärke:

5,0 mm

Klingenlänge:

ca. 23,4 cm

Griffmaterial:

Olivenholz

Gewicht:

ca. 560 g

Full Tang Design:

check

Scheide inkl.:

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Parforce Hirsch- und Saufänger


Klingenmaterial:

Edelstahl 440 A

Klingenstärke:

4,0 mm

Klingenlänge:

ca. 23,0 cm

Griffmaterial:

Pakkaholz

Gewicht:

ca. 446 g

Full Tang Design:

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Scheide inkl.:

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Was ist ein Sau- bzw. Hirschfänger?

Zunächst möchte ich natürlich die grundlegendste Frage von allen klären, nämlich was das überhaupt ist und wer diese für was benötigt. Hirsch- bzw. Saufänger sind lange Messer von bis zu 40 cm Länge. Die Klinge ist aber bei nahezu allen Modellen über 20 cm lang. Diese werden bei der Jagd als so genannte kalte Waffe verwendet und dienen dem Abfangen von Wild. Unter dem Abfangen versteht man in diesem Zusammenhang das Erlösen des Tieres. Der Jäger gibt dem Reh oder dem Wildschwein den Gnadenstoß. Der einzige Zweck dieser Messer bei der Jagd ist demnach das Töten des Wilds. Demnach sind diese an diese Aufgabe bestens angepasst.

Damit die Klinge möglichst mühelos und damit für das Tier so schonend wie in dieser Situation möglich durch die Haut eindringen kann, ist die Klinge zweischneidig ausgeführt. Beide Schneiden sind auch scharf geschliffen. Im Grunde handelt es sich hier also um einen Dolch. In aller Regel befindet sich in der Mitte der Klinge eine eingearbeitete Blutrinne. Dabei handelt es sich um die in den Bildern zu sehende mittige Vertiefung im Stahl. Diese dient in erster Linie dazu das Gewicht der Klinge zu reduzieren ohne an Stabilität einzubüßen. Der oft vermutete Nutzen, die Oberfläche der Stichwunde zu vergrößern und so einen größeren Blutverlust zu begünstigen, halte ich persönlich für nicht vorhanden.

Saufänger auf grünen Untergrund

Auch wenn hauptsächlich Gewehre zum Erlegen des Wildes eingesetzt werden gibt es dennoch einige Situationen wo sich der Gebrauch von Blankwaffen explizit empfiehlt. Dies ist zum Beispiel nach einem Wildunfall der Fall, bei der Drückjagd aber auch wenn der Jagdhund an der Beute zerrt und kein sicherer Schuss denkbar ist. Wie Sie sehen, gibt es durchaus auch heute noch dringenden Bedarf an einem guten Abfangmesser. Was diesen ausmacht, lesen Sie nachfolgend.


Hirschfänger kaufen - Darauf gilt es zu achten

Da es sich ja hier um um ein Abfangmesser handelt, muss bei der Auswahl das Wohl des Tieres im Fokus stehen, so paradox das in diesem Zusammenhang auch klingen mag. Die Klinge muss so beschaffen sein, dass diese möglichst schmerzfrei und mühelos in den Körper des Tieres eindringen kann, um dieses vom Leiden zu erlösen. Das Messer muss daher unbedingt zweischneidig sein. Achten Sie darauf, dass die Spitze abgerundet und nicht zu spitz ist. Dies verhindert, dass die Spitze beim Abfangen in einem Knochen stecken bleibt. Um das Herz zu erreichen, sollte die Klinge zudem mindestens 20 cm lang sein, was für alle oben vorgestellte Messer zutrifft. Damit das Verenden des Stücks möglichst schnell von Statten geht, sollte die Klinge zudem mindestens 4 cm breit sein.

Weiterhin sollte Ihr Sautöter über eine Blutrinne verfügen. Zum einen wie bereits oben beschrieben, um das Gewicht zu reduzieren, aber diese bietet noch weitere Vorteile. Zum einen sagt man dieser nach, dass beim Blattfang leichter Luft in den Körper des Stücks eindringen kann. Zudem wird vermieden, dass sich die Klinge im Fleisch festsaugt.

Hirschfänger kaufen

Bezüglich des Stahls sind Sie mit den Klingenstählen der oben dargestellten Messer gut beraten. Mit einem rostfreien Stahl, müssen Sie sich keine Sorgen bei der nachfolgenden Reinigung machen. Korrosion ist hier kein Problem. Zwar wäre Kohlenstoffstahl in aller Regel härter, aber für das Abfangen von Wild ist ein 440er Stahl in meinen Augen völlig ausreichend. Denn hier wirken deutlich geringere Belastungen als zum Beispiel beim Batoning, für das Survivalmesser verwendet werden. Beim Griffmaterial können Sie meiner Meinung nach rein nach Geschmack gehen. Die klassischen Modelle haben Griffe aus Hirschhorn, bei einem moderneren Saufänger kommen oft Griffschalen aus Oliven- oder Pakkaholz zum Einsatz. Leichter zu reinigen ist aber vermutlich doch Holz.

Wenn Sie sich einen Hirschfänger kaufen, würde ich Ihnen auch empfehlen zu einem Modell mit einem Flacherl zu kaufen (Full Tang Design). Bei solchen Messern ist der Teil der Klinge unter dem Griff durchgehend. So verkraftet das Messer deutlich höhere Belastungen bevor sich der Griff löst, sich verbiegt oder die Klinge an diesem abbricht.


So pflegen Sie Ihren Saufänger richtig

Wie im vorangegangenen Kapitel beschrieben wird für Hischfänger in aller Regel ein weicherer Edelstahl verwendet. Da dieser rostfrei ausgeführt ist, brauchen Sie sich hier, anders als bei einer Machete, schon einmal keine Sorge um Rost machen. Und das ist allein schon einmal auf Grund der Tatsache wünschenswert, das das Messer häufiger direkt mit Blut in Kontakt tritt.

Durch die regelmäßige Benutzung und das weichere Edelstahl im Vergleich zu Kohlenstoffstahl, verliert die Schneide mit der Zeit an Schärfe und muss regelmäßig nachgeschliffen werden. Dies ist vor allem deshalb so wichtig, um das Eindringen in die Schwarte des Tieres so leicht wie irgendwie möglich zu gestalten, um das Leid des Tieres weitestgehend zu minimieren. Achten Sie daher unbedingt auch bei neuen Messern darauf, dass diese eine ausreichende Gebrauchsschärfe aufweisen. Falls nicht, unbedingt nachschärfen.

Wie Sie ein Messer richtig schärfen, können Sie in meinem Beitrag zum Thema nachlesen. Falls Ihnen das Schärfen mit einem Wasserstein zu aufwändig ist, kann ich Ihnen hier den Spyderco Tri-Angle Sharpmaker empfehlen. Dieser liefert in meinen Augen und meiner Erfahrung nach Spitzenergebnisse und eignet sich perfekt zum Herstellen einer enormen Schärfe bei wenig abgenutzten Klingen. Für stark beanspruchte oder gar beschädigte Klingen ist dieser wohl nicht abrasiv genug. Für Abfangmesser meiner Meinung nach aber ideal.


Rechtliche Rahmenbedingungen

Bevor Sie sich einen Hirschfänger kaufen, sollte Sie sich vorab informieren ob dieses unter die Bestimmungen des Waffengesetzes fällt und ob zum Führen bestimmte Auflagen einzuhalten sind. Nachfolgend möchte ich Ihnen meine Einschätzung hierzu mitteilen. Bitte erachten Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung und werfen Sie vorab idealerweise selbst einen Blick in die aktuelle Version des Gesetzes. Dieses wird nämlich regelmäßig aktualisiert und überarbeitet.

Prinzipiell gilt für feststehende Messer, dass diese nicht ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit geführt werden dürfen, wenn diese eine Klinge von über 12 cm aufweisen. Solche Klingen und Messer, die als Hieb- und Stichwaffe eingestuft sind unterliegen diesem Trageverbot. Solche dürfen so nur noch in verschlossenen Behältnissen mitgeführt werden und dürfen nicht einfach zugänglich sein.

Auf Grund der zweischneidigen Ausführung der Hirsch- und Saufänger wären diese als Hieb- und Stichwaffen eingestuft, wie andere Dolche. Unter diese Kategorie zählen im Allgemeinen Objekte, die primär dazu dienen, durch den Einsatz von Muskelkraft schwerwiegende Gesundheitsschäden zu verursachen. Aber wie so oft gibt es auch hier Ausnahmen. Zum Beispiel wenn diese zu einem anerkannten Zweck getragen werden. Hierzu ist zum Glück auch die Jagd zu zählen. Sie brauchen also keine Angst haben, dass Ihnen ihr Abfangmesser irgendjemand abnehmen wird.

Abfangmesser mit Gewehr

Bis zum Weg in den Wald würde ich aber dennoch sicherheitshalber empfehlen den Saufänger unzugänglich im Kofferraum oder im Rucksack aufzubewahren, um unnötige Diskussionen oder Probleme mit jungen unerfahreneren Polizisten zu vermeiden. Es spricht rechtlich also nichts dagegen, wenn Sie sich einen Hirschfänger kaufen.

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Macheten – Buschmesser für den eigenen Garten

Ein Haumesser wird schon seit Urzeiten als effektives Werkzeug zum Zurückschneiden von Gestrüpp und zum Entasten verwendet und das aus sehr gutem Grund. Doch ein Buschmesser kann nicht nur im Busch verwendet werden, sondern entfaltet auch in Ihrem Garten oder in Ihrem Waldgrundstück sein volles Potential. Erfahren Sie warum Sie sich eine Machete kaufen sollten und worauf es hier zu achten gilt. Welche Form eignet sich für was und welcher Klingenstahl kommt hier in Frage?


Beliebte Haumesser im Vergleich

Gerber Gator Bush Machete GE31-002848


Typ:

Mehrzweckdesign

Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl 1050

Klingenlänge:

ca. 45,5 cm

Griffmaterial:

Gummi

Gewicht:

ca. 530 g

Full Tang Design:

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Scheide inkl.:

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Cold Steel Kukri 97KMS 


Typ:

Kukri

Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl 1050

Klingenlänge:

ca. 33,5 cm

Griffmaterial:

Polypropylen (PP)

Gewicht:

ca. 541 g

Full Tang Design:

check

Scheide inkl.:

check

Condor Machete Parang Buschmesser


Typ:

Parang

Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl 1075CS

Klingenlänge:

ca. 48,0 cm

Griffmaterial:

Holz

Gewicht:

ca. 613 g

Full Tang Design:

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Scheide inkl.:

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Für was wird eine Machete benötigt?

Zunächst möchte ich die Frage klären warum man sich eine Machete kaufen sollte, was das überhaupt ist und für was diese historisch und heute benutzt wird. Nun grundsätzlich ist ein Haumesser ein übergroßes Messer, das dafür konzipiert worden ist, in der Landwirtschaft dünnere Äste abzutrennen und Sträucher zu entfernen. Auch beim Camping eignet sich diese optimal zur Vorbereitung des Feuerholzes. 

Ihr ursprüngliches Einsatzgebiet war unter anderem der Einsatz auf Zuckerrohrplantagen zum Ernten und zum Zurückschneiden des Zuckerrohrs. Auch als Buschmesser wurden diese stets verwendet. Aber auch als effektive Waffen wurden diese besonders in Südamerika oder bei europäischen Bauernaufständen eingesetzt.

Nun ist aber nicht jedes Modell gleich, denn Buschmesser unterscheiden sich alleine schonmal in Ihrer grundlegenden Form. Diese sind meist für das entsprechende Herkunftsland typisch. Welche Form sich hier für was am besten eignet, versuche ich im nächsten Abschnitt zu klären. Auch das verwendete Material für Klinge und Griff kann stark voneinander abweichen. 

Buschmesser im Dschungel

Aber warum sollten Sie sich nun überhaupt eine Machete kaufen? Nun diese ist nicht umsonst seit ewiger Zeit als universelles Werkzeug in der Landwirtschaft beliebt und bekannt. Haben Sie einen Garten oder ein Waldgrundstück eignet sich ein Haumesser bestens, um Unterholz zurück zu schlagen, sich in Dickichte vorzuarbeiten oder Brombeeren zu stutzen. Aber selbst dicke Äste können mit den meisten Modellen effektiv abgeschlagen werden, ohne die Axt aus dem Auto zu holen. Zudem sind die meisten Macheten sehr preiswert. Und wenn Sie die Gewichte der oben dargestellten Modelle betrachten, werden Sie feststellen, dass diese äußerst leicht und handlich sind. Für Garten und Waldbesitzer in meinen Augen ein absolutes Muss! Wenn Sie von der Effizienz und Schnittleistung noch nicht gänzlich überzeugt sind, sollten Sie sich nachfolgendes Video unbedingt ansehen. Hierin wird die Leistungsfähigkeit dieser Werkzeuge eindrucksvoll dargelegt. Zum Einsatz kam hier übrigens das Cold Steel Kukri.


Machete kaufen - Darauf gilt es zu achten

Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, gibt es zwischen den erhältlichen Modellen große Unterschiede. Nicht jedes Modell bzw. jede Form eignet sich damit auch für jeden beliebigen Anwendungsfall. Worin sich die Modelle unterscheiden und worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich eine Machete kaufen möchten, möchte ich Ihnen nachfolgend kurz erläutern.

Verwendete Materialien

Zuallererst unterscheiden sich Macheten, wie auch Messer im Allgemeinen, in den verwendeten Griffmaterialien und Klingenstählen. Zunächst möchte ich auf das Stahl der Schneiden eingehen, da diese direkt für die Schnittleistung, Schnitthaltigkeit und Robustheit des Messers verantwortlich sind.

Die grundlegende Entscheidung besteht darin, ob man ein Modell aus rostfreiem Edelstahl oder aus Kohlenstoffstahl möchte. Wie der Name schon sagt, neigt ein Edelstahl nicht zum rosten und ist demnach natürlich pflegeleichter, da man sich keine Sorgen um Korrosionsschutz machen muss. Jedoch ist Edelstahl (z.B. 440 C) durch den benötigten hohen Legierungsanteil weniger hart und damit weniger schnitthaltig. Das Schärfen ist durch den weicheren Stahl zwar leichter, dafür sind solche Werkzeuge auch merklich teurer.

In meinen Augen eignet sich Kohlenstoffstahl für ein Haumesser deutlich besser. Dieser zeichnet sich durch einen geringen Anteil an Legierungselementen und hohen Kohlenstoffanteil aus. Die Klingen aus diesem Stahl, z.B. aus 1050, wie die Gerber Gator Machete, sind deutlich schnitthaltiger als Modelle aus Edelstahl und zudem auch meist preiswerter. Allerdings sind diese nicht rostfrei und müssen so vor Korrosion geschützt werden. Doch keine Sorge, dies ist wirklich kein Hexenwerk. Im nachfolgenden Abschnitt, habe ich kurz zusammen gestellt, was es hier zu beachten gilt. Zudem sind Modelle aus Kohlenstoffstahl meist zum Großteil pulverbeschichtet, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Hier ist meist nur die Schneide selbst der Umgebung ausgesetzt.

Machete kaufen - Darauf sollten Sie achten!

Der Griff

Aber nicht nur der Blick auf das Material der Klinge ist wichtig, um ein Werkzeug zu erwerben, das sich für Ihren Garten perfekt eignet. Auch dem Griff kommt eine unheimliche Bedeutung zu, denn dieser darf die Hand nicht zu stark ermüden, muss den Schock des Schlags gut absorbieren und muss einen guten Grip bieten. Gut eignen sich hier gummierte Griffe sowie der Einsatz von Griffen aus Echtholz oder geriffeltem Kunststoff. Diese weisen für sich genommen aber auch wieder spezifische Vor- und Nachteile auf. Ich persönlich komme aber mit allen Materialien gut aus und hatte hier bei keinem meiner bisherigen Modelle Probleme. Müsste ich mich entscheiden, würde ich mich vermutlich für Gummi oder Kunststoff entscheiden, da diese sehr pflegeleicht und schockabsorbierend sind. Wer den klassischen Look bevorzugt, macht mit Holz aber auch nichts falsch.

Klingenlänge und -formen: Parang, Latin oder Kukri kaufen?

Neben den Materialien, unterscheiden sich Haumesser auch in deren Klingenlänge bzw. -stärke und in der allgemeinen Form. Leichtere Modelle beginnen bei etwa 450 g und schwerere können gerne auch einmal über ein Kilogramm wiegen. Für die Gartenarbeit und das Zurückschneiden von Gestrüpp eignen sich in meinen Augen ehr leichtere Modelle, da man diese deutlich wendiger schwingen kann und das Führen wesentlich weniger kraftraubend ist. Schwerere Modelle sind eher zum Hacken dicker Äste geeignet, hier würde ich persönlich aber lieber zu einer Axt greifen. Von der Länge her würde ich eher zu Modellen mit einer Klinge über 32 cm greifen. Hierdurch werden große Geschwindigkeiten der vorderen Schneide erreicht, was das Hacken stark vereinfacht. Zudem kann mehr Gestrüpp auf einmal entfernt werden.

Nun unterscheiden Sie sich aber auch noch in der Form, wie Sie schon in der oberen Tabelle sehen können. Hierauf möchte ich im Detail aber nicht eingehen, da dies wohl den Rahmen sprengen würde. Ich möchte hier eher auf die Einflüsse bei der Anwendung eingehen. In meinen Augen ist hier eher die allgemeine Gewichtsverteilung der Klinge wichtig. Ist im vorderen Teil der Klinge viel Material, wie es beim Cold Steel Kukri der Fall ist, dann ist der Schwerpunkt des Buschmessers weit vorne. Die Machete eignet sich demnach besonders zum Hacken. Ist die Klinge eher lang und gleichmäßig ausgeformt, wie es zum Beispiel bei den anderen beiden oben dargestellten Modellen ist, dann eignen Sie sich besser zum Stutzen von Büschen.

Gerber Gator Haumesser

Wie sollte der Erl beschaffen sein? 

Wenn Sie eine Machete kaufen, sollten Sie als wichtiges Qualitätsmerkmal auch unbedingt darauf achten, dass das Modell Ihrer Wahl ein full tang Desing, auf Deutsch auch als Flacherl bezeichnet, aufweist. Das bedeutet, dass das Metall des Messers sich über die gesamte Länge erstreckt. Also auch über die gesamte Länge des Griffs. Bei manchen Modellen ragt nur ein kleiner Erl bis in die Mitte des Griffs. Als Erl bezeichnet man den Teil der Klinge, der sich unter bzw. im Griff des Messers befindet. Bei starken Schlägen kann es passieren, dass sich dieser verbiegt oder sogar abbricht. Bei einem Flacherl passiert dies nicht so ohne Weiteres, da viel mehr Material vorhanden ist.


Auf die richtige Pflege kommt es an

Durch regelmäßige Benutzung der Machete nutzt sich die Klinge mit der Zeit natürlich ab, wie bei jedem anderen Messer auch. Da diese aber weniger zum Schneiden sondern hauptsächlich zum Entasten bzw. Stutzen und damit eher zum Hacken verwendet wird, ist der Verschleiß und die Belastung der Schneidkante deutlich höher. Daher muss ein Haumesser regelmäßig gewartet und gepflegt werden, um bei jeder Benutzung zufriedenstellende und gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen.

Durch die Benutzung nimmt natürlich vor allem die Schärfe der Schneide ab. Diese sollte daher regelmäßig nachgeschliffen werden. Hierzu können prinzipiell alle Schärfmethoden verwendet werden, die ich in meinem Beitrag zum Messer schleifen vorgestellt und beschrieben habe. Bei Interesse können Sie sich gerne in diesem entsprechend informieren.

Als Hinweis möchte ich Ihnen hier aber noch auf dem Weg geben, dass eine Machete in meinen Augen nicht so scharf geschliffen werden sollte wie ein Messer, da der Aufgabenbereich nicht identisch ist. Da ein Haumesser nicht zum Schneiden gedacht ist, würde die Klinge unter Umständen schnell ausbrechen, wenn die Schneide zu fein ausgeschliffen werden würde. 

Sollte man eine Parang oder ein Kukri kaufen?

Ist Ihr Buschmesser aus Kohlenstoffstahl gefertigt und damit nicht rostfrei, kann es durch Feuchtigkeitseinfluss natürlich zu Rostbefall kommen. In aller Regel sind solche Modelle mit einer Beschichtung versehen, die den Zutritt von Feuchtigkeit ausschließt. Die Schneide selbst liegt aber natürlich frei. Nach der Benutzung sollten Sie diese daher unbedingt mit einem Stofftuch trocknen und mit einem geeigneten Öl vor Korrosion schützen. Ich persönlich bevorzuge hier Kamelienöl. Lagern sollten Sie diese dann aber dennoch an einem sicheren und trockenem Ort, idealerweise in der dazugehörigen Scheide. So haben Sie sicher lange Freude an Ihrem Werkzeug.


Wie sagt das Gesetz zum Haumesser?

Wenn Sie sich eine Machete kaufen möchten, stellt sich natürlich auch unweigerlich die Frage, was denn nun das Waffengesetz hierzu zu sagen hat, denn immerhin ist diese ja quasi ein sehr großes Messer. Oder etwa doch nicht? Nun hier stellt sich natürlich zunächst die Frage, ob ein Haumesser als Werkzeug oder als Waffe eingestuft wird und somit überhaupt unter die Bestimmungen des Waffengesetz fällt. Zieht man die Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) vom März 2012 zu Rate, sieht man, dass hierin Macheten explizit als Werkzeuge definiert werden. Demnach können diese prinzipiell von jedem frei erworben und geführt werden, unabhängig von der Klingenlänge.

Wie Sie vielleicht wissen, dürfen Sie normale Messer mit Klingen über 12 cm nicht ohne triftigen Grund außerhalb Ihres Grundstücks führen. Da ein Buschmesser aber ja ein Werkzeug ist, gilt diese Regel hier nach meiner Auffassung nicht. Doch ich würde Ihnen dennoch empfehlen diese in der Öffentlichkeit nicht am Gürtel oder leicht sichtbar mitzuführen. Verstauen Sie diese stets sicher im Kofferraum oder in einem geschlossenen Behältnis, wenn Sie diese transportieren müssen. Im eigenen Garten bzw. auf dem eigenen Grundstück muss man sich aber natürlich gar keine Gedanken machen. Beim Transport dazwischen würde ich aber etwas Vorsicht walten lassen, bevor man sich rechtfertigen muss, auch wenn man im Recht ist. Sehen Sie diese Einschätzung aber bitte nicht als verbindliche Rechtsberatung.

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Bogenzubehör und -ausrüstung

Ein erfolgreicher Bogenschütze benötigt neben dem Sportgerät selbst noch einiges an Ausrüstung und Bogenzubehör, um dieses an seine Bedürfnisse anzupassen, seine Leistung zu steigern und sich selbst zu schützen. Welches Zubehör Sie hier noch benötigen, möchte ich Ihnen in nachfolgendem Artikel genauer erklären. Erfahren Sie wozu ein Fingertab oder Schießhandschuhe benötigt werden, wovor ein Armschutz und ein Streifschutz schützt und welcher Pfeilköcher für Sie in Frage kommt. Weiterhin möchte ich Ihnen erklären, was ein Stabilisator, eine Pfeilauflage, ein Release und ein Klicker in diesem Zusammenhang ist. Lesen Sie zudem worauf Sie bei der Auswahl einer Bogentasche achten müssen.


Pfeilköcher

Ein Pfeilköcher ist ein essentielles Bogenzubehör, das der sicheren Aufbewahrung Ihrer Pfeile dient und einen schnellen Zugriff auf diese erlaubt. Doch hier werden Sie schnell sehen, dass es hier die unterschiedlichsten Modelle gibt. Grundsätzlich unterscheidet man diese darin, wo sie getragen werden: auf dem Rücken, an der Seite oder direkt am Bogen. Nachfolgend habe ich Ihnen in einer Tabelle typische Vertreter der entsprechenden Gruppe vor- und gegenüber gestellt.

elTORO Seitenköcher Sys mit Röhren


Seitenköcher

Material:

Cordura (Polyamid)

Kapazität (Carbonpfeil):

ca. 15 Stk.

Pfeilseparation:

check

Art der Separation:

Drei Kunststoffröhren

Zusatztasche:

check

elTORO Rückenköcher aus Leder


Rückenköcher

Material:

Wildleder

Kapazität (Carbonpfeil):

15 - 20 Stk.

Pfeilseparation:

check

Art der Separation:

Eingearbeitetes Extrafach

Zusatztasche:

check

Toppoint Archery Bogenköcher


Bogenköcher

Material:

Kunststoff (ABS)

Kapazität (Carbonpfeil):

5 Stk.

Pfeilseparation:

check

Art der Separation:

Pfeilgreifer

Zusatztasche:

times-circle

Jede Variante hat natürlich entsprechende Vor- aber eben auch Nachteile. Im Prinzip hängt hier die richtige Wahl davon ab, worauf Sie am meisten Wert legen. Der Rückenköcher wird auf dem Rücken getragen. Dies ermöglicht natürlich maximale Bewegungsfreiheit, da die Pfeile hier kaum stören. Aber die Pfeile sind daher nicht so gut erreichbar wie bei den andern beiden Typen. Zudem muss beim Greifen der Stand verändert werden, was deutliche Unruhe in den Bewegungsablauf bringt. Zum präzisen Schießen eignet sich ein Seitenköcher daher deutlich besser, da der Stand zum Greifen überhaupt nicht verändert werden muss. Dieser wird durch Laschen seitlich am Gürtel befestigt. Hier stören aber die Pfeile beim Laufen merklich.

Bei einem Bogenköcher sind die Pfeile direkt am Bogen befestigt, wodurch dieser beim Laufen natürlich gar nicht stört. Auch der Stand muss durch diesen nicht verändert werden. Zudem wird das Bogengewicht erhöht, was sich ebenfalls günstig aufs Schießen auswirkt (siehe Kapitel zu Stabilisatoren). Der größte Nachteil ist hier aber die dramatisch niedrigere Kapazität. Lediglich 5-8 Pfeile können je nach Modell mitgeführt werden.

Eine Empfehlung möchte ich aber noch aussprechen. Kaufen Sie sich am besten einen Pfeilköcher, der entweder über Röhren oder integrierte Taschen zur Pfeilseparation verfügt. So können Sie Pfeile mit verschiedenen Spitzen mitführen und sortiert aufbewahren. So entsteht kein Gesuche und alles hat seinen festen Platz.


Bogenschießen Ausrüstung

Bei modernen Bögen wirken gewaltige Kräfte, die leider nicht nur den Pfeil beschleunigen, sondern auch kräftige Schmerzen verursachen können, wenn die Sehne den Körper trifft. Doch keine Sorge, hierfür gibt es eine ganze Reihe an geeigneter Schutzausrüstung, die verhindert, dass es zu Verletzungen kommt. Die essentiellen Stücke habe ich Ihnen nachfolgend zusammengetragen.

Schießhandschuhe und Fingertab

Wie bereits im Hauptartikel zum Thema Bogenschießen beschrieben, kann es schnell zu Taubheitsgefühlen und großen Schmerzen in den Fingern kommen, wenn man die Bogensehne mit bloßen Händen spannt. Und dies ist nicht nur bei schweren Modellen mit über 40 lbs der Fall. Es ist daher unbedingt notwendig einen Fingertab oder Schießhandschuhe zu verwenden.

Ein Fingertab ist im Grunde ein Stück Leder, das zwischen Sehne und Finger gelegt wird. Prinzipiell lässt sich mit einem Fingertab ein besseres Schussergebnis erzielen. Schießhandschuhe sind hier etwas weniger genau, nicht zuletzt weil diese eben Nähte aufweisen und etwas dicker sind. Daher ist dies auch die bevorzugte Wahl von Profischützen.

Ich bevorzuge aber dennoch Schießhandschuhe, da ich diese einfach wesentlich praktischer finde. Dieser wird über drei Finger gezogen und am Handgelenk durch ein Klettband befestigt. So hält dieser sicher und muss nicht nach jeden Schuss abgenommen werden.

Schießhandschuhe und Fingertab - Ihre Finger werden es Ihnen Danken!

Auch diese sind in aller Regel aus Leder gefertigt und schützen die Finger optimal. In meinen Augen gibt es hier kein richtig oder falsch und sollte im Hobbysport nach Gefallen ausgewählt werden. Ich empfehle hier die Schießhandschuhe, da ich mit diesen auch einmal etwas trinken kann ohne sie abzulegen. Ich verwende hier ein einfaches Modell der Firma elTORO.

Armschutz

Beim Lösen des Schusses schlägt die Sehne stark nach links und rechts aus, besonders bei unerfahreneren Schützen. Doch selbst bei erfahrenen Sportlern ist dies nicht auszuschließen. Es kommt daher durchaus des Öfteren vor, dass die Sehne den Unterarm streift. Und bitte glauben Sie mir dies tut nicht nur bei sehr starken Bögen höllisch weh. Stellen Sie sich auf einen Bluterguss ein, der Sie mindestens eine Woche begleiten wird.

Bogenschießen Ausrüstung - Der Armschutz

Tragen Sie daher bitte unbedingt immer einen passenden Armschutz. Durch diesen bleibt Ihre Haut bei einem Schlag unberührt. In aller Regel reicht ein Modell, das Ihren Unterarm bedeckt, da die Sehne meist nur dort auftrifft. Im Zweifel gibt es auch längere Modelle, die auch Ihren Ellbogenbereich mit abdecken. Dies ist meist auch für Frauen zu empfehlen, da bei Damen die Sehne meist etwas weiter oben trifft.

Ob Sie sich nun ein Modell aus Kunststoff oder Leder kaufen, macht in meinen Augen keinen wirklichen Unterschied. Ich persönlich habe bisher aber nur Modelle aus Leder besessen und kann bisher nichts negatives sagen. Bin aber allgemein ein großer Freund von natürlichen Materialien. Aktuell verwendete ich einen Armschutz der Marke BEARPAW und bin damit bisher rundum zufrieden.

Brustschutz/ Streifschutz

Beim Bogenschießen kommt es häufig vor, dass die Sehne beim Beschleunigen die Kleidung des Schützen streift. Dies wird zwar meist nicht bemerkt, kann aber die Auslenkung der Sehne entscheidend verändern und so den Pfeilflug beeinträchtigen. Durch einen einfachen Streifschutz (z.B. CARTEL Chestguard 101), der mit Riemen über Schulter und Brust getragen wird, kann das Verfangen der Sehne gänzlich ausgeschlossen werden. Zudem schützen Sie sich selbst vor der schnellenden Sehne. Da diese zudem nahezu nichts kosten, würde ich die Investition durchaus empfehlen.


Bogenzubehör

Auch am Bogen selbst kann viel modifiziert werden, um diesen an seine Bedürfnisse und Wünsche anzupassen und das Schussergebnis dramatisch zu verbessern. Manches Bogenzubehör ist optional und eignet sich besonders für erfahrene Schützen, um das letzte Quäntchen an Genauigkeit aus Ihrem Bogen zu holen, andere Zubehörteile sind auch für Anfänger essentiell. Nachfolgend möchte ich Ihnen einen groben Überblick über das Zubehör verschaffen.

Stabilisatoren

Bei den Stabilisator-Systemen handelt es sich in meinen Augen, um optionales Bogenzubehör für Wettkampfsportler. Für Hobbyschützen, die in ihrem Garten üben oder nur selten schießen würde ich diese nicht unbedingt empfehlen. Nicht zuletzt, da gute Modelle nicht gerade günstig sind.

Einfach gesagt, besteht ein Stabilisator aus einem Stab, an dessen Ende ein Gewicht montiert ist, das als Gegenkraft fungiert. Von einem Monostabilisator spricht man dann, wenn ein einzelner Stab am Ende des Bogens montiert ist. Darüberhinaus können aber auch welche seitlich angebracht werden, um den Bogen auch horizontal zu stabilisieren.

Die stabilisierende Wirkung hat drei Ursachen. Zum einen wird das Gewicht des Bogens erhöht, was zu einer ruhigeren Haltung im Anker und damit zu einem ruhigeren Schussablauf führt. Weiterhin verlagert sich der Drehpunkt des Bogens nach vorne, das heißt nach dem Schuss klappt der Bogen nach vorne und nicht mehr länger nach hinten weg. Dies ist gewünscht, da dieser Ablauf natürlicher ist und so die Präzision erhöht.

Zu guter Letzt wird auch die Vibration des Bogens nach dem Schuss vermindert. Die freiwerdende Energie wird ohne Stabilisator zu einem guten Teil auf den Arm des Schützen übertragen. Verdrehungen oder ähnliches Verreißen der Hand bleibt aus.

Mit Stabilisator, Brustschoner und Pfeilköcher zum Sieg

Montiert wird der Stabilisator am dafür vorgesehenen Gewinde im Mittelteil des Recurve- oder Compoundbogens. Wie Sie sehen dient ein Stabilisator also dem Verbessern der Präzision und vor allem dem Ruhighalten des Bogens im Anker. Nachfolgend habe ich Ihnen einen Stabilisator der namhaften Marke CARTEL verlinkt, falls Sie über einen Kauf nachdenken sollten oder sich weiter informieren möchten.

Pfeilauflage

Eine Pfeilauflage dient dazu, dass der Pfeil zum einen sicher gehalten wird, während Sie die Sehne spannen und dazu, dass dieser sowie dessen Befiederung den Bogen unbeschadet verlassen können. Ansonsten würden zwei harte Materialien mit hohen Geschwindigkeiten aufeinander reiben, was über kurz oder lang zu Beschädigungen führen würde. 

Die Pfeilauflage - Standard Bogenzubehör

Durch die sichere Auflage wird zudem sicher gestellt, dass das Geschoss bei jedem Schuss die exakt gleiche Auflageposition aufweist. Hierdurch wird also eine weitere Möglichkeit, die Genauigkeit zu verschlechtern gezielt ausgeschaltet.

Aus diesem Grund muss eine beschädigte Pfeilauflage auch sofort ausgetauscht werden, um auszuschließen, dass sich das Schussbild merklich verschlechtert. 

In aller Regel werden die Auflagen im Mittelteil des Bogens angebracht; sie werden entweder geschraubt oder angeklebt. Bei Recurve- oder Compoundbögen bestehen diese meist aus Kunststoff oder Metall. Diese sind oft auch so konzipiert, dass sich diese vom Pfeil weg klappen, um nicht in Kontakt mit dem Fletching zu treten.

Bei traditionellen Langbögen kommt meist auch eine ursprünglichere Pfeilauflage zum Einsatz. Diese besteht hier dann meist aus Leder oder aus einer Art Filz. Wie Sie sehen ist eine gute Auflage ein absolutes Muss, um ein konstantes Trefferbild zu erzielen und die Pfeile unbeschädigt zu halten. Folgen Sie unten stehenden Link, können Sie sich einen guten Überblick über die erhältlichen Modelle verschaffen.

Release

Der auf Deutsch als "Auslöser" übersetzbare Release ist vor allem bei Compoundbogen-Schützen zu finden. Dies liegt in der kompakten Bauweise dieser Bögen begründet. Durch diese läuft die Sehne bei vollem Auszug sehr spitz nach hinten hin zu. Der Winkel ist hier dann so spitz, dass die Sehne nicht mehr mit drei Fingern gehalten werden kann; zumindest nicht bequem. Daher wird der Release an einer, an der Sehne befestigten Schlaufe eingehakt und die Sehne gespannt.

Um das Spannen zu erleichtern, weist der Release entweder eine Schlaufe auf, die um das Handgelenkt gelegt wird oder ist wie ein Pistolengriff geformt, der den Fingern perfekten Halt verleiht. 

Die Schussauslösung erfolgt abhängig vom Modell entweder durch die Betätigung eines Abzugs oder durch die Drehung des Handgelenks.

Da die Sehne mit einem Release nicht versehentlich nach links oder rechts abgeleitet wird, wie es bei der Auslösung per Hand oft der Fall sein kann, ist der Schuss hier meist präziser und konstanter. Der Faktor Mensch wird weiter minimiert. Für Compoundbögen in meinen Augen ein Muss!

Der Release

Klicker

Klicker sind besonders für den Wettkampfsport von Vorteil. Hierbei handelt es sich um ein Hilfsmittel, um zu garantieren, dass bei jedem Schuss der gleiche Auszug erreicht wird. So kann ein konstanter Schussablauf und damit eine höhere Präzision bei Schüssen auf große Distanz erreicht werden. Die Pfeilenergie sollte somit immer weitestgehend konstant sein.

Ein Klicker besteht meist aus einem Streifen Metall oder kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff; es gibt aber auch solche, die magnetisch funktionieren. Dieser signalisiert das Erreichen des eingestellten Sehnenauszugs durch ein hörbares Klickgeräusch. Daher hat dieser auch seinen Namen. Montiert wird dieser im Bogenfenster, kurz vor der Pfeilauflage. Das Klicken entsteht hier, wenn der Pfeil weit genug gezogen wurde und der genannte Streifen von der Spitze des Pfeils abgleitet und gegen den Griff des Bogens schlägt. Wie Sie sich hier bestimmt denken können, setzt dies auch die korrekte Pfeillänge voraus. 

Wie bereits  zu Beginn erwähnt, eignet sich ein Klicker besonders für den erfahrenen Schützen, dessen Bewegungsablauf bereits weitestgehend automatisch und gleichmäßig funktioniert. Bei Anfängern gibt es von Schuss zu Schuss noch zu viel Varianz. Diese Hilfsmittel müssen präzise eingestellt werden und auch die richtige Pfeillänge ist entscheidend. Dies ist bei Beginnern meist noch sehr variabel.


Bogentasche und Co.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die richtige Aufbewahrung Ihres Bogens und der entsprechenden Bogenschießen Ausrüstung eingehen. Um den Bogen und dessen Bestandteile nicht zu beschädigen und deren Qualität und Leistung zu bewahren, sollten Sie auch hier entsprechend vorsorgen. Hierzu gibt es verschiedenste Koffer, Taschen und Rucksäcke, die sich hier bestens eignen. 

Ist eine Bogentasche oder ein -koffer die bessere Wahl?

Für die einzelnen Bogentypen gibt es jeweils spezielle Modelle. Ein Langbogen zum Beispiel benötigt eben einfach deutlich mehr Platz als ein Take Down Recurvebogen. Wichtig ist in meinen Augen stets, dass der Bogen gut gepolstert und sicher verwahrt ist und genug Stauraum für das gesamte Bogenzubehör zur Verfügung steht.

Ob Sie sich nun aber schlussendlich einen Rucksack, eine Bogentasche oder einen Koffer kaufen bleibt schlussendlich Ihnen überlassen. Ich persönlich bin bisher aber mit Taschen am zufriedensten gewesen.

Möchten Sie Ihren Bogen aber häufig mit auf Reisen nehmen oder sogar im Flugzeug transportieren, dann sind Sie wohl mit einem Koffer am besten beraten, hier bietet eine Bogentasche oder ein Rucksack nicht ausreichend Schutz. Jeder weiß wie liebevoll mit Gepäck am Flughafen umgegangen wird. Der harte Kunststoff der Kofferhülle schützt diesen optimal vor Schlägen und äußeren Einflüssen. Für Take Down Modelle und wenn keine Reise ansteht, ist in meinen Augen ein Rucksack wohl die komfortabelste Lösung zum Transport, vor allem wenn zu Fuß größere Strecken zurück gelegt werden müssen.

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Sportbogen kaufen

Bogenschießen ist ein Hobby für Jung und Alt und fasziniert die Menschheit seit tausenden Jahren. Kaum ein Sport ist so ursprünglich und magisch. Ein moderner Sportbogen hat allerdings nicht mehr viel mit einem traditionellen englischen Langbogen zu tun. Heutzutage werden bei Wettkämpfen in aller Regel ein Recurvebogen oder ein Compoundbogen verwendet. Erfahren Sie worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich einen Bogen kaufen möchten und welches Zubehör Sie hierfür benötigen.


Wie funktioniert ein Sportbogen?

Jeder kennt Bögen zwar aus Filmen, die im Mittelalter bzw. der Antike spielen oder vom örtlichen Jahrmarkt, doch wie funktionieren diese eigentlich und wie sind sie aufgebaut? Macht man es sich einfach, dann könnte man sagen, dass diese aus einem elastischen und länglichen Grundkörper bestehen, an dessen Ende eine Bogensehne befestigt ist, an die der zu beschleunigte Pfeil gelegt wird. Ursprünglich wurden Bögen aus Holz oder Horn gefertigt und die Sehne war tatsächlich eine Tiersehne. Heutzutage kommen verstärkt Hochleistungswerkstoffe wie glas- oder kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe zum Einsatz.

Möchte man einen Sportbogen allerdings genau beschreiben, dann besteht dieser aus fünf Teilen. Das zentrale starre Mittelstück stellt den Griff des Bogens dar. An diesem befinden sich zwei flexible Wurfarme, die für die Beschleunigung des Pfeils sorgen. An den beiden Enden des Sportgeräts befinden sich Tips zur Aufnahme der Bogensehne. Bereits im nichtausgezogenen Zustand, speichern die Wurfarme Energie, denn zum Aufziehen der Sehne werden diese vorgespannt. Zieht man nun die Sehne, nehmen die Arme weitere Energie auf. Diese sorgt für die Beschleunigung des Pfeils beim Lösen des Schusses. Bei einfacheren Bögen nimmt die Energie mit zunehmender Auszugslänge zu. Bei einem Compoundbogen ist dies anders, wie ich weiter unten vertiefen möchte.

Ein Sportbogen darf zudem nie ohne Pfeil geschossen werden, man spricht von einem Leerschuss. Denn die in den Wurfarmen gespeicherte Energie kann sonst nicht an das Geschoss übertragen werden. Das Material selbst müsste beim Schuss die gesamte gespeicherte Energie aufnehmen, was im Extremfall zur Zerstörung des Bogens führen kann; zudem besteht akute Verletzungsgefahr. Im nachfolgenden Video sehen Sie unterschiedliche Bogenarten beim Schuss. Wie Sie sehen gibt es zwischen den einzelnen Typen doch teils erhebliche Unterschiede. Auf diese möchte ich nachfolgenden näher eingehen. Das Video betont die Schönheit und die Magie des Bogenschießen ohne Zweifel. Ein tolles Hobby, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten!


Bogentypen

Wenn Sie sich einen Bogen kaufen möchten, werden Sie schnell feststellen, dass es bei Sportbögen unterschiedlichste Modelle gibt, die sich bereits im Funktionsprinzip und Aufbau unterscheiden. Grundlegend unterscheidet man hier den ursprünglichen Jagdbogen, den Recurvebogen und den leistungsstarken Compoundbogen.

Den legendären Langbogen kaufen

Ein englischer Langbogen ist die wohl ursprünglichste Form der modernen Sportbögen. Daher sind diese oft besonders auch bei eher traditionelleren Schützen oder bei Mittelalterdarstellern beliebt. Diese erscheinen simpel und doch sehr elegant. Anders als ein mittelalterlicher Langbogen sind die modernen Vertreter in aller Regel aus laminierten Holzstreifen gefertigt. Oft wird auch mit ein- oder aufgelegten glas- und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen gearbeitet. 

Anders als bei einem Recurvebogen sind die Wurfarme nicht nach vorne gebogen sondern formen zusammen mit der Bogensehne (meist Dacron) den Buchstaben D. Des weiteren ist dieser Typ in aller Regel deutlich länger und kann in aller Regel nicht auseinander gebaut werden. Er ist damit deutlich sperriger als die beiden anderen Bogenarten, was die Agilität, auch beim Laufen unter Umständen doch teils erheblich einschränkt.

Da diese meist auch einfacher in der Herstellung sind und es anders als beim Compoundbogen keine beweglichen Teile gibt, ist ein Langbogen ein kostengünstiger Einstieg in die Welt des Bogenschießen. In Sachen Schussenergie und Präzision stehen diese moderneren Varianten in geübten Händen in nichts nach. Nicht umsonst wurde ein englischer Langbogen mit einem Zuggewicht von teils über 120 lbs weltweit gefürchtet.

Heute gibt es den Langbogen natürlich mit den unterschiedlichsten Zuggewichten. Für das Kontrollieren von 120 lbs ist jahrelanges Training erforderlich. Welches Zuggewicht für wen sinnvoll ist, finden Sie weiter unten im Beitrag.

Englischer Langbogen kaufen

In meinen Augen machen Sie auch als Anfänger mit einem Langbogen keinen Fehler. Durch die robuste Bauweise und den traditionellen Charakter dieser Bögen sind diese ein zuverlässiges und spaßiges Sportgerät. Wie auch beim Recurvebogen sollten Sie hier auf die richtige Größe und Auszugslänge achten und lieber ein etwas leichteres Zuggewicht wählen.

Den modernen Compoundbogen kaufen

Bei einem Compoundbogen handelt es sich um den modernsten Vertreter dieser Sportgeräte. Anders als bei den beiden bisher vorgestellten Typen befinden sich bei diesem an den Enden der beiden Wurfarme exzentrisch aufgehängte drehbare Räder. Hierbei spricht man von den sogenannten Camwheels. Diese weisen unterschiedliche Durchmesser auf und um diese ist die Sehne gerollt. Hier macht man sich das Hebelgesetz wie bei einem Flaschenzug zu Nutze. Die sich nach außen drehenden Cams wirken wie ein Hebel.

Compoundbogen kaufen

Wird die Sehne nach hinten bewegt, vergrößert sich der Hebel. Hierdurch erfolgt die Krafteinleitung in den Pfeil deutlich effektiver als bei den anderen Bogentypen und nicht linear. Die Pfeilgeschwindigkeiten sind somit meist schneller als bei anderen vergleichbaren herkömmlichen Bögen. Die Beschleunigung des Pfeils erfolgt zuerst langsam und wird zunehmend stärker. Dies schont zudem die Carbonpfeile und Vibrationen des Pfeils werden vermindert. Damit geht ein weiterer Vorteil einher. Beim Spannen der Sehne ist zunächst eine größere Kraft nötig als am Ende des Ziehens. Am hinteren Todpunkt im Anker müssen Sie somit nur noch einen Bruchteil des Nennzuggewichts des Bogens halten. 

Die zahlreichen Vorteile

Ein riesiger Vorteil von einem Compoundbogen ist die Tatsache, dass das Zuggewicht leicht mechanisch verändert werden kann. So eignen sie sich besonders für Anfänger, da so mit ansteigender Kraft und Übung nicht regelmäßig ein neuer stärkerer Bogen bzw. Wurfarme gekauft werden müssen, um diesen an das eigene Leistungsniveau anzupassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das oben beschriebene Flaschenzugsystem nur ein Bruchteil des Nennzuggewichts im vollen Auszug gehalten werden muss. So haben besonders Anfänger die Gelegenheit auf Ihre Technik zu achten, ohne dass diese unter der Anstrengung leidet. Zudem kann der Bogen lange bei vollem Auszug gehalten werden und das Zielen per Visier ist begünstigt. Jedoch ist der Sehnenwechsel deutlich aufwändiger als bei den anderen Typen. Klicken Sie auf den untenstehenden Button, gelangen Sie zu einem in meinen Augen für Anfänger gut geeigneten Compoundbogen der renommierten Firma STRONGBOW. 

Den wettkampftauglichen Recurvebogen kaufen

Optisch ähnelt ein Recurvebogen stark einem Langbogen. Doch es gibt einen entscheidenen Unterschied: Die Form der Wurfarme, die diesem Typ auch den Namen gibt. Im entspannten Zustand weisen die Spitzen vom Schützen weg. Bereits im ungespannten Zustand verfügen diese über eine gewisse Vorspannung. Spannt man die Sehne, biegen sich diese weiter nach hinten und nehmen so weitere Energie auf. Durch die Form kann mehr Energie aufgenommen werden als beim Langbogen. Im Gegensatz zum Compoundbogen wirkt beim Lösen des Schusses zu Beginn die größte Beschleunigung, die bis zum Erreichen der Endposition weiter abnimmt. 

Bei einem Recurvebogen liest man auch oft den Zusatz "Take down Bogen". Unter diesem Stichwort ist zu verstehen, dass dieser Bogen aus drei auseinander nehmbaren Teilen besteht. Einem starren Mittelstück, dem Griff und zwei Wurfarmen. Um die Wurfarme am Griff anzubringen, müssen diese meist in eine eingearbeitete Führung geschoben und über eine Sicherungsschraube sicher fixiert werden. Durch dieses Konzept kann der Sportbogen bei Nichtbenutzung platzsparend verstaut werden und defekte Wurfarme können leicht ausgetauscht werden. So eignet sich ein Recurvebogen auch bestens für Anfänger, denn so können nach und nach stärkere Wurfarme gekauft werden, um das Zuggewicht an die steigende Leistungsfähigkeit anzupassen.

Recurvebogen kaufen - Perfekt für Anfänger

Begonnen habe ich meine Schützenkarriere auch mit einem Recurvebogen. Um genau zu sein mit dem RAGIM Matrix, den ich jedem Anfänger durchaus ans Herz legen kann, da ich mit diesem stets gute Erfahrungen gemacht habe. Die Preis-/ Leistung ist hervorragend und durch seine glasfaserverstärkten Wurfarme ist er auch vergleichbar leicht. Auch optisch ist er durchaus eine Augenweite. Zudem sind alle notwenigen Vorrichtungen zur Installation von Visieren- oder Stabilisatoren vorhanden. Klicken Sie auf dem Button unten, gelangen Sie zum aktuellen Angebot auf Amazon.


Bogen kaufen - Darauf gilt es zu achten

Wenn Sie nun mit dem Gedanken spielen sich einen Bogen kaufen, gilt es noch einiges zu beachten. Angefangen beim Bogentyp. In meinen Augen ist ein Anfänger am besten mit einem Recurvebogen beraten, da dieser das Traditionelle mit der Moderne verbindet und einige Vorteile mit sich bringt, die ich bereits im vorangegangenen Abschnitt beschrieben habe. Besonders einen Take Down Recurvebogen kann ich hier empfehlen. Aber keine Sorge, auch mit einem Compound- oder Langbogen machen Sie auch zu Beginn nichts falsch. Allerdings möchte ich hier besonders auf die Take Down Variante eingehen. Wie oben bereits angemerkt, halte ich für Anfänger besonders den Ragim Matrix für gut geeignet, da ich auch mit diesem angefangen habe und ich von seiner Preis-/Leistung absolut überzeugt bin. Zudem bietet er großes Potential ihn an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Linkshand- oder Rechtshandbogen

Es wird in aller Regel zwischen Rechts- und Linkshandbögen unterschieden. Dies hat in erster Linie nicht unbedingt etwas damit zu tun, ob Sie Rechts- oder Linkshänder sind. Wichtig ist hier ob Ihr rechtes oder linkes Auge dominant ist. Ist Ihr rechtes Auge dominant, benötigen Sie einen Rechtshandbogen und umgekehrt. Dies bedeutet, dass Sie den Sportbogen mit der linken Hand halten und die Sehne mit Ihrer rechten ausziehen. Das rechte Auge übernimmt hier das Zielen.

Ihr dominantes Auge können Sie relativ einfach und zuhause bestimmen. Strecken Sie hierzu Ihre beiden Arme gerate auf Augenhöhe nach vorne aus. Spreizen Sie Ihre Daumen ab und Formen Sie mit Ihren beiden Daumen und Handrücken ein kleines Fenster. Schauen Sie mit beiden Augen durch das kleine Fenster und fixieren Sie mit beiden offenen Augen ein Ziel.

Das kann ein Punkt an der Wand sein oder irgendein anderer entfernter Gegenstand. Schließen Sie nun Ihr linkes Auge. Ist das Ziel noch immer durch das Fenster zu sehen, dann ist Ihr rechts Auge Ihr dominantes Auge. Wenn nicht, dann ist Ihr linkes Auge das dominantere. Zur Überprüfung können Sie noch das andere Augen testen.

In aller Regel überschneidet sich die Händigkeit und die Augendominanz, aber nicht immer. In manchen Fällen können diese sich aber unterscheiden, man spricht von Kreuzdominanz. Dies tritt aber sehr selten auf.

Bogen kaufen - Worauf gilt es zu achten?

Bogenlänge beim Recurvebogen

Bei einem Recurvebogen und einem Langbogen ist die Länge ebenfalls sehr entscheidend und hängt von der Körpergröße des Schützen ab. Allgemein kann man sagen, dass die Bogenlänge mit zunehmender Körpergröße zunehmen muss. Nachfolgende Tabelle kann zur Orientierung dienen.

Körpergröße in cm

Bogenlänge in Zoll

< 150 

≤ 54

150 - 165

≤ 64

160 - 180

≤ 68

> 180 

≥ 70 

Auzugsgewicht

Auch das Auszugsgewicht muss wohl überlegt und bewusst gewählt werden. Besonders als Anfänger ist dieses deutlich niedriger zu wählen, um die richtige Technik und den Bewegungsablauf richtig zu verinnerlichen ohne die gesamte Kraft und Konzentration für das Spannen aufwenden zu müssen. Nachfolgende Tabelle kann bei der richtigen Auswahl sicher helfen, im Zweifel sollte das Zuggewicht aber lieber niedriger als zu hoch gewählt werden. Auch wenn sich 40 lbs erst einmal nach nicht viel anhört, ist dies nicht zu unterschätzen. Zum Spannen eines solchen Bogens ist doch viel Kraft von Nöten.

Trainingszustand

Männer

Frauen

Untrainiert

20 - 28 lbs

16 - 24 lbs

Sportlich

30 - 32 lbs

24 - 28 lbs

Aktiver Athlet

34 - 40+ lbs

28 - 32+ lbs

Benötigtes Zubehör

Haben Sie sich dazu entschlossen sich einen Bogen kaufen zu wollen, möchte ich Ihnen noch ein paar Zubehörteile ans Herz legen, die Sie sich in meinen Augen unbedingt mit dazu kaufen sollten. Dabei handelt es sich um die Schutzausrüstung zum Bogenschießen. Um Ihren Unterarm vor dem Ausschlag der Sehne zu schützen, gibt es Unterarmschoner (z.B. elToro Curdora Hunter). Selbst bei geringen Zugstärken kann es sehr schmerzhaft sein, wenn die Bogensehne die Haut trifft. Schießhandschuhe schützen Ihre Fingerkuppen vor dem Einschneiden der Sehne. Diese bestehen aus dünnem Leder, das Ihnen zwar noch das nötige Fingerspitzengefühl erlaubt, Sie aber dennoch vor Schmerzen schützt, die nach einigen Schüssen auftreten. Ich persönlich benutze elToro Black Larp Handschuhe.

Weiterhin benötigen Sie auch einen Köcher, um Ihre Carbonpfeile aufzubewahren und schnell griffbereit zu haben. Ich finde hier Seitenköcher deutlich praktischer als solche, die man auf dem Rücken trägt, denn hier ist es deutlich schwieriger die Pfeile zu ziehen. Ich benutze den Röhrenköcher MIDI von elToro, denn durch die drei Röhren kann ich verschiedene Pfeile, mit unterschiedlichen Spitzen getrennt voneinander mitführen. In meinem Beitrag zum Thema Sportbogen Zubehör, können Sie Näheres zu diesem Thema nachlesen.


Zielscheibe Bogenschießen

Beim Bogenschießen muss man sich natürlich auch Gedanken darüber machen worauf man denn nun schießt, denn wie gesagt ist die Pfeilenergie eines modernen Bogens wirklich gewaltig, besonders bei hohen Zuggewichten. Natürlich können Sie sich auf selbst ein Ziel aus Materialien aus dem lokalen Baumarkt basteln, doch hiervon würde ich persönlich abraten. Denn ist das Ziel nicht richtig gewählt, laufen Sie Gefahr die Carbonpfeile beim Einschlag zu beschädigen oder riskieren sogar Durchschläge, was im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen könnten. Kaputte Pfeile gehen schnell richtig ins Geld!

Zielscheibe Bogenschießen

In meinen Augen macht es mehr Sinn das gesparte Geld durch kaputte Pfeile eher in ein hochwertiges Ziel zu stecken. Das nebenstehende Ziel ist eine hochwertige Zielscheibe von est-bogensport, bestehend aus mehreren Lagen aus Schaumstoff (Ethafoam) verschiedener Dichten. Dadurch wird der Pfeil sanft abgebremst. Eine Beschädigung sollte so ausgeschlossen sein. Im Lieferumfang ist auch ein demontierbarer Ständer und passende Papierauflagen enthalten. Das Modell ist in verschiedenen Größen erhältlich. 

Der Schaumstoff ist für Zuggewichte bis 40 lbs geeignet, wodurch besonders Anfänger lange große Freude damit haben sollten. Bei stärkeren Bögen oder einer Armbrust, können weitere Scheiben vor die mitgelieferte gestellt werden. Der Ständer sorgt dafür, dass man sich keine Sorgen um die Aufstellung der Scheibe machen muss. Auch die Gefahr in den Boden zu schießen ist so prinzipiell etwas geringer als bei der Aufstellung in Bodennähe. Zwar ist die Scheibe nicht ganz günstig, lohnt sich in meinen Augen aber auf Grund der hohen Qualität und der platzsparenden Verstaumöglichkeit des Ständers definitiv.


Holz- oder Carbonpfeile

Wie auch bei einem modernen Sportbogen, kommen bei Pfeilen verstärkt moderne Hochleistungswerkstoffe zum Einsatz. Vorwiegend carbonfaserverstärkte Kunststoffe oder teils auch Aluminium. Holzpfeile finden beim Bogenschießen kaum noch Verwendung. Um hohe Zuggewichte auszuhalten, muss ein Holzpfeil deutlich dicker gewählt werden als ein vergleichbarer Carbonpfeil. Ein dickerer Pfeil hat aber natürlich einen höheren Luftwiderstand, was die Reichweite stark vermindert. Zudem ist kein Holzpfeil gleich. Holz ist eben ein Naturmaterial, das in seinen Eigenschaften stärker streut als ein industriell hergestellter Werkstoff. Zudem besteht bei modernen Pfeilauflagen bei einem Recurve- oder Compoundbogen die Gefahr, dass es durch Holzpfeile zu Beschädigungen kommt. Holzpfeile sind daher in meinen Augen nur für Langbögen geeignet.

Der Spine-Wert

Neben dem Material, ist vor allem auch der Spine-Wert des Pfeils entscheidend. Dieser gibt die Biegesteifigkeit des Pfeils an. Der richtige Spine hängt vom verwendeten Sportbogen und dessen Zuggewicht ab. Wichtig ist dieser Wert auf Grund des sogenannten Archer's Paradox. Dies beschreibt die Tatsachen, dass sich der Pfeil besonders bei traditionelleren Bogen um den Griff herum winden muss, da dieser zwischen Ziel und der Sehnenbewegung liegt. Ein falscher Spine kann zu einer deutlichen Verschlechterung der Flugeigenschaften und damit zur Abnahme der Treffsicherheit führen. Beim Kauf eines Pfeils werden Sie merken, dass der Spine stets angegeben ist und meist auswählbar ist. Je geringer der Wert ist, desto steifer ist der Pfeil. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Pfeil umso steifer sein muss, je größer der Auszug und das Zuggewicht des Bogens ist. Durch die Bogenfenster moderner Bögen muss der Pfeil sich allerdings nicht mehr so stark um den Körper winden.

Carbonpfeile für Sportbogen

Die Pfeillänge

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der richtigen Pfeilauswahl ist dessen Länge. Diese hängt stark vom Auszug des Bogens ab. Um die richtige Länge zu bestimmen, kann ich Ihnen den Messpfeil von Easton empfehlen. Durch die Skala kann die richtige Pfeillänge abgelesen werden. Hierbei ist allerdings auch zu beachten, dass sich der Auszug nicht wesentlich ändern darf. Es macht dafür vor allem bei unerfahrenen Schützen Sinn, den Test nach einiger Trainingserfahrung zu wiederholen.


Bogenschießen - Rechtliche Situation

Bevor Sie nun aber voller Enthusiasmus los spurten und sich einen Bogen kaufen, macht es in meinen Augen unbedingt noch Sinn einen abschließenden Blick auf das Waffengesetz zu werfen. Aber keine Sorge, dieses steht dem Bogenschießen sehr liberal gegenüber. Denn in der aktuellen Rechtslage fällt ein Sportbogen nicht unter die Definition einer Waffe, sondern ist als reines Sportgerät zu sehen. Demnach ist der Erwerb und die Benutzung prinzipiell erlaubt und erfordert keinen Waffenschein. Auch das 18. Lebensjahr muss nicht zwingend vollendet sein. Doch wo kann man den Bogen nun überall schießen ohne rechtliche Probleme zu bekommen?

Natürlich darf der Sportbogen innerhalb eines Vereins auf dem Schießplatz, idealerweise zusammen mit einem ausgebildeten Trainer benutzt werden. Hier ist garantiert, dass der Pfeil den Platz nicht verlassen kann und Jemand zu Schaden kommt. Doch auch wenn Sie auf Ihrem privaten Grundstück Zielübungen abhalten möchten ist das prinzipiell problemlos möglich. Allerdings müssen hier ein paar Regeln beachtet werden. Es muss stets sichergestellt sein, dass kein Pfeil das Grundstück verlassen kann und kein Dritter zu Schaden kommt. Dies gilt natürlich auch bzw. besonders bei Fehlschüssen.

Auch auf freien Wiesen oder im Wald, können Sie den Bogen benutzen, auch wenn Sie nicht Eigentümer des Grundstücks sind. Natürlich müssen Sie zuvor den Eigentümer um Erlaubnis fragen. Doch auch hier muss stets sichergestellt sein, dass niemanden etwas passiert und auch kein Sachschaden entsteht. Im Schadensfall sind Sie als Schütze haftbar. 

Die Jagd bzw. das Fischen mit Pfeil und Bogen ist in Deutschland allerdings nicht gestattet. Doch sehen Sie diesen Abschnitt nicht als verbindliche Rechtsberatung an, da ich keinen rechtswissenschaftlichen Hintergrund aufweisen kann. Lesen Sie hier im Zweifel immer noch einmal im aktuell gültigen Waffengesetz nach.

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Sportarmbrust kaufen

Eine moderne Sportarmbrust hat mit den aus Mittelalterfilmen bekannten Varianten nicht mehr viel zu tun. Angefangen mit den Armbrustpfeilen und dem Funktionsprinzip. Denn auch hier gibt es Unterschiede. Man unterscheidet hier zwischen der Recurvearmbrust und einer Compoundarmbrust. Worin hier die Unterschiede liegen und worauf man achten muss, wenn man sich eine Armbrust kaufen möchte, möchte ich Ihnen nachfolgend ausführlich schildern. Was sagt das Waffengesetz zum Kauf und zur Benutzung? 


Wie funktioniert eine Sportarmbrust?

Eine Armbrust kennt vermutlich jeder seit den Kindheitstagen; sei es vom Jahrmarkt oder aus Mittelalterfilmen. Doch mit den ursprünglichen Modellen hat eine moderne Sportarmbrüsten nur noch das grobe Funktionsprinzip gemein, denn selbst der Aufbau weicht mittlerweile des Öfteren ab. Doch wie funktionieren diese denn nun eigentlich genau?

Einfach gesagt besteht eine Sportarmbrust aus einem Wurfarm, an dessen Enden eine Sehne befestigt ist. Bis dahin ähnelt das einem Bogen doch sehr. Doch die Wurfarme sind deutlich steifer und kürzer. Dieser Bogen ist horizontal auf dem Schaft des Sportgeräts montiert. Im Schaft ist anders als beim Bogen eine Haltevorrichtung für die Sehne im gespannten Zustand montiert. Das hat zur Folge, dass der Schütze ohne Kraftanstrengung längere Zeit das Ziel fixieren kann, bevor er den Schuss über den Abzug löst. Wie auch bei Handarmbrüsten.

Anders als früher, als die Wurfarme meist aus Stahl und der Schaft aus Holz gefertigt wurden, kommen heutzutage moderne Werkstoffe zum Einsatz, die zum einen die Performance weiter steigern und zum anderen das Gewicht vermindern. So bestehen die Wurfarme heute meist aus faserverstärktem Kunststoff und der Schaft aus Aluminium oder ebenfalls aus Kunststoff.

Wie erwähnt handelt es sich hierbei um ein wahnsinnig potentes Schussgerät. Durch die Konstruktion und die steifen Wurfarme sind enorm hohe Geschossgeschwindigkeiten und damit Reichweiten möglich. Es sind Modelle mit teils weit über 200 lbs Zuggewicht und Pfeilgeschwindigkeiten von über 400 km/h erhältlich. Ein Holzpfeil wäre diesen Belastungen nicht gewachsen. Hier kommen mittlerweile ebenfalls Hochleistungswerkstoffe wie carbonfaserverstärkter Kunststoff zum Einsatz. Im Gegensatz zu den mittelalterlichen Armbrustbolzen kommen nun wieder längere Pfeile zum Einsatz, wie auch auf nebenstehenden Bild zu sehen ist. Diese sind in aller Regel zwischen 16 und 20 ' lang. 

Beim Auslösen des Schusses übertragen die Wurfarme die gespeicherte Energie auf den Pfeil. Wie ich Ihnen im nächsten Kapitel zeigen möchte, unterscheiden sich die beiden Armbrusttypen unter anderem darin, wie der Pfeil beschleunigt wird.


Die beiden Funktionsprinzipien

Wie angedeutet gibt es zwei verschiedene Funktionsprinzipien, die sich doch teils stark voneinander unterscheiden. Man unterscheidet hier zwischen der Recurve- und der Compoundarmbrust. Nachfolgend möchte ich Ihnen die wichtigsten Unterschiede darlegen und erläutern worauf es hier zu achten gilt.

Recurvearmbrust

Bei einer Recurvearmbrust handelt es sich um einen eher klassischen Aufbau. Diese heißt so, aufgrund der gebogenen Form der Wurfarme, die im entspannten Zustand vom Schützen wegweißen. Im nicht gespannten Zustand befinden sich die Arme bereits unter einer gewissen Vorspannung. Durch das Spannen werden die Wurfarme weiter gebogen und speichern so die maximale Energie. Anders als bei einer Compoundarmbrust wirkt hier beim Lösen des Schusses demnach die größte Kraft auf den Pfeil. Mit zunehmender Entspannung der Sehne wird die wirkende Kraft logischer Weise immer kleiner, bis zum Erreichen der Endposition. Dieses Prinzip der Kraftübertragung ist weniger effizient, da so Energie zum Überwinden der Trägheit des Geschosses verloren geht. Die entstehenden Vibrationen vermindern die Präzision leicht.

Die Zuggewichte einer Recurvearmbrust reichen bei weniger starken Modellen von 150 lbs bis hin zu über 250 lbs. Die hohen Zuggewichte werden hier durch steifere und größere Wurfarme realisiert. Demnach sind stärkere Modelle auch in aller Regel größer und schwerer als eine vergleichbare Compoundarmbrust. Warum diese bei kleinerer Bauweise größere Zuggewichte realisieren kann, können Sie im nächsten Abschnitt nachlesen.

Durch den simplen Aufbau aus einem vorne montierten Bogen und einer Sehne, ist der Pflege und Wartungsaufwand deutlich geringer als bei den Compoundmodellen, die über ein komplexen CAM-System verfügen. 

Armbrust kaufen

Auf Grund der guten Preis-/Leistung, der guten Performance und der einfachen Wartung eignet sich eine Recurvearmbrust in meinen Augen bestens für Anfänger. Ein Modell, das ich selbst besitze und daher gut weiterempfehlen kann ist die Armex Jaguar. Mit Ihren 175 lbs verfügt sie über große Durchschlagskraft auf große Distanzen. Zudem kommt Sie mit allem was Sie zum Schießen benötigen, sogar ein Leuchtpunktvisier ist enthalten. Ein Blick lohnt sich definitiv.

Compoundarmbrust

Optisch ähnelt die Compoundarmbrust den klassischeren Modellen zwar doch relativ stark, das Funktionsprinzip unterscheidet sich davon allerdings doch deutlich. Das Erkennungsmerkmal dieser Modelle sind die Umlenkrollen (Camwheels, kurz CAMs) an den Enden der Wurfarme, wie man es auch von Compoundbögen kennt.

Armbrust Waffengesetz - Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen

Durch die Beschaffenheit der Rollen wird das Schussverhalten maßgeblich beeinflusst. Durch diese kann eine Sportarmbrust bei gleichem Zuggewicht deutlich kompakter gebaut werden. Das Gewicht kann so auf 3-7 kg reduziert werden. Durch die Umlenkrollen erfolgt die Beschleunigung effizienter als bei einer Recurvearmbrust, denn die Beschleunigung erfolgt hier zu Beginn sanfter und erhöht sich bis zum Verlassen des Pfeils stetig. Er wird demnach erst langsam angeschoben. So bleiben die besagten Eigenvibrationen aus.

Durch das Funktionsprinzip ist der Sehnenverschleiß vergleichsweise gering. Die Sehne liegt zudem deutlich leichter im Schloss. Muss diese aber dennoch einmal gewechselt werden, benötigen Sie zwingend eine Bogenpresse. Der Wechsel ist demnach nicht so leicht wie bei einer Recurvearmbrust.

Auf Grund des meist höheren Preises und der schwierigeren Wartung ist eine Compoundarmbrust in meinen Augen eher für erfahrenere Schützen geeignet.


Armbrust kaufen - Compound- oder Recurvearmbrust?

Wenn Sie sich eine Armbrust kaufen möchten, kann es vor allem zu Beginn oft schwer sein sich im Dschungel aus technischen Daten, Typen, Herstellern und Modellen zurecht zu finden. Hier möchte ich Ihnen nachfolgend ein paar Tipps und meine persönlichen Meinung mit auf den Weg geben. Ich hoffe ich kann Ihnen so bei der Auswahl hilfreich zur Seite stehen. 

Zunächst müssen wir uns kurz mit der Grundsatzfrage beschäftigen, ob man sich eine Recurve- oder eine Compoundarmbrust kaufen sollte. Hier gibt es in meinen Augen weder ein Richtig noch ein Falsch, denn beide haben ihre Daseinsberechtigung und spezifische Vor- und Nachteile, die ich im vorangegangenen Abschnitt schon weitestgehend beleuchtet habe. Daher können Sie ruhigen Gewissens nach persönlichem Geschmack auswählen. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich einem Anfänger zu einer Recurvearmbrust raten. Zwar ist diese etwas schwerer und größer als vergleichbare Compundmodelle, dafür sind diese leichter zu warten, haben einen simpleren Aufbau und der Sehnenwechsel kann ohne Bogenpresse selbst durchgeführt werden. 

Lassen Sie sich zudem nicht allein vom Zuggewicht blenden. Entscheidend ist die realisierte Leistung und die ist nur zum Teil vom Zuggewicht abhängig. Weitere Faktoren, die in diesem Zusammenhang beachtet werden müssen sind unter anderem die Auszugslänge, also der Beschleunigungsweg des Pfeils, und die Beschaffenheit des Pfeils selbst, sprich Gewicht, Material oder die Länge. Mit 175 lbs sind Sie in meinen Augen besonders zu Beginn Ihrer Schützenkarriere gut beraten. Auch hiermit sind extreme Pfeilgeschwindigkeiten möglich.

Jaguar Recurvearmbrust kaufen

Auch wenn es keiner zugeben möchte, wird eine Armbust oft auch aus optischen Gründen ausgewählt. Achten Sie also auch darauf, dass Sie Ihnen gefällt und Sie die richtige Größe für Sie hat. Hier müssen Sie diese aber einfach einmal testen.

Unter Berücksichtigung aller aufgeführten Punkte, halte ich daher die Armex Jaguar für die optimale Anfängerarmbrust, die selbst erfahrenen Schützen zufrieden stellen sollte. Mit einem Zuggewicht von 175 lbs ist sie ausreichend leistungsstark dimensioniert. Besonders positiv hervorzuheben ist das hervorragende Preis-/Leistungsverhältnis, denn im Lieferumfang sind 4 Alupfeile + Köcher, ein Schultergurt und ein praktisches Leuchtpunktvisier enthalten. Somit ist alles dabei was Sie brauchen um sofort loslegen zu können. Ich bin mir sicher, dass Sie mit diesem Modell nicht enttäuscht sein werden!

Wo kann man eine Armbrust kaufen?

Natürlich stellt sich schließlich auch noch die Frage wo man überhaupt eine Armbrust kaufen kann, denn natürlich gibt es die eher selten im örtlichen Supermarkt. Wie bei den meisten freien Waffen, gibt es hier in aller Regel zwei Optionen. Zum einen kann man diese in einem Fachgeschäft in der Nähe kaufen. Oft führen Sport- und Jagdausstatter auch einige Armbrüste im Sortiment. Dies hat den Charme, dass man das Modell der Wahl vor dem Kauf einmal in die Hände nehmen kann, um zu sehen ob es von der Länge und vom Handling geeignet ist.

Die andere Option ist der Kauf im Internet. Hier hat man natürlich eine deutlich größere Auswahl und meist auch die besseren Preise. In der heutigen Zeit ist auch hier der Umtausch ohne Komplikationen ohne Weiteres möglich. Ein umfangreiches Angebot an Armbrüsten und Zubehör finden Sie zum Beispiel auf unserer Partnerseite ASMC.de. Einem der bekanntsten Anbietern von freien Waffen, Outdoor- und Militärausrüstung. Neben guten Preisen erfreuen Sie sich zudem an kulanten und kostenfreien Rücksendungsbedingungen. Folgen Sie unten stehenden Link, gelangen Sie zum aktuellen Angebot. 


Spannen der Sehne

Besonders bei einer sehr leistungsstarken Sportarmbrust kann das Spannen der Sehne eine sehr anstrengende Angelegenheit sein. Ohne Spannhilfe ist das Spannen daher nur für kräftigere Personen möglich. Doch auch in diesem Fall ist es für die Finger nicht unbedingt angenehm. Doch keine Angst, es gibt auf dem Markt eine große Anzahl an gut geeigneten Spannhilfen.

Spannhilfe für eine Sportarmbrust

Die verbreitetste Spannhilfe besteht aus einer Schnur, zwei Haken und zwei Griffen, wie links dargestellt ist. Die Schnur wird um den Schaft der Armbrust und die Sehne links und rechts in die zwei Haken gelegt. Für die Spannhilfe ist bei den meisten Armbrüsten sogar eine Führungsmulde eingearbeitet. Zieht man nun an den beiden Griffen, spannt sich die Sehne. Durch die Schnur ist dies im Stehen möglich, was den Rücken natürlich sehr schont. Um die Armbrust sicher am Boden zu halten, wird der Fuß in den Spannbügel gestellt.

Manche höherpreisigen Armbrüste werden über ein integriertes Kurbelsystem gespannt. Der benötigte Kraftaufwand ist hierfür wirklich minimal. Die besagte Kurbel ist hier fest am Schaft montiert und muss so nicht nach jedem Schuss extra angebracht werden.

Das Spannen erfolgt auch hier durch eine Schnur. Diese wird durch die Kurbel gezogen. Die Sehne liegt in zwei Haken. In manchen Fällen kann dieses Kurbelsystem aber auch nachgerüstet werden. Die Sportarmbrust muss dafür aber auch geeignet sein. Nicht an allen Modellen gibt es entsprechende Aufnahmen für den Nachrüstsatz.


Notwendige Wartungen

Bezüglich der Wartung unterscheiden sich die beiden Typen natürlich auch. Doch es gibt auch Pflegemaßnahmen, die für jede Armbrust sinnvoll und notwendig sind. Hierzu zählt auf jeden Fall das "Schmieren" der Sehne mit einem geeigneten Sehnenwachs. Durch die hohen Zuggewichte moderner Modelle sind die Sehnen großer Belastung ausgesetzt. Um den daraus resultierenden Verschleiß zu reduzieren, empfiehlt es sich diese regelmäßig zu schmieren. So hält diese deutlich länger, bevor sie ersetzt werden muss. Auch die Schiene der Armbrust, auf der die Sehne schleift, sollte regelmäßig geschmiert werden, um die Reibung und damit die Belastung so gering wie möglich zu halten. Hierfür gibt es spezielle Schmiermittel. Ich wiederhole den Auftrag in aller Regel nach 50 - 75 Schüssen. Je nach Schmiermittel bzw. Wachs kann es aber schon früher nötig sein. Ihre Sportarmbrust und Ihr Geldbeutel wird es Ihnen auf Dauer auf jeden Fall danken.

Compoundarmbrust kaufen

Ich persönlich verabreiche dem Abzugsmechanismus und der Pfeilarretierung, also allen mechanischen Teilen in regelmäßigen Abständen einen Tropfen Feinmechaniköl. So gehe ich sicher, dass stets alles bestmöglich funktioniert und nichts durch möglichen Abrieb blockiert. 

Ist es nötig die Sehne zu wechseln, hat man es mit einer Revurvearmbrust doch deutlich einfacher. Denn bei einer Compoundarmbrust, benötigt man in meinen Augen auf jeden Fall eine Bogenpresse, um ein sauberes Resultat zu erzielen. Denn durch diese kann man die Wurfarme zusammendrücken und so die Spannung von der Sehne nehmen. So kann man dann leicht die neue Sehne durch das CAM-System fädeln.

Wer das Geld für eine Bogenpresse nicht ausgeben möchte, der hat zudem in aller Regel die Möglichkeit die Sehne gegen ein kleines Endgeld beim Fachhändler tauschen zu lassen. Der Vorteil einer Recurvearmbrust besteht darin, dass die Sehne mit einer Spannhilfe relativ leicht selbst zu wechseln ist. Beachten Sie aber auf jeden Fall die Wartungs- und Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers, um die Garantieansprüche nicht zu gefährden. In aller Regel sollten diese aber kaum hiervon abweichen.


Welche Armbrustpfeile sollte man kaufen?

Wie auch bei Bögen, sind Holzpfeile bei höheren Zuggewichten nicht mehr zu empfehlen. In aller Regel kommen hier Pfeile aus Aluminium oder carbonfaserverstärktem Kunststoff. Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass Carbonpfeile besonders für Anfänger geeignet sind, da Aluminiumpfeile weniger steif sind und sich demnach leichter verbiegen. Schießt man daneben und trifft auf einen harten Untergrund verbiegt sich der Aluminiumschaft fast immer. Carbon verbiegt sich durch die hohe Eigensteifigkeit gar nicht, sondern bricht im Extremfall, aber bei viel höheren Auftreffenergien. 

Diese gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen. Für Anfänger denke ich aber, dass ruhigen Gewissens zu preiswerten Modellen gegriffen werden kann. Beachten Sie allerdings, dass das Mindestpfeilgewicht des Pfeils, das der Hersteller der Armbrust vorgibt nicht unterschritten werden darf. Andernfalls schädigen Sie die Wurfarme der Sportarmbrust nachhaltig! Die Länge der Pfeile sollte meiner Meinung nach zwischen 16' und 20' gewählt werden, wenn vom Hersteller nicht anders angegeben. Wie Sie an der Länge schon sehen, kann heutzutage eigentlich nicht mehr wirklich von Bolzen die Rede sein. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass mit zunehmender Pfeillänge die Präzision zunimmt, der Pfeil aber langsamer fliegt und sich abhängig vom Material leichter verbiegt.

Armbrustpfeile

Wie auch im Bogensport gibt es auch bei Armbrustpfeilen unterschiedliche Spitzen. Als Anfänger würde ich hierauf aber weniger Augenmerk legen. Der Unterschied ist hier meiner Meinung nach nicht so gravierend, als dass er zu Beginn nennenswerten Einfluss auf Ihr Schussbild hat. Auch Jagdspitzen sind hier erhältlich. Auch wenn die Jagd hiermit natürlich verboten ist, können diese Spitzen eine nette Abwechslung in Ihrem Schießtraining darstellen. 


Geeignete Armbrustziele

Durch die hohen Zuggewichte von teils über 200 lbs werden gewaltige Pfeilgeschwindigkeiten erreicht, die auch wieder gebremst werden müssen. Das Abbremsen und Stoppen des Pfeiles muss dabei stehts sicher von statten gehen, ohne Querschläger, Durchschläge oder eine Beschädigung des Pfeils durch zu harte Oberflächen zu riskieren. Um sicher zu gehen, würde ich bei einer Sportarmbrust eher von selbstgebauten Zielen abraten, da hier doch stets ein Restrisiko bleibt.

zZelscheibe Armbrust

Ich würde Ihnen daher empfehlen, ein professionelles Ziel eines namhaften Herstellers zu kaufen. Auch wenn diese nicht ganz günstig sind, werden Sie daran viele Jahre Freude haben. Zudem gehen Sie sicher, dass niemand aus Versehen zu schaden kommt und Ihre Pfeile lange durchhalten. Denn Armbrustpfeile gehen auch schnell ins Geld.

Hier halte ich besonders das links abgebildete Bull Target von Est-Bogensport für gut geeignet. Dieses besteht aus etlichen Schichten Schaum, der sich von selbst wieder verschließt. Dadurch und durch die Bauweise selbst, lassen sich Armbrustpfeile sehr leicht wieder entfernen und eine enorme Langlebigkeit dieser und des Ziels ist begünstigt. Zuggewichte von bis zu 260 lbs sind hier laut Hersteller kein Problem. Mit einer Zielfläche von 60 x 60 cm ist es zudem auch für Anfänger gut geeignet. 

Achten Sie bei der Auswahl eines Ziels unbedingt darauf, dass es zum Stoppen Ihrer Armbrust geeignet ist. Meist ist hier in der Artikelbeschreibung ein maximales Zuggewicht angegeben. Besonders wenn Sie gerade erst mit dem Sport beginnen und noch nicht allzu sicher im Umgang mit Ihrer Armbrust sind, sollten Sie sich kein zu kleines Ziel kaufen. 50 x 50 cm halte ich hier für eine gute Mindestgröße. Später kann man natürlich auch zu kleineren Scheiben greifen. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass auch bei einem Fehlschuss niemand hinter dem Ziel getroffen werden kann! Auch die Zielscheiben der Firma STRONGHOLD aus hochwertigem SKV-Material erfüllen die Anforderungen bestens. Diese sind zudem meist etwas preiswerter.


Armbrust Waffengesetz - Rechtliche Rahmenbedingungen

Rechtlich gesehen gehört eine Sportarmbrust zu den freien Waffen, sie kann also ohne Waffenschein legal gekauft und besessen werden. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. Dies wird in aller Regel durch die Überprüfung des Ausweises überprüft. Nehmen Sie diesen daher unbedingt zum Kauf mit. Möchten Sie online eine Armbrust kaufen, müssen Sie hier meist eine Ausweiskopie an die Webseite zum Altersnachweis senden. Dies geschieht normalerweise durch hochladen des Scans oder per Email. 

Ihre Sportarmbrust müssen Sie verschlossen, um einen Zugriff durch Unbefugte zu vermeiden, lagern. Die Pfeile müssen Sie separat aufbewahren. Gegen Schießübungen auf dem eigenen Grundstück sollte nichts sprechen, solange stets sichergestellt ist, dass Armbrustpfeile das Grundstück nicht verlassen können. Da die Jagd mit einer Armbrust in Deutschland verboten ist, sollten Sie diese aber nicht unbedingt im eigenen Wald einsetzen, da Sie so durchaus der Wilderei schuldig gemacht werden könnten.

Verstehen Sie dies aber bitte nicht als verbindliche Rechtsberatung. Lesen Sie vor dem Kauf bitte unbedingt noch einmal im aktuell gültigen Waffengesetz nach. Dieses wird regelmäßig überarbeitet und kann zum Zeitpunkt in dem Sie diesen Beitrag lesen schon wieder ganz anders sein.

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Quarzhandschuhe zur Selbstverteidigung?

Quarzsandhandschuhe werden zum Zwecke der Selbstverteidigung bei Privatpersonen immer beliebter und sind nicht mehr länger nur als Einsatzhandschuhe bei Polizeikräften und als Security Handschuhe im Einsatz. Und das aus gutem Grund, denn zum Selbstschutz sind diese gut geeignet, wie ich Ihnen nachfolgend gerne kurz erklären möchte. Erfahren Sie worauf Sie achten müssen wenn Sie sich Quarzhandschuhe kaufen möchten und ob diese eigentlich verboten oder legal sind.


Was sind Quarzhandschuhe eigentlich genau?

Quarzsandhandschuhe sind in aller Regel Lederhandschuhe, die Protektoren an solchen Stellen der Hand aufweisen, die bei Schlägen verletzt werden könnten. Solche Stellen sind die Knöchel und der Handrücken. Wie der Name schon andeutet bestehen die Protektoren hier aus quarzsandgefüllten Taschen. In selteneren Fällen kommt als Füllmaterial Bleistaub oder Stahlschrot zum Einsatz. Manche Einsatzhandschuhe, wie der TacFirst Sek 1, verfügen z.B. über Protektoren aus Polyurethan. Beliebt sind solche Modelle sowohl bei Polizeikräften, Sicherheitskräften sowie immer häufiger auch bei Privatpersonen zur Selbstverteidigung.

Wird die Schlagkraft erhöht?

Wie angedeutet dient die Quarzsandfüllung in erster Linie zum Schutz der eigenen Händen beim Schlag bzw. beim Abwehren von Attacken. So können selbst Schläge von Schlagstöcken in den meisten Fällen ohne Verletzungen abgefangen werden. Entgegen der weitläufigen Meinung, dient die Füllung somit nicht vorrangig zur Erhöhung der Schlagkraft bzw. -energie. Zwar sind Security Handschuhe schwerer als normale Modelle, jedoch erhöht dies die Wucht des Schlages nicht signifikant. Auch eine Konzentration der Schlagenergie auf eine kleinere Fläche, wie es bei Schlagringen der Fall ist, wird hier nicht erreicht.

Dennoch sind mit Quarzsandhandschuhen indirekt stärkere Schläge möglich, als ohne. Dies liegt aber in erster Linie nicht am Gewicht oder des Füllmaterials, sondern an der Schutzwirkung der Hände. Wer schon einmal unbeabsichtigt in ein Handgemenge geraten ist und sich verteidigen musste, weiß wie schmerzhaft Schläge mit der blanken Faust für einen selbst ist. Starke Schläge führen nicht nur häufig zum Aufplatzen der Haut über den Knöcheln sondern oft auch zu Brüchen, wenn man über keine Übung in einer Kampfkunst und damit untrainierte Hände hat. 

Quarzhandschuhe kaufen - Einsatzhandschuhe zur Selbstverteidigung

Mit jedem Schlag werden so die Schmerzen in aller Regel stärker und man reduziert die Schlagstärke unterbewusst immer weiter, um die Schmerzen nicht noch weiter zu verstärken. Quarzsandhandschuhe verhindern eben diese Schmerzen und Komplikationen. So kann selbst ein untrainierter mit voller Kraft zuschlagen ohne befürchten zu müssen sich zu verletzen. Somit sind indirekt eben schon härtere Schläge möglich. Auch wenn die maximale Schlagkraft nicht erhöht wird.

Integrierter Schnittschutz

Als weitere Schutzfunktion sind bei vielen Modellen Synthesefasergewebe, meist aus Kevlar oder Spectra, als Innenfutter integriert. Diese Gewebe dienen hier als Schnittschutz. Die polymeren Fasern verhindern ein Eindringen von Klingen und vermeiden Verletzungen, wenn man sich auf scharfen Metallkanten oder gebrochenem Glas abstützen müss.

So können zum Beispiel selbst Messerattacken abgewehrt werden, ohne dass man zwingend Gefahr läuft schwere Schnittverletzungen der Hände davon zu tragen. Auch abgebrochene Flaschen können so gegriffen werden, ohne verletzt zu werden.

In untenstehender Vergleichstabelle können Sie sehen welche Modelle über ein solches Gewebe verfügen.

Quarzsandhandschuhe verfügen oft über Schnittschutzeinlagen

Beliebte Einsatzhandschuhe im Vergleich

Quarzsandhandschuhe "Super Defender"


Außenmaterial:

Leder

Protektorenmaterial:

Quarzsand

Schnittschutz:

check

Innenmaterial:

Aramidfasern (Kevlar)


MFH      Quarzhandschuhe


Außenmaterial:

Leder

Protektorenmaterial:

Quarzsand

Schnittschutz:

Innenmaterial:

k.A.


TacFirst SEK1 Einsatzhandschuhe


Außenmaterial:

Leder

Protektorenmaterial:

Polyurethan

Schnittschutz:

check

Innenmaterial:

Polyethylenfasern (Spectra)



Quarzhandschuhe kaufen - Darauf müssen Sie achten

Haben Sie die bisher genannten Argumente überzeugt und Sie möchten sich Quarzhandschuhe kaufen, dann gibt es noch einiges zu beachten, um das perfekte Modell zu finden, das zu Ihren Wünschen passt und mit dem Sie langfristig zufrieden sind. 

Verarbeitungsqualität

Zuallererst sollten Sie darauf achten, dass Sie ein hochwertiges Modell erwerben. Manche Quarzsandhandschuhe sind bereits für teils unter 20 Euro zu erhalten. Damit sind sie oft billiger als herkömmliche Modehandschuhe. Bereits hieran kann man sehen, dass hier etwas nicht ganz stimmen kann, denn immerhin erwarte ich mir ja einen Zusatznutzen. Bei den billigen Modellen lässt die Verarbeitung, besonders die Nähte, oft starkt zu wünschen übrig. Beim Abwehren von Schlägen oder beim Zuschlagen entstehen an den Nähten teils große Belastungen. Sind diese nicht ordentlich ausgeführt, kann es schnell passieren, dass das Garn reißt und der Sand aus den Taschen verloren geht. Geben Sie daher lieber etwas mehr aus. Denn wie heißt es so schön: "Wer billig kauft, kauft zweimal".

Passform

Wie bei allen Handschuhen sollten diese auch wie eine zweite Haut sitzen und daher weder zu klein noch zu groß sein. Die Größen variieren hier von Modell zu Modell teils sehr stark, daher ist eine Größenempfehlung nur schwer möglich. Das Beste ist, Sie probieren mehrer Größen aus und schicken die nicht passenden zurück.

Einen kleinen Hinweis hierzu möchte ich Ihnen allerdings noch mit auf den Weg geben. Meiner Erfahrung nach fallen Security Handschuhe meist recht klein aus. Bestellen Sie diese daher ruhig etwas größer als Ihre normalen Exemplare.

In meinen Augen spielt es zudem keine Rolle, ob die Protektoren aus Quarzsand, Bleistaub oder Polyurethan bestehen. Die Auswahl kann hier rein nach Gefallen und Tragekomfort ausgewählt werden.

Security Handschuhe in der Nahaufnahme

Funktionalität

Wie Sie oben in der Vergleichstabelle bestimmt schon gesehen haben, gibt es Modelle, die über einen integrierten Schnittschutz verfügen. Hier kommt in aller Regel Spectra- oder Kevlar-Gewebe als Innenfutter zum Einsatz. Diese äußerst zähen Fasern verhindern das Eindringen von Klingen oder scharfen Kanten beim Abstützen. Um den Handschuh möglichst universell einsetzen zu können würde ich den Griff zum schnitt-geschützten Quarzhandschuh empfehlen. Der Aufpreis fällt kaum ins Gewicht.

In aller Regel sind Quarzsandhandschuhe in erster Linie nicht zum Wärmen gedacht, daher verfügen diese meist nicht über eine zusätzlich Isolationsschicht. Benötigen Sie diese dennoch vor allem in der kalten Jahreszeit, sollten Sie auf eine ausreichende Wärmedämmung achten. Wenn der Handschuh als Einsatzhandschuh oder für Paintballspiele gedacht ist, sollten Sie ein Modell wählen, das am Abzugsfinger über keine Polsterung verfügt, um den Abzug normal betätigen zu können. 


Security Handschuhe zur Selbstverteidigung

Da Quarzsandhandschuhe häufig auch zur Selbstverteidigung eingesetzt werden, möchte ich hier noch kurz meine Gedanken hierzu kundtun. Prinzipiell halte ich diese zu diesem Zwecke durchaus geeignet. Doch würde ich diese niemals allein einsetzen, sondern nur in Kombination mit anderen Selbstverteidigungswaffen. Hier halte ich persönlich besonders Pfefferpistolen und Schlagstöcke für gut geeignet. 

Durch diese kann man den Angreifer auf Distanz halten und unter Umständen schon kampfunfähig machen bevor dieser überhaupt handgreiflich werden kann. Die Security Handschuhe würden hier dann rein zur Abwehr von eventuellen Schlägen oder Schnitten dienen. Im Notfall kann mit diesen aber natürlich auch mit voller Kraft zugeschlagen werden ohne die eigenen Hände zu verletzen, wie ich oben bereits kurz erläutert habe. Das Ziel in jeder Notsituation muss die unverletzte Flucht sein und nicht das Ausschalten des Angreifers. 

Um sich alleinig mit Quarzhandschuhen effektiv verteidigen zu können, benötigt man in meinen Augen aber einiges an Kampfkunsterfahrung und ausreichend körperliche Kraft, da man nahe an den Angreifer heran muss, um etwas bewirken zu können. Ungeübte Personen sollten daher auch weitere Selbstschutzwaffen mitführen, um optimal geschützt zu sein und sich keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Quarzhandschuhe verboten?

Der große Vorteil von Einsatzhandschuhen ist hier aber, dass diese an den allermeisten Orten legal und vor allem unauffällig mitgenommen und getragen werden können. Zudem sind diese in der Anschaffung sehr günstig und lohnen sich damit auf alle Fälle. Statt normalen Handschuhen können diese natürlich auch getragen werden. Viele Modelle unterscheiden sich optisch kaum von diesen.


Sind Quarzhandschuhe verboten?

Bevor Sie nun losziehen und sich voller Enthusiasmus ihre ersten Quarzhandschuhe kaufen, möchte ich noch ein paar abschließende Worte zur aktuellen rechtlichen Situation verlieren. Doch bitte verstehen Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung. Bitte lesen Sie bei freien Waffen vor dem Kauf immer noch einmal selbst im aktuell gültigen Waffengesetz nach, um sicher zu gehen.

Doch die erste Angst kann ich Ihnen gleich nehmen, Sie machen sich in Deutschland und in vielen anderen Ländern nicht strafbar wenn Sie Quarzsandhandschuhe besitzen, mitführen oder tragen. Nach deutschem Recht zählen diese aktuell nicht zu den Hieb- und Stichwaffen und sind demnach keine Waffen. Nach einem Feststellungsbescheid des BKA dient die Füllung eher zur Abwehr von Schlägen als zur Verstärkung der Schlagkraft.

Bei öffentlichen Veranstaltungen, wie z.B. Festen oder Festivals, würde ich vom Tragen aber dringend abraten, denn hier könnten diese trotz der allgemeinen Trageerlaubnis als Schutzbewaffnung angesehen werden. Die Begründung ist hier, dass diese geeignet sind sich der Vollstreckung durch die Polizei erfolgreich zu widersetzen. Das reine Mitführen im Rucksack, sollte meiner Recherche nach jedoch kein Problem sein, da hier nicht automatisch von einem Versuch sich Vollstreckungsmaßnahmen zu widersetzen ausgegangen werden kann.

Zu Problemen im Zusammenhang mit Quarzhandschuhen kommt es erst dann, wenn jemand mit diesen verletzt wird. Hier ist dann unter Umständen von gefährlicher Körperverletzung auszugehen, was dann auch entsprechend verfolgt wird. Die Strafen sind hier demnach unter Umständen höher als beim Schlag ohne Quarzhandschuh. Verteidigt man sich mit diesen aber lediglich vor Schlägen oder vor Messerangriffen, sollte keine rechtliche Konsequenz zu befürchten sein.

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