Quarzhandschuhe zur Selbstverteidigung?

Quarzsandhandschuhe werden zum Zwecke der Selbstverteidigung bei Privatpersonen immer beliebter und sind nicht mehr länger nur als Einsatzhandschuhe bei Polizeikräften und als Security Handschuhe im Einsatz. Und das aus gutem Grund, denn zum Selbstschutz sind diese gut geeignet, wie ich Ihnen nachfolgend gerne kurz erklären möchte. Erfahren Sie worauf Sie achten müssen wenn Sie sich Quarzhandschuhe kaufen möchten und ob diese eigentlich verboten oder legal sind.


Was sind Quarzhandschuhe eigentlich genau?

Quarzsandhandschuhe sind in aller Regel Lederhandschuhe, die Protektoren an solchen Stellen der Hand aufweisen, die bei Schlägen verletzt werden könnten. Solche Stellen sind die Knöchel und der Handrücken. Wie der Name schon andeutet bestehen die Protektoren hier aus quarzsandgefüllten Taschen. In selteneren Fällen kommt als Füllmaterial Bleistaub oder Stahlschrot zum Einsatz. Manche Einsatzhandschuhe, wie der TacFirst Sek 1, verfügen z.B. über Protektoren aus Polyurethan. Beliebt sind solche Modelle sowohl bei Polizeikräften, Sicherheitskräften sowie immer häufiger auch bei Privatpersonen zur Selbstverteidigung.

Wird die Schlagkraft erhöht?

Wie angedeutet dient die Quarzsandfüllung in erster Linie zum Schutz der eigenen Händen beim Schlag bzw. beim Abwehren von Attacken. So können selbst Schläge von Schlagstöcken in den meisten Fällen ohne Verletzungen abgefangen werden. Entgegen der weitläufigen Meinung, dient die Füllung somit nicht vorrangig zur Erhöhung der Schlagkraft bzw. -energie. Zwar sind Security Handschuhe schwerer als normale Modelle, jedoch erhöht dies die Wucht des Schlages nicht signifikant. Auch eine Konzentration der Schlagenergie auf eine kleinere Fläche, wie es bei Schlagringen der Fall ist, wird hier nicht erreicht.

Dennoch sind mit Quarzsandhandschuhen indirekt stärkere Schläge möglich, als ohne. Dies liegt aber in erster Linie nicht am Gewicht oder des Füllmaterials, sondern an der Schutzwirkung der Hände. Wer schon einmal unbeabsichtigt in ein Handgemenge geraten ist und sich verteidigen musste, weiß wie schmerzhaft Schläge mit der blanken Faust für einen selbst ist. Starke Schläge führen nicht nur häufig zum Aufplatzen der Haut über den Knöcheln sondern oft auch zu Brüchen, wenn man über keine Übung in einer Kampfkunst und damit untrainierte Hände hat. 

Quarzhandschuhe kaufen - Einsatzhandschuhe zur Selbstverteidigung

Mit jedem Schlag werden so die Schmerzen in aller Regel stärker und man reduziert die Schlagstärke unterbewusst immer weiter, um die Schmerzen nicht noch weiter zu verstärken. Quarzsandhandschuhe verhindern eben diese Schmerzen und Komplikationen. So kann selbst ein untrainierter mit voller Kraft zuschlagen ohne befürchten zu müssen sich zu verletzen. Somit sind indirekt eben schon härtere Schläge möglich. Auch wenn die maximale Schlagkraft nicht erhöht wird.

Integrierter Schnittschutz

Als weitere Schutzfunktion sind bei vielen Modellen Synthesefasergewebe, meist aus Kevlar oder Spectra, als Innenfutter integriert. Diese Gewebe dienen hier als Schnittschutz. Die polymeren Fasern verhindern ein Eindringen von Klingen und vermeiden Verletzungen, wenn man sich auf scharfen Metallkanten oder gebrochenem Glas abstützen müss.

So können zum Beispiel selbst Messerattacken abgewehrt werden, ohne dass man zwingend Gefahr läuft schwere Schnittverletzungen der Hände davon zu tragen. Auch abgebrochene Flaschen können so gegriffen werden, ohne verletzt zu werden.

In untenstehender Vergleichstabelle können Sie sehen welche Modelle über ein solches Gewebe verfügen.

Quarzsandhandschuhe verfügen oft über Schnittschutzeinlagen

Beliebte Einsatzhandschuhe im Vergleich

Quarzsandhandschuhe "Super Defender"


Außenmaterial:

Leder

Protektorenmaterial:

Quarzsand

Schnittschutz:

check

Innenmaterial:

Aramidfasern (Kevlar)


MFH      Quarzhandschuhe


Außenmaterial:

Leder

Protektorenmaterial:

Quarzsand

Schnittschutz:

Innenmaterial:

k.A.


TacFirst SEK1 Einsatzhandschuhe


Außenmaterial:

Leder

Protektorenmaterial:

Polyurethan

Schnittschutz:

check

Innenmaterial:

Polyethylenfasern (Spectra)



Quarzhandschuhe kaufen - Darauf müssen Sie achten

Haben Sie die bisher genannten Argumente überzeugt und Sie möchten sich Quarzhandschuhe kaufen, dann gibt es noch einiges zu beachten, um das perfekte Modell zu finden, das zu Ihren Wünschen passt und mit dem Sie langfristig zufrieden sind. 

Verarbeitungsqualität

Zuallererst sollten Sie darauf achten, dass Sie ein hochwertiges Modell erwerben. Manche Quarzsandhandschuhe sind bereits für teils unter 20 Euro zu erhalten. Damit sind sie oft billiger als herkömmliche Modehandschuhe. Bereits hieran kann man sehen, dass hier etwas nicht ganz stimmen kann, denn immerhin erwarte ich mir ja einen Zusatznutzen. Bei den billigen Modellen lässt die Verarbeitung, besonders die Nähte, oft starkt zu wünschen übrig. Beim Abwehren von Schlägen oder beim Zuschlagen entstehen an den Nähten teils große Belastungen. Sind diese nicht ordentlich ausgeführt, kann es schnell passieren, dass das Garn reißt und der Sand aus den Taschen verloren geht. Geben Sie daher lieber etwas mehr aus. Denn wie heißt es so schön: "Wer billig kauft, kauft zweimal".

Passform

Wie bei allen Handschuhen sollten diese auch wie eine zweite Haut sitzen und daher weder zu klein noch zu groß sein. Die Größen variieren hier von Modell zu Modell teils sehr stark, daher ist eine Größenempfehlung nur schwer möglich. Das Beste ist, Sie probieren mehrer Größen aus und schicken die nicht passenden zurück.

Einen kleinen Hinweis hierzu möchte ich Ihnen allerdings noch mit auf den Weg geben. Meiner Erfahrung nach fallen Security Handschuhe meist recht klein aus. Bestellen Sie diese daher ruhig etwas größer als Ihre normalen Exemplare.

In meinen Augen spielt es zudem keine Rolle, ob die Protektoren aus Quarzsand, Bleistaub oder Polyurethan bestehen. Die Auswahl kann hier rein nach Gefallen und Tragekomfort ausgewählt werden.

Security Handschuhe in der Nahaufnahme

Funktionalität

Wie Sie oben in der Vergleichstabelle bestimmt schon gesehen haben, gibt es Modelle, die über einen integrierten Schnittschutz verfügen. Hier kommt in aller Regel Spectra- oder Kevlar-Gewebe als Innenfutter zum Einsatz. Diese äußerst zähen Fasern verhindern das Eindringen von Klingen oder scharfen Kanten beim Abstützen. Um den Handschuh möglichst universell einsetzen zu können würde ich den Griff zum schnitt-geschützten Quarzhandschuh empfehlen. Der Aufpreis fällt kaum ins Gewicht.

In aller Regel sind Quarzsandhandschuhe in erster Linie nicht zum Wärmen gedacht, daher verfügen diese meist nicht über eine zusätzlich Isolationsschicht. Benötigen Sie diese dennoch vor allem in der kalten Jahreszeit, sollten Sie auf eine ausreichende Wärmedämmung achten. Wenn der Handschuh als Einsatzhandschuh oder für Paintballspiele gedacht ist, sollten Sie ein Modell wählen, das am Abzugsfinger über keine Polsterung verfügt, um den Abzug normal betätigen zu können. 


Security Handschuhe zur Selbstverteidigung

Da Quarzsandhandschuhe häufig auch zur Selbstverteidigung eingesetzt werden, möchte ich hier noch kurz meine Gedanken hierzu kundtun. Prinzipiell halte ich diese zu diesem Zwecke durchaus geeignet. Doch würde ich diese niemals allein einsetzen, sondern nur in Kombination mit anderen Selbstverteidigungswaffen. Hier halte ich persönlich besonders Pfefferpistolen und Schlagstöcke für gut geeignet. 

Durch diese kann man den Angreifer auf Distanz halten und unter Umständen schon kampfunfähig machen bevor dieser überhaupt handgreiflich werden kann. Die Security Handschuhe würden hier dann rein zur Abwehr von eventuellen Schlägen oder Schnitten dienen. Im Notfall kann mit diesen aber natürlich auch mit voller Kraft zugeschlagen werden ohne die eigenen Hände zu verletzen, wie ich oben bereits kurz erläutert habe. Das Ziel in jeder Notsituation muss die unverletzte Flucht sein und nicht das Ausschalten des Angreifers. 

Um sich alleinig mit Quarzhandschuhen effektiv verteidigen zu können, benötigt man in meinen Augen aber einiges an Kampfkunsterfahrung und ausreichend körperliche Kraft, da man nahe an den Angreifer heran muss, um etwas bewirken zu können. Ungeübte Personen sollten daher auch weitere Selbstschutzwaffen mitführen, um optimal geschützt zu sein und sich keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Quarzhandschuhe verboten?

Der große Vorteil von Einsatzhandschuhen ist hier aber, dass diese an den allermeisten Orten legal und vor allem unauffällig mitgenommen und getragen werden können. Zudem sind diese in der Anschaffung sehr günstig und lohnen sich damit auf alle Fälle. Statt normalen Handschuhen können diese natürlich auch getragen werden. Viele Modelle unterscheiden sich optisch kaum von diesen.


Sind Quarzhandschuhe verboten?

Bevor Sie nun losziehen und sich voller Enthusiasmus ihre ersten Quarzhandschuhe kaufen, möchte ich noch ein paar abschließende Worte zur aktuellen rechtlichen Situation verlieren. Doch bitte verstehen Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung. Bitte lesen Sie bei freien Waffen vor dem Kauf immer noch einmal selbst im aktuell gültigen Waffengesetz nach, um sicher zu gehen.

Doch die erste Angst kann ich Ihnen gleich nehmen, Sie machen sich in Deutschland und in vielen anderen Ländern nicht strafbar wenn Sie Quarzsandhandschuhe besitzen, mitführen oder tragen. Nach deutschem Recht zählen diese aktuell nicht zu den Hieb- und Stichwaffen und sind demnach keine Waffen. Nach einem Feststellungsbescheid des BKA dient die Füllung eher zur Abwehr von Schlägen als zur Verstärkung der Schlagkraft.

Bei öffentlichen Veranstaltungen, wie z.B. Festen oder Festivals, würde ich vom Tragen aber dringend abraten, denn hier könnten diese trotz der allgemeinen Trageerlaubnis als Schutzbewaffnung angesehen werden. Die Begründung ist hier, dass diese geeignet sind sich der Vollstreckung durch die Polizei erfolgreich zu widersetzen. Das reine Mitführen im Rucksack, sollte meiner Recherche nach jedoch kein Problem sein, da hier nicht automatisch von einem Versuch sich Vollstreckungsmaßnahmen zu widersetzen ausgegangen werden kann.

Zu Problemen im Zusammenhang mit Quarzhandschuhen kommt es erst dann, wenn jemand mit diesen verletzt wird. Hier ist dann unter Umständen von gefährlicher Körperverletzung auszugehen, was dann auch entsprechend verfolgt wird. Die Strafen sind hier demnach unter Umständen höher als beim Schlag ohne Quarzhandschuh. Verteidigt man sich mit diesen aber lediglich vor Schlägen oder vor Messerangriffen, sollte keine rechtliche Konsequenz zu befürchten sein.

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Welcher Schlagstock ist der Richtige?

Ein Schlagstock, oft auch als Abwehrstock bezeichnet, ist eine der simpelsten Selbstverteidigungswaffen überhaupt. Doch lassen Sie sich hiervon bloß nicht täuschen. In den richtigen Händen können diese selbst die größten und stärksten Angreifer schnell in die Knie zwingen. Nicht umsonst sind diese aus dem Polizeidienst nicht mehr wegzudenken. Doch es gibt hier einiges zu beachten, wenn Sie überlegen sich einen zur Selbstverteidigung zuzulegen. Nachfolgend möchte ich Ihnen genau erklären ob Sie sich lieber einen Gummiknüppel, einen Tonfa oder doch einen Teleskopschlagstock kaufen sollten und wo Sie diesen kaufen können. Zudem möchte ich Ihnen die einzelnen Typen kurz vorstellen und die rechtliche Situation bezüglich Erwerb und Führen näher bringen.


Was ist ein Schlagstock eigentlich genau?

Bei einem Abwehrstock handelt es sich wohl um die simpelste und klassischste Selbstverteidigungswaffe überhaupt, die auch in großem Umfang bei Polizeikräften und Militärs weltweit eingesetzt wird. Diese Schlagwaffen werden in aller Regel einhändig geführt und eignen sich sowohl zum Blocken von Schlägen als auch zum Angriff und zur Abwehr von Gefahren.

Ein moderner Schlagstock besteht heutzutage in aller Regel aus einem gummierten Griff und einem zylindrischen oder konischen Körper. Dieser ist in aller Regel aus Gummi, Stahl oder faserverstärktem Kunststoff gefertigt. Keulen aus Holz finden zur Selbstverteidigung oder bei Polizeikräften schon lange keine Verwendung mehr.

Die Schlagwaffe wird in aller Regel einhändig geführt und durch Muskelkraft beschleunigt. Beim Auftreffen auf den Angreifer gibt der Schläger seine kinetische Energie auf das getroffene Körperteil ab und verursacht so teils große Schmerzen. Anders als ein Messer dringt dieser aber natürlich nicht ein. Ziel beim Einsatz ist somit, den Angreifer kampfunfähig zu machen bzw. außer Gefecht zu setzen und ihn nicht schwer zu verletzen.

Beim Einsatz zur Selbstverteidigung muss allerdings gesagt werden, dass man relativ nahe an den Angreifer heran muss. Ich persönlich halte den Einsatz nur in Verbindung mit z.B. einer Pfefferpistole für sinnvoll. Hier dient dieser dann quasi als letzte Möglichkeit zum Selbstschutz.

Ein Abwehrstock am Gürtel eines Polizisten

Welche verschiedenen Arten gibt es?

Wie Sie vielleicht schon aus den bisherigen Abschnitten herauslesen konnten gibt es verschiedenste Schlagstock Typen. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrer Bauart sondern eben auch in Ihrer Einsetzbarkeit sowie Effektivität. Auf die wichtigsten Vertreter und die einzelnen Unterschiede möchte ich daher nachfolgend kurz näher eingehen.

Teleskopschlagstock kaufen

Ein Teleskopschlagstock heißt daher so, da dieser, anders als starre zylindrische Knüppel, aus mehreren, zusammenschiebbaren Segmenten besteht. Die vorderen Segmente lassen sich hierbei in das jeweils dahinterliegende Segment schieben. So lässt sich die Länge des Schlagstocks drastisch, nämlich um weit mehr als die Hälfte, reduzieren. So kann dieser eng und unauffällig am Körper getragen werden oder einfach in Schubladen oder Schränken verstaut werden, was mit anderen Modellen kaum bzw. nicht möglich ist.

Dieser Abwehrstock besteht meistens aus einem gummierten Griff und hohlen stählernen Segmenten. Oft sind diese aber auch aus Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff gefertigt. Bei der hohlen Struktur muss natürlich auf ein ausreichend steifes Material geachtet werden. Beherzigt man dies, steht dieser den anderen Varianten in Sachen Stabilität und Effektivität in nichts nach. Die Gesamtlänge beträgt im ausgefahrenen Zustand meist um die 60 cm.

Teleskopschlagstock kaufen - Gute Entscheidung zum Selbstschutz

Öffnen lässt sich ein Teleskopschlagstock durch eine einzige schwungvolle Bewegung. Die Segmente schießen heraus und arretieren. Er ist also wahnsinnig schnell einsatzbereit. Fürs Zusammenschieben gibt es mehrere Möglichkeiten. Höherpreisige Modelle verfügen hierfür über einen Knopf. Drückt man diesen, lassen sich die Segmente verschieben. Ein unbeabsichtigtes Zusammenklappen ist damit ausgeschlossen. Bei anderen Modellen lässt sich die Arretierung lösen, indem man die Segmente gegen den Uhrzeigersinn dreht. Bei einfacheren Modellen genügt es die Spitze oder das Griffende auf den Boden oder einen harten Untergrund zu schlagen. Klicken Sie auf den untenstehenden Button, gelangen Sie zu ASMC.de. Dort können Sie sich einen hochwertigen Teleskopschlagstock kaufen. Ein Blick lohnt sich.

Der Gummiknüppel

Der Gummiknüppel ist die vermutlich simpelste und grundlegendste Form des Schlagstocks. Dieser besteht entweder aus Vollgummi oder oft auch aus einem gummiummantelten Hartholzkern. Bei der deutschen Polizei kamen bis vor einiger Zeit Modelle aus Vollgummi zum Einsatz. 

Der Gummiknüppel - Ein einfacher Schlagstock

Diese sind mittlerweile allerdings außer Dienst gestellt, da durch das verformbare Gummi der gesamte Schlagimpuls auf den Angreifer übertragen wird. So kam es in der Vergangenheit wohl schon öfter zu größeren, unbeabsichtigten Verletzungen beim Geschlagenen. 

Abgelöst wurden diese Modelle durch solche mit Hartholzkern. Durch diesen steifen Kern, federt der Schlagstock beim Auftreffen leicht zurück, wodurch sich die Verletzungen in Grenzen halten.

In aller Regel sind Gummiknüppel in Längen zwischen 40 und 60 cm erhältlich. Anders als beim Teleskopschlagstock kann dieser natürlich nicht zusammengeschoben und leicht verstaut werden. In Sachen Effektivität ist er diesem in meinen Augen aber nicht unterlegen.

Zur Selbstverteidigung eignet sich ein Gummiknüppel somit natürlich auch gut. Machen Sie sich aber unbedingt bewusst, dass Sie diese Modelle nicht verstecken können. Der Angreifer wird sofort sehen, dass Sie nicht unbewaffnet sind. Somit haben Sie den Überraschungsmoment wohl nie auf Ihrer Seite. Ein großer Nachteil in Notsituationen.

Tonfa kaufen

Der Tonfa ist vom Prinzip her einem Gummiknüppel sehr ähnlich. Jedoch besitzt dieser über einen zusätzlichen Quergriff, der meist aus Metall oder Kunststoff besteht. Durch diesen Quergriff erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten in Notsituationen erheblich. Der Stock selbst ist in aller Regel um die 50 cm lang und ist damit etwas länger als ein durchschnittlicher Unterarm. 

Aufgrund des Quergriffs der Tonfa ist dieser nicht nur eine Schlagwaffe im Angriff sondern auch eine effektive Verteidigungswaffe. Hierfür hält man die Tonfa wie im beistehenden Bild. Die lange Seite des Stocks schützt dabei den Unterarm des Trägers. So können Schläge des Angreifers effektiv und ohne Verletzungen zu befürchten geblockt werden. Die auftreffenden Impulse verteilen sich dadurch gleichmäßig. 

Durch den Griff sind zudem schnelle und überraschende Drehschläge möglich. Auch für die Verwendung als Hebelwerkzeug oder zum Einschlagen von Fenstern ist ein Tonfa prinzipiell geeignet. 

Tonfa kaufen - Perfekt für Polizisten

Auf Grund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist der Tonfa auch bei der Bundespolizei sehr beliebt und wird gerne auch auf Großveranstaltungen getragen. Um diesen Schlagstock aber wirklich effektiv einsetzen zu können ist ein gewisses Maß an Kampfkunsterfahrung unbedingt empfehlenswert. Wie auch der Gummiknüppel lässt sich der Tonfa kaum vor einem Angreifer verbergen. Der Überraschungseffekt ist dahin. Über den nachfolgenden Link können Sie einen hochwertigen und preiswerten Tonfa kaufen.

Der Totschläger und die Stahlrute

Anders als bei den anderen Schlagstöcken handelt es sich bei einem Totschläger bzw. bei einer Stahlrute um grundsätzlich verbotene Waffen. Diese dürfen daher weder gekauft noch besessen werden. Und das aus gutem Grund, denn hiermit sind schwerste, wenn nicht sogar tödliche Verletzungen möglich. Näheres hierzu erfahren Sie im letzten Abschnitt zu den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Totschläger kaufen - Rechtliche Situation beachten!

Ein Totschläger ist allgemein gesprochen ein Beutel, oft aus Stoff oder Leder, der mit einem Gewicht großer Dichte gefüllt ist. Meistens handelt es sich hier um eine Kugel aus Metall, z.B. Stahl oder Blei. Ursprünglich wurde dieser in der Fischerei zum Töten bzw. Betäuben von Fischen eingesetzt.

Irrtümlicherweise werden Stahlruten, wie sie im nebenstehenden Bild abgebildet ist, mit einem Totschläger verwechselt. Eine Stahlrute ist ähnlich wie ein Teleskopschlagstock aus einzelnen Gliedern aufgebaut. Allerdings sind diese nicht starr, sondern bestehen aus metallenen Federn. Am Ende der Rute befindet sich in aller Regel auch eine metallische Kugel.

Auch die Stahlrute zählt in Deutschland zu den verbotenen Waffen. Durch den Peitscheneffekt sind schwerste Verletzungen möglich. Die gesamte Energie des Schlages wird durch die Flexibilität des Schlägers auf das Opfer übertragen.


Erhältliches Abwehrstock Zubehör

Auch wenn man es kaum glauben mag, gibt es auch für Schlagstöcke umfangreiches Zubehör. Um im Ernstfall einen schnellen Zugriff zu erlauben, gibt es für die gängigsten Typen Gürtelhalterungen. Im nebenstehenden Bild sehen Sie beispielsweise eine praktische Halterung für einen Teleskopschlagstock. Passende Etuis sind ebenfalls für viele Modelle erhältlich.

Teleskopschläger Gürtelhalterung

Bei manchen Modellen lässt sich auch die Spitze des Schlagstocks austauschen, um ihn für Zusatzaufgaben zu optimieren. So gibt es beispielsweise Spitzen, die sich perfekt zum Zertrümmern von Glas in Notsituationen eignen. Diese Aufsätze sind meistens aber nur für einen Teleskopschlagstock vorgesehen.

Sogar Spatenaufsätze gibt es mittlerweile. So lassen sich mit dem Stock leichte Grabarbeiten im Feld durchführen. Auch ein Brecheinsenaufsatz kann am Ende des Schlagstocks angebracht werden. So können Sie mit einem Produkt vielfältigste Aufgaben erledigen. Auch Spiegelaufsätze zum Spähen um Ecken sind auf ASMC.de erhältlich. Ein Blick ins umfangreiche Zubehör-Sortiment lohnt sich definitiv!


Schlagstock kaufen - Worauf sollte man achten?

Zuallererst müssen Sie sich darüber Gedanken machen welche Variante Sie bevorzugen. Ich persönlich würde Ihnen einen Teleskopschlagstock ans Herz legen. Sie werden sich jetzt bestimmt fragen warum. Nun das möchte ich Ihnen kurz erklären. Der Hauptgrund liegt in seinem Alleinstellungsmerkmal begründet. Er lässt sich einfach aus- und wieder zusammenfahren, was bei den anderen Typen ausgeschlossen ist. 

Teleskopschlagstock legal?

Damit sparen Sie natürlich in großem Maße Stauraum ein. Sie können ihn daher leicht im Nachtkästchen verstauen, um Ihn im Ernstfall schnell griffbereit zu haben. Auch das Tragen am Mann ist unauffällig möglich. Im nebenstehenden Bild sehen Sie einen zusammengeklappten Teleskopschlagstock. Erstaunlich wie kompakt dieser ist nicht wahr? In seiner Effektivität im Nahkampf steht dieser den anderen Modellen meiner Ansicht nach allerdings in nichts nach. Besonders nicht in geübten Händen. Nicht zuletzt deshalb wird er auch von Polizeikräften auf der ganzen Welt geschätzt.

Wie bereits im vorangegangenen Kapitel beschrieben, sind diese zudem deutlich vielseitiger einsetzbar. Sie können nämlich eine beachtliche Menge an Zubehör für Ihren Teleskopschlagstock kaufen. So können Sie damit sogar graben, Glas in Notsituationen zerschlagen und Türen aufhebeln. Das richtige Zubehör vorausgesetzt. Meist sind die Schlagstöcke in unterschiedlichen Längen erhältlich. Wählen Sie diesen daher nicht zu kurz. Je kürzer der Stock ist, desto näher müssen Sie im Ernstfall an den Angreifer heran, um einen Treffer zu landen. 

Beim Material würde ich persönlich zu rostfreiem Edelstahl oder faserverstärktem Kunststoff greifen. Damit gehen Sie sicher, dass auch Schläge auf Beton oder vergleichbare harte Materialien zu keinen ernsthaften Schäden am Schlagstock führen und dieser weiter verwendbar und zusammenschiebbar bleibt. Der Griff sollte idealerweise gummiert sein, damit Sie auch mit schwitzigen Händen nicht den Halt verlieren.


Waffengesetz - Ist ein Teleskopschlagstock legal?

Bevor Sie sich einen Teleskopschlagstock kaufen, möchte ich Ihnen noch einen kurzen Überblick über die aktuelle rechtliche Situation nach dem Waffengesetz geben. Ergänzend kann ich Ihnen noch den Ratgeber freie Waffen ans Herz legen. In diesem werden alle rechtlichen Bestimmungen zu legalen Waffen im Detail geschildert. Damit sind Sie rechtlich immer auf der sicheren Seite.

Prinzipiell können alle Schlagstöcke frei und legal gekauft werden. Voraussetzung ist hier allerdings, dass Sie mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben. Oft werden Sie daher beim Kauf aufgefordert Ihren Ausweis vorzuzeigen, bzw. online eine Ausweiskopie zuzusenden. Somit ist also auch ein Teleskopschlagstock legal.

Auch wenn der Kauf und der Besitz vollkommen legal ist, so ist es nicht gestattet den Abwehrstock überall mit hinzunehmen. Das Führen in der Öffentlichkeit stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es aber. Besteht ein berechtigtes Interesse zum Führen, so ist dies auch legal. Solche Umstände sind zum Beispiel die Berufsausübung, Brauchtum oder andere allgemein anerkannten Zwecke. Das Führen zum Selbstschutz zählt hier leider nicht dazu. Das Mitführen auf öffentlichen Veranstaltungen stellt sogar eine Straftat dar. Diese Regelung gilt für einen Gummiknüppel,den Teleskopschläger und den Tonfa gleichermaßen.

Stahlruten und Totschläger sind jedoch grundsätzlich verboten. Begründet wird dies durch die hohe Auftreffenergie beim Auftreffen, durch den Peitscheneffekt. Dadurch sind schwerste Verletzungen, wie Knochenbrüche keine Seltenheit. Aus diesem Grund ist sowohl der Kauf, als auch der Besitz in Deutschland nicht gestattet. Verstehen Sie dies aber bitte nicht als verbindliche Rechtsberatung. Lesen Sie auch bitte immer selbst die aktuelle Version des Waffengesetzes.

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CO2- und Luftdruckwaffen

Druckluftwaffen sind ein großer Freizeitspaß und das nicht nur im Rahmen von Wettkämpfen. Denn auch auf dem eigenen Grundstück erlaubt der Gesetzgeber das Schießen prinzipiell. Nachfolgend erfahren Sie wie diese genau funktionieren, welche Typen es gibt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich eine Gasdruckpistole oder ein Luftdruckgewehr kaufen möchten. Lesen Sie auch was das Waffengesetz hier vorschreibt und welche Geschosse sich für welche Luftdruckpistole eignen.


Was versteht man unter Druckluftwaffen?

Anders als bei scharfen Waffen, die Ihre Projektile durch Zünden einer Treibladung beschleunigen, wird das Projektil bei einem Luftdruckgewehr durch ein vorher komprimiertes Gas angetrieben. Dabei handelt es sich in aller Regel um Luft oder CO2. Gemeinsam haben aber beide, dass das Projektil durch ein sich ausdehnendes Gas angetrieben wird. Bei einem Luftdruckgewehr muss das Gas vor dem Schuss allerdings mechanisch verdichtet werden. Eine Schusswaffe erzeugt das Gas durch eine chemische Reaktion beim schlagartigen Verbrennen des Treibmittels der Patrone.

Durch das Verbrennen des Treibmittels wird deutlich mehr Energie frei als beim Entspannen des Gases bei Druckluftwaffen, zumal diese gesetzlich in Ihrer maximalen Geschossenergie begrenzt sind. Daher sind diese militärisch kaum nutzbar, aber eignen sich perfekt zum Verbessern der Treffsicherheit, zum Freizeitvergnügen oder für Wettkämpfe.

Auch zur Jagd auf Kleintier und Schädlinge werden stärkere Druckluftwaffen häufig eingesetzt. Auf Jahrmärkten sind diese auch heute noch eine beliebte Attraktion.

Druckluftwaffen gibt es in den verschiedensten Ausführungen

Luftdruckgewehr kaufen - Worauf sollte man achten?

Hier sollte man sich zunächst darüber Gedanken machen für welchen Einsatzzweck die Druckluftwaffe gedacht ist. Möchte man sich zum reinen Freizeitvergnügen ein Luftdruckgewehr kaufen, ist man mit einem Ferderspeichermodell mit Knicklauf oder mit einem CO2 Gewehr gut beraten. Wobei noch anzumerken ist, dass die "Unterhaltskosten" bei den Federmodellen deutlich günstiger sind, da man nicht regelmäßig CO2 Patronen kaufen muss. Gewehre, die auf Wettkämpfen zum Einsatz kommen, werden meist mit Pressluft betrieben. Mehr zu den verschiedenen Typen und deren Funktionsweisen erfahren Sie im nachfolgendem Kapitel.

Eine Gasdruckpistole wird meistens mit CO2 betrieben

Wichtig ist auch auf welche Distanz Sie schießen möchten. Auf größere Entfernung eignen sich besonders stärkere Modelle, auf Grund der höheren Geschossenergie. Diese fliegen daher weiter und werden durch Wind weniger stark abgelenkt. Mit einem Kaliber von 4,5 mm sollten Sie hier in meinen Augen auch nichts falsch machen. Doch wie Sie im Kapitel zur rechtlichen Situation lesen können, können Druckluftwaffen nur bis zu einer maximalen Energie von 7,5 Joule frei gekauft werden. Stärkere Modelle, die sich besonders zur Kleintierjagd eignen, erfordern einen Waffenschein!

Wichtig ist auch, dass Sie zu einem hochwertigen Modell von einem namhaften Hersteller greifen. Bei ganz billigen Modellen ist meist nicht gewährleistet, dass der Lauf wirklich verzugsfrei ist. Die Treffgenauigkeit leidet hier meist gewaltig. Vernünftige Modelle für die Freizeit sind aber schon ab etwa 150 € zu haben.

Wo kann man ein Luftdruckgewehr kaufen?

Oft stellt sich auch die Frage wo man nun am besten ein Luftdruckgewehr kaufen kann. Wie bei anderen freien Waffen gibt es hier zumeist zwei Möglichkeiten. Zum einen führen natürlich die meisten örtlichen Waffen- bzw. Jagdzubehörgeschäfte Druckluftwaffen. Hier haben Sie auch die Möglichkeit diese in Natura anzufassen und eventuell sogar auszuprobieren. Sie können so entscheiden, welches Modell für Sie in Frage kommt.

Zum anderen können Sie heutzutage selbstverständlich auch online ein Luftdruckgewehr kaufen. Auf unserer Partnerseite ASMC.de finden Sie eine gigantische Auswahl an Luft- und CO2-Gewehren namhafter Hersteller wie Walther, Heckler & Koch, Beretta oder Hämmerli, die ihresgleichen sucht. Passendes Zubehör sowie Kugelfänge und passende Munition sind dort ebenfalls zu fairen Preisen erhältlich. Da die Rücksendung komplett kostenfrei möglich ist, können Sie hier natürlich auch mehrere Modelle zur Auswahl bestellen. So finden Sie sicher das passende Modell! 


Funktionsweise Gasdruckpistole /-gewehr

Wie oben bereits angedeutet, arbeiten Druckluftwaffen mit kalten Gasen, wie komprimierter Luft oder CO2. Bei einem Schuss dehnen sich die komprimierten Gase stark aus und beschleunigen so das Projektil aus dem Lauf. Doch anhand der Art der Druckluftspeicherung und der Art und Weise wie das Gas komprimiert wird, lassen sich unterschiedliche Typen unterscheiden. Nachfolgend möchte ich Ihnen die verbreitetsten Varianten vorstellen und kurz beschreiben. Darüberhinaus lassen sich Luftgewehre grob in Einzellader und Mehrlader unterscheiden. Bei Einzelladern muss nach jedem Schuss neu nachgeladen werden. Bei Mehrlader sind mehrere Schüsse möglich, bevor nachgeladen werden muss.

Federspeicher

Viele Druckluftwaffen im Freizeitbereich funktionieren nach dem Prinzip des Federspeichers. Bei diesen Modellen wird die Luft durch einen federgetriebenen Kolben verdichtet. Wird der Schuss ausgelöst, schnellt eine zuvor gespannte Feder nach vorne und treibt einen Kolben an, der die Luft dann entsprechend verdichtet. Die komprimierte Luft treibt das Geschoss durch deren Volumenausdehnung aus dem Lauf. 

Luftdruckgewehr kaufen - Der große Ratgeber

Diese Funktionsweise bietet sich daher besonders für Freizeitwaffen an, da die Mechanik äußerst robust ist. Zudem fallen neben den Geschossen selbst keine laufenden Kosten an.

Bei sehr vielen Modellen, besonders im Hobbybereich, dient der Lauf selbst als Spannhebel für die Feder. Andere Modelle haben den Hebel entweder seitlich am Gehäuse oder unter der Waffe, parallel zum Lauf. Der einzige Nachteil, der mir bei diesen Systemen einfällt ist der spürbare Prellschlag des Kolbens. Dieser führt zu einer Erschütterung der Waffe. Allerdings kein Vergleich zu scharfen Waffen.

Gasspeicher - CO2 Waffen

Bei Gasspeicher-Systemen wird das komprimierte Gas durch Druckbehälter bereitgestellt. Ein mechanisches Spannen oder Pumpen entfällt dadurch vor jedem Schuss. Die Behälter sind entweder außerhalb der Gasdruckpistole befestigt oder in diese integriert.

Diese Waffen schießen in aller Regel mit CO2. Das Gas befindet sich in einer Kartusche, wie Sie sie vlt. von Schlagsahnebehältern kennen. Innerhalb der Kartusche liegt das Gas durch den hohen Druck in flüssiger Form vor. Das hat den Vorteil, dass stehts ein konstanter Druck innerhalb der Kartusche herrscht, vorausgesetzt es befindet sich stehts flüssiges CO2 in der Patrone. Durch Verdunstungsvorgänge stellt sich nach jedem Schuss wieder der Ausgangsdruck her. Damit hat jeder Schuss die exakt gleiche Geschossenergie.

Von der Patrone wird Gas in einen Vordruckbehälter geleitet. Löst man den Schuss aus, wird ein Ventil durch ein Schlagstück kurze Zeit geöffnet. Das komprimierte Gas treibt bei der Ausdehnung das Geschoss aus dem Lauf. Da keine großen Massen innerhalb der Gasdruckpistole in Bewegung sind, kommt es auch zu keinem Prellschlag. Auch können die Schüsse natürlich schneller nacheinander abgegeben werden, da nicht jedes Mal eine Feder gespannt werden muss. Aber natürlich müssen Sie regelmäßig CO2 Patronen kaufen.

Druckluftspeicher

Bei Druckluftspeichern befindet sich die komprimierte Luft in einem in der Waffe integrierten Drucklufttank. Dieser wird entweder über eine eingebaute Handpumpe befüllt oder durch einen externen Drucklufttank. Der Inhalt des integrierten Tanks speichert dann die Energie für einen oder mehrere Schüsse, abhängig vom Modell. Aus dem Druckluftspeicher wird über mit einem Druckminderer Gas in einen weiteren kleinen Behälter geleitet, der die Luft für jeweils einen Schuss stellt. Durch den Druckminderer wird sicher gestellt, dass jeder Schuss die gleiche Schussenergie aufweist. Weiterhin haben diese Modelle den gleichen Vorteil wie auch CO2 Gewehre: Die Waffen können direkt im Anschlag wieder schussbereit gemacht werden. 


Verwendete Geschosse

Ein Kapitel möchte ich auch den verwendeten Geschossen von Luftgewehren widmen, denn ohne diese geht es ja nun mal nicht. Für ein Luftdruckgewehr gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Geschosstypen, die alle für verschiedene Anwendungen optimiert sind. Die wichtigsten Typen sind: Diabolos, Rundkugeln und Haarbolzen. nachfolgend lesen Sie welche Typen Sie bei welchen Waffentypen einsetzen sollten und wo die Besonderheiten liegen.

Diabolos

Die am meisten verbreitetste Munition sind die Diabolos. Diese gibt es in unterschiedlichen Kalibern, die dem des Luftgewehrs entsprechen muss. Am häufigsten ist das Kaliber 4,5 mm zu finden. 5,5 mm, 6,35 mm und 5 mm sind auch häufig anzutreffen.  

Die Form des Diabolo hat einen guten Grund, denn der kelchförmige Körper dichtet den Lauf des Gewehrs besser ab als eine Kugel und trägt so entscheidend zu einem guten Schussbild bei. Die Projektile gibt es in verschiedenen Formen. Die Flachköpfe werden standardmäßig fürs Üben und für Wettkämpfe eingesetzt. Solche mit runden oder spitzen Köpfen weisen eine höhere Durchschlagskraft auf und werden daher meist zur Jagd eingesetzt.

Gewehr auf Zielscheibe

Ich würde den Kauf der Form hauptsächlich davon abhängig machen wo Sie später schießen möchten. Ist geplant innen zu schießen, würde ich zu Flachkopf Diabolos greifen, da diese immer kreisrunde Löcher in die Zielscheibe stanzen und Seitenwind keinen Einfluss auf das Trefferbild hat. Möchten Sie allerdings in einer Außenanlage auf weiter entfernte Ziele schießen sind die Rundkopf- und Spitzkopf Diabolos eher zu empfehlen, da diese windschnittiger sind und so durch Wind weniger beeinflusst werden.

Rundkugeln

Manche Modelle sind auch in der Lage Rundkugeln zu verschießen. Hier sind vor allem sogenannte Durchlader, die über ein Magazin verfügen zu nennen. Eine Gasdruckpistole verfügt auch oft über diese Möglichkeit. Häufig werden hier Bleikugeln oder kupfer- bzw. aluminiumbeschichtete Stahlkugeln im Kaliber 4,5 mm verschossen. Auf Jahrmarktsbuden sind Rundkugeln die Munition der Wahl. Auf größere Distanzen eignen sich Diabolos aber deutlich besser.

Haarbolzen

Zum Schuss auf nahe Ziele werden gerne auch Feder- bzw. Haarbolzen eingesetzt. Diese bestehen meist aus einem spitz zulaufenden Stahlstift an dessen Ende Fasern angebracht sind. Diese stabilisieren den Bolzen in der Luft aerodynamisch, ähnlich wie bei einem Pfeil. Doch Achtung, nicht alle Waffen sind für das Abfeuern von Haarbolzen geeignet. Bei vielen Modellen würde der Lauf beschädigt werden. Setzen Sie diese daher nur ein, wenn Ihr Gewehr über einen zuglosen, also glatten Lauf verfügt.


Der richtige Umgang mit Druckluftwaffen

Wie Sie schon in den anderen Abschnitten lesen konnten, ist ein Luftdruckgewehr wahrlich kein Spielzeug. Aus diesem Grund ist unbedingt auf den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Druckluftwaffen zu achten. Tut man dies nicht, besteht akute Verletzungsgefahr. Nachfolgend habe ich Ihnen daher die in meinen Augen wichtigsten Punkte zusammengetragen, um einen sicheren Freizeitspaß zu ermöglichen.

Wie bei allen freien Waffen auch, müssen Sie stets sicherstellen, dass unbefugte Personen, besonders Kinder keinen Zugang zu diesen haben. Achten Sie daher auf eine sichere Verwahrung der Gasdruckpistole bzw. des Gewehrs. Zudem sind natürlich stets die gesetzlichen Auflagen im Waffengesetz zu beachten. Näheres hierzu finden Sie im nachfolgenden Abschnitt. 

Um Verletzungen auszuschließen sollten Sie vor der Erstbenutzung auch immer die beiliegende Bedienungsanleitung des Herstellers lesen, um eine Fehlbedienung von Anfang an auszuschließen. Prüfen Sie vor jeder Benutzung auch ob sich die Waffe im einwandfreien Zustand befindet. Zudem sollten Sie ein Luftdruckgewehr nur dann Laden und schussbereit machen, wenn Sie auch wirklich damit schießen möchten. Verstauen Sie dieses bitte nicht im geladenen Zustand, Sie belasten das Material sonst unnötig.

Und wie auch bei Armbrüsten gilt hier: Schießen Sie die Waffe niemals leer! Damit laufen Sie Gefahr die Waffe stark zu beschädigen. Bei einem Leerschuss spricht man vom Abfeuern der Waffe ohne Munition. Gehen Sie also immer sicher, dass die Waffe beim Schießen auch wirklich geladen ist. Um im Falle einer schweren Fehlfunktion oder bei Querschlägern keine Augenverletzung zu riskieren sollten Sie stets eine Schutzbrille tragen!

Diabolos und passendes Luftdruckgewehr

Was gilt es bei der Wahl des Ziels zu beachten?

Bei einem Luft- bzw. CO2 Gewehr gelten prinzipiell die gleichen grundsätzlichen Verhaltensregeln wie bei Wurfwaffen oder anderen Schusswaffen. Die wichtigste ist hier natürlich, dass man niemals auf andere Menschen oder Tiere schießen oder auch nur zielen darf! Bei jedem Schuss muss daher sichergestellt werden, dass niemand verletzt werden kann. Dies beginnt natürlich mit der richtigen Auswahl und dem richtigen Aufstellorts des Ziels.

Das Ziel sowie die Umgebung darum muss so beschaffen sein, dass der Diabolo bzw. die verwendete Munition nicht das Material durchschlägt und so jemanden dahinter verletzen kann. Aber natürlich muss das Ziel so aufgestellt sein, dass sich nie jemand dahinter befinden kann bzw. es sofort einsehbar wäre falls es doch der Fall wäre. Auch wenn man das Ziel verfehlt, muss sicher gestellt sein, dass das Projektil niemanden schädigt oder das Grundstück verlässt. Für die Sicherheit anderer sind hier allein Sie selbst verantwortlich!

Ein Kugelfang ist das perfekte Ziel für eine Luftdruckpistole

Als Ziel eignet sich für ein Luftdruckgewehr bzw. für vergleichbare Waffen besonders ein hochwertiger Kugelfang bestens. Diese sind in aller Regel 14 x 14 cm groß und verfügen über eine Aufnahme für Zielscheiben. Erhältlich sind diese in flacher oder trichterförmiger Bauweise. Aber eins haben alle gemein: Sie lenken das Projektil ab und bremsen es ab. So besteht keine Gefahr von Querschlägern oder Durchschlägen. Sie absorbieren sozusagen die Geschossenergie.

Zudem gibt es auch Modelle mit klappbaren Zielen, die man oft von Jahrmärkten kennt. Auch solche mit beweglichen Zielen sind erhältlich. Für Anfänger sollte in meinen Augen aber zunächst ein einfacheres Modell genügen.


Gesetzeslage - Ist eine Luftdruckpistole legal?

Bisher haben Sie die wichtigsten Grundlagen zum Umgang und zur Funktionsweise von Druckluftwaffen erfahren. Doch nun stellt sich natürlich noch die Frage, ob ein Luftdruckgewehr legal besessen und gekauft werden kann bzw. welche Auflagen hierfür gelten. Diese Frage möchte ich nachfolgend kurz versuchen zu beantworten. Bitte verstehen Sie dies aber nicht als Rechtsberatung, lesen Sie daher unbedingt die aktuelle Auflage des Waffengesetzes. Zudem kann ich Sie auch auf den Ratgeber Freie Waffen verweisen, darin sind die wichtigsten Auflagen im Umgang mit freien Waffen beschrieben.

Prinzipiell können Sie Luftdruckgewehre bis zu einer Mündungsenergie von 7,5 Joule frei kaufen. Voraussetzung ist hierfür allerdings, wie bei den meisten freien Waffen, dass Sie Ihr 18. Lebensjahr vollendet haben. Weiterhin dürfen Sie nur solche Gewehre ohne Waffenschein kaufen, die über eine sogenannte F-Kennzeichnung („F-im-Fünfeck“-Stempel) verfügen. Zudem darf das Luftgewehr dann nur auf Schießständen oder privaten Grundstücken geschossen werden. Voraussetzung ist hierfür natürlich auch, dass ausgeschlossen wird, dass Kugeln das Grundstück verlassen und Personen in Gefahr bringen. Für das Führen in der Öffentlichkeit wird immer zwingend ein Waffenschein benötigt. 

Sind Druckluftwaffen eigentlich legal?

Der Transport darf auch ohne Waffenschein erfolgen, hier muss jedoch auch Einiges beachten werden. Transportieren Sie Ihr Luftdruckgewehr daher ausschließlich in einem passenden Waffenkoffer oder einem verschließbarem Futteral. Wichtig ist hier vor allem, dass das Gewehr nicht zugriffsbereit ist. Bei Zuwiderhandlungen können Sie sich schnell strafbar machen!

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Schreckschusswaffen

Die Beliebtheit einer Schreckschusspistole bzw. einer Gaspistole zum Zwecke der Selbstverteidigung steigt stetig. Dies äußerst sich nicht zuletzt in der gewaltig gestiegenen Anzahl an ausgestellten kleinen Waffenscheinen in den letzten Jahren. Und das aus gutem Grund, denn diese eignen sich hervorragend zur Selbstverteidigung, was ich Ihnen in diesem Artikel gerne ausführlich erklären möchte. Erfahren Sie wie diese genau funktionieren, welche Typen es gibt und worauf Sie achten müssen, wenn Sie Schreckschusswaffen kaufen möchten. Weiterhin können Sie nachlesen ob diese überhaupt legal sind und was Sie benötigen, um eine Schreckschusswaffe führen zu dürfen.


Was sind Schreckschusswaffen eigentlich?

Bei einer Schreckschusswaffe handelt es sich um Nachbildungen echter und scharfer Waffen. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass keine scharfe Munition zum Einsatz kommt sondern Platzpatronen oder Reizgasmunition. Die Schreckschusswaffen dienen hierbei zur Abschreckung oder gar zur Außergefechtsetzung  von Angreifern. 

Beim Abfeuern einer Platzpatrone entsteht ein lauter Knall, ähnlich wie bei einer scharfen Pistole, die den Aggressor vertreiben und verunsichern soll. Auch die Anmutung einer echten Waffe trägt hierzu natürlich maßgeblich bei. Wäre die Waffe sofort von Weitem als Attrappe zu erkennen, wäre die Schutzwirkung natürlich gleich null. 

Wird Reizstoffmunition verwendet, schießt beim Abfeuern der Waffe ein Reizstoff in Verbindung mit einem lauten Knall aus dem Lauf der Waffe. Bei dem Reizstoff kann es sich zum einen um ein Reizgas, wie Chloracetophenon (CN), Chlorbenzylidenmalodinitril (CS) oder um Pfeffer (Wirkstoff Capsaicin) handeln. Der Reizstoff stoppt den Angreifer analog zu einer Pfefferspraypistole

Die Augen des Getroffenen beginnen zu tränen und stark zu schmerzen. Weiterhin sind auch die Atemwege betroffen und so kommt es zu starkem Hustenreiz und Atemnot. Auch ein Anschwellen der betroffenen Haut ist zu beobachten. So können Sie sicher sein, dass der Angreifer sofort von Ihnen ablässt und Ihnen eine schnelle Flucht aus der Gefahrensituation möglich ist.

Schreckschusswaffen kaufen - Hier muss einiges beachtet werden!

Doch auch vom internen Aufbau ähneln Schreckschusswaffen echten Waffen sehr stark. Allerdings werden vom Hersteller etliche Vorkehrungen getroffen, dass das Verschießen von Projektilen technisch ausgeschlossen ist. So ist eine Laufsperre verbaut, die zum einen verhindern soll, dass ein Geschoss den Lauf verlassen kann, aber auch dafür sorgt, dass ein ausreichend hoher Rückstau entsteht, der die Bewegung des Verschlusses bei Selbstladern ermöglicht. Zudem sind oft Sollbruchstellen integriert, so dass ein Abfeuern scharfer Munition sowie ein Umbau der Waffe nahezu unmöglich ist.

Wenn Sie eine Schreckschusspistole kaufen möchten, werden Sie schnell feststellen, dass es wie auch bei einer echten Pistole verschiedene Kaliber gibt. Je größer das Kaliber ist, desto lauter ist auch der Knall, beziehungsweise desto weiter wird auch das Gas verschossen. Besonders beliebt sind hier Modelle im Kaliber 9 mm.


Schreckschusspistole kaufen - Worauf gilt es zu achten?

Wenn Sie Schreckschusswaffen kaufen möchten, gilt es einiges zu beachten. Zunächst einmal müssen Sie darauf achten, dass Ihr Wunschmodell ein Prüfsiegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) aufweist und das Kaliber der Waffe auf dem Verschluss angegeben ist. Denn nur dann sind die Modelle frei verkäuflich. Wenn Sie die Schreckschusspistole außerhalb Ihres Grundstücks mitführen möchten, benötigen Sie zwingend einen kleinen Waffenschein. Näheres hierzu erfahren Sie im letzten Abschnitt des Artikel.

Es wird ein kleiner Waffenschein benötigt, um eine Schreckschusswaffe führen zu dürfen

Zudem müssen Sie sich vor dem Kauf genau Gedanken machen für welchen Einsatzzweck Sie die Pistole benötigen. Reicht Ihnen allein die abschreckende Wirkung durch den Knall und das realistische Aussehen? Oder möchten Sie Reizstoffe zur Selbstverteidigung verschießen oder gar pyrotechnische Munition an Sylvester? Diese Frage ist daher so wichtig, da nicht jede Waffe alle Munitionstypen verschießen kann. Auf diese Weise vermeiden Sie einen möglichen Fehlkauf.

Eine weitere wichtige Entscheidung ist ob man einen Revolver oder eine Selbstladepistole möchte. Worin hier genau der Unterschied liegt erfahren Sie im nächsten Abschnitt. In meinen Augen sind Sie zum Zwecke der Selbstverteidigung allerdings mit einer Selbstladepistole besser bedient, denn die Magazine fassen mehr Munition und die Schüsse können deutlich schneller hintereinander abgegeben werden. Zudem ist das Nachladen deutlich schneller und einfacher möglich, da einfach nur das Magazin gewechselt werden muss. Schon ist die Waffe wieder einsatzbereit.

Wo kann man Schreckschusswaffen kaufen?

Natürlich stellt sich auch die Frage wo man eine Schreckschusspistole kaufen kann, denn natürlich ist dies in aller Regel nicht im Kaufhaus möglich. Zum einen kann man diese oft in Waffen- oder Sportgeschäften kaufen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man sich ein direktes Bild von der Waffe und der Verarbeitung machen kann. Doch oft ist die Auswahl hier sehr beschränkt.

Wie so oft bietet das Internet hier die größere Auswahl und meist auch die besseren Preise. Wenn Sie dem unteren Link folgen gelangen Sie zu unserer Partnerseite ASMC.de. Dort finden Sie eine gigantische Auswahl an freien Waffen, Outdoorzubehör und eben auch Schreckschusswaffen zu günstigen Preisen. ASMC haben Modelle der bekanntesten und besten Waffenschmieden der Welt im Angebot, z.B. Walther, Colt oder Heckler & Koch. Hier finden bestimmt auch Sie das perfekte Modell und die passende Munition! Die Rücksendungen sind hier zudem komplett kostenfrei.


Wie funktioniert eine Gaspistole?

Wie im ersten Abschnitt beschrieben, ähnelt eine Gaspistole einer scharfen Waffe nicht nur äußerlich sehr stark. Auch der Aufbau und das Funktionsprinzip ist dem einer echten Waffe sehr ähnlich. Beim Betätigen des Abzugs schlägt der Schlagbolzen der Pistole auf das Zündhütchen der Patrone. Dieses bringt die Treibladung der Munition zur Zündung. Die dabei entstehenden Gase haben natürlich ein deutlich höheres Volumen als die Treibladung selbst, daher dehnt sich das Gas schlagartig aus. Dieses verlässt den Lauf der Waffe daher mit enormer Geschwindigkeit. Verlässt das Gas die Waffe, entsteht ein lauter Knall. Wird Reizstoffmunition verwendet, beschleunigt das expandierende Gas den Reizstoff und schleudert diesen blitzartig aus dem Lauf.

Doch Achtung, das schlagartig austretende Gas kann unter Umständen zu schweren Verletzungen führen. Feuern Sie daher nie aus nächster Nähe auf Personen oder Tiere. Die Druckwelle des Gases kann zu schweren Verletzungen führen. Ein auf der Schläfe aufgesetzter Schuss kann sogar zum Tode führen. Halten Sie daher immer ausreichenden Abstand zum Ziel ein!

Abhängig vom Funktionsprinzip der Waffe können Selbstladepistolen und Revolver unterschieden werden. Ein Revolver ist eine mehrschüssige Pistole, bei dem die Patronen in die Bohrungen der Trommel eingeführt werden. Nach jedem Schuss wird die Trommel automatisch um eine Bohrung weiter gedreht, um den nächsten Schuss zu erlauben. Verschossene Patronen müssen manuell aus der Trommel entfernt werden.

Lesen Sie was Sie beachten müssen, wenn Sie eine Gaspistole kaufen wollen

Bei einer Selbstladepistole befinden sich die Patronen in einem Magazin, das in aller Regel mehr Patronen fasst als ein Revolver. Wird der Schuss ausgelöst, drückt der Gasdruck den Schlitten der Pistole nach hinten, die leere Patronenhülse wird seitlich ausgestoßen. Am hinteren Todpunkt angelangt, bewegt sich der Schlitten wieder nach vorne und eine neue Patrone wird aus dem Magazin in den Lauf geladen. Die Schreckschusspistole ist bereit für den nächsten Schuss. Aus diesem Grund ist die Feuerrate meist deutlich höher als bei Revolvern.


Selbstverteidigung mit einer Schreckschusspistole

Neben dem Einsatz an Sylvester, steigt die Beliebtheit der Gaspistole besonders auch auf Grund des Einsatzes als Selbstverteidigungswaffe. Wie bereits geschildert wehrt die Selbstverteidigungswaffe einen potentiellen Aggressor durch verschiedenste Mechanismen ab. Bei Verwendung von Platzpatronen wird der Angreifer zum einen durch den lauten Knall, das realistische Mündungsfeuer und dem realistischen Erscheinungsbild der Pistole eingeschüchtert und idealerweise vertrieben, was Ihnen Gelegenheit zur Flucht gibt.

Bei Verwendung von Reizstoffpatronen machen Sie den Angreifer zudem kampfunfähig. Durch das Tränen und starke schmerzen seiner Augen, ist dieser nicht mehr in der Lage den Angriff fortzusetzen. Die Behinderung der Atmung sowie der laute Knall tragen mehr als positiv hierzu bei. So haben Sie ausreichend Zeit aus der Gefahrensituation zu fliehen. Doch tuen Sie dies auch unbedingt! Eine Gaspistole dient alleinig dazu Ihnen ausreichend Zeit und die Gelegenheit zur Flucht zu verschaffen.  

Die Selbstverteidigung mit einer Schreckschusspistole ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt und legal. Doch allerdings erfordert dies eine Notwehrsituation, also einen guten Grund hierzu. Es muss nachweislich eine Gefahr für Ihr Leben und Ihre Gesundheit bestehen! Näheres können Sie im Ratgeber Freie Waffen nachlesen. In so einer Situation ist eine Gaspistole, besonders mit Reizstoffpatronen perfekt geeignet sein Leib und Leben zu schützen, nicht zuletzt auf Grund der großen Reichweite des Reizstoffes und der Magazingröße. Anders als bei Pfefferspray und Pfefferpistolen können so mehrere Schüsse nacheinander abgegeben werden. Auch mehrere Gegner können so im Ernstfall abgewehrt werden.

Schreckschusspistole kaufen - Effektive Selbstverteidigung

Sind Schreckschusswaffen legal?

Da eine Gaspistole einer echten scharfen Waffe nicht nur äußerlich sehr stark ähnelt und diese eben auch in Ihrer Funktion nachstellen soll, stellt sich natürlich unweigerlich auch die Frage ob Schreckschusswaffen legal besessen werden dürfen. 

Frei verkäuflich sind solche Modelle, die mit dem PTB-Prüfsiegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt versehen sind und auf deren Verschluss das Kaliber angegeben ist. Nur solche Waffen dürfen in Deutschland ohne Waffenbesitzkarte gekauft werden. Denn ohne das Siegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt gelten diese als scharfe Waffen und damit wäre der Besitz bzw. das Führen ohne Waffenbesitzkarte bzw. großen Waffenschein strafbar.

Sind Schreckschusswaffen legal?

Zum reinen Besitz, Erwerb sowie zum alleinigen Transport einer Gaspistole benötigen Sie keinen Waffenschein. Sie müssen lediglich das 18. Lebensjahr vollendet haben. Möchten Sie außerhalb Ihrer Wohnung bzw. Ihres Grundstücks eine Schreckschusswaffe führen, benötigen Sie zwingend einen kleinen Waffenschein. Bei öffentlichen Veranstaltungen sind diese aber natürlich trotz Waffenschein nicht erlaubt. Zum Abfeuern im öffentlichen Raum benötigen Sie stets eine separate behördliche Genehmigung. Hiervon ist natürlich der Einsatz zur Notwehr ausgenommen. Weiterhin können diese ohne Genehmigung zur Vogelvertreibung oder als Signalwaffe verwendet werden.

Der kleine Waffenschein - Schreckschusswaffe führen

Der kleine Waffenschein kann von mehreren Stellen bzw. Behörden ausgestellt werden. Hierzu zählen zum Beispiel Polizeibehörden, Ordnungsämter, Kreise oder Gemeinden. Abhängig vom Bundesland kann es hier allerdings zu Abweichungen kommen. Informieren Sie sich daher im Vorfeld bei Ihrer Gemeinde. 

Natürlich bekommt auch nicht jeder sofort einen kleinen Waffenschein ausgestellt. Hierfür müssen zunächst bestimmte Auflagen erfüllt sein. Zum einen müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein und keinerlei Vorstrafen aufweisen. Auch dürfen Sie keine Strafen erhalten haben, die einem Tagessatz von mehr als 90 Tagen ausmachen. Auch darf keine Drogen- oder Alkoholabhängigkeit vorliegen und auch die körperliche und geistige Eignung muss zum Führen gegeben sein. Sind alle Auflagen erfüllt können Sie nach der Ausstellung Ihre Schreckschusswaffe führen.

Armbrustpistole – Klein aber oho

Die Armbrustpistole ist im Prinzip eine Mini Armbrust, die einhändig geführt werden kann und wesentlich leichter und schneller gespannt werden kann als deren große Brüder. Doch lassen Sie sich davon nur nicht täuschen, denn die Geschwindigkeit der Bolzen sowie deren Durchschlagskraft ist gewaltig und steht den meisten Bögen in nichts nach! Lesen sie was alles für den Kauf einer Handarmbrust spricht, was es hier zu beachten gilt und wie die Rechtslage aussieht. Ein Geheimnis kann ich Ihnen aber bereits hier verraten, Sie werden sie lieben! 


Beachtliche Schussleistung der Repetierarmbrust

Lassen Sie sich von der Größe einer Handarmbrust nur nicht täuschen, denn die Schussleistung einer Mini Armbrust ist wirklich beachtlich und überrascht beim ersten Test garantiert. Dies sind wahrlich keine Spielzeuge. Die Zuggewichte der meisten Modelle betragen zwischen 50 und 80 lbs, was in etwa den Werten moderner Compositbögen entspricht. Wie auch bei Bögen gilt hier, je höher das Zuggewicht, desto durchschlagskräftiger der abgefeuerte Bolzen.

Die 80 lbs starke Cobra Mini Armbrust beispielsweise ist so in der Lage Ihre Aluminiumbolzen mit über 50 m/s abzufeuern. Dies entspricht in etwa 180 km/h. So sind selbst Kokosnüsse kein Problem. Ich hoffe hier wird deutlich, dass hiermit schwerste Verletzungen zugefügt werden können. Lassen Sie daher allerhöchste Vorsicht walten! Durch die hohe Schussleistung sind diese auch erstaunlich genau. So ist ein Volltreffer auf 25 m keine Seltenheit und kaum ein Problem. Viele Modelle verfügen sogar über justierbare Zielhilfen.

Verschossen werden leichte und deutlich kürzere Bolzen als bei herkömmlichen Armbrüsten. Deren Schaft besteht in aller Regel aus Aluminium oder Kunststoff, seltener aus Carbon. Die Spitze ist meist aus Stahl und die Finnen aus flexiblem Kunststoff. Durch deren relativ geringes Gewicht sind die derart hohen Geschossgeschwindigkeiten und Genauigkeiten erst möglich. Meiner Meinung nach gibt es kaum einen spürbaren Unterschied zwischen den Alu- und Kunststoffbolzen, was das Schussverhalten angeht.

Ein Bolzen für Ihre Mini Armbrust

Um die Sehne bei derart steifen Wurfarmen weitestgehend mühelos spannen zu können, verfügt eine moderne Repetierarmbrust über integrierte Spannhilfen. Die Sehne wird hier über eine Mechanik gespannt, die diese in der Endposition einrasten lässt. Bei einigen Modellen geschieht dies durch Ziehen an einem Griff. Im Falle der Cobra beispielsweise muss der hintere Hebel Richtung Handgriff gedrückt werden, wie in oben stehendem Video zu sehen ist. Das vordere Horn dient hier zur Begünstigung der Hebelverhältnisse. So wird das Spannen zum Kinderspiel. 


Was spricht für eine Armbrustpistole?

Viele werden sich vielleicht auch fragen warum man sich eine Armbrustpistole kaufen sollte, wenn man doch eine "Große" haben kann. Nun dafür gibt es einige gute Gründe. Natürlich möchte ich diese auch nicht schlecht reden, da ich solche gerne auch privat schieße. Für Beide gibt es gute Gründe.

Darauf müssen Sie achten wenn Sie sich eine Repetierarmbrust kaufen möchten

Für die kleineren Modelle spricht vor allem, dass sie durch die integrieren Spannhilfen wahnsinnig schnell schussbereit sind. So sind 10 Schuss in der Minute kein Ding der Unmöglichkeit. Bei großen Armbrüsten mit teils über 175 lbs ist je nach körperlicher Verfassung und Geschick selbst die Hälfte kaum umsetzbar. Auch das einhändige Schießen ist mit Ihnen natürlich kaum möglich. 

Eine Handarmbrust eignet sich zudem bestens für den Einsatz auf engstem Raum. Nicht zu letzt auf Grund Ihrer Größe und Handlichkeit. Aus diesem Grund können diese auch wahnsinnig leicht transportiert werden. Ein weiter Pluspunkt ist die trotz ihrer Größe beachtliche Durchschlagskraft und die hohe Zielgenauigkeit.

Nicht zuletzt spricht die wahnsinnig gute Preis-/Leistung für den Kauf einer Handarmbrust. Denn anders als bei ihren großen Geschwistern, sind diese bereits für um die 50 € zu haben. Und in diesem Preis liegt bereits alles bei, was Sie benötigen, um loszulegen. Darüber hinaus sollten Sie sich nur den Kauf einer Transporttasche überlegen. Diese hält Ihre Repetierarmbrust sauber, schont so die Mechanik und schützt Sie während des Transports vor weiteren Schäden


Repetierarmbrust kaufen - Welches Material?

Wie in vorangegangenem Kapitel gelesen, ist die Durschlagskraft einer Handarmbrust und damit die auf Material wirkenden Kräfte durchaus beachtlich. Achten Sie daher bei der Auswahl daher unbedingt auf hochwertige und strapazierfähige Materialien.

Ich persönlich habe immer gute Erfahrungen mit Körpern aus Aluminium und Wurfarmen aus glasfaserverstärktem Kunststoff gemacht, wie es beispielsweise bei der Cobra eingesetzt wird.

Doch auch die Sehnen sind natürlich größten Belastungen unterworfen. Kaufen Sie daher unbedingt nur hochwertige Ersatzsehnen, auch wenn es oft deutlich günstigere gibt. Denn ein Sehnenriss ist wirklich kein Vergnügen und kann schnell gefährlich werden. Damit die Sehne möglichst lange unbeschadet überlebt und nicht ausfranst, sollten Sie diese unbedingt regelmäßig pflegen. Am Besten verwenden Sie hier ein hochwertiges Sehnenwachs. Zudem sollten Sie die Schienen der Armbrustpistole regelmäßig schmieren. Hierfür gibt es spezielles Schmiermittel.

Wo kann man eine Repetierarmbrust kaufen?

Zum einen können Sie natürlich Ihr örtliches Fachgeschäft für Sport- oder Jagdzubehör aufsuchen. Dort sollten Sie normalerweise auch schnell fündig werden. Viele haben hier passende Modelle im Angebot. Mehr Auswahl haben Sie allerdings wie so oft im Internet. Folgen Sie den untenstehenden Link, gelangen Sie zu unserer Partnerseite ASMC.de. Hierbei handelt es sich um einen der bekanntesten Anbietern von freien Waffen und Campingzubehör aller Art. Hier finden Sie auch eine große Auswahl an Armbrüsten und passendem Zubehör. 

Empfehlen kann ich hier besonders die Armbrust Armex Tomcat. Hierbei handelt es sich eigentlich um die erwähnt Cobra Armbrust unter anderem Namen. Diese besitze ich selbst und bin sehr zufrieden mit ihrer Performance. Ein Blick lohnt definitiv! 


Zusammenbau Ihrer Handarmbrust

Eine Armbrustpistole wird in aller Regel demontiert und in mehreren Einzelteilen geliefert. In unten stehendem Bild sehen Sie dies anhand der Cobra Handarmbrust. Doch keine Sorge, denn die Montage ist kein Hexenwerk, sondern relativ leicht umzusetzen. Hierfür benötigen Sie lediglich einen Inbusschlüssel. Bei den meisten Modellen muss nämlich lediglich der Wurfarm montiert werden und die Sehne aufgezogen werden.

Ich tue mir hier immer am leichtesten, wenn ich zunächst den Wurfarm montiere. Meist muss dieser durch die Aussparung am Ende des Laufes geschoben werden. Hinter diesen (Richtung Griff) kommt oft, wie im Falle der Cobra Repetierarmbrust, ein Distanzstück aus weichem Kunststoff. Vor den Wurfarm kommen die beiden anderen Distanzstücke. Das "weichere" Element würde ich Richtung Wurfarm legen, sodass die Schraube zur Fixierung auf das dickere Metallstück drückt. Die Schraube sollte nur handfest angezogen werden, um Schäden zu vermeiden. Beachten Sie aber unbedingt die mitgelieferte Montageanleitung, dieses kann durchaus abweichen!

Die Montage Ihrer Armbrustpistole ist ein Kinderspiel!

Ist der Wurfarm montiert, können Sie die Sehne auf den Wurfarm ziehen. Ich finde es am einfachsten dies am Boden durchzuführen, indem ich eine Seite des Wurfarms auf den Boden und den Lauf nach vorne drücke. So bleibt eine Hand frei, um die Sehne über das andere Wurfarmende zu ziehen.

In aller Regel macht es nichts die Sehne dauerhaft auf dem Wurfarm zulassen, da die Materialien hierfür abgestimmt sind. Wissen Sie aber, dass Sie die Repetierarmbrust über Monate nicht schießen werden, ist es dennoch empfehlenswert diese abzuziehen. Das Material der Wurfarme könnte sich sonst mit der Zeit doch setzen und nachlassen. Die Durchschlagskraft würde mit der Zeit etwas abnehmen.


Wie sollte das Ziel beschaffen sein? 

Nun stellt sich schließlich natürlich noch die Frage worauf Sie Ihre Mini Armbrust abfeuern können, ohne Ihre Bolzen beim ersten Schuss kaputt zu machen oder sich und andere zu verletzen. Zum einen können Sie sich hier natürlich auch selbst eine Zielscheibe basteln, aber hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese weder in Sachen Haltbarkeit noch in Pfeilstoppwirkung mit den Profischeiben, die man im Internet kaufen kann, auch nur ansatzweise mithalten können.

Ziele für Ihre Handarmbrust

Wie bereits mehrmals geschildert, weißt eine Armbrustpistole eine erstaunlich hohe Durchschlagskraft auf und das trotz des recht geringen Gewichts der Bolzen. Um diese stets sicher zu stoppen und um zu verhindern, dass diese zu weit eindringen und so die "Federn" der Bolzen abreißen, verwende ich Zielscheiben aus hochwertigem SKV-Material.

Auch wenn diese nicht ganz billig sind, garantiere ich Ihnen, dass Sie den Kauf nicht bereuen werden, vor allem nicht, wenn Sie auch gerne Bogen schießen. Diese Matten gibt es auch in höherer Festigkeit, so dass Sie auch Bolzen der stärksten Armbrüste abfangen.

Doch auch beim besten Ziel der Welt müssen Sie darauf achten, dass Sie es an einem Ort aufstellen, an dem niemand gefährdet werden kann, auch wenn Sie meterweit vorbeischießen. Es handelt sich hier wirklich um kein Spielzeug. Weiterhin dürfen Sie natürlich  zu keiner Zeit auf andere Personen oder Tiere zielen, wie bereits im Artikel über Schleudern angemahnt. Egal ob die Handarmbrust gesichert ist oder nicht. Sicher ist sicher! Doch wie überall, mit dem nötigen Maß an Weitblick und Respekt vor dem Sportgerät kann in aller Regel nichts passieren und Sie werden viel Spaß haben!


Rechtliche Grundlagen zur Mini Armbrust

Für eine Handarmbrust gelten die gleichen Regeln wie für normale Armbrüste. So gehören auch diese nach dem aktuellen deutschen Waffengesetz zu den freien Waffen. So ist für deren Kauf, Besitz und das Führen kein Waffenschein erforderlich. Zu beachten ist allerdings, dass Sie für den Kauf mindestens 18 Jahre als sein müssen. Machen Sie sich daher darauf gefasst, dass Sie beim Kauf Ihr Alter nachweisen müssen. Dies gilt sowohl für den Erwerb im Laden als auch im Onlineshop. Hier müssen Sie meist eine Ausweiskopie bzw. ein Foto davon hinterlegen oder alternativ bei der Auslieferung vorzeigen.

Das Führen in der Öffentlichkeit kann aber dennoch zu Problemen führen. Wer möchte schon, dass jemand mit einer Armbrust durch die Innenstadt läuft. Transportieren Sie Ihre Repetierarmbrust daher immer in einer geeigneten Tasche, so dass nicht sofort offensichtlich ist worum es sich handelt. Ich persönlich führe meine Armbrust nur auf meinem Privatgelände. Zwischen den Grundstücken transportiere ich die Armbrustpistole im Kofferraum in einer Transporttasche. So kam es bisher nie zu Ärger.

Wenn Sie mehr zum Thema lesen möchten, kann ich Ihnen den Ratgeber freie Waffen empfehlen. In diesem Buch finden Sie alles was es zu den rechtlichen Grundlagen der frei erhältlichen Waffen und Selbstverteidigungswaffen zu wissen gibt.

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Selbstverteidigungsregenschirm

Zur Selbstverteidigung in Notsituationen gibt es heutzutage eine Vielzahl an diversen Werkzeugen, die aber oft nicht offen führbar sind. Zumeist müssen Sie diese in Ihrer Jacken- oder Handtasche verstecken und im Falle eines Angriffes unter Umständen erst suchen. Im schlimmsten Fall können diese fünf Sekunden zum Verhängnis werden. Mit dem Selbstverteidigungsregenschirm, den ich Ihnen nachfolgend vorstellen möchte, kann Ihnen dies aber nicht passieren. Denn diesen haben Sie ja stets in der Hand und können sich somit unverzüglich zur Wehr setzen. Der Überraschungsmoment ist ab jetzt auf Ihrer Seite! Lesen Sie warum der Sicherheitsschirm, vielen auch als unbreakable umbrella bekannt, eine nähere Überlegung wert ist und was Ihn von herkömmlichen Modellen unterscheidet. Lassen Sie sich gesagt sein, dass er mehr ist als nur ein stabiler Regenschirm.


Was ist der Sicherheitsschirm denn nun genau?

Kurz gesagt handelt es sich bei dem Selbstverteidigungsregenschirm um einen unverwüstlichen und äußert stabilen Regenschirm, der sich perfekt zur Verteidigung in Notsituationen eignet und hierfür kaum Vorerfahrung benötigt. Entwickelt bzw. erfunden wurde dieser in den USA. Doch was unterscheidet diesen nun von einem herkömmlichen Regenschirm und macht diesen nun so gut?

Wie bereits beschrieben, unterscheidet er sich von den herkömmlichen Modellen in erster Linie durch seine wahnsinnige Stabilität, die man von außen aber auf den ersten Blick natürlich nicht sieht. Er sieht aus wie ein ganz gewöhnlicher eleganter und stabiler Regenschirm.

In der Mitte des Schirms befindet sich allerdings ein nahezu unzerbrechlicher Stab, mit dem selbst schwerste Schläge und Tritte geblockt werden können oder starke Schläge und Stiche mit der Spitze ausgeführt werden können 

Der Selbstverteidigungsregenschirm im Einsatz

Bitte beachten Sie auch untenstehendes Video. In diesem können Sie sich selbst von der unglaublichen Stabilität des Schirms überzeugen! Weiterhin sehen Sie den Schirm im Einsatz. Doch dies ist nur einer der vielen Vorteile des Sicherheitsschirms.

Mehr als ein stabiler Regenschirm - Dies sind die Vorzüge

Der wohl größte Vorteil des Selbstverteidigungsregenschirms ist seine Tauglichkeit zur effektiven Verteidigung in Notsituationen. Die Spitze besteht aus Metall und der Griff ist bei vielen Modellen aus besonders zähem Polyamid oder Echtholz. Der Stab im Zentrum ist so stabil, dass er sogar das Gewicht eines erwachsenen Mannes problemlos aushält. So können schwerste Schläge geblockt, aber auch ausgeteilt werden. Und das bei einem Gewicht von gerade einmal rund 700 g.

Neben der Funktion als Verteidigungswaffe ist der Sicherheitsschirm trotz allem natürlich ein funktionstüchtiger, stabiler Regenschirm und schützt Sie somit auch effektiv vor Regen und Schnee. Ein treuer Begleiter in allen Lebenslagen. Jeder Haushalt hat eine Vielzahl an Regenschirmen, also warum nicht gleich zu einem qualitativ sehr hochwertigen Modell greifen, das unverwüstlich ist? 

Ein weiterer großer Vorteil leitet sich davon ab und liegt gerade darin begründet, dass es sich hier eben um einen funktionsfähigen Regenschirm handelt. Dieser unterliegt demnach keinerlei rechtlichen Einschränkungen und kann somit überall ganz normal mit hingenommen werden. So brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, wenn Sie Ihn mit zum Flughafen oder zu einer Abendveranstaltung mitnehmen. Auch der zwanglose Stadtbummel ist hiermit natürlich kein Problem. Mit anderen Selbstverteidigungsmitteln ist dies nicht immer so ohne Weiteres möglich. 

unbreakable umbrella - Mehr als nur ein stabiler Regenschirm

Auch im Notfall profitieren Sie natürlich vom unauffälligen Erscheinungsbild. Denn im Falle eines Angriffs rechnet niemand damit, dass Sie sich gekonnt und effektiv mit dem Sicherheitsschirm zur Wehr setzen können. Sie haben demnach immer den Überraschungseffekt auf Ihrer Seite, was oft schon die halbe Miete sein kann. Bei der Selbstverteidigung profitieren Sie vorallem auch auf Grund der enorm hohen Reichweite des Sicherheitsregenschirms. Mit einem Elektroschocker müssen Sie deutlich näher an den Angreifer und Blocken ist damit natürlich ebenfalls unmöglich.

Ein weiterer Punkt, der für den Kauf des Schirms spricht, ist die lebenslange Garantie des Herstellers und der kulante Service des Händlers. Folgen Sie dem unten stehenden Link, können Sie sich Ihren eigenen Sicherheitsschirm kaufen. Sowohl für Männer als auch Frauen gibt es ansprechende Modelle.


Selbstverteidigungsregenschirm im Test 

Im nachstehenden Video finden Sie einen ausführlichen Test des Selbstverteidigungsregenschirms des Youtube Channels "Kampfkunst Lifestyle". Hier sehen Sie wie sich der Schirm unter extremen Bedingungen und großer Belastung schlägt und wie ein herkömmlicher Schirm im Vergleich abschneidet. 

Wie Sie sehen konnten, muss sich der Selbstverteidigungsregenschirm vor Teleskopschlagstöcken in keinster Weise verstecken und eignet sich zur effektiven Selbstverteidigung bestens. Der Überraschungseffekt ist auf Ihrer Seite. Wie gezeigt, können dem Schirm selbst härteste Schläge oder Tritte nichts anhaben. Ihre Selbstverteidigungswaffe bleibt stehts unversehrt und einsatzbereit und Sie brauchen keine Angst zu haben dass dieser beim Blocken von Angriffen bricht oder sich verbiegt. Ein normaler Regenschirm ist Ihnen hier keine Hilfe. Denn wie Sie gesehen haben, ist dieser bereits nach einem Schlag kaputt und damit nutzlos.

Besonders auf die Stabilität und die hervorragende Verarbeitung möchte ich noch einmal mehr hinweisen. Wie auch am Ende des Videos eindrucksvoll gezeigt wird, ist das Herzstück des Schirms, die Stange selbst, nach all der Schläge und Strapazen völlig unbeschädigt. Nichts wackelt oder ist defekt. So können Sie sich immer auf Ihren Selbstverteidungsregenschirm verlassen.

Einen kleineren Nachteil, den ich persönlich sehe, ist allerdings die Tatsache, dass man vermutlich nur sehr ungern im Hochsommer, bei über 30°C,  einen Regenschirm mit sich herumtragen möchte. In den anderen Jahreszeiten geht man zumeist ohnehin nicht ohne Schirm aus dem Haus. Weiterhin ist es sehr sinnvoll im Umgang mit Schlagwaffen geübt zu sein, da man besonders dann die Vorteile des Sicherheitsregenschirms voll ausschöpfen kann. Dennoch gibt er Ihnen auch so ein Gefühl von Sicherheit, da man Notsituationen nicht wehrlos ausgeliefert ist. In meinen Augen besonders in Kombination mit Pfefferspray perfekt zur Notwehr geeignet.

Falls Sie in Sachen Selbstverteidigung im Nahkampf und Schlagwaffen noch unerfahren sind und lernen möchten sich besonders effizient mit dem Sicherheitsschirm zu verteidigen, dann möchte ich Ihnen die offizielle Trainings-DVD des Schirmherstellers ans Herz legen. Im nachfolgenden Abschnitt möchte ich auf deren Inhalte explizit eingehen, da ich diese für sehr gut gelungen halte.


So verwenden Sie den "unbreakable umbrella" richtig!

Möchten Sie lernen wie Sie Ihren Sicherheitsschirm möglichst effektiv zum Selbstschutz einsetzen können, kann ich Ihnen nur die hier gezeigte Lehr-DVD ans Herz legen. Der Ausbilder, Robert Amper, beantwortet Ihnen im Detail alle Fragen rund um den Selbstverteidigungsregenschirm und zeigt Ihnen Schritt für Schritt wie Sie diesen im Notfall richtig einsetzen. Also wie Sie richtig Schläge blocken können, wie Sie vermeiden können entwaffnet zu werden und natürlich auch wie Sie richtig zuschlagen. Und zwar so dass der Angreifer keine Chance zum Blocken hat. So legen Sie die Grundlage, um in solchen Situationen die Oberhand zu behalten und aus dieser schnell und vor allem unbeschadet fliehen können. 

Lernen Sie den richtigen Umgang mit Ihrem Sicherheitsschirm

Die DVD und die darin enthaltenen Lehrinhalte sind so ausgelegt, dass Sie den fachmännischen Umgang mit dem Sicherheitsschirm innerhalb weniger Tage erlernen. Voraussetzung ist hierfür natürlich, dass Sie auch kräftig zuhause üben. So erreichen Sie laut Händler einen erheblichen Wissensvorsprung und erlangen Fähigkeiten rund ums Thema Selbstverteidigung ohne zeit- und geldintensive Seminare. Zudem entfällt die Gefahr bei einem unsympathischen und möglicherweise sogar unfähigen Trainer zu landen.

Aber der wohl größte Vorteil der Lehr-DVD ist die Tatsache, dass alle Lehrinhalte auf den Umgang mit dem Selbstverteidigungsregenschirm abzielen und Sie so wirklich den richtigen Umgang mit diesem erlernen und nicht andere Techniken, die Ihnen im Ernstfall womöglich absolut gar nichts nutzen. Zudem werden hier keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt. Also gerade auch perfekt für Anfänger geeignet.

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Messer richtig schärfen – So geht´s

Selbst das beste und teuerste Messer der Welt wird mit der Zeit stumpf und das selbst bei schonender und korrekter Verwendung. Ein stumpfes Messer ist nicht nur unpraktisch sondern auch gefährlich, denn es wird mehr Druck zum Schneiden benötigt und man rutscht leichter ab. Regelmäßiges Schärfen ist somit ein Muss. Lesen Sie daher welche Methoden es gibt, um Messer schleifen zu können. Von der klassischen Variante mit einem Schleifstein, hin zu modernen und einfach anzuwendenden Schärfsystemen, mit denen man selbst als Laie rasiermesserscharfe Ergebnisse erzielen kann, möchte ich Ihnen hier ausführlich vorstellen. Erfahren Sie auch, wie Sie im Freien, z.B. beim Campen Ihr Messer schärfen können.


Wovon hängt die Schärfe eines Messers ab?

Zunächst möchte ich Ihnen ein paar Grundlagen näher bringen, wovon die Schärfe eines Messers abhängt und manche Messer vielleicht auch gar nicht messerscharf sein müssen. 

Ein wichtiger Faktor für die spätere Entschärfe ist der Stahl des Messers selbst, denn nicht jede Stahlsorte lässt sich auf den selben Schärfegrad bringen. Ein hochwertiger Kohlenstoffstahl mit einem Kohlenstoffanteil von um 1% weist beispielweise eine sehr feine Gefügestruktur auf und kann daher auch auf eine enorme Schärfe gebracht werden. Hochlegierte Edelstähle hingegen haben aufgrund der hohen Legierungspartneranteile (z.B. Chrom) ein gröberes Gefüge. Doch nur so werden und bleiben Sie auch rostfrei.

Neben dem Gefüge des Stahls, ist in erster Linie auch die Klingenform für die später zu erzielende Gebrauchsschärfe entscheidend.

Ist der Schneidenwinkel recht groß, also läuft das Messer auf die Schnittkante sehr steil zu, ist die Schärfe geringer und das Messer eignet sich ehr für gröbere Aufgaben. Die Stabilität der Klinge ist demnach höher. Ein sehr fein geschliffenes Messer, wie ein Filitiermesser oder ein Messer mit Hohlschliff, ist jedoch wahnsinnig scharf zu bekommen, es dringt leicht in das Schnittgut ein. Doch die filigrane Form macht es auch anfällig für Schäden. 

Wie lange bleibt ein Messer scharf?

Ist ein Messer erst mal auf die Gebrauchsschärfe gebracht, ist die Härte der Klinge die entscheidende Größe wie lange es diese auch behält. Bei Messern wird diese meist in Grad Rockwell (HRC) angegeben. Je höher die Klingenhärte ist, desto länger behält das Messer theoretisch auch seine Schärfe.

Doch beachten Sie auch, dass die Härte der Schneide nicht bei jedem Messer extrem hoch sein muss bzw. sein sollte. Bei einem Küchenmesser macht eine hohe Härte in meinen Augen durchaus Sinn, doch bei Outdoormessern, die auch einmal für gröbere Arbeiten wie Batoning, verwendet werden, ist eine zu hohe Härte oft zu viel des Guten. Denn wo sich ein weicherer Stahl minimal verbiegt, bricht eine sehr feine und harte Klinge gerne auch einmal aus, wenn sie überstrapaziert wird. Darüberhinaus lässt sich ein weicherer Stahl deutlich leichter und mit weniger Aufwand nachschleifen, was besonders im Feld von großem Vorteil ist.


Messer schärfen mit Wassersteinen

Von vielen wird das Messer schärfen mit einem Schleifstein als die einzig wahre Methode angesehen. Hierbei wird die Klinge des Messers kontrolliert, im entsprechenden Schleifwinkel der Messerklinge, über einen Schleifstein gezogen. Es sind sowohl natürliche, als auch künstliche Wassersteine im Handel erhältlich. Die künstlich hergestellten Steine bestehen meist aus Siliziumkarbid oder anderen Metalloxiden (z.B. Korund). Worauf es bei dieser Methode zu achten gilt, können Sie nachstehend lesen.

Vor der Benutzung eines Wassersteins sollten Sie diesen vor dem eigentlichen Messer schärfen unbedingt einige Minuten Wässern. Hierfür können Sie den Schleifstein einfach für ca. 10 Minuten in eine Schale Wasser legen. Das Wasser bindet den entstehenden Schleifstaub und verhindert, dass zu viel Material abgetragen wird. Wischen Sie den Schleifschlamm niemals während des Schleifens vom Stein ab und wässern Sie regelmäßig nach. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Schleifstein fest auf der Unterlage aufliegt und sich während des Schleifens nicht auf dem Tisch bewegt. Am besten nutzen Sie hierfür eine rutschfeste Unterlage, die oft im Lieferumfang enthalten ist.

Ein Schleifstein eignet sich hervorragend, um ein Messer schärfen zu können

Grundsätze zur Technik

Um nun ein Messer schärfen zu können, müssen Sie die Messerklinge in einem bestimmten Winkel pro Seite rund 20x über den Schleifstein ziehen. Doch wie erfolgt die Bewegung richtig? Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie ein Stück vom Stein abscheiden möchten. Ihre rechte Hand führt die Bewegung aus und gib den Schleifwinkel vor. Mit den Fingerspitzen Ihrer linken Hand üben Sie leichten Druck auf die Klinge aus. Das funktioniert meiner Erfahrung nach sehr gut und liefert spitzen Ergebnisse. 

Der richtige Schleifwinkel zum Klingen schärfen

Doch welcher Winkel ist nun der richtige? Das hängt stark vom zu schleifenden Messer ab und lässt sich nicht pauschalisieren, denn jeder Hersteller verwendet meist einen etwas anderen. Küchenmesser bewegen sich allerdings meistens in einem Schleifwinkelbereich von 15 - 20°, kleinere Outdoormesser zwischen 25 - 35°, größere zwischen 35 und 40°. Äxte (z.B. Wurfäxte) sind meist mit einem noch größeren Winkel angeschliffen. Wie oben beschrieben, ist hier eine höhere Widerstandskraft gegenüber Beschädigungen gegeben.

Wenn Sie sich hier aber nicht ganz sicher sind, gibt es hier einen eleganten Trick, um Ihr Messer immer im gleichen Winkel anzuschleifen. Hierfür benötigen Sie lediglich einen Edding (o.Ä.). Mit diesem markieren Sie nun die Schneide Ihres Messers, Sie malen also die Schneide auf beiden Seiten schwarz an. Wenn Sie nun mit dem Schleifen beginnen, trägt sich auch die Edding-Markierung entsprechend ab. Tragen Sie nur Teile der Markierung ab, müssen Sie den Winkel nach unten hin korrigieren. Wenn Sie den alten bzw. bisherigen Winkel genau treffen, tragen Sie die aufgebrachte Markierung vollständig und exakt ab.

Die korrekte Schleifstein Körnung

Um ein gutes Schleifergebnis reicht ein Stein allerdings nicht aus, denn wie bei Schleifpapier gibt es hier auch verschiedene Körnungen. In aller Regel reichen hier drei Schleifstufen aus. Für sehr stumpfe Messer schleifen Sie mit einem Schleifstein mit einer groben Körnung von 100 - 500 vor, Schärfen mit einer Körnung von etwa 800 - 3000. Hierfür eignet sich das Schleifstein-Set von TokioKitchen, denn hier sind die benötigten Körnungen neben weiterem sinnvollen Zubehör enthalten. Zum abschließenden Abziehen, also zur Entfernung des entstandenen Schleifgrates, nutzen Sie einen sehr feinen Stein, z.B. mit einer 6000er Körnung oder feiner. Ein Abziehleder ist hierfür prinzipiell auch geeignet.

Doch auch die Steine sind Verschleiß unterworfen, denn auch diese Tragen sich beim Messer Schleifen etwas ab und nicht nur das Klingenstahl. Abhängig von der Härte des Steins natürlich mehr oder weniger stark. Doch keine Sorge, Sie müssen Sich nicht häufig einen neuen kaufen, denn auch wenn sich ein recht weicher Stein rasch abnutzt, müssen diese nicht entsorgt werden, sondern können schnell und einfach mit einem Abrichtbock begradigt werden.


Schärfsysteme

Für jeden dem das Messer schleifen mit Wassersteinen zu aufwendig ist oder eine Vielzahl an Messern zu bearbeiten hat, gibt es eine Vielzahl an gut geeigneten Schärfsystemen auf dem Markt, die das Messer schärfen zum Kinderspiel machen. Die in meinen Augen interessantesten Systeme möchte ich Ihnen nachfolgend kurz vorstellen.

Lansky System

Zum einen gibt es das Schleifsystem von Lansky, das durch die Einfachheit der Anwendung und die Effizienz beim Klingen schärfen besticht. Auch Ungeübte bekommen hiermit ein rasiermesserscharfes Ergebnis hin, denn der Schleifwinkel ist durch die Führung stehts konstant, wie Sie im Video unten sehen können.

Zum Schleifen wird das Messer in die mitgelieferte Halterung eingespannt und auf dem optional erhältlichen Ständer aufgesteckt. Die Halterung enthält Führungsschlitze, die einem bestimmten Schleifwinkel entsprechen. Im Set sind 5 Schleifsteine in unterschiedlicher Körnung, von grob bis sehr fein, enthalten. Diese werden mit Führungsstäben verbunden, die dann durch die Führungsschlitze der Halterung gesteckt werden. Durch Auf-und Ab-Bewegungen entlang der Messerschneide wird diese geschliffen. Beginnen Sie mit den groben Schleifsteinen und arbeiten Sie sich zu den sehr feinen Abziehsteinen vor. Sie werden vom Ergebnis begeistert sein, denn durch den immer konstanten Schleifwinkel wird die Klinge super scharf und das ohne viel Übung.

Um die Klingenspiegel Ihrer Messer nicht zu zerkratzen, sollten Sie diese mit Klebeband abkleben. Sehr kleine Messer sind ebenfalls schwierig bearbeiten, da man sonst leicht die Halterung selbst anschleift.

V-Schärfer

Bei einem V-Schärfer, z.B. beim Spyderco Tri-Angle Sharpmaker, wird die Klinge durch eine vertikale Schneidbewegung entlang schräg gestellter Schleifkörper geschärft.

Dieses Modell kommt mit zwei Dreikant-Keramikstab-Paaren unterschiedlicher Körnung daher, an denen Sie beide Seiten der Messer schleifen können. Ein Vorteil dieses Systems ist, dass es auch zum Schleifen von Wellenschliffen geeignet ist und in der Handhabung ebenfalls sehr einfach ist. Allerdings ist der Materialabtrag nicht ultimativ hoch und ist daher für extrem stumpfe Messer weniger gut geeignet. In meinen Augen eignet sich dieses System aber sehr gut dazu Ihre Messer einfach und schnell auf einer hohen Gebrauchsschärfe zu halten; quasi als vielseitiger Ersatz zu einem Wetzstab.

Leider lassen sich hier keine Gradzahlen beim Messer schleifen einstellen. Hier ist das Schärfset von Lansky deutlich vielseitiger. Im Lieferumfang ist übrigends noch eine sehr ausführliche Anleitung und eine DVD enthalten.

Der Spyderco Sharpmaker ist super zum Messer schleifen geeignet

Work Sharp

Kurz gesagt ist das Work Sharp-System ein kleiner Bandschleifer mit Führungselementen durch das die Messer, aber eben auch andere Werkzeuge, geführt werden können und so auf unglaublich schnelle und einfache Art und Weise geschliffen werden können.

Da die Klinge allerdings im nicht unterstützten Bandbereich geschliffen werden, werden die Klingen leicht ballig, da sich das Schleifband lokal leicht durchbiegt.

Im Set sind drei Schleifbandkörnungen enthalten. Nämlich 80, 220 und 6000. Diese sind demnach zum Vorschleifen, Messer Schärfen und Abziehen gedacht. Das 80er Band ist allerdings wirklich nur zum Vorschleifen sehr stumpfer Werkzeuge geeignet, da der Materialabtrag doch sehr hoch ist. Zusätzliche Körnungen sind erhältlich.

Der große Vorteil des Work Sharps ist definitiv die gewaltige Schleifgeschwindigkeit und die Vielseitigkeit. Selbst eine große Messersammlung ist so schnell geschliffen. Aber bitte achten Sie auf die Tatsache, dass die Klingen ballig werden und bei zu langem Schleifen die Gefahr besteht, dass die Klinge überhitzt. Für sehr hochwertige Messer würde ich dieses System persönlich nicht benutzen. 

Das Work Sharp System ist beim Klingen schärfen super schnell

Unterwegs Messer schleifen

Natürlich sind die bisherigen Methoden zum Messer schärfen im Outdoor-Einsatz ehr ungeeignet, denn wer will schon ständig mehrere Schleifsteine oder das Work Sharp System im Rucksack mit sich herumschleppen. Das ist natürlich nicht nur wahnsinnig unpraktisch sondern zum Glück auch unnötig. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an handlichen und effektiven Schärf- und Wetzmitteln, um das Messer unterwegs auf angemessener Schärfe zu halten. 

In meinen Augen eignen sich für unterwegs besonders Diamant-Wetzstäbe und -schärfer zum Messer schleifen im Freien, denn diese sind nicht nur sehr kompakt und können so sogar in der Hemdtasche mitgeführt werden, sondern können auch problemlos für sehr harte Messerstähle eingesetzt werden. Der Vorteil ist nicht nur die vielseitige Einsetzbarkeit, sondern auch die Tatsache, dass diese Wetzstäbe trocken verwendet werden können. Somit sind Sie wirklich überall einsetzbar. Ich habe den Diamant-Messerschärfer von Victorinox im Einsatz und bin damit sehr zufrieden.

Diamant Schleifstein für Unterwegs zum jagdmesser schärfen

Um mit einem solchen Diamant Wetzstab Messer schärfen zu können, können Sie ähnlich vorgehen wie beim Einsatz der Wassersteine. Der einzige Unterschied ist, dass der Wetzstab natürlich deutlich kleiner ist und dass Sie kein Wasser benötigen.

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Schrillalarm – Der laute kleine Helfer

Ein Panikalarm, oft auch Schrillalarm genannt, ist eine hervorragende Ergänzung zu anderen Selbstverteidigungsmitteln, wie Sie in nachstehendem Artikel erfahren. Durch die enorme Lautstärke der Geräte, wird ein möglicher Angreifer nicht nur aus der Fassung gebracht, was Ihnen einen entscheidenden Vorteil in Gefahrensituationen gewährt, sondern Sie machen dadurch auch Passanten auf die Gefahr aufmerksam, die Ihnen dann zur Hilfe eilen können. Welche Vorteile ein Personenalarm noch mit sich bringt und worauf es beim Kauf zu achten gilt, erfahren Sie unten.


Personenalarm Vergleich - Beliebte Modelle im Fokus

EPOSGEAR Panikalarm Schlüsselanhänger


Panikalarm von Eposgear

Lautstärke:

140 dB

Gewicht:

41 g

Betätigung:

Ziehen des Sicherheitsstifts

Autom. Dauerton:

check

Integrierte Taschenlampe:

check

Energieträger:

Batterie


TW 1000 Druckluft Taschenalarm mit Clip


Lautstärke:

110 dB

Gewicht:

50 g

Betätigung:

Knopfdruck 

Autom. Dauerton:

Integrierte Taschenlampe:

Energieträger:

Druckluftkartusche


X4-LIFE Security Schlüsselalarm


Lautstärke:

120 dB

Gewicht:

54 g

Betätigung:

Ziehen des Sicherheitsstifts

Autom. Dauerton:

check

Integrierte Taschenlampe:

Energieträger:

Batterie



Was ist ein Schrillalarm genau?

Ein Schlüsselalarm bzw. Personenalarm hat kurz gesagt die Aufgabe in Gefahrensituationen effektiv Aufmerksamkeit zu erregen, um so Hilfe herbei zu holen und durch die enorme Lautstärke von bis zu 140 dB, was in etwa der Lautstärke eines Raketenstarts oder eines Gewehrschusses entspricht, Angreifer zu verunsichern oder zu verschrecken. Die enorme Lautstärke führt bei längerer Exposition zu Gehörschäden und schmerzt innerhalb kürzester Zeit in den Ohren, was diese äußerst handlichen Geräte äußerst effektiv macht. Der Überraschungseffekt ist auf Ihrer Seite.

Ein Schlüsselalarm ist somit eine wahnsinnig kompakte und manuell aktivierbare Alarmanlage. Sie ist dabei hinsichtlich ihrer Abmessungen klein genug, um Sie bequem am Schlüsselbund oder in bzw. an Ihrer Handtasche zu tragen. So ist der Personenalarm jeder Zeit sofort einsatzbereit. Der Schrillton wird, wie Sie obenstehender Tabelle entnehmen können, entweder durch Druckluft oder eine elektrisch betriebene Sirene erzeugt. 

Der Schrillalarm bietet damit auch körperlich unterlegenen Personen, die im Umgang mit anderen Selbstverteidigungsmitteln, wie einem Kubotan oder eines Elektroschockers wenig geübt sind bzw. im Nahkampf unterlegen wären, eine effektive Möglichkeit zurückzuschlagen. Sie stellen eine perfekte Ergänzung zu Pfefferspray dar.

Wie kann ein Taschenalarm verwendet werden?

Aktiviert werden kann der Personenalarm in den meisten Fällen per Knopfdruck oder durch das Ziehen eines Sicherheitsstifts. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Alarm über einen Dauerton verfügt und so nach einmaliger Betätigung weiterhin das Alarmsignal von sich gibt und nicht nur bei dauerhaftem Knopfdruck. In einer Gefahrensituation haben Sie hierfür nicht immer die Gelegenheiteit. Weiterhin ergeben sich durch das Vorhandensein eines Sicherungsstifts weitere mögliche Verwendungsmöglichkeiten, wie Sie nachstehend erfahren.

Neben dem Einsatz zur Abschreckung von Angreifern, eignet sich ein Schlüsselalarm auch zum Absichern von Handtaschen, Schlüsselbunde oder andere Wertsachen wie Handys oder Geldbeutel. Diebe fühlen sich in der Anonymität und dem Trubel in belebten Orten wohl, da sie hier unbemerkt agieren können. Durch den geschickten Einsatz Ihres Handtaschenalarms können Sie Ganoven allerdings einen Strich durch die Rechnung machen, indem Sie diese durch den schrillenden Alarmton aus dem Schatten herausreißen und die Aufmerksamkeit der gesamten Umgebung auf diese lenken. Oft lassen Diebe Ihre Beute fallen, um der Situation schnellstmöglich zu entkommen und untertauchen zu können. Wählen Sie daher ein möglichst lautes Gerät.

Schrillalarm-Durch Ziehen des Sicherheitsstifts wird der Personenalarm aktiviert

Der Panikalarm muss sich hierfür durch einen ziehbaren Sicherungsstift aktivieren lassen, wie beispielsweise den EPOSGEAR Alarm. Um nun eine Tasche zu sichern, müssen Sie den Alarm natürlich zum einen an der zu schützende Tasche und zum anderen an Ihrem Körper befestigen. Hierfür können Sie unter anderem die Schlaufe am Sicherungsstift benutzen. Versucht nun jemand Ihre Tasche zu stehlen, wird der Stift gezogen und der Alarm ertönt.


Vor- und Nachteile eines Taschenalarms

Nun möchte ich kurz noch auf die Vorteile und die Schattenseiten der Panikalarme eingehen, auch wenn ich Teile hiervon bereits im vorangegangenen Abschnitt kurz angeschnitten habe.

Der erste wichtige Vorteil, den ich ansprechen möchte, ist das sehr geringe Preisniveau. Die meisten Modelle sind bereits für unter 10€ zu haben und sind damit unter allen Selbstverteidigungsmitteln, die ich hier auf dieser Seite vorstelle, mit die günstigsten überhaupt.

Weiterhin sind die kinderleichte Bedienung und die kompakte Bauform ins Feld zu führen, damit ist gewährleistet, dass der Schlüsselalarm jederzeit schnellst möglich eingesetzt werden kann, da eine Fehlbedienung ausgeschlossen ist und eng und unbemerkt am Mann getragen werden kann. 

Wie oben beschrieben, können mit diesen Geräten auch Wertgegenstände und Taschen vor Diebstahl geschützt werden. Zudem verfügen manche Modelle über eine integrierte Taschenlampe, was das Finden des Schlüssellochs in der Nacht stark vereinfacht.

Doch der wichtigste Punkt der für die Alarme spricht, ist die gewaltige Lautstärke, durch die gewährleistet ist, dass der Angreifer zumindest kurz aus der Fassung gebracht wird und gegebenenfalls den Angriff sofort abbricht. Was besonders wichtig ist, ist allerdings die Tatsache, dass Sie dadurch Aufmerksamkeit auf die Situation ziehen und Ihnen Passanten zur Hilfe eilen können.

Ein Schlüsselalarm verfügt oft über eine Taschenlampe

In verlassenen Gebieten, z.B. in Gewerbegebieten ist der Alarm daher weniger effektiv, da Ihnen vermutlich niemand zu Hilfe eilen kann. Der Überraschungseffekt bleibt aber natürlich bestehen. Es ist aber ebenfalls zu beachten, dass der Angreifer durch den Schrillalarm nicht gefechtsunfähig gemacht werden kann. Es ist daher anzuraten noch ein weiteres Selbstverteidigungsmittel, idealerweise ein Tierabwehrgerät zur Hand zu haben. Ihre Flucht ist damit in allen Situationen gewährleistet. Doch auch wenn der Angreifer durch einen Panikalarm nicht außer Gefecht gesetzt werden kann, ermöglicht er Ihnen in vielen Fällen durch die beim Angreifer entstehende Überraschung die Flucht aus der Gefahrensituation.


Fazit

Wie Sie dem bisherigen Artikel entnehmen konnten, finde ich persönlich, dass ein Schrillalarm eine wirklich sinnvolle und effektive Möglichkeit ist, sich in Ernstfällen vor Übergriffen zu schützen, auch wenn dieser den Angreifer natürlich nicht komplett unschädlich machen kann. Doch das ist für eine erfolgreiche Flucht auch nicht immer nötig. Der ohrenbetäubende Lärm und die damit verbundene Aufmerksamkeit sowie der Überraschungseffekt ist in vielen Fällen genug, um Ihnen die Flucht aus der Situation zu ermöglichen.

Dennoch finde ich, dass neben dem Taschenalarm auch immer noch ein weiteres Mittel zur Selbstverteidigung vorhanden sein sollte. Besonders Pfefferspray oder eine Pfefferpistole ist hier in meinen Augen gut geeignet, da Sie den Angreifer auf Distanz halten können und gleichzeitig auf sich aufmerksam machen können. Da ein Taschenalarm zu so günstigen Preisen zu erhalten ist, lohnt sich die Investition in die eigene Sicherheit auf jeden Fall!

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Wasseraufbereitung in Notsituationen

Ein Mensch kann abhängig von den Umwelteinflüssen nur wenige Tage ohne Trinkwasser überleben, deshalb ist die Beschaffung von trinkbarem Wasser eine der wichtigsten Fähigkeiten in Notsituationen. Daher möchte ich Ihnen nachfolgend die wichtigsten Methoden (Wasser abkochen, die chemische Desinfektion und die UV Desinfektion) vorstellen, um in der Natur verunreinigtes Wasser aufbereiten zu können. Weiterhin lesen Sie am Ende des Artikels, wie Sie am besten Wasser filtern können. So sind Sie für das Überleben unter widrigsten Bedingungen gerüstet.

Arten der Verunreinigungen 

Die Verunreinigungen von Oberflächengewässern wie Flüsse oder Seen können mannigfaltig sein. Die Verunreinigung, auf die wir uns nachfolgend konzentrieren wollen, sind gefährliche Keime im Trinkwasser, wie Bakterien (z.B. E. Coli, Cholera, Shigellen oder Salmonellen), Ein- und Mehrzellern (z.B. Lamblien oder Amöben), oder diverse Viren. Diese werden in den allermeisten Fällen oral aufgenommen, vermehren sich im Körper und machen sich oft durch Erbrechen oder Durchfall bemerkbar. In Überlebenssituationen, wo Wasser ohnehin Mangelware ist, ist hier vor allem der einhergehende Flüssigkeitsverlust gefährlich.

Verunreinigtes Wasser aufbereiten ist im Feld unendlich wichtig

Dieser kann schnell zu einer Dehydrierung des Körpers führen. Weitere potentielle Verunreinigungen sind chemischer Natur. Dazu zählen beispielsweise Chemikalien aus der Industrie oder der Landwirtschaft, z.B. Pestizide, Nitrat oder auch Schwermetalle. Weniger bedenklich sind im Wasser enthaltene Schwebstoffe wie Algen, Sand oder Ton. 

Aber auch diese sollte man  nach Möglichkeit aus dem Wasser filtern. Unter anderem auch, um das Wasser desinfizieren zu können, wie Sie später noch genauer lesen werden.


Verunreinigtes Wasser desinfizieren

Über die Jahrhunderte haben sich viele Methoden entwickelt, um verunreinigtes Wasser desinfizieren zu können. Nachfolgend möchte ich Ihnen die effektivsten und für den Feldeinsatz am relevantesten Methoden und Werkzeuge kurz vorstellen.

Wasser abkochen 

Die vermutlich älteste Methode Wasser genießbar zu machen, ist es das Wasser abzukochen. Durch die hohen Wassertemperaturen werden Pilze, Viren, Parasiten und Bakterien im Trinkwasser abgetötet. Damit diese Methode allerdings zuverlässig zum Erfolg verhilft, muss das Wasser über eine längere Zeit kochen, um sicher zu gehen, dass auch solche Mikroorganismen abgetötet werden, die sehr temperaturbeständig sind.

Lassen Sie das Wasser mindestens für fünf Minuten kräftig kochen. Doch diese Zeitangabe trifft nur auf normale Höhenniveaus zu und ist für Gebirgsregionen zu kurz, denn Wasser kocht in der Höhe bereits bei geringeren Temperaturen, der Siedepunkt sinkt mit zunehmender Höhe. Als Faustregel gilt allgemein, dass man Wasser eine Minute je 150 Höhenmeter länger abkochen sollte, um sicher zu gehen. 

Da nach dem Wasser Abkochen Trübstoffe, Schwermetalle und Salze noch immer im Wasser enthalten sind, wird der Geruch und der Geschmack des Wassers nur unwesentlich verbessert. 

Wasser abkochen - Bakterien und Keime im Trinkwasser abtöten

Es macht daher durchaus Sinn das Wasser Abkochen mit einer Vorfilterung (idealerweise mit Aktivkohle) zu kombinieren. Regenwasser bietet sich hier, wie auch bei den anderen Verfahren an. Weiterhin gilt es natürlich zu beachten, dass zum Wasser Abkochen eine Menge an Brennstoff benötigt wird, der unter Umständen, besonders in Notsituationen, nicht immer in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Zudem nimmt diese Methode auch viel Zeit in Anspruch.

Chemische Desinfektion 

Steht keine Möglichkeit zum Abkochen zur Verfügung, kann die chemische Desinfektion des Wassers eine gute Alternative sein. Hierfür gibt es spezielle Wasseraufbereitungstabletten, die in nahezu jedem Outdoorgeschäft erhältlich sind, z.B. Micropur Forte von Katadyn. Diese Tabletten werden dem zu entkeimenden Wasser zugegeben und töten, durch die enthaltenen Wirkstoffe (Chlor in Verbindung mit Silberionen) innerhalb von 30 min Bakterien und Viren und innerhalb von 2 h Giardien (Dünndarm-Parasiten) effektiv ab. Auch hitzebeständige Mikroorganismen, die unter Umständen das Abkochen überleben könnten, haben hier keine Chance.

Die chemische Desinfektion ist zudem sehr kosteneffizient, denn mit lediglich einer Tablette kann ein Liter verunreinigtes Wasser vollständig entkeimt werden. Doch beachten Sie bitte, dass Sie diese bei trübem Wasser nur in Kombination mit einem Filter einsetzen sollten. Zudem werden chemische Verunreinigungen, wie etwas Pestizide nicht entfernt.

Durch die enthaltenen Silberionen ist das entkeimte Wasser bis zu 6 Monaten nach der Anwendung vor einer möglichen Wiederverkeimung geschützt. Die chemische Desinfektion eignet sich somit gut, wenn das Wasser über eine längere Zeit gelagert werden soll. Das Wasser bekommt besonders bei höheren Dosierungen allerdings einen merklichen Eigengeschmack. Aber dies ist immer noch um Welten besser als eine schwerwiegende Infektion.

UV Desinfektion

Weiterhin kann man durch intensive UV Strahlung Trinkwasser desinfizieren. Bei UV-Strahlung handelt es sich um elektromagnetische Strahlung in einem Wellenlängenbereich von 1 nm bis 400 nm und damit unterhalb des Spektrums des sichtbaren Lichtes. Die Desinfektion kommt dadurch zu Stande, dass die UV-Strahlung im Wasser aus dem im Wasser befindlichen Luftsauerstoff, durch den Energieeintrag, reaktionsfreudige Radikale entstehen lässt. 

Die entstandenen Sauerstoffradikale und die permanent einstrahlende ultraviolette Strahlung töten Krankheitserreger wie Bakterien im Trinkwasser (z.B. Cholera-, Polio-, Typhus- und Diphterieerreger) zuverlässig ab.

Wasser aufbereiten durch Sonnenlicht

Die UV Desinfektion ist besonders in warmen Länder gut geeignet

Im Feld ist die einfachste Methode verunreinigtes Wasser durch UV Desinfektion zu sterilisieren, indem man das bereits klare Wasser in eine transparente PET-Flasche füllt. Der Füllstand sollte hier ca. 3/4 des Flaschenvolumens betragen. Ist die Flasche gefüllt, muss man nun kräftig schütteln, um Luft in das Fluss- oder Seewasser einzutragen. Anschließend muss man die Flasche nun für mindestens sechs Stunden in das pralle Sonnenlicht legen.

Besonders in Ländern wie Afrika kommt die UV Desinfektion auf Grund der hohen Sonneneinstrahlung zur einfachen Wasseraufbereitung zum Einsatz. Eine grundlegende Einschränkung gibt es allerdings, denn diese Methode, Trinkwasser aufbereiten zu können, setzt zwingend voraus, dass das Wasser klar und damit frei von Schwebstoffen ist. Denn wenn das Wasser trüb ist, kann die Sonnenstrahlung nicht weit genug in das Gefäß eindringen und die UV Desinfektion findet nicht statt. Sie sollten das Wasser filtern; Am Besten mit einem einfachen improvisierten Sand, Aktivkohle-, oder Stofffilter

Einsatz von starken UV-Lampen 

In Ländern bzw. in Gebieten mit einer geringen jährlichen Sonnenstundenanzahl bzw. geringen Strahlungsdichte ist die Sonne selbst oft nicht ausreichend, um Keime im Trinkwasser schnell abzutöten. Hierfür bieten sich Handgeräte, wie beispielsweise der UV-Stift SteriPEN an. Dieser ist in der Lage innerhalb von 90 s  einen Liter Wasser ohne jegliche Chemikalien zu entkeimen.

Die verbaute UV-Lampe des handlichen Geräts tötet durch hoch konzentriertes UV-C-Licht 99,9999% aller Bakterien, 99,99% aller Viren und 99,9% aller Giardia und Cryptosporidium zuverlässig ab. Doch auch hier muss dringend beachten werden, dass das Wasser, das durch die UV Desinfektion sterilisiert werden soll, möglichst klar sein muss. Sind zu viele Schwebstoffe enthalten, kann die Strahlung auch hier nicht weit genug im Wasser vordringen. Auch durch Rühren gelingt die Entkeimung nicht zuverlässig.

Der UV-Stift SteriPen wie auch die chemische Desinfektion sind für klares Wasser gut geeignet

Verunreinigtes Wasser filtern

Doch es gibt auch Möglichkeiten verunreinigtes Wasser ohne den Einsatz von Chemie oder durch Abkochen zu entkeimen und das ohne die Erreger abzutöten, nämlich durch Mikrofilter. Durch die unglaublich winzigen Poren des Filterkerns (0,2 µm) werden Krankheitserreger effektiv mechanisch zurückgehalten und gelangen nicht in das filtrierte Wasser. Der große Vorteil von Filtersystemen ist, dass das Trinkwasser sofort nach dem Wasser filtern zur Verfügung steht und nicht erst eine halbe Stunde oder mehrere Stunden gewartet werden muss.

Ein möglicher Mikrofilter ist der Katadyn Pocket Filter. Dieser besitzt einen silberimprägnierten Filterkörper aus Keramik, der effektiv gegen Protozoen und Bakterien im Trinkwasser wirkt und selbst unterwegs problemlos einfach gereinigt und regeneriert werden kann. 

Durch die große Filterfläche weist er eine beachtliche Filterleistung auf. Bis zu einem Liter pro Minute ist möglich und der Filterkörper muss erst nach unglaublichen 50.000 l gewechselt werden. Grund hierfür ist nicht zuletzt der mitgelieferte Vorfilter.

Wasser filtern ist eine schnelle Alternative um Wasser desinfizieren zu können

Der Pocket Filter von Katadyn ist besonders wegen dem großen Durchfluss und der direkten Anschließbarkeit an Wasserbehälter für lange Wanderungen oder Notsituationen geeignet. Wenn auch geringere Mengen reichen und es nicht notwendig ist das Wasser in Gefäße umzufüllen, gibt es auch sehr kompakte Wasserfilter von Lifestraw, die sich besonders zum Wandern und Trekking eignen, um schnell Wasser filtern zu können. Mit diesen Filtern können Sie direkt aus Flüssen oder Seen trinken. Zudem sind diese deutlich günstiger.

Weitere Anleitungen und Hinweise zum erfolgreichen Überleben in der Wildnis und in Notsituationen finden Sie hier in meinem Survival Ratgeber.

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Pfefferspray Pistole – Effektive Selbstverteidigung

Eine Pfefferspray Pistole oder oft auch Pfefferpistole genannt, ist ein hochwirksames Tierabwehrgerät, das in der Lage ist den Angreifer auf große Distanz durch einen Reizstoff unschädlich und kampfunfähig zu machen und Ihnen so die Flucht aus der Gefahrensituation zu erlauben. In dem nachfolgenden Artikel erfahren Sie wie diese Selbstverteidigungsmittel genau funktionieren, worin die Vorteile gegenüber herkömmlichen Sprays liegen und wie sich die rechtliche Situation zum Erwerb und zum Führen der selbigen darstellt.


Beliebte Modelle im direkten Vergleich

 Walther PDP Pfefferspray Pistole


Walther PDP

Max. Reichweite:

~ 4 - 5 m

Strahlgeschwindigkeit:

k.A.

Magazinkapazität:

11 ml (~ 5 s Dauerstrahl)

Nachladbar:

check

Abmessungen:

125 x 120 mm

Gewicht:

107 g

Öffentlich führbar:


Piexon Guardian Angel II Pfefferpistole


Piexon Guardian Angel II

Max. Reichweite:

4,5 bis 5,5 m

Strahlgeschwindigkeit:

180 km/h

Magazinkapazität:

2 Schuss

Nachladbar:

Abmessungen:

119 x 84 x 25 mm

Gewicht:

108 g

Öffentlich führbar:

check

Piexon JPX Jet Protector Tierabwehrgerät


Piexon JPX Jet Protector

Max. Reichweite:

~ 7 m

Strahlgeschwindigkeit:

430 km/h

Magazinkapazität:

2 Schuss

Nachladbar:

check

Abmessungen:

18,5 × 8,8 × 3,5cm

Gewicht:

370 g

Öffentlich führbar:

check


Was ist das genau und wie funktioniert´s?

Eine Pfefferspray Pistole erinnert auf den ersten Blick an eine normale Feuerwaffe, doch an Stelle des Projektils aus Metall kommt hier ein Reizstoffstrahl auf Basis von Oleoresin Capsicum (OC) zum Einsatz, wie er auch bei herkömmlichen Tierabwehrsprays zum Einsatz kommt. Diese Abwehrgeräte werden vor allem von der Polizei und von Sicherheitsfirmen eingesetzt, doch können auch ganz legal von Privatpersonen erworben und geführt werden. 

Bei der Funktionsweise lassen sich mehrere Arten unterscheiden. Die Walther PDP beispielsweise funktioniert ähnlich wie ein reguläres Spray. Ein Treibgas beschleunigt den Reizstoff in Form eins Strahls aus dem Lauf der Pistole. Hier ist somit auch ein Dauerstrahl möglich. Die Strahlgeschwindigkeit ist demnach limitiert.

Die anderen beiden oben dargestellten Modelle funktionieren etwas anders und erlauben sehr hohe Ausstoß-geschwindigkeiten von teils weit über 400 km/h, was etliche Vorteile mit sich bringt, wie im nachfolgenden Abschnitt noch ausführlicher beschrieben wird. Bei diesen Modellen wird der Reizstoff über das Zünden einer Treibladung bzw. durch einen Gasgenerator beschleunigt, wie Sie im nachfolgenden kurzen Video am Beispiel der Piexon JPX Jet Protector sehen können. Das im Video dargestellte Laserzielsystem, ist optional erhältlich, aber in Deutschland leider nicht erlaubt.

Eine Pfefferspray Pistole ist in aller Regel nachladbar


Wie bereits oben geschildert, handelt es sich bei dem verschossenen Reizstoff, um Oleoresin Capsicum, das aus Chilischoten gewonnen wird und einen enorm hohen Schärfegrad aufweist, der wiederum von der Konzentration in der Reizstoffkartusche abhängt. Der große Vorteil des Wirkstoffs liegt in der Tatsache begründet, dass die Effekte sofort nach dem Treffer eintreten, mindestens eine halbe Stunde anhalten und den Angreifer zweifelsfrei und effektiv kampfunfähig machen ohne ihn langfristige Schäden und Beeinträchtigungen zu verursachen.

Die Effekte sind vielfältig und betreffen mehrere Organe. Im Bereich der Augen kommt es zum Tränen, Rötungen und großen Schmerzen. Weiterhin kommt es zur Atemnot und starkem Hustenreiz. Auch die betroffene Haut schwillt an und schmerzt.


Vor- und Nachteile gegenüber Pfeffersprays

Nun möchte ich auf die eigentlich wichtige Frage zu sprechen kommen, worin genau die Vorteile einer Pfefferspray Pistole im Vergleich zu herkömmlichen Tierabwehrsprays liegen und ob sich der Mehrpreis lohnt.

Vorteile einer Pfefferspray Pistole

Zu allererst möchte ich auf die deutlich bessere Ergonomie und die damit verbesserte Handhabung des Tierabwehrgeräts zu sprechen kommen. Die Pistolen liegen deutlich besser in der Hand als ein herkömmliches Pfefferspray und auch die Zielerfassung ist durch Kimme und Korn auf dem Lauf der Pfefferpistole deutlich einfacher und präziser möglich. So verschwenden Sie keinen Reizstoff durch Verfehlen des Strahls und können den Aggressor schnell und effizient unschädlich machen. Zudem ist es durch die Form nahezu unmöglich die Pistole falsch herum in die Hand zu nehmen, was bei Spray in brenzligen Situationen durchaus passieren kann.

Doch der in meinen Augen wohl größte Vorteil ist die enorme Austrittsgeschwindigkeit der Reizstoffladung. Bei der Piexon JPX Jet Protector beträgt diese beispielsweise über 400 km/h. Damit ist der Einfluss der Witterung, besonders des Windes nahezu nicht existent. Bei Sprays kann es bei Gegenwind passieren, dass ein nicht zu vernachlässigender Teil des Reizstoffes Sie selbst trifft. Weiterhin sind durch die hohen Geschwindigkeiten auch höhere Reichweiten möglich, bis zu 7 m. Der Angreifer kann somit auf sicherer Distanz gehalten werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Wucht des Aufpralls selbst Skimasken und Ähnliches durchdrungen werden können.

Der Reizstoff mancher Modelle enthält auch einen UV-Farbstoff, der dabei hilft den Täter/das Tier nach der Tat zweifelsfrei unter UV-Licht zu identifizieren.

Nachteile einer Pfefferpistole

Die einzigen zwei Nachteile, die mir bei dem Tierabwehrgerät in den Sinn kommen ist der etwas höhere Preis, der sich aber durch die Möglichkeit zum Nachladen der Magazine aber in meinen Augen und die oben genannten Vorteile mehr als nur relativiert. Ein weiterer etwas negativer Punkt, ist die Tatsache, dass manche Modelle größer sind als die Tierabwehrsprays. Aber auch hier gibt es sehr kompakte Modelle, die in ihren Abmessungen den Spraydosen sehr nahe kommen. Das kompakteste Gerät sollte hier die Pfefferspray Pistole Piexon Guardian Angel II sein. Diese kann auch ohne Aufhebens in der Jackentasche transportiert werden.

Eine Pfefferpistole ist ein hocheffektives Tierabwehrgerät



Rechtliche Situation 

Bei vielen möglichen Interessenten stellt sich oft die Frage, ob der Kauf und das Führen einer Pfefferpistole bzw. von Pfefferspray im Allgemeinen überhaupt erlaubt ist. Dieser Frage möchte ich im nachfolgenden Abschnitt nachgehen. 

Allgemeine rechtliche Bestimmungen

Grundsätzlich werden solche Pfeffersprays, die zum Einsatz gegen Menschen gedacht sind, als so genannte Reizstoffsprühgeräte eingestuft und gelten nach dem Waffengesetzt somit als Waffe, die zur Zulassung eine Vielzahl an speziellen Auflagen erfüllen muss, um schlussendlich das Prüfzeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zu erhalten. Dieses weist das Einhalten der Regularien nach.

In der Praxis wird diese Klassifizierung als Waffe damit umgangen, dass die Pfefferspray Pistole von den Herstellern zur Tierabwehr ausgewiesen wird, womit diese nicht mehr länger unter die Auflagen des Waffengesetzes fallen.



Solche Modelle, die zur Tierabwehr gedacht sind, können daher von jedermann ohne Bedenken gekauft, besessen und sogar in der Öffentlichkeit geführt werden. Theoretisch sogar ohne Altersbeschränkung. Manche Online-Shops vertreiben diese auf Grund interner Regelungen dennoch erst an Erwachsene. Das Führen auf Versammlungen ist dennoch nach § 27 Abs. 1 des Versammlungsgesetzes untersagt.

Da ein Tierabwehrgerät offiziell auch nur zur Tierabwehr genutzt werden darf, erfüllt der Einsatz gegen einen Menschen prinzipiell den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung, wenn dieser nicht innerhalb einer Notsituation stattfindet. Wenn Sie die Pfefferspray Pistole allerdings zur Notwehr einsetzen, entfällt hier natürlich die Strafbarkeit. Pfefferpistolen können also straffrei zur Selbstverteidigung eingesetzt werden, wenn eine Notwehrsituation einliegt.

Besondere Punkte beim Tierabwehrgerät

Ähnelt eine Pfefferspray Pistole einer richtigen Feuerwaffe sehr stark, so wird sie als Anscheinwaffe eingestuft, wie es bei der Walther PDP der Fall ist. In so einem Fall, darf diese nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Der Besitz und die Nutzung in den eigenen vier Wänden ist aber dennoch in Ordnung und auch in Notsituationen darf sie straffrei eingesetzt werden.

Manche Modelle verfügen auch über laserunterstützte Zielsysteme. Hier müssen Sie aber unbedingt beachten, dass solche in Deutschland strengstens untersagt sind. Mit den oben vorgestellten Modellen machen Sie hier aber nichts falsch!


Fazit

In meinen Augen ist eine Pfefferspray Pistole eine der besten Selbstverteidigungsmöglichkeiten und ich würde sie jederzeit einem regulärem Tierabwehrspray vorziehen. Durch die hohe "Geschossgeschwindigkeit" sind Sie auch unter widrigsten klimatischen Bedingungen sicher einsetzbar und machen Angreifer auf große Distanz zuverlässig kampfunfähig. Das Zielen ist zudem deutlich leichter möglich als bei den Spraydosen, da sie das Zielen über Kimme und Korn erlauben, wie man es von regulären Pistolen kennt. 

Zudem gibt es sehr kompakte Modelle, die unauffällig am Körper getragen werden können und im Alltag kaum stören. Zudem können die meisten Abwehrgeräte auch in der Öffentlichkeit legal geführt werden. Ich persönlich würde eine Pfefferpistole auch Elektroschockern vorziehen, da man sich mit Ihnen nicht auf einen möglichen Nahkampf einlassen muss. In Kombination macht es aber bestimmt auch Sinn. Die teilweise höheren Kosten fallen gegenüber den Vorteilen in meinen Augen kaum ins Gewicht.

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