Softairwaffen – Darauf kommt es an!

Bei dem Spiel Softair handelt es sich um ein forderndes Geländespiel, das ähnlich wie Paintball im Freien gespielt wird und sich immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Das liegt zum einen an der teamorientierten Spielweise und dem hervorragenden Ausgleich zum Büroalltag. Gespielt wird hierbei mit einer Softairwaffe, die Kunststoffrundkugeln durch Luftdruck aus dem Lauf befördert. Doch bevor Sie sich eine Softair kaufen, müssen Sie noch einiges beachten, wobei ich Ihnen mit nachfolgendem Artikel helfen möchte. Hier lesen Sie welche verschiedenen Funktionsprinzipien es gibt, was die stärkste Softair Handwaffe ist, die Sie besitzen dürfen und was es rechtlich zu beachten gibt.


Beliebte Softairwaffen im Vergleich

Beretta M92 FS Pistole im Set


Typ:

Federdruck

Feuermodi:

Single action

Schussenergie:

max. 0,5 Joule

Kaliber:

6 mm

Magazinkapazität:

12 Schuss

Gewicht:

ca. 525 g

Hop-Up System:

check

Schiene für Zielhilfen:


Heckler & Koch G36 Softair 


Typ:

Elektrisch

Feuermodi:

Halb- und Vollautomatisch

Schussenergie:

max. 0,5 Joule

Kaliber:

6 mm

Magazinkapazität:

40 Schuss

Gewicht:

ca. 1.755 g

Hop-Up System:

check

Schiene für Zielhilfen:

check

Well MB01 B/L96 Airsoft Sniper


Typ:

Federdruck

Feuermodi:

Single action

Schussenergie:

max. 0,5 Joule

Kaliber:

6 mm

Magazinkapazität:

23 Schuss

Gewicht:

ca. 3.950g

Hop-Up System:

check

Schiene für Zielhilfen:

check


Softairwaffe - Was ist das denn genau?

Bei einer Softairwaffe handelt es sich um druckluftbetriebene Pistolen bzw. Gewehre, die für das gleichnamige taktische Spiel oder für heimische Zielübungen eingesetzt werden. Prinzipiell ähnelt dies bis auf die Art der Waffen und der Munition dem Paintball. Bei dem Teamspiel muss beispielsweise die Flagge des gegnerischen Teams erobert und zur eigenen Basis zurück gebracht werden. Wird man von einem gegnerischen Geschoss getroffen, scheidet man aus dem Spiel aus. Die Airsoft Gewehre sind dabei erstaunlich kraftvoll und zielgenau. Stärkere Modelle mit über 5 J erreichen teilweise Geschossgeschwindigkeiten von über 240 m/s. Eine akute Verletzungsgefahr besteht beim Tragen der Sicherheitsausrüstung (siehe unten) allerdings nicht. Ab welchem Alter mann zu welcher Waffe greifen darf, möchte ich in einem späteren Kapitel zu den rechtlichen Grundlagen erläutern.

Durch die teamorientierte Spielweise und die ausgeprägte Bewegung an der frischen Luft wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Konstitution spürbar verbessert. Zudem stellt es einen fantastischen Ausgleich zum beruflichen Alltag dar. Ein Versuch schadet demnach auf gar keinen Fall. Hinsichtlich der Funktionsweise einer Softair Handwaffe wird zwischen Federdruck-, elektrischen und Gasdrucksystemen unterschieden. Was sich dahinter jeweils verbirgt und was dies für den Einsatz im Feld bedeutet, möchte ich Ihnen nachfolgend kurz schildern. Keine Sorge, es wird nicht zu technisch.

Softair Handwaffe

Federdruck

Bei einer Softairwaffe, die mit Federdruck funktioniert, wird eine Schraubenfeder vor jedem Schuss per Hand gespannt, meist durch Zurückziehen des Verschlusses bzw. des Schlittens bei einer Pistole. Die Feder arretiert am Ende der Auslenkung und wird wieder gelöst, sobald man den Abzug der Waffe betätigt. Die eigentliche Beschleunigung der Rundkugel erfolgt allerdings in erster Linie nicht durch die Feder selbst, sondern über den indirekt erzeugten Luftdruck durch ein internes Kolbensystem. In aller Regel ist dieser Spannmechanismus vor allem bei preiswerteren Modellen zu finden.

Elektrische Softair Handwaffe

Das Funktionsprinzip ist hier ähnlich zu den Federdrucksystemen, denn auch hier kommt eine Schraubenfeder zum Einsatz. Diese werden hier aber nicht manuell vor jedem Schuss gespannt, sondern durch die Hilfe eines internen Elektromotors. Betätigt man bei diesen Modellen den Abzug, wird im ersten Schritt die Feder elektromechanisch gespannt und im zweiten Schritt freigegeben. 

Softairwaffe und passende Ausrüstung

Diese wirkt nun wieder auf ein Kolbensystem, das das Geschoss durch ein Luftpolster aus dem Lauf presst. Durch diese Antriebsweise ist auch ein vollautomatischer Betrieb möglich. Eine Kadenz von über 600 Schuss in der Minute ist so möglich. Meist kommen hier austauschbare Nickel-Cadmium aber auch Lithium-Polymer Akkus zum Einsatz, die sich in Ihrer Kapazität und Betriebsspannung unterscheiden. Eine höhere Kapazität äußerst sich in einer längeren möglichen Betriebsdauer und eine erhöhte Spannung führt in aller Regel zu einer erhöhten Feuerrate.

Gasdruck

Eine Gasdruck Softairwaffe, beschleunigt die Rundkugeln durch ein sich ausdehnendes Fremdgas, meist CO2 oder Propan. Hiermit ist eine halb- und sogar vollautomatische Betriebsweise möglich. Der Gasspeicher befindet sich in aller Regel im Magazin der Waffe. Bei den sogenannten Blow-Back Waffen wird ein Teil des Treibgases zur Nachstellung der Repetierbewegung echter Waffen verwendet. Das heißt beim Abfeuern einer Airsoft Pistole bewegt sich der Schlitten realistisch nach hinten. Hiermit wird definitiv ein realeres Waffengefühl erzielt. Für den Wettkampfsport auf jeden Fall interessant.

Munition und Hop-UP System

In einer Softair Handwaffe kommen in aller Regel Rundkugeln aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 6 mm zum Einsatz. Kugeln aus Aluminium oder Stahl sind zwar erhältlich, vom Einsatz auf dem Spielfeld würde ich aber dringend abraten. Hier besteht durchaus Verletzungsgefahr, wenn man aus kurzer Distanz getroffen wird. Die Geschwindigkeit mit der das Geschoss den Lauf verlässt, ist von der verwendeten Waffe abhängig. Je stärker die verbaute Feder bzw. je höher der Gasdruck, desto schneller in aller Regel auch das Geschoss. Vorausgesetzt es kommt zu keinem Gasverlust durch undichte Stellen. Die schlussendliche Geschossenergie, hängt aber auch von dem Gewicht der Kugel ab.

Damit die runden Kugeln auch gerade fliegen und sich nicht in alle Himmelsrichtungen verteilen, ist bei einem modernen Softair Gewehr bzw. einer Pistole ein Hop-Up System verbaut. Dies ist in aller Regel eine gummierte Fläche im glatten Lauf der Waffe, die der beschleunigten Kugel einen Rückwärtsdrall verleiht. Dies verleiht dem Geschoss Auftrieb und stabilisiert es. Dadurch fliegt die Kugel gerade aus und deutlich weiter. Allerdings kommt es zu einer seitlichen Abweichung der Geschossbahn, wenn die Waffe schräg gehalten wird.


Softair kaufen - Worauf gilt es zu achten?

Wenn man sich nun eine Softair kaufen möchte, gibt es einiges zu beachten, um das für sich passende Modell aus der schier endlosen Zahl an Fabrikaten auszuwählen. Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, ist es besonders wichtig eine Softairwaffe auszuwählen, die dem eigenen Alter angemessen ist. Wie Sie auch im letzten Abschnitt genauer lesen können, darf man nicht mit jedem Alter jede beliebig starke Waffe besitzen und erwerben. Mit 14 Jahren darf die Geschossenergie maximal 0,5 J betragen, ab 18 dürfen auch stärkere Modelle mit weniger als 7,5 J ohne Waffenschein erworben werden. 

Prinzipiell gilt, je stärker die Waffe, desto höher die Geschossenergie und desto höher die Reichweite und meist auch die Präzision auf höhere Distanzen. Im Wettkampf sollte aber darauf geachtet werden, dass die Modelle diesbezüglich nicht zu weit voneinander abweichen. An diese Regelung sollte man sich wirklich streng halten. Die nächste Frage, die man sich stellen sollte ist, welche Funktion man im Team einnehmen möchte. Danach sollte sich auch die Wahl der Waffe richten. Eine Pistole macht aber in jedem Fall als Sekundärwaffe Sinn. Jeder erdenkliche Typ ist auch druckluftbetrieben erhältlich, auch Schrotflinten.

Welches Funktionsprinzip für Sie das Richtige ist, hängt davon ab, was Sie sich vom Modell wünschen und um welchen Typ es sich handelt. Softair Scharfschützengewehre sind durch das Repetieren natürlich in aller Regel Federdruck betrieben. Bei Pistolen oder Sturmgewehren würde ich für den Wettkampf aber zu Gasdruckwaffen greifen. Zum einen können diese anders als die Federdrucksysteme halbautomatisch gefeuert werden und zum anderen sind diese durch das Blow back System deutlich realistischer, da diese den Mechanismus einer echten Feuerwaffe nachahmen. Bis 0,5 J sind auch vollautomatische Modelle frei verkäuflich, diese sind dann elektromechanisch betrieben.

Stärkste Softair kaufen

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass die Softairwaffe der Wahl über ein Hop-Up System verfügt, damit die Rundkugeln präzise fliegen und nicht in alle Himmelsrichtungen verteilt werden. Achten Sie zudem auf das Material der Waffe. Als Faustregel gilt in meinen Augen, dass hochwertige Fabrikate meist zum Großteil aus Metall statt aus günstigem Kunststoff gefertigt sind. Zwar sind diese etwas schwerer aber dafür auch robuster.

Wo kann man die stärkste Softair kaufen?

Wie Sie oben bestimmt schon gesehen haben, wenn Sie den Links folgen, können Sie auf Amazon die normalen 0,5 J Softair kaufen. Dort finden Sie in dieser Klasse auch hervorragende Modelle und das in einer gewohnt großen Auswahl zu günstigen Preisen. Die stärkeren Modelle über 0,5 J werden hier jedoch nicht vertrieben, da man hier nachweisen müsste, dass man bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat (näheres hierzu lesen Sie im letzten Abschnitt des Artikels). Möchten Sie eine solche Softairwaffe kaufen, kann ich Ihnen unsere Partnerseite Demmer-Shop.de empfehlen. Dort finden Sie eine gigantische Auswahl an starken Modellen zu einem guten Preis. Auch passendes Zubehör wie Ersatzmagazine oder Zieloptiken finden Sie dort. Von Pistolen über Schrotflinden bis hin zum mächtigen Scharfschützengewehr finden Sie dort alles, was das Männerherz höher schlagen lässt. Ein Blick lohnt sich hier definitiv.


Schutzausrüstung und Bekleidung

Auch wenn es sich hier um einen eher ungefährlicheren Sport handelt, da man bei Treffern keine schwerwiegenden Verletzungen befürchten muss, ist das Tragen von Schutzausrüstung unbedingt empfehlenswert. Auf der Haut kommt es zwar meist nur zu Quaddeln, ein Treffer ins Auge kann aber doch gefährlich werden. Zur Aufbewahrung von Ersatzmagazinen oder der Sekundärwaffe gibt es zudem noch eine Vielzahl an weiterer Ausrüstung. Die wichtigsten Dinge habe ich Ihnen nachfolgend kurz zusammengestellt. Ein jeweils passendes Produkt habe ich Ihnen zudem auch noch verlinkt. 

  • Schutzbrille und Gesichtsmaske zum Schutz empfindlicher Stellen (z.B. Fansport Airsoft Maske)
  • Taktische Weste zur Aufbewahrung von Munition und Ausrüstung (z.B. Conex Einsatzweste)
  • Schutzhandschuhe gegen schmerzhafte Treffer an den Händen (z.B. Vbiger Handschuhe)
  • Caret Right
    Der Umgebung angepasste Tarnkleidung (z.B. BW Feldjacke und BW Feldhose)
  • Caret Right
    Wetterfeste Stiefel mit stabilisierendem Schaft (z.B. Mil-Tec Tactical Boot)
  • Caret Right
    Passende Ersatzmagazine für Primär- und Sekundärwaffe

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Bevor Sie nun aber los spurten, da Sie sich die stärkste Softair Handwaffe über 0,5 Joule kaufen möchten, sollten Sie sich aber zuvor noch einmal die aktuelle gesetzliche Lage ansehen, um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten. Nachfolgend möchte ich Ihnen meine Auffassung der Lage näher bringen, doch fassen Sie dies bitte nicht als verbindliche Rechtsberatung auf, da ich keine juristische Ausbildung genossen habe. In jedem Fall macht es Sinn vor dem Kauf selbst noch einmal einen Blick auf die aktuell gültige Version des Waffengesetztes zu werfen.

Softair Scharfschützengewehr

Ob man eine Softairwaffe besitzen darf, hängt von der Geschossenergie und Ihrem Alter ab. Ab 14 Jahren darf man eine Waffe mit einer Geschossenergie von maximale 0,5 Joule frei kaufen. Hat man das 18. Lebensjahr vollendet, darf man auch stärkere Modelle mit weniger als 7,5 Joule ohne Waffenschein frei kaufen. Wichtig ist bei allen Modellen, dass das Prüfzeichen des Beschussamts Suhls vergeben worden ist. Dieses ist ein F in einem Fünfeck auf dem Softair Gewehr. Die stärkeren Modelle über 0,5 J dürfen in Deutschland zudem keine Vollautomaten sein. 

Weiterhin darf man diese nur auf befriedeten Grundstücken führen und natürlich nicht in der Öffentlichkeit. Weiterhin dürfen diese ausschließlich in verschlossenen Behältnissen transportiert werden, wie auch Luftgewehre. Doch auch wenn die Geschossenergie bei bzw. unter 0,5 Joule liegt, kann es verboten sein die Softairwaffe in der Öffentlichkeit zu führen, nämlich dann wenn sie einer echten Waffe täuschend echt sieht. In einem solchen Fall wird sie als Anscheinwaffe eingestuft. Ein Verstoß wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. 

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Zombie Apokalypse überleben: How to

Nicht nur Filme und Serien über Untote werden immer beliebter sondern auch Videospiele und Romane. Doch dabei handelt es sich nicht nur um reine Fantasie, denn eine solche Katastrophe ist in der einen oder anderen Form durchaus möglich, z.B. durch missglückte Forschungsprojekte an biologischen Waffen. Doch was ist ein Zombie nun genau? In nachfolgendem Beitrag möchte ich weiterhin Ihnen meine Gedanken zu einem potentiellen Verlauf einer sochen Pandemie mitteilen und wie man unter Umständen eine solche Zombie Apokalypse überleben kann und was ich in meinem Zombie Survival Kit mitführen würde.


Wie könnte man eine Zombie Apokalypse überleben?

Nachfolgend möchte ich Ihnen aufzeigen wie sich eine solche potentielle Katastrophe entwickeln kann, wie realistisch ein solches Szenario ist und wie die Überlebenschancen stehen. Doch bevor wir uns später auch noch im Detail anschauen, wie man eine Zombie Apokalypse überleben kann, möchte ich vorab noch ein paar andere grundlegende Fragen klären.

Was ist ein Zombie überhaupt?

Nun zu allererst stellt sich natürlich unweigerlich die Frage was ein Zombie nun überhaupt ist. Zwar hat jeder bei den Begriff ein bestimmtes Bild im Kopf, doch vermutlich jeder ein anderes. Denn in der Literatur, modernen Filmproduktionen und Videospielen kommt nicht nur der langsame, plumpe, unintelligente instinktgesteuerte Zombie vor, sondern oft werden auch schnelle Kreaturen beschrieben, die über ein gewisses Maß an Schwarmintelligenz verfügen, was für Überlebende natürlich eine deutlich größere Gefahr darstellen würde und es deutlich schwieriger machen würde eine Zombie Apokalypse überleben zu können. Im Film World War Z kommen beispielsweise die schnellen Walker vor. Der Film ist nicht nur deswegen durchaus sehenswert.

Beide Typen haben im Allgemeinen aber gemein, dass es sich um untote Lebewesen handelt, in aller Regel Menschen, wobei in einer realen Katastrophe natürlich nicht grundlegend ausgeschlossen werden könnte, dass auch Tiere betroffen sind. Grundlegend heißt dies also, dass der Betroffene zunächst stirbt und nach einer gewissen Zeit wieder von den Toten aufersteht. In aller Regel ist dieser Lebenden gegenüber nicht  wohlgesonnen. 

Auslöser für den Tod und die anschließende Wiederauferstehung ist in aller Regel ein Virus, das den Wirt befällt. Die Übertragung erfolgt in aller Regel durch den Speichel eines Zombies in Folge eines Bisses. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Infektion auch durch kontaminiertes Wasser übertragen werden kann.

Was ist ein Zombie - Zombie Apokalypse möglich?

Charakteristisch ist zudem, dass durch die Wiederauferstehung die Zellregeneration des Körpers nicht mehr funktioniert, sprich die Untoten rotten vor sich hin und verwesen kontinuierlich. Daher ist deren Erscheinungsbild stark entstellt. Zumindestens stellt sich dies in Filmen so dar. Zudem verfügen diese über keinerlei Schmerzempfinden und sind von ihren Urinstinkten nach Nahrung getrieben, die in aller Regel aus rohem Fleisch besteht. In vielen Werken verfügen diese nur noch über die Wahrnehmung von Gerüchen und Geräuschen. Die einzige Möglichkeit die Gefahr durch einen Untoten zu eliminieren, ist die Zerstörung seines Gehirns. Ein Abtrennen von Gliedmaßen stört diesen weniger. Ob Zombies springen, rennen oder klettern können kann nicht sicher gesagt werden. In Filmen kommen alle Varianten vor. Nimmt man aber an, dass diese nach und nach verwesen, sollte die Motorik aber schnell weit genug eingeschränkt sein, dass dies zumindest nur noch eingeschränkt möglich ist.

So ist eine Zombie Apokalypse möglich - Der Verlauf

Einmal angenommen es kommt zu einem Ausbruch, wie wäre dann ein anzunehmender Verlauf einer Zombie Apokalypse; vom Ausbruch bis hin zum möglichen Wiederaufbau einer funktionierenden Gesellschaft? Dieser Frage versuche ich in diesem Abschnitt näher auf den Grund zu gehen. 

Ausbruch und Ausbreitung zur Pandemie

Ihren Anfang nimmt die Katastrophe mit dem Anstecken des Patienten 0, also des ersten Infizierten. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig. Am wahrscheinlichsten halte ich es aber, dass sich ein Mitarbeiter einer Forschungseinrichtung mit dem Virus infiziert. Zum Beispiel im Rahmen eines Rüstungsprojekts zur Entwicklung biologischer Waffen. Isoliert man den Erkrankten nicht sofort, kommt es zügig zur Ausbreitung der Erkrankung, vor allem wenn die Inkubationszeit sehr gering ist. Erschwerend kommt hinzu, dass es hier keinen Impfstoff gibt und durch den modernen Verkehr eine Ausbreitung des Virus stark begünstigt ist. Im Falle einer solchen, noch nie da gewesenen Krankheit mit diesen extremen Symptomen wäre sowohl die Feuerwehr und die Polizei als auch das Militär hoffnungslos überfordert. Es ist daher nur eine Frage von wenigen Wochen bis Monaten bis die Gesellschaft und das Leben so wie wir es kennen zusammenbricht.

Der Überlebenskampf und das Ende der Katastrophe

Nach dem Zusammenbruch der Gesellschaft und der Ausweitung der Krankheit zu einer Pandemie ist der Höhepunkt erreicht und man muss eigenständig die Zombie Apokalypse überleben. Dies stellt aber ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, denn der absolute Großteil der Bevölkerung wandelt in Form von untoten Fressmaschinen durch die Straßen. Zudem ist natürlich die gesamte Infrastruktur nicht mehr existent, geschweige denn die Wasser- und Stromversorgung. Auch die medizinische Versorgung bei Krankheit bzw. Verletzungen ist nicht mehr gegeben. Wie und womit Sie diese furchterregende Situation aber dennoch überstehen können, erfahren Sie weiter unten.

Auch die Lebensmittelbeschaffung wird hier zum Problem, da die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen durch die Zombiehorden natürlich nicht ohne Weiteres möglich ist und die Ware in den Supermärkten nach und nach verdirbt.

Lediglich Konserven sind selbst Jahre nach dem Ausbruch noch genießbar. Und an diese zu gelangen ist nicht gefahrlos möglich. Um an diese zu gelangen müssen Sie sich an Untoten vorbei stehlen und anderen Überlebenden zuvorkommen.

Wie Zombie Apokalypse überleben? - Zombie Survival Kit

Doch wie immer im Leben gibt es Hoffnung am Ende des Tunnels. Denn durch das voranschreitende Verfaulen der Zombies, geht von diesen nach und nach weniger Gefahr aus und sind nach einer gewissen Zeit tatsächlich tot, auch weil langsam die Nahrung ausgeht. Halten Sie also lange genug durch, können Sie die Zombie Apokalypse überleben. Die verbliebenden Überlebenden schließen sich nach und nach zu neuen Gemeinschaften zusammen und versuchen nach und nach die Gesellschaft wieder aufzubauen und die Infrastruktur sowie die Nahrungsmittelversorgung wieder sicherzustellen.

Gefahr durch andere Überlebende

Wie oben angedeutet geht die Gefahr in einer solchen Extremsituation nicht allein von den Zombies aus, sondern besonders auch von den anderen Gruppen von Überlebenden, die ebenfalls ums Überleben kämpfen. In solchen Überlebenssituationen verhalten sich Menschen nicht mehr wie in der heutigen Überflussgesellschaft, sondern handeln oft instinktgetrieben. Zudem gibt es kein Justizsystem mehr, das einen für Gräueltaten zur Verantwortung zieht. So wird der Kampf um die letzten Ressourcen zum Kampf um Leben und Tod. Plündern und Rauben ist in einer solchen Welt an der Tagesordnung.

Daher sollte man sich nie unbewaffnet auf die Suche nach Ressourcen begeben, denn die Gefahren sind wahrlich vielfältig. Auch wenn eine Gruppe besonders freundlich scheint, sollte man immer zunächst sehr skeptisch sein und nicht blindlings ins Verderben rennen. Am Besten ist man vermutlich in einem dünn besiedeltem Gebiet aufgehoben, um die Gefahr von plötzlichen Überfällen möglichst klein zu halten.


Zombie Survival Kit - Wie für den Ernstfall vorsorgen?

Doch wie kann man nun eine Zombie Apokalypse überleben und das möglichst unbeschadet und angenehm zu gleich. Nun hierfür benötigt man eine Reihe an grundlegendem Zubehör, um das Überleben auch ohne bekannte Infrastruktur und Gesellschaft sicher zu stellen. Die  wichtigsten Utensilien, die ich in meinem Zombie Survival Kit nicht missen möchte, habe ich Ihnen unten kurz zusammen gestellt.

Geeignete Waffen 

Wie oben bereits mehrmals angedeutet, müssen Sie sich großen Gefahren aussetzen, um die Zombie Apokalypse überleben zu können. Um diese gefährlichen Situationen zu überstehen, müssen Sie sich notgedrungen mit den passenden Waffen ausstatten, um nicht Untoten oder Plünderern als leichtes Opfer in die Hände zu fallen. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass diese möglichst vielfältig einsetzbar sind, um Gewicht zu sparen und natürlich auch effektiv zur Bekämpfung von Zombies einsetzbar sind. Nachfolgend finden Sie meine Gedanken zu geeigneten Nahkampf- und Fernkampfwaffen, die in Ihrem Zombie Survival Kit nicht fehlen sollten.

Nahkampf - Der letzte Ausweg

Für den Nahkampf empfiehlt es sich in meinen Augen zu einer Waffe zu greifen, die man auch als Werkzeug einsetzen kann, um möglichst flexibel zu bleiben. Hier bietet sich besonders eine Machete an, idealerweise ein kopflastiges, schwertähnliches Modell, um mit einem kräftigem Hieb den Schädel eines Zombies zu teilen. Zu schwer darf das Modell aber auch nicht sein, um noch schnell geführt werden zu können.

Zwar wäre ein Schwert besser für den Kampf geeignet, aber weniger zum Vorbereiten von Feuerholz. Zudem wäre die Pflege der Klinge in solchen Extremsituation vermutlich nur schwer durchführbar. Eine Machete kann aber schnell und einfach nachgeschärft werden, was einem hier auf alle Fälle in die Karten spielt. Ein guter Kompromiss wäre hier z.B. die Kukri Machete von Condor. Aber auch eine Handaxt, wie die Trench Hawk von Cold Steel wäre bestens für die Aufgaben geeignet. In nachstehendem Video von Cold Steel sehen Sie wie effektiv eine Kukri Machete sein kann.

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Einfache Streitkolben und Baseballschläger sind als Waffe durchaus auch geeignet und gegen Untote sehr effizient. Hier sollten Sie aber darauf achten, dass diese über keine Stacheln oder ähnliches verfügen. Zwar sieht man dies häufig in Filmen, doch in der Realität wäre das gar nicht mal so vorteilhaft, denn die Stacheln oder herumgewickelter Stacheldraht verfängt sich leicht in der Kleidung oder den Haaren der Untoten, was Sie schnell in sehr unangenehme Situationen bringen kann oder Sie sogar gänzlich entwaffnet. Desto glatter desto besser!

Weiterhin sollten Sie unbedingt ein geeignetes Messer mit sich führen, als letzten Ausweg quasi. Zudem können Sie mit diesem alltägliche Schneidaufgaben erledigen. Mit gängigen Militärmessern machen Sie hier definitiv nichts falsch, denn für solche Einsatzzwecke wurden diese ja schließlich entwickelt. Das Einsatzmesser von Ka-bar wäre beispielsweise eine gute Wahl. Dieses habe ich selbst im Outdooreinsatz und bin damit mehr als zufrieden. Die Preis-/Leistung ist in meinen Augen nahezu unschlagbar.

Fernkampf - Zombies abschießen aus der sicheren Entfernung

Eine zusätzliche Fernkampfwaffe dabeizuhaben macht in meinen Augen definitiv Sinn, denn diese sind nicht nur wahnsinnig durchschlagskräftig, sondern ermöglichen Ihnen das Bekämpfen von Gefahren aus sicherer Entfernung. So müssen Sie sich erst gar nicht in den Nahkampf begeben, sondern können aus der Deckung Zombies abschießen. Am effektivsten wären hier natürlich richtige Schusswaffen, aus offensichtlichen Gründen. Doch leider hat man hier als normaler Bürger in aller Regel keinen Zugriff darauf, außer man ist langjähriges Mitglied im Schützenverein oder Jäger. Falls man jedoch im Besitz einer Schusswaffe gelangt, wäre es meiner Meinung nach am Besten auf kleinere Kaliber (z.B. .22) zu setzen, da diese immer noch in der Lage sind aus großer Distanz Knochen zu durchdringen und deutlich leiser sind als größere Kaliber. Man möchte ja nicht unnötig auf sich aufmerksam machen und so die Situation weiter verschärfen.

Unter den freien Waffen halte ich Armbrüste und Bögen für sehr gute Alternativen, da diese nahezu geräuschfrei arbeiten. Die modernen Varianten sind wahnsinnig durchschlagskräftig und durchschlagen Schädel aus großer Distanz. Ich persönlich würde hier zu einer Armbrust greifen, wenn man Zombies abschießen will. Zwar benötigt diese nach einem Schuss länger zum nachladen, dafür kann diese auch mit wenig Übung effektiv und Zielgenau eingesetzt werden, da mit diesen wie mit einem Gewehr gezielt werden kann. Zudem kann diese ohne Kraftaufwand gespannt gehalten werden, anders als bei einem Bogen. Mit diesem ist monatelanges Training notwenig, um diesen wirklich effektiv einsetzen zu können, zu mal die Ziele nicht statisch sind, sondern sich bewegen.

In beengten Räumen und auf geringe Distanzen kann auch eine Handarmbrust nützlich sein, da diese schnell nachgeladen werden kann und sehr kompakt ist. Bereits die preiswerten Modelle sind völlig ausreichend zur Verteidigung und zur Jagd nach Nahrung. Wenn Sie sich zu den jeweiligen Waffen weiter informieren möchten, habe ich Ihnen meine Beiträge zu den jeweiligen Themen verlinkt.

Zombies abschießen mit Armbrust und Bogen

Wichtige Überlebenstools und -zubehör

Darüber hinaus benötigen Sie noch eine gewisse Grundausstattung, um in der Wildnis, außerhalb Ihres Verstecks, sicher unterwegs zu sein. Nachfolgend möchte ich Ihnen noch kurz aufführen, was meiner Meinung in keinem Fall in Ihrem Zombie Survival Kit fehlen darf. Ich habe Ihnen jeweils ein Produkt mit verlinkt, das in meinen Augen gut geeignet wäre.

Mit dieser Ausrüstung sollten Sie in den meisten Fällen gut versorgt sein. Lediglich Utensilien zum Essen und Trinken sowie die oben beschriebenen Waffen und Lebensmittel sollten Sie noch mitnehmen und natürlich die passenden Klamotten. Sind Sie auf der Suche nach Nahrungsmitteln in verlassenen Gebäuden und Supermärkten, sollten Sie natürlich noch ausreichend Taschen und weitere Rucksäcke mitführen, um die Beute transportieren zu können.

Lebensmittelbeschaffung in Zombie Apokalypse möglich 

Die Beschaffung von Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser ist von elementarer Wichtigkeit, wenn man die Zombie Apokalypse überleben will. Sauberes Trinkwasser erzeugen Sie am einfachsten durch das Abkochen von Wasser. Hierbei sollten Sie am Besten auf gesammeltes Regenwasser oder sauberes Wasser aus fließenden Gewässern zurückgreifen, da Sie durch das Kochen allein zwar Viren und Bakterien abtöten, aber eben keine Schwebstoffe entfernen. Haben Sie keine Möglichkeit aus diesen Quellen Wasser zu beziehen, dann können Sie entweder den anstehenden Dampf kondensieren lassen oder das Wasser durch Aktivkohle filtern. Aber am besten wäre es, wenn Sie Ihren Unterschlupf in einem Bauernhaus mit eigenem Brunnen finden würden, auch wenn das heutzutage eher selten ist.

Sollten Sie keine Möglichkeit haben Wasser durch Feuer abzukochen, können Sie diese auch chemisch desinfizieren oder durch die Hilfe von UV-Strahlung. Am einfachsten ist aber die Verwendung von Mikrofiltersystemen. Diese sind kompakt genug um einfach im Rucksack mitgenommen zu werden und ermöglichen es Ihnen aus Gewässern aller Art direkt Wasser zu filtern, in Flaschen abzufüllen oder direkt zu trinken. Dies darf in Ihrem Zombie Survival Kit nicht fehlen! Ein solches Filtersystem wäre zum Beispiel der Katadyn Pocket Filter. Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen möchten, kann ich Ihnen meinen Beitrag zum Thema Wasser aufbereiten empfehlen.

Zombie Virus herausfiltern

Frische Nahrungsmittel beschaffen Sie entweder durch Jagd mit Ihrer Armbrust oder Ihrem Bogen oder durch den Anbau von Gemüse. Alternativ durch Beutezüge in benachbarte Supermärkte. Hier wird es nach kurzer Zeit aber nur noch Eingekochtes und andere Konserven geben. Idealweise sorgen Sie für die Anfangszeit, in der das Zombieaufkommen enorm sein wird, vor indem Sie sich mit Konserven, Trockenfrüchten und Trockenfleisch eindecken, um die ersten Wochen und Monate sicher zu überstehen. Geeignete Vorräte finden Sie z.B. hier auf unserer Partnerseite ASMC.de. Damit diese nicht verderben, macht es Sinn diese regelmäßig zu ersetzen. Die ausgetauschte Ware können Sie selbstverständlich bei Ihren nächsten Wanderungen verbrauchen.

Stromversorgung

Wie in der Beschreibung zum potentiellen Verlauf bereits geschildert, wird es bereits sehr frühzeitig zum Zusammenbruch der Stromversorgung kommen. Damit bricht beinahe alles zusammen, was man im alltäglichen Leben für selbstverständlich erachtet. Um zumindest einen Bruchteil Normalität beizubehalten und um z.B. wichtige akkubetriebene Geräte zu laden oder um Elektrowerkzeug zu betreiben, um das Versteck zu befestigen, benötigen Sie eine Stromquelle.

Ein tragbarer Generator bietet sich daher unbedingt an, da dieser leicht und mobil ist, und so im Ernstfall einfach mitgenommen werden kann. Benzin bzw. Diesel sollte man in ausreichender Menge zur Verfügung haben. Denn es gibt ja niemanden mehr, der das Benzin in den Autos verfahren könnte. Doch einen Nachteil gibt es mit den Modellen mit Verbrennungsmotor; sie sind relativ laut, was unter Umständen Zombies anlocken könnte. Zudem muss darauf geachtet werden, dass dieser in einem gut belüfteten Bereich aufgestellt wird, um Vergiftungen durch das Abgas zu vermeiden. Alternativ kann man ein Auspuffsystem basteln, um die Atemluft sauber zu halten.

Eine Alternative wären Solarzellen. Diese sind aber in aller Regel weniger leicht zu transportieren und liefern Nachts auch keinen Strom. Zudem bräuchten Sie schon beträchtliche Flächen, um beispielsweise einen Winkelschleifer zum Laufen zu bekommen.


Zu Hause verschanzen oder die Flucht ergreifen?

Zu guter Letzt stellt sich natürlich auch die Frage wo man die höchsten Überlebenschancen hat. Auf dem niedrig besiedeltem Land oder in einer größeren Stadt? Nun diese Frage ist deutlich schwieriger zu beantworten als man zunächst denken möchte, denn zum einen gibt es in einer Stadt zwar dramatisch mehr Zombies, aber dafür auch deutlich mehr Nahrungsmittel, Werkzeug und medizinische Utensilien, die einem das Überleben deutlich einfacher gestalten.

Nun wie wir oben bereits herausgestellt haben, kann man eine Zombie Apokalypse überleben wenn man nur lange genug aushält. Man benötigt daher ein gutes Versteck, was sowohl für andere Überlebende als auch für Zombies nicht ersichtlich und unzugänglich ist. Daher würde ich nach aktuellem Stand empfehlen die Flucht aus der Stadt anzutreten, sobald sich eine derartige Katastrophe abzeichnet. Auf dem Dorf haben Sie zwar in aller Regel nicht die selbe Dichte an Supermärkten, aber in den verlassenen Häusern und Höfen, findet sich dennoch eine Unmenge an Lebensmitteln und unter Umständen sogar Brunnen. Konserven und die oben angesprochenen Dinge sollten Sie aber dennoch zur Sicherheit mitnehmen.

Auf dem Land ist die geringe Dichte an Untoten und anderen Überlebenden in aller Regel deutlich geringer, was Ihnen das Aushalten deutlich angenehmer gestalten sollte. Zudem haben Sie hier die deutlich besseren Fluchtmöglichkeiten, falls Ihr Versteck doch einmal Ziel eines Angriffs werden sollte 

Hinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links zu unseren Partnerseiten Amazon.de und ASMC.de

Spazierstöcke zur Selbstverteidigung

Ein Gehstock bzw. der Flanierstock ist nicht nur eine gerne genutzte Gehhilfe, sondern oft auch ein modisches Accessoire für den Herrn von Welt. Umso besser wenn er sich auch bestens zur Selbstverteidigung für Senioren in Notsituationen eignet, wie die hier vorgestellten Modelle. Lesen Sie warum gerade diese sich so gut eignen und worauf Sie beim Kauf achten müssen. Weiterhin erfahren Sie, ob Sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten, wenn Sie sich einen Spazierstock mit Klinge kaufen möchten.


Beliebte Gehstöcke zur Verteidigung im Vergleich

Cold Steel Gehstock City Stick


Material:

Fiberglass und Alu-Knauf

Gesamtlänge:

ca. 96 cm

Stärke:

ca. 1,9 cm

Gewicht:

ca. 386 g

Integrierte Klinge:


Cold Steel Walkabout Spazierstock


Material:

Polypropylen

Gesamtlänge:

ca. 98 cm

Stärke:

2,5 - 3,8 cm

Gewicht:

ca. 740 g

Integrierte Klinge:


Cold Steel Steven Seagal Ten Shin Stock


Material:

Polypropylen

Gesamtlänge:

ca. 112 cm

Stärke:

k.A.

Gewicht:

ca. 966 g

Integrierte Klinge:



Worin liegt hier die Besonderheit?

Bei den hier gezeigten Gehstöcken handelt es sich kurz gesagt einfach, um äußerst stabile Modelle, die explizit zur Selbstverteidigung für Senioren entwickelt worden sind. Das bedeutet zudem, dass diese nicht nur zum Schlagen und Stechen taugen, sondern eben auch als Gehhilfe. Um dies zu erzielen, sind diese Produkte aus äußerst stabilen, zähen und teils sogar faserverstärkten Kunststoffen hergestellt. Trotz der Stabilität sind diese aber dennoch äußerst leicht und unterscheiden sich hier nicht von herkömmlichen Modellen. Das nachstehende Video zeigt eindrucksvoll zu was diese Schlagwaffen in der Lage sind. 

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Wie Sie sehen können, sind diese Selbstverteidigungswaffen nicht zu unterschätzen und sind legal zu erwerben und führen, wie Sie im letzten Abschnitt ausführlicher lesen können. Durch das unauffällige Erscheinungsbild kann dieser unbemerkt mitgeführt werden und führt im Ernstfall zum entscheidenden Überraschungsmoment und ermöglicht schlussendlich die sichere Flucht. Wie man diesen nun einsetzten kann, erfahren Sie weiter unten.

Spazierstock mit Klinge

Eine Sonderform der Selbstschutzgehstöcke stellt der Stockdegen dar, den Sie vielleicht aus dem ein oder anderen Film bereits kennen und schon einmal gesehen haben. Hierbei handelt es sich um einen Spazierstock mit Klinge, die sich verborgen im Inneren des Schafts befindet und bei Bedarf entweder per Knopfdruck gelöst oder einfach herausgezogen wird. 

Von außen sieht dieser wie ein handelsüblicher Gehstock aus, niemand rechnet hier damit, dass sich im Inneren ein rapierähnliches Schwert befindet. Der Knauf stellt hierbei den Griff der Waffe dar. Auch Varianten mit kürzeren, dolchartigen Klingen gab es und werden im Ausland noch immer hergestellt.

Wie bereits angedeutet ist die Klinge in aller Regel lang und dünn und eignet sich daher hauptsächlich zum Fechten und weniger für wuchtige Hiebe. Den Höhepunkt seiner Beliebtheit erreichte der Spazierstock mit Klinge im 19. Jahrhundert als Accessoire und Selbstschutzwaffe von Edelleuten.  

Spazierstock mit Klinge kaufen

Selbstverteidigung für Senioren mit dem Gehstock

In erster Linie eignet sich ein solcher Gehstock, bzw. ein Flanierstock mit Klinge zur Selbstverteidigung für Senioren, da hier eine Gehhilfe ja nichts Auffälliges und somit nichts Ungewöhnliches darstellt. Dies bietet Ihnen in einer Gefahrensituation den entscheidenden Vorteil, denn der Angreifer rechnet sicher nicht damit, dass Sie sich mit Ihrem Stock effektiv verteidigen können. Der Überraschungseffekt ist damit auf Ihrer Seite, was im Rahmen des Selbstschutzes meist die effektivste Waffe überhaupt ist. Oft ist der Angreifer so überrumpelt, dass er oft nach einem Treffer bereits die Flucht ergreift bzw. Ihnen die Flucht aus der Situation ermöglicht. Wie ich bereits in den anderen Beiträgen erwähnt habe, ist das Ziel stets die unversehrte Flucht aus der Gefahrensituation und nicht das Ausschalten des Angreifers. Denn ein Versuch den Aggressor kampfunfähig zu machen, endet nicht selten mit schwerwiegenden, eigenen Verletzungen.  

Wie bei allen Selbstschutzwaffen für den Nahkampf möchte ich auch hier noch einmal explizit erwähnen, dass der Nahkampf, besonders für Senioren wirklich nur den allerletzten Ausweg darstellen darf. Um mit dem Gehstock effektiv agieren zu können, müssen Sie sich in Nahkampfreichweite mit dem Angreifer begeben, der Ihnen unter Umständen körperlich überlegen ist. Ich empfehle daher nur die Kombination mit einem weitern Schutzmittel, beispielsweise einer Pfefferpistole. Hiermit machen Sie den Angreifer aus der Distanz kampfunfähig und können so im Notfall nachfassen falls dieser dennoch wider erwarten nicht ablässt.

Selbstverteidigung für Senioren mit dem Gehstock

Eingesetzt werden kann ein solch stabiler Flanierstock prinzipiell wie ein Schlagstock. Sie können mit den Enden kräftig zustechen, schlagen oder mit einem gekrümmten Knauf Arme oder Beine anreißen und den Angreifer so aus dem Gleichgewicht bringen. Weiterhin können Sie Schläge und selbst Messerangriffe abwehren, wenn Sie im Umgang geübt sind. Treffen Sie empfindliche Stellen wie den Kopf des Angreifers können Sie sich effektiv verteidigen. Da Sie aber unweigerlich in den Nahkampf müssen, trotz der sehr vorteilhaften Reichweite, sollten Sie sich idealerweise bei einem Kurs in einer Kampfkunstschule Ihrer Nähe anmelden, um den richtigen Umgang mit Ihrem Stock zu erlernen.


Worauf muss man beim Flanierstock achten?

Wenn Sie sich einen Gehstock vorwiegend zum Zwecke der Selbstverteidigung für Senioren zulegen möchten, sollten Sie hier vorallem vorwiegend auf eine ausreichende Stabilität des Materials achten, um einen Bruch im Ernstfall auf alle Fälle zu vermeiden. Polypropylen eignet sich hier in meinen Augen besonders gut, da dieser Kunststoff, wenn er richtig modifiziert worden ist, äußerst zäh ist. Noch besser ist es, wenn dieser zusätzlich noch mit Fasern, idealerweise Glasfasern verstärkt worden ist. Dann ist ein Bruch nahezu ausgeschlossen, wie auch das oben gezeigte Video eindrucksvoll zeigt. Wenn der Spazierstock solche Belastungen erträgt, erträgt er auch locker Ihr Gewicht beim Abstützen, falls Sie den Flanierstock auch aktiv als Gehhilfe benutzen möchten.

Möchten Sie den Stock primär zum Gehen verwenden, sollten Sie darauf achten, dass dieser am Ende des Schafts über eine rutschfeste Kappe verfügt. Damit ist auch auf unebenem und sogar nassem Untergrund eine Unterstützung beim Laufen gegeben. Zusammenschiebbare Modelle sind in meinen Augen nicht ideal, da diese konstruktionsbedingt weniger stabil sind als massive Modelle. Demnach eignen sich diese weniger zur Selbstverteidigung von Senioren oder jüngeren Menschen.

Bezüglich des Knaufs denke ich, dass alle oben gezeigten Modelle sowohl zum Stützen, als auch zum Schlagen sehr gut geeignet sind. Mit den runden Knäufen, besonders wenn dieser aus Metall gefertigt ist wie beim Cold Steel City Stick, ist die Durchschlagskraft aber tendenziell höher.

Senkrecht angeordnete Griffe sind aber als Gehhilfe wohl besser und ergonomischer. Hier kommt es also darauf an, worauf Sie Ihren persönlichen Fokus legen.

Der Knauf von einem Flanierstock

Möchten Sie sich trotz der Hinweise im nachfolgenden Abschnitt einen Spazierstock mit Klinge kaufen, sollten Sie hier unbedingt darauf achten, dass die Klinge aus einem hochwertigen und getemperten Kohlenstoffstahl besteht, das sich beim Stich auf das Trainingsziel nicht sofort verbiegt, oder noch schlimmer sogar bricht. Weiterhin sollte das Modell über eine Arretierung verfügen, um den Knauf mit Klinge sicher im Stock zu halten. Andernfalls könnte es im Alltag passieren, dass sich der Flanierstock bei einer schnellen Bewegung verabschiedet. Zudem sollten Sie auch auf die allgemeine Verarbeitungsqualität achten und hier vor allem auf die Verbindung von Klinge zum Knauf. Denn das beste Stahl nützt nichts, wenn die Verbindung zwischen Beiden beim ersten Stoß bricht. Der Knauf sollte natürlich auch so geformt sein, dass er auch beim Fechten gut und sicher in der Hand liegt.


Rechtliche Situation

Bevor Sie sich nun aber einen stabilen Gehstock zur Selbstverteidigung oder gar einen Spazierstock mit Klinge kaufen, müssen Sie sich aber vorher noch kurz mit den rechtlichen Rahmenbedingungen beschäftigen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Denn das wäre unter Umständen äußerst unangenehm. Um Ihnen hier viel Arbeit zu ersparen, habe ich sorgfältig recherchiert und meine Erkenntnisse hier kurz zusammengefasst. Da ich aber keine juristische Ausbildung genießen durfte, möchte ich Sie bitten dies aber nicht als verbindliche Rechtsberatung zu verstehen. Lesen Sie im Zweifel lieber noch einmal selber in der aktuellen Fassung des Waffengesetzes nach.

Zu den stabilen Gehstöcken kann man sagen, dass es hier keinerlei Auflagen gibt, diese können demnach von jedem legal gekauft, besessen und benutzt werden. Diese sind ja auch normale Gehhilfen und unterliegen demnach auch keiner Einschränkung. Nur weil diese deutlich stabiler sind als herkömmliche Modelle und von der Form her zur Selbstverteidigung für Senioren optimiert worden sind, sind diese noch lange nicht als Waffe einzustufen. Ähnlich wie bereits beim Sicherheitsregenschirm. Die oben dargestellten Modelle von der US-amerikanischen Firma Cold Steel können demnach einfach gekauft und genutzt werden. 

Spazierstock mit Klinge kaufen legal?

Anders sieht es allerdings bei einem Spazierstock mit Klinge aus. Zwar kann dieser vom Prinzip her auch wie ein normaler Gehstock genutzt werden, doch die versteckte Blankwaffe ist hier das Problem. Laut dem Waffengesetz zählen diese Stockdegen zu den verbotenen Hieb- und Stichwaffen, da diese in der Lage sind durch ihre Form einen Alltagsgegenstand vorzutäuschen. Demnach dürfen diese weder gekauft noch besessen werden. Auch dann nicht, wenn die Klinge stumpf und die Spitze abgerundet worden ist. Daher habe ich oben auch kein Modell verlinkt. Falls Sie aber Schwerter allgemein faszinierend finden, können Sie sich auch gleich ein solches kaufen, diese sind wiederum nicht verboten und können ab 18 frei gekauft werden. Meinen Beitrag zum Thema habe ich Ihnen gleich mal mit verlinkt.

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Streitkolben und Kriegshämmer

Bereits in der Steinzeit wurde der Urvater dieser Waffengattung erfolgreich eingesetzt, die simple Keule. Mit dem Voranschreiten der Rüstungstechnik entwickelten sich aus diesem einfachen Konzept über die Jahrhunderte ausgeklügelte Streitkolben, die in der Lage waren selbst dicke Plattenpanzerungen zu durchschlagen. Allen voran der Rabenschnabel, ein eigens hierfür konzipierter Kriegshammer. Erfahren Sie nachfolgend worin der Unterschied zwischen einem Streitflegel und einem Streithammer liegt und worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen Morgenstern kaufen möchten. Und ist der Besitz eigentlich erlaubt? Die Antwort auf diese Frage finden Sie ganz unten.


Beliebte Haumesser im Vergleich

Cold Steel Kriegshammer


Typ:

Kriegshammer/ Rabenschnabel

Material:

Kohlenstoffstahl 1055

Gesamtlänge:

ca. 76 cm

Schaftmaterial:

Hickory Holz

Gewicht:

ca. 1000 g


United Cutlery M48 Kommando


Typ:

Kriegshammer/ Rabenschnabel

Material:

2Cr13 Edelstahl

Gesamtlänge

ca. 96,2 cm

Schaftmaterial:

Glasfaserverstärkter Kunststoff

Gewicht:

ca. 1470 g


Cold Steel polnischer Streitkolben


Typ:

Streitkolben

Material:

Kohlenstoffstahl 1055

Gesamtlänge

ca. 47,9 cm

Schaftmaterial:

Kohlenstoffstahl 1055

Gewicht:

ca. 1094 g



Unterschied Streitkolben und Kriegshammer

Wenn man den Begriff Streitkolben hört, kann sich vermutlich jeder grob etwas darunter vorstellen, doch hier gibt es etliche verschiedene Typen, die sich über die Jahrhunderte entwickelt haben und für die unterschiedlichsten Aufgaben vorgesehen sind. Nachfolgend erfahren Sie was sich hinter den einzelnen Modellen und Begriffen verbirgt.

Der klassische Streitkolben und der Morgenstern

Ein Streitkolben ist im Prinzip die logische Weiterentwicklung und Verbesserung der einfachen Keule, die man schon in der Steinzeit als Waffe kannte. Im Gegensatz zur Urform, besteht hier der Schlagkopf aus Stein, bzw. später aus Stahl und der Schaft aus einem belastbarem Holz bzw. ebenfalls aus Stahl, idealerweise aus einem Stück. Der Kopf war zudem in aller Regel symmetrisch ausgeführt, um die volle Wirkung aus jeder Richtung zu erreichen, ohne den Schlag zu präzise platzieren zu müssen.

Der Schaden am Ziel wird rein durch die Wucht des Schlages realisiert. Eine Penetration findet hierzu in aller Regel nicht statt, jedoch gibt es durchaus auch Varianten mit zusätzlichen Klingen oder Dornen, um den Schaden an weichen Zielen zu maximieren. Ist der Kopf mit Dornen besetzt, spricht man in aller Regel vom Morgenstern, den viele vermutlich noch aus der Kindheit kennen. Ist der dornige Kopf durch eine Kette mit dem Schaft verbunden, spricht man streng genommen von einem Streitflegel. Mehr hierzu finden Sie weiter unten.

Durch die große Wucht und die Tatsache, dass die Waffe nicht zwingend eindringen muss, um Schaden zu verursachen, eignet sich ein Streitkolben bestens zum Kampf gegen gepanzerte Ziele. Ein Treffer auf einen Helm beispielsweise kann trotz der Panzerung zu schwersten Verletzungen und zur Kampfunfähigkeit des Ziels führen. Wie die anderen hier vorgestellten Typen, genoss diese Waffe trotz Ihrer Effektivität und des geringen Preises besonders beim Adel kein besonders hohes Ansehen, da diese doch von eher plumber Gestalt sind und nach wie vor das Schwert das Statussymbol der Wahl war. Mit dem Voranschreiten der Plattenrüstung, änderte sich dies aber drastisch. 

Streitkolben oder Morgenstern kaufen?

Der Streithammer bzw. Rabenschnabel

Wie eben erwähnt schritt die Entwicklung immer besser und effizienter werdender Plattenrüstungen schnell voran, was natürlich auch durch entsprechende Waffenoptimierungen kompensiert werden musste. Somit entwickelte man nach und nach den heute als Rabenschnabel genannten Streithammer. Eine Kombination aus einem panzerbrechenden, oft speziell gehärteten Dorn und einem Hammer. Der Schaft ist in aller Regel mindesten 50 cm lang, zumindest wenn er einhändig geführt wird. Mit dem Dorn war man in der Lage selbst die beste Panzerung mit ausreichend Wucht aufzubrechen und den Träger zu verletzen.

Die stumpfe Seite konnte leichte Panzerung schwer beschädigen und beim gepanzerten Soldaten durch die schweren Erschütterungen sogar trotz Panzerung Knochenbrüche hervorrufen. Auch wenn gepanzerte Krieger hierdurch nicht gleich getötet wurden, machte man diese damit zu leichten Zielen. Das Kämpfen und Atmen wurde durch die Verletzungen und die eingeschränkte Atmung durch die verbeulte Rüstung zunehmend erschwert. Wie auch beim Streitkolben, bestand der Kopf in aller Regel aus Stahl und der Schaft aus sehr zähem Holz, um ein Splittern möglichst auszuschließen. Die Durchschlagskraft dieser Waffen sehen Sie in unten stehendem Video anhand des Cold Steel Kriegshammer.

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Der Streitflegel

Dass diese Waffengattung aus dem Dreschflegel, einem landwirtschaftlichen Werkzeug, entwickelt worden ist, ist relativ leicht auszumachen. Wie bei diesem, ist bei dem Streitflegel, der Schlagkopf durch eine Kette bzw. einen Lederriemen mit dem hölzernen Schaft verbunden. 

Wie ein Streitkolben bzw. ein Morgenstern, bestanden die späteren Modelle meist aus einer stählernen, mit Dornen besetzten Kugel, die über eine Stahlkette an dem hölzernen, rund 50 cm langen Schaft befestigt ist.

Durch die Kette wird ein größerer Abstand zwischen dem Drehpunkt des Schlags und dem Schlagkopf erzeugt. Damit wird durch den Schlag auch eine größere Geschwindigkeit der Kugel ermöglicht. Doch durch die Kette springt der Schlagkörper nach dem Auftreffen unkontrolliert herum, was unter Umständen auch zu einer Verletzung des Benutzers führen kann.

Kriegshammer und Streitflegel

Morgenstern kaufen - Worauf achten?

Bevor Sie sich nun einen Kriegshammer bzw. Rabenschnabel kaufen, sollten Sie noch ein paar Punkte beachten. In meinen Augen ist es vor allem wichtig, dass für den Schaft ein geeignetes Material genutzt wird, was besonders schlagzäh ist und bei den großen Belastungen beim Auftreffen des Hammerkopfes auf das Ziel auch Wochen und Monate schadenfrei übersteht. Hier eignet sich in meinen Augen hauptsächlich Hartholz, wie es auch für Axtschäfte zum Einsatz kommt. Alternativ ist auch glasfaserverstärkter Kunststoff eine gute und preiswerte Alternative. Beispielsweise ist faserverstärktes Polypropylen wahnsinnig schlagzäh und eignet sich demnach bestens für diese Anwendung. Zudem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es im Bereich des Kopfes keine Verjüngungen im Schaft gibt. Damit meine ich, dass der Stiel lokal nicht stark im Durchmesser abnehmen darf. Hierdurch bilden sich beim Schlag Spannungsspitzen, die zum frühzeitigen Versagen des Hammers führen können. Unter Umständen bilden sich hier sogar gefährliche Splitter.

Der Rabenschnabel, ein Streithammer eignet sich bestens zum Durchschlagen von Rüstung

Zudem sollten Sie sich Gedanken darüber machen, gegen welche Ziele Sie den Streithammer einsetzen möchten. Gegen weiche und wenig gepanzerte Ziele eignet sich ein normaler Kriegshammer oder eine Keule bestens. Gegen Plattenpanzer sind vor allem solche Modelle mit einer rüstungsbrechenden Spitze geeignet, wie etwa der Rabenschnabel. Bezüglich des Materials würde ich persönlich zu Kohlenstoffstahl greifen. Zwar ist dieses nicht korrosionsbeständig, aber in aller Regel zäher als Edelstahl, das auf Grund der hohen Anteile an Legierungselementen recht spröde ist. 

Um Korrosion zu vermeiden, sind Modelle aus nicht rostfreiem Stahl meistens entsprechend beschichtet. Möchten Sie neben dem Kriegshammer ein Schild nutzen, sollten Sie zu einem kürzeren Modell greifen, das Sie einhändig führen können. Möchten Sie sich einen Streitflegel kaufen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Kugel ein ganzes Stück oberhalb Ihrer Hand hängt, mit der Sie den Schaft halten. Die Kette darf somit nicht zu lang sein. Andernfalls laufen Sie Gefahr Ihre Hand bei der Benutzung schnell in Mitleidenschaft zu ziehen.


Wie werden Streitkolben rechtlich behandelt?

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zur rechtlichen Situation im Umgang mit Streitkolben verlieren, da es hierzu online noch nicht allzuviel gibt. Nach einiger Recherche, kann ich nachstehendes mit gutem Gewissen von mir geben, auch wenn ich keine juristische Ausbildung genießen durfte. Bitte verstehen Sie dies aber nicht als verbindliche Rechtsberatung, lesen Sie zur Sicherheit immer selbst einmal in der aktuellen Fassung des Waffengesetzes nach.

Prinzipiell ist ein Streithammer oder ein Streitflegel natürlich anders zu bewerten als ein herkömmlicher Werkzeughammer. Die zivile Variante ist ein Werkzeug und kann daher uneingeschränkt besessen und herumgetragen werden, vielleicht nicht unbedingt auf dem Volksfest. Bei einem Rabenschnabel sieht dies natürlich anders aus, da sofort klar ist, dass dieser nicht zum Nageln gedacht ist. Da diese in erster Linie dazu dienen Menschen schwer zu verletzen bzw. die Abwehr- und Angriffsfähigkeit von Personen herabzusetzen, sind diese nach dem Gesetz als Hieb- und Stichwaffen einzustufen. Damit dürfen diese zwar als Erwachsener (ab 18. Jahren) frei gekauft und besessen werden, dürfen aber nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Übungen auf dem eigenen Grundstück sind aber absolut in Ordnung. Die Verwendung als Dekoartikel natürlich auch.

Selbst die Verwendung für Schaukämpfe sollte prinzipiell in Ordnung sein, solange alle Spitzen und eventuelle Schneiden absolut stumpf sind! In einem solchen Fall fällt die Verwendung unter den Schutz der Brauchtumspflege und des Sports. Doch Fragen Sie zur Sicherheit ruhig nocheinmal im lokalen Ordnungsamt nach, um böse Überraschungen zu vermeiden. Manche Veranstalter verbieten den Einsatz von stählernen Exemplaren zudem ausdrücklich. Sie können sich demnach aber ruhigen Gewissens einen Morgenstern kaufen.

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Bastardschwert, Zweihänder und Co.

Das Schwert ist die wohl älteste und bewährteste Blankwaffe der Menschheitsgeschichte, um das sich auch zahlreiche berühmte Mythen ranken. Jedes Kind kennt beispielsweise Excalibur. Von kaum einer anderen Waffe haben sich über die Jahrhunderte so viele unterschiedliche spezialisierte Modelle heraus kristallisiert, die jeweils für eine gewisse Epoche und eine geographische Lage typisch sind. Auch heute noch strahlen Exemplare, wie der Anderthalbhänder bzw. das Bastardschwert, das Wikingerschwert oder ein Zweihandschwert bzw. Zweihänder eine besondere Anziehungskraft auf uns Menschen aus, die unseren Urinstinkt anspricht. Nicht nur in Form von LARP-Kämpfen sind diese Waffen ein super interessantes Hobby. Lesen Sie worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich ein Schaukampfschwert kaufen möchten.


Beliebte Schwerter im Vergleich

Cold Steel Anderthalbhänder 


Typ:

Bastardschwert

Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl 1055

Klingenlänge:

ca. 89 cm

Klingenstärke:

ca. 5,1 mm

Griffmaterial:

Holz, mit Leder überzogen

Gewicht:

ca. 1.372 g

Scheide inkl.:

Material der Scheide:

lederbezogenes Holz


Hanwei Tinker Frühes Wikingerschwert


Typ:

Germanenschwert

Klingenmaterial:

5160er Federstahl

Klingenlänge:

ca. 78,5 cm

Klingenstärke:

ca. 5 mm

Griffmaterial:

Holz, mit Leder überzogen

Gewicht:

ca. 1.250 g

Scheide inkl.:

Material der Scheide:

lederbezogenes Holz


Cold Steel Grosse Messer Zweihänder


Typ:

Zweihandschwert

Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl 1055

Klingenlänge:

ca. 81 cm

Klingenstärke:

ca. 5,1 mm

Griffmaterial:

Holz

Gewicht:

ca. 1.740 g

Scheide inkl.:

Material der Scheide:

Leder mit Stahlbeschlägen



Was ist ein Schwert?

Auch wenn vermutlich schon jeder mal ein Schwert gesehen hat und grob weiß was das überhaupt ist, möchte ich hier noch einmal drauf eingehen und einige wichtige Typen kurz vorstellen. Die Vorstellung aller Typen würde den Rahmen aber wohl sprengen, hierfür gibt es dann doch einfach zu viele verschiedene Unterarten. Nun prinzipiell handelt es sich hierbei um eine Hieb- und Stichwaffe bzw. eine Blankwaffe, die zum Kampf von Mann gegen Mann entwickelt worden ist und anders als ein Messer nur diesem einen Zweck dient. Heutzutage natürlich nur noch zu Trainingszwecken und als LARP Waffe. Früher hatte es zudem noch die Funktion des Statussymbols inne, denn gute Exemplare konnten sich nur sehr wohlhabende Menschen leisten.

Die Schmiedekunst erreichte mit der Verarbeitung von Kohlenstoffstählen den Höhepunkt und brachte Schwerter hervor, die selbst bei höchsten Belastungen nicht brachen und ihre Schärfe lange beibehielten. Die Klingen konnten sowohl ein- als auch zweischneidig ausgeführt sein, zudem konnten diese gerade oder auch gebogen sein. Abhängig vom Verwendungszweck wurden diese ein- oder beidhändig geführt. Der Griff musste hierfür natürlich entsprechend angepasst sein. Ein Bastardschwert beispielsweise besteht in aller Regel aus der Klinge, einer Parierstange zum Abwehren von gegnerischen Schlägen, dem Griff und einem Knauf.

Das Bastardschwert

Der Name des Anderthalbhänders (Bastardschwert) rührt daher, dass dieses sowohl einhändig, als auch zweihändig geführt werden kann. Dabei umgreift die zweite Hand Teile des Knaufs. Durch die Verwendung beider Hände, wird die Schlagkraft natürlich dramatisch erhöht, was die Effektivität gegen gepanzerte Gegner ungemein steigert. Die Griffe sind demnach länger als beispielsweise beim Wikingerschwert und weisen Längen von etwa 20 - 30 cm auf. 

Die Klinge war zwischen 85 und 110 cm lang und damit deutlich kürzer als bei einem Zweihandschwert, was dessen Erfolg auf dem Schlachtfeld nicht geschmälert hat. Mit diesen Abmessungen kamen sie je nach genauer Ausführung auf ein Gewicht zwischen ein und zwei Kilogramm. Neben dem Einsatz in Kriegen, wurde diese Blankwaffe vorwiegend als Duellwaffe verwendet und war besonders unter Adeligen beliebt. In meinen Augen stellen diese Exemplare den perfekten Allrounder dar. Wenn Sie sich ein Schaukampfschwert kaufen möchten, ist dies meiner Meinung nach die erste Wahl. Das untenstehende Video zeigt eindrucksvoll wie effektiv der Cold Steel Anderthalbhänder wirklich ist.

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Das Zweihandschwert

Wie der Name Zweihänder bereits andeutet, wurde diese Blankwaffe zum zweihändigen Führen konzipiert. Demnach ist auch der Griff lang genug, um ihn mit beiden Händen zu umgreifen. Entwickelt hat sich dieser Waffentyp aus dem Anderthalbhänder. In aller Regel werden hiermit sehr große Schwerter (teils um die 170 cm) mit teilweiser Fehlschärfe und Parierhaken assoziiert, doch es gibt hier noch viele weitere Typen, die unter diese Kategorie fallen, wie das oben aufgeführte große Messer von Cold Steel oder einfach sehr lange Exemplare, die optisch einem Ritterschwert ähneln, nur eben länger sind.

Die als große Messer bekannten Zweihänder, wurden um 1500 in Europa hauptsächlich von Bauern zur Verteidigung ihres Hab und Guts vor üblem Gesindel verwendet und das äußerst effektiv. Geschmiedet wurden diese aus Kohlenstoffstahl und wiesen eine säbelartige Gestalt mit einer Verbreiterung am Kopf auf. Durch das Gewicht und Form der einschneidigen Klinge, konnten sogar Kettenhemden effektiv durchschlagen werden. Untenstehendes Video zeigt die Effektivität dieser Klingenwaffe eindrucksvoll.

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Anders als oft angenommen, wurden Zweihandschwerter auf den Schlachtfeldern weniger zum direkten Kampf gegen feindliche Soldaten verwendet, sonder eher für Sonderaufgaben. Besonders geeignet waren diese zum Aufbrechen von Pikenformationen oder zum Kampf gegen berittene Kavallerie. 

Wikingerschwert kaufen

Die im Volksmund oft als Wikingerschwert bekannte Blankwaffe war bei dem gleichnamigen Volk mehr als nur eine Waffe, sondern ein echtes Statussymbol und das nicht nur wegen des enormen damaligen Preises. Nicht zu letzt aus diesem Grund waren diese Exemplare oft aufwändig und fachmännisch verziert. 

Das oben dargestellte Modell von Hanwei, weist den typischen Aufbau dieser Typen auf. In aller Regel waren die Klingen zweischneidig ausgeführt und wiesen eine Länge von ca. 80 cm auf, was natürlich auch variieren konnte. In der Mitte der beiden Klingen befand sich in aller Regel eine Blutrinne. Bereits in dieser Zeit wurden die Eigenschaften des Stahls durch Damaszieren an die hohen Belastungen im Kampf angepasst. Typisch sind auch die kleine Parierstange und der rundlich Knauf. Der Griff bestand zumeist aus lederumwickeltem Holz.

Das Wikingerschwert wurde in aller Regel zusammen mit einem Holzschild geführt und musste demnach mit einer Hand gehalten werden. Fürs zweihändige Führen eignet es sich demnach nicht. Da es hauptsächlich für Hiebe und schwere Stiche konzipiert war, ist die Balance eher kopflastig. Da diese Exemplare aber meist nur etwas über ein Kilogramm wiegen, kann mit ihnen meiner Meinung nach durchaus auch gefochten werden.

Wikingerschwert kaufen - Auch als Schaukampfschwert erhältlich

Schaukampfschwert kaufen - Worauf achten?

Bevor Sie sich nun also ein Schaukampfschwert kaufen, sollten Sie noch einige Punkte beachten. Denn durch deren enorm lange Anwendungszeit innerhalb der Menschheitsgeschichte, gibt es unzählige Modelle und es kamen die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz. Doch welche sind hier nun die richtigen Parameter für Sie? Bei dieser Frage möchte ich Sie gerne unterstützen. 

Prinzipiell ist die erste Frage, die Sie sich stellen müssen, nach der Art, die Sie möchten bzw. benötigen. Soll es zusammen mit einem Schild geführt werden, wie ein Wikingerschwert oder mit beiden Händen wie ein Zweihandschwert? Soll es agil geführt werden können, wie ein Anderthalbhänder oder eher zum reinen Schlagen taugen wie ein Säbel?

Gewicht und Größe

Die Größe und das Gewicht der Waffe hängt natürlich in erster Linie von der jeweiligen Art ab. Ein Zweihänder ist natürlich länger und schwerer als ein Wikingerschwert, da es das ja auch sein muss, um den oben genannten Aufgaben gerecht zu werden. Lassen Sie sich aber nicht von den genannten Gewichten abschrecken, die meisten Schwerter, besonders solche, die auf Schnelligkeit ausgelegt sind, sind sehr gut ausbalanciert.

Säbel, die eher zum hacken gedacht sind, haben einen eher nach vorne verlagerten Schwerpunkt, was das Führen deutlich erschwert, besonders wenn man selbst über weniger Kraft verfügt. Als durchschnittlicher Mensch, sollte man mit einem regulären Schwert aber nicht an seine körperlichen Grenzen stoßen. Zudem bildet sich beim regelmäßigen Üben mit der Klinge schnell die benötigte Muskulatur.  So kann man es bereits nach kurzem Training auch problemlos mit ausgestreckten Armen halten. Meiner Meinung sollte man sich hier also keinen Kopf machen und sich z.B. das Wikingerschwert kaufen, das einem gefällt.

Material

Damit ein Schwert im Einsatz effektiv eingesetzt werden kann, muss es aus einem geeigneten Material geschmiedet sein, um den Belastungen in Kämpfen standhalten zu können. Besonders beim Auftreffen auf harte Materialien, wie Rüstungen oder beim Blocken anderer Blankwaffen, treten enorme Belastungen auf. Damit die Klinge bei solcher Belastung nicht einfach bricht, was die Waffe nutzlos machen würde, muss der Klingenstahl äußerst flexibel sein. Betrachtet man eine Blankwaffe in der Zeitlupe, sieht man eindrucksvoll wie sich die Klinge bewegt und biegt. 

Für diese Belastungen eignet sich besonders Kohlenstoffstahl, da es einen geringen Anteil an Legierungselementen aufweist, was das Material versprödet. Durch die Flexibilität sind auch sehr dünne Klingen möglich, die sich auf Grund des geringen Gewichts besonders schnell führen lassen.

Ein rostfreier Edelstahl wäre zwar in Sachen Pflege deutlich angenehmer, ist hierfür aber zu spröde und weniger gut geeignet. Besonders bei den langen Klingen. Die oben aufgeführten Modelle verfügen alle über gut geeignete Stahlsorten, die ich guten Gewissens empfehlen kann. 

Ein Schwert muss sorgfältig wärmebehandelt werden, damit die Klinge auch über eine optimale Härte verfügt. Dabei darf sie weder zu hart noch zu weich sein. Ist die Klinge zu weich, kommt es sehr schnell zu Klingenschäden. Aber wenn diese zu hart ist, kommt es zwar lange zu kaum einer Beschädigung, ist aber eine gewisse Grenze überschritten, kommt es zu Ausbrüchen oder zum kompletten Splittern. Ein guter Kompromiss zwischen Zähigkeit und Härte stellt in meinen Augen ein Wert zwischen 50 und 55 HRC dar.

Anderthalbhänder bzw. Bastardschwert

Design des Knaufs

Selbst bei der Konstruktion des Knaufes gibt es einiges zu beachten, denn hier gibt es auch himmelweite Unterschiede bei der Ausführung. Angefangen bei der Form. Prinzipiell sollte man hier darauf achten, dass dieser so geformt ist, dass er beim Führen des Schwerts nicht stört und sich nirgends verheddern kann. Fantasiewaffen mit dornenbesetzten Knäufen sind hier ein schönes Negativbeispiel. Der Knauf sollte zudem über möglichst wenig Ecken, Kanten oder unnötige Extras verfügen, wenn man ein anwenderfreundliches Modell bevorzugt. Besonders bei einem Anderthalbhänder ist der Knauf besonders wichtig, denn diesen umfasst man ja in aller Regel, wenn man es zweihändig führt.

Auch bei der Befestigung am Erl der Waffe gibt es unterschiedliche Vorgehen. Zum einen kann der Knauf über eine Gewindeverbindung angebracht werden oder vernietet werden. Das Vernieten hat den Vorteil, dass der Griff besonders fest sitzt und Schwachstellen im Gesamtsystem vermieden werden. Jedoch ist ein Entfernen nicht ohne Weiteres möglich. Durch das Verschrauben, können defekte Teile natürlich deutlich einfacher getauscht werden. Allerdings ist auch ein unbeabsichtigtes Lösen im Kampf möglich, was die Stabilität der Waffe beeinträchtigen kann. Hier gibt es kein richtig oder falsch, es kommt auf Ihren persönlichen Geschmack an.


Machete guter Ersatz?

Oft werde ich gefragt, ob eine einfache größere Machete nicht ein preiswerter und vergleichbarer Ersatz für ein echtes Schwert ist. Dies muss ich klar verneinen. Klar eignen sich diese  auch zum Schneiden, zum Fechten hingegen weniger. Zum einen sind diese nur einseitig geschärft, was den Einsatz im Ernstfall oder zum Sparring deutlich einschränkt. Aber die größten Nachteile sind das Gewicht, auf Grund der hohen Klingenstärken und der sehr weit nach vorne verlagerte Schwerpunkt. Daher eignen sich diese zwar bestens zum Hacken, wie ich auch in meinen Beitrag zu Macheten geschildert habe, aber eben weniger für schnelle und agile Bewegungen.

Zwar bestehen Macheten in aller Regel auch aus Kohlenstoffstahl, doch sind diese meist nicht ausreichend gehärtet. Dies hat zwar den Vorteil, dass die Klingen schnell und einfach im Feld nachgeschärft werden können,  jedoch ist diese demnach sehr weich, was schnell zu Beschädigungen der Klinge führen kann. Besonders beim Blocken von anderen Blankwaffen. Die Verarbeitung ist zudem in aller Regel deutlich grobschlächtiger. Immerhin handelt es sich hier ja in erster Linie um ein Werkzeug. 

Zweihandschwert bzw. Zweihänder

Schwerter wurden über Jahrhunderte aus guten Gründen auf diese Art gefertigt und von bekannten Schmieden aus ganz Europa kontinuierlich optimiert. Immerhin mussten sich Edelleute auf diese Waffen verlassen können. Ein einfaches Werkzeug kann hier sicher nicht mithalten. Ausnahmen von dieser Regel gibt es natürlich auch, nämlich solche, die echten Schwerter optisch nachempfunden sind. Ein Vertreter ist zum Beispiel die Gladius-Machete von Cold Steel. Wie der Name bereits andeutet ist diese dem bekannten römischen Kurzschwert nachempfunden. Dieses ist auch vom Gewicht her sehr angenehm zu führen. 


Auf die richtige Pflege kommt es an

Da die Klingen der aller meisten erhältlichen Schwerter aus Kohlenstoffstahl bestehen, ist die richtige Pflege natürlich unerlässlich. Denn anders als Edelstahl, das aus oben genannten Gründen für Schwerter weniger in Frage kommt, ist Stahl mit einem eher geringen Anteil an Legierungselementen nicht korrosionsbeständig. Das heißt es oxidiert und rostet oberflächlich, beim Zusammentreffen mit Wasser aller Art relativ schnell. Doch keine Sorge, denn selbst mit einem minimalem Pflegeaufwand kann dies effektiv verhindert werden. Nach der Benutzung des Schwertes würde ich Ihnen raten mögliche Rückstände sorgfältig vom Stahl zu entfernen und die Klinge gründlich mit einem flusenfreien Tuch trocken zu wischen.

Schaukampfschwert kaufen

Anschließend müssen Sie das Stahl vor dem Zutritt erneuter Feuchtigkeit schützen. Hierzu eignen sich Öle bestens. Ich persönlich verwende hier das sogenannte Schwertöl von Hanwei. Mit diesem habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht und man kann es bequem und sauber aufsprühen. Lagern sollten Sie das Schwert dann an einem trockenen Ort, innerhalb der dazugehörigen Scheide. 

Ein Bastardschwert zu schleifen kann aufgrund der teils enormen Länge eine echte Herausforderung darstellen. Die Methoden, die ich in meinem Beitrag übers richtige Messerschleifen beschrieben habe, eigenen sich hier deshalb erfahrungsgemäß nur zum Teil. 

Durch die meist zweischneidige Ausführung und die Länge ist die Einstellung des richtigen Schleifwinkels auf dem Wasserstein nur schwer möglich. Ich persönlich fixiere das Schwert, gepolstert mit einem Stück Leder, mittels einer Schraubzwinge an meiner Werkbank und schleife die Schneide vorsichtig mit einem ausreichend großen Abziehstein. Auf diese Art und Weise erreichen Sie eine ausreichende Gebrauchsschärfe, ohne die Klinge in irgendeiner Weise zu beschädigen. Alternativ gibt es auch zahlreiche Dienstleister, die das Schwert fachmännisch für Sie schleifen. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man das Schleifen natürlich auch historisch korrekt auf einem drehenden Stein durchführen. Aber keine Sorge, rasiermesserscharf muss das Bastardschwert gar nicht sein. Ist die Klinge zu fein geschliffen, sind Beschädigungen der Klinge vorprogrammiert.


Wie ist die rechtliche Situation?

Zu guter Letzt möchte ich zusammen mit Ihnen noch einen Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Umgang mit Blankwaffen werfen. Bevor Sie also nun los spurten, um sich ein Wikingerschwert kaufen zu können, sollten Sie diesen Abschnitt sorgsam lesen. Zudem möchte ich unbedingt darauf aufmerksam machen, dass ich kein Rechtsanwalt bin und Sie meine Aussagen demnach auf keinen Fall als eine verbindliche Rechtsberatung verstehen dürfen. Lesen Sie unbedingt selbst noch einmal die aktuelle Fassung des Waffengesetzes.

Prinzipiell kann ich nach meiner Recherche sagen, dass der Erwerb eines Schwerts erlaubt ist. Allerdings muss man hierfür das 18. Lebensjahr vollendet haben, wie so oft bei freien Waffen. Machen Sie sich beim Kauf darauf gefasst, dass Ihr Alter und damit Ihr Ausweis kontrolliert wird. Da ein Bastardschwert oder jeder andere Typ juristisch auf Grund seiner Beschaffenheit dazu geeignet ist die Angriffs- und Abwehrfähigkeit eines Menschen erheblich herabzusetzen und damit erhebliche Verletzungen hervorzurufen, gelten diese als Hieb- und Stichwaffen. Demnach dürfen diese zwar besessen werden, aber nicht in der Öffentlichkeit mitgeführt werden. Trainingseinheiten im Garten sollten demnach kein Problem sein.

Ist die Klingenspitze jedoch offensichtlich abgestumpft und die Schneiden stumpf, können diese jedoch zum Zwecke des Sports oder der Brauchtumspflege auch in der Öffentlichkeit getragen werden. Dies ist in der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz definiert. Bei Schaukämpfen wären diese demnach rechtlich kein Problem. Stumpfe Dekowaffen sind natürlich ebenfalls kein Problem und dürfen besessen werden.

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Baseballschläger zur Selbstverteidigung?

Dieser Sport erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit und das aus gutem Grund, denn nicht umsonst handelt es sich hier um den Nationalsport der Amerikaner. Doch auch in Filmen kommen Alu Baseballschläger häufig vor, hier aber allerdings in den Händen von Gangstern oder starker Helden. Kein Wunder also, dass dieser auch immer häufiger durch Privatpersonen zum Selbstschutz eingesetzt wird. Doch ob dies überhaupt legal und effizient ist, möchte ich unter anderem in nachfolgendem Beitrag genauer beleuchten. Weiterhin können Sie lesen worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich einen Metall- oder Holz Baseballschläger kaufen möchten.


Beliebte Holz- und Metall Baseballschläger im Vergleich

g8ds® Holz Baseballschläger


Material:

Hartholz

Verfügbare Längen:

86 cm

max. Durchmesser:

ca. 5 cm

Gewicht:

680 g

Antirutsch-Beschichtung:

Knauf:

check

Molee Alu Baseballschläger


Material:

Aluminium

Verfügbare Längen:

81,5 cm

max. Durchmesser:

ca. 5,7 cm

Gewicht:

ca. 550 g

Antirutsch-Beschichtung:

check

Knauf:

check

Cold Steel 92BSL Brooklyn Whopper


Material:

Polypropylen

Verfügbare Längen:

96 cm

max. Durchmesser:

6,4 cm

Gewicht:

ca. 1.370 g

Antirutsch-Beschichtung:

Knauf:

check


Was ist das eigentlich genau?

Es wird Sie bestimmt wenig überraschen, dass ein Holz Baseballschläger im gleichnamigen Sport als Schläger Verwendung findet. Auch wenn der Sport in Deutschland und dem Rest Europas noch kaum Einzug gehalten hat und gegenüber Fußball eine absolute Randerscheinung darstellt, kennt den Sport aus US-amerikanischen Filmen mittlerweile jedes Kind. Auch wenn die Regeln wohl für die meisten ein absolutes Mysterium darstellen. Aber auch in der Hand von Gangstern und Helden sind diese in vielen namhaften Actionfilmen vertreten.

Nun prinzipiell ist ein Schläger wie ein typischer Knüppel geformt. Unten ist dieser weniger durchmesserstark (ca. 2,5 cm) ausgeführt, um einen entspannten Griff zu ermöglichen. Diese Partie ist ausreichend dimensioniert, um Ihren beiden Händen ausreichend Platz bieten zu können. Am Ende der meisten Schläger befindet sich ein Knauf, also eine starke Verdickung, um ein Abrutschen der Hände beim Schwung zu verhindern. Der Griffpartie schließt sich die eigentliche Schlagfläche an. Diese ist in aller Regel flaschenähnlich ausgeführt. 

Es gibt also einen fließenden Übergang zwischen Griff und Schlagkonus. Die Schlagpartie ist nach dem Erreichen des Solldurchmessers bis zum Ende hin konstant. In aller Regel ist der erhältliche Durchmesser bei ca. 7 cm begrenzt. Der obere Abschluss des Sportgeräts ist kuppelförmig ausgeführt.  

Alu Baseballschläger kaufen

Zum Einsatz im Sport kommen vor allem Alu Baseballschläger und solche aus Holz. Holzschläger werden hier aus dem Vollen gedreht und sind die traditionsreicheren Produkte. Hier kommen vorwiegend Harthölzer zum Einsatz, heute vorwiegend Esche, da dieses kaum zum Splittern neigt und sehr bruchfest ist. Modelle aus Alu sind hohl und damit deutlich leichter. Zudem federn Sie stärker als vergleichbare hölzerne Schläger. Somit vibrieren Sie weniger und ein sicherer Schlag wird vor allem für Anfänger leichter möglich, zudem wird mehr Energie auf den Ball übertragen. Zum Zwecke der Selbstverteidigung sind heute auch Modelle aus Kunststoff auf dem Markt erhältlich, wie etwa der Brooklyn Whopper von Cold Steel. Hier lassen sich die Eigenschaften besonders flexibel industriell einstellen. Durch die Zähigkeit dieser Modelle sind sie zudem nahezu unzerstörbar.

Wie hält man den Schläger eigentlich?

Einen Alu- bzw. Holz Baseballschläger hält man üblicherweise auf zwei verschiedene Arten, die sich aber nur leicht voneinander unterscheiden. Zum einen gibt es den Standardgriff und den Würgegriff. Nachfolgend möchte ich ganz kurz auf die beiden Techniken eingehen. 

Beim Standardgriff müssen Sie Ihre Hände so am Griffstück positionieren, dass sich die mittleren Knöchel Ihrer Finger auf einer Linie befinden. So können Sie im Spiel eine enorme Schlaggeschwindigkeit erzielen. 

Beim Würgegriff wird der Schläger, wie der Name schon andeutet, in dem Handflächen gehalten. Hierbei bilden die Handknöchel eine Linie. Bei diesem Griff schlägt man den Ball üblicherweise eher von unten nach oben. Bei beiden Grifftechniken aber befindet sich bei Rechtshändern die linke Hand unten und umgekehrt. Jetzt müssen Sie den Ball also nur noch treffen!

Holz oder Metall Baseballschläger

Baseballschläger kaufen - Darauf muss man achten!

Bevor Sie sich nun einen Baseballschläger kaufen, macht es stets Sinn sich Gedanken zu machen für was man diesen benutzen möchte. Zur Selbstverteidigung sind natürlich andere Dinge wichtig, als zur Anwendung im Sport. Zunächst muss man sich für ein Material entscheiden. Soll es ein Holz Baseballschläger sein oder einer aus Aluminium bzw. Kunststoff. Nun soll der Schläger im Sport verwendet werden, kommt nur Aluminium und Holz in Frage, da nur solche zugelassen sind, zumindest im Hobbysport. In den höheren Ligen, kommt nur noch Massivholz zum Einsatz. Für Anfänger ist hier aber wohl Alu besser geeignet, da diese Modelle ein ganzes Stück leichter sind, was das Lernen der richtigen Schlagtechnik doch merklich begünstigt. Zudem federn Alu Baseballschläger mehr, wodurch mehr Energie übertragen werden kann.

Auch die Abmessungen sind hier zu beachten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Schläger umso länger und schwerer zu wählen ist, desto größer und schwerer der Sportler ist. Grob gesagt sollte der Knüppel bis zur Taille reichen, wenn dieser neben Ihnen auf dem Boden steht (Bei Erwachsenen etwa zwischen 81 und 92 cm). Die maximale Größe ist allerdings auf 107 cm vorgeschrieben. Dicker als 7 cm darf dieser ebenfalls nicht sein.

Möchte man sich einen Schläger zur Selbstverteidigung anschaffen, ist prinzipiell jedes Material geeignet. Ich persönlich würde hier aber wohl zu dem Brooklyn Whopper von Cold Steel greifen. Denn hier kann es anders als bei einem Holz Baseballschläger nicht zu Brüchen kommen. Durch den zähen Kunststoff wird zudem sehr viel Energie auf das Ziel übertragen was Ihn hierfür besonders effektiv macht. Nachfolgendes Video zeigt die Effizienz dieser Schläger eindrucksvoll!

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Zur Selbstverteidigung sollten die Schläger in meinen Augen eher so lang wie möglich gewählt werden, um den potentiellen Angreifer auf Abstand zu halten. Haben Sie in Ihrer Wohnung aber vorwiegend kleine Räume und schmale Flure, sollten Sie aber vielleicht eher zu kompakteren Modellen greifen, um agiler agieren zu können. Und auch hier gilt der physikalische Grundsatz: Je höher die beschleunigte Masse, desto größer der erzielte Impuls. Doch muss der Knüppel natürlich auch noch handhabbar sein. Hier gilt es wie so oft die goldene Mitte zu finden.


Zur Selbstverteidigung geeignet?

Wie Sie es bestimmt auch schon oft in den unterschiedlichsten Filmen gesehen haben, werden Holz- oder Metall Baseballschläger nicht nur zum Sport eingesetzt, sondern auch als Waffe zur Selbstverteidigung. Doch eignen diese sich hier nun denn auch wirklich?

Nun wie schon im Artikel über Schlagstöcke deutlich wurde, sind solche nicht nur in den Händen von kampfsporterfahrenen Sportlern hochgradig effizient einsetzbar, sondern eben auch für die Privatperson. Ein Metall Baseballschläger fällt nicht nur auf Grund seiner sehr ähnlichen Erscheinung in die selbe Kategorie. Auf Grund der massiven Gestalt und der abhängig vom Modell hohen Reichweite können Sie Angreifer effektiv auf Distanz halten und ihn bei einem direkten Treffer sogar kampfunfähig machen.

Doch beachten Sie, dass die Länge auch einen Nachteil mit sich bringt. In beengten Raumverhältnissen können Sie diesen nur wenig flexibel einsetzen. Auch das Verstauen bzw. Verstecken ist durch die massive Bauform schwierig.

Baseballschläger Waffengesetz - Waffe oder Sportgerät?

Doch den größten Nutzen hat ein Baseball nicht unbedingt bei seinem direkten Einsatz, sondern vor allem auch zur Abschreckung. Diese ist bei der Selbstverteidigung nicht zu unterschätzen. Ein Angreifer der sich nicht mehr traut anzugreifen, muss auch nicht physisch abgewehrt werden, was auch stets eine direkte Gefahr für Ihre Gesundheit darstellt. Eine Aufbewahrung in Ihrem Kofferraum oder unter Ihrem Bett kann also durchaus Sinn machen und Ihr Sicherheitsempfinden massiv steigern. 

Modifikationen: Holz Baseballschläger mit Stacheldraht

Nicht erst seit der US-Serie "The walking dead" geistert der Mythos durch das Internet, dass ein Baseballschläger mit Stacheldraht besonders effektiv darin ist Zombies abzuwehren oder sich gegen Angreifer zur Wehr zu setzen. Doch davon kann ich nur wärmstens abraten, denn genau das Gegenteil ist der Fall! 

Zwar dringen die Stachel natürlich in das Gewebe und eventuell sogar in Knochen ein, nur lassen sich diese hier nur schwer wieder entfernen, da sie sich hier schnell verhaken. Besonders Klamotten sind hier gefährlich! Denn das textile Gewebe verheddert sich in den Stacheln und hält Ihre Waffe fest. Sie entwaffnen sich so also schnell selbst. Und das ist das Letzte was Sie in realen oder eher unwahrscheinlichen Verteidigungsfällen wünschen und möchten. 

Das Gleiche gilt übrigens auch für Nägel. Hier kommt aber noch erschwerend hinzu, dass Sie durch das Durchschlagen dieser den Holz Baseballschläger schwächen und Brüche schneller eintreten. Sie sind also gut darin beraten den Schläger nicht weiter zu modifizieren. Griptape ist hier die einzige sinnvolle Veränderung, die mir einfällt.

Holz Baseballschläger mit Stacheldraht

Am Besten ist es daher den Schläger so original wie möglich zu halten. Auch damit sind schon schwerste Verletzungen erzielbar, auch wenn das nie das Ziel des Einsatzes sein darf! Ein Verheddern in Kleidung oder Ähnlichem ist zudem ausgeschlossen. Weiterhin besteht nicht die Gefahr sich selbst beim Schwingen durch Stacheln oder Nägel zu verletzen, was durchaus eine große Gefahr ist.


Baseballschläger Waffengesetz - Waffe oder Sportgerät?

Diese Frage lässt sich kurz und knapp beantworten. Sie können sich ohne Sorge einen Baseballschläger kaufen, denn hier handelt es sich rechtlich um ein reines Sportgerät und somit nicht um eine Waffe, obwohl Baseball hierzulande bei Weitem nicht die selbe Beliebtheit genießt wie in Amerika. Sie müssen daher auch noch nicht einmal das 18. Lebensjahr vollendet haben. Auch das Mitführen ist somit grundsätzlich erlaubt. Ich würde aber dennoch dringend davon abraten diesen in der Öffentlichkeit sichtbar herumzutragen. Dieser kann Ihnen hier sogar auch abgenommen werden, wenn die Polizei den Verdacht hegt, dass dieser als Waffe eingesetzt werden soll. 

Doch Achtung, problematisch kann es aber immer dann werden, wenn es durch die Benutzung des Schlägers zu Verletzungen kommt. In so einem Fall kann dieser durchaus als Waffe kategorisiert werden, was sich auf das Strafmaß stark negativ auswirkt. Besonders dann wenn der Holz Baseballschläger mit Stacheldraht umwickelt ist. In Notwehrsituationen muss man sich hier meines Wissens nach aber keine Sorgen machen. Für Notfälle kann man den Schläger demnach durchaus griffbereit halten. Sehen Sie dies aber nicht als verbindliche Rechtsberatung, sondern nur als meine persönliche Meinung an. Lesen Sie wie bei allen freien Waffen stets selbst noch einmal in der aktuellen Fassung des Waffengesetzes nach, zu sicher zu gehen.

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Harpunen zum Speerfischen

Das Speerfischen bzw. das Harpunenfischen mit einer geeigneten Unterwasserwaffe ist seit Anbeginn der Menschheit eine der grundlegensten Formen der Nahrungsbeschaffung und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit und das aus sehr gutem Grund, wie ich Ihnen nachfolgend zeigen möchte! Lesen Sie darüber hinaus was es zu beachten gibt, wenn Sie sich eine Harpune kaufen möchten und wie die deutsche Rechtssituation das Harpunieren beurteilt.


Beliebte Modelle im Überblick

Salvimar V-Pro-75 Unterwasserwaffe


Funktionsprinzip:

Gummizug

Lauflänge:

75 cm

Laufmaterial:

Aluminium

Leistung einfach justierbar:

Integrierte Rolle:

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Cressi Sioux Gummizug Harpune


Funktionsprinzip:

Gummizug

Lauflänge:

50, 60 oder 75 cm 

Laufmaterial:

Aluminium

Leistung einfach justierbar:

Integrierte Rolle:


Cressi SL/STAR Druckluftharpune


Funktionsprinzip:

Druckluft

Lauflänge:

40, 55, 70 oder 100 cm 

Laufmaterial:

Aluminium

Leistung einfach justierbar:

check

Integrierte Rolle:



Was ist eine Harpune?

Diese Unterwasserwaffe ist ein meist mit Widerhaken ausgestatteter Speer, der entweder geworfen oder gestoßen werden kann. Heutzutage wird dieser allerdings in aller Regel durch Gummibänder geschleudert oder durch Druckluft in Richtung des Ziels geschossen. Diese Jagdwaffe wird traditionell zum Speerfischen eingesetzt und das schon seit Anbeginn der Zeit. Damals natürlich in deutlich einfacherer Ausführung. Die Widerhaken verhindern dabei, dass sich das getroffene Tier lösen und verschwinden kann. Um die Beute zu sich oder seinem Boot heranzuziehen, sind die Geschosse in aller Regel durch eine Leine mit der gewehrähnlichen Abschussvorrichtung verbunden. Wie beschrieben gibt es für Harpunen mehrere verschiedene Funktionsprinzipien. Neben den einfachen Speeren, gibt es gummigetriebene Modelle und die Druckluftharpune. Auf beide Funktionsprinzipien möchte ich nachfolgend kurz eingehen.

Unterwasserwaffe mit Gummiband

Bei diesen Modellen erfolgt die Beschleunigung der Harpune über ein Gummiband, das in seiner Steifigkeit und damit Stärke von Modell zu Modell variieren kann. Bei diesen Typen wird das Geschoss über einer Führungsrille positioniert und nach hinten in den Körper der Abschussvorrichtung gesteckt, wo es arretiert wird. Zum Spannen müssen nun die Gummibänder der Vorrichtung manuell nach hinten gezogen werden und in die dafür vorgesehenen Nuten des Pfeils eingeführt werden. Hochwertige Modelle weisen am Pfeil mehrere Nuten auf. Durch die verschiedenen Abstände können so verschiedene Schussenergien erreicht werden. Bei kleinen Fischen kann so ein Durchschlag vermieden werden.

Hierzu wird der Griff der Unterwasserwaffe entweder am Bauch oder der Brust positioniert und der Gummi mit den Händen nach hinten gezogen. Hierfür ist allerdings einiges an Kraft notwendig! Der Schuss wird dann wie bei einem Gewehr oder einer Armbrust über einen Abzug ausgelöst. Der Gummi überträgt die gespeicherte Energie auf das Geschoss und beschleunigt es auf enorme Geschwindigkeit. Nach dem Schuss muss die Vorrichtung neu gespannt werden. 

Pneumatische Harpune

Neben den gummibetriebenen Modellen, gibt es auch noch solche, die die Harpune mittels Druckluft aus dem Lauf schleudern. Doch anders als bei einem Luftgewehr, verlässt die Luft beim Schuss nicht den Lauf. Doch wie funktioniert das nun ganz genau? 

Nun im Inneren befindet sich ein gefüllter Druckzylinder, den man mit einer mitgelieferten Pumpe mit Luft füllt. Abhängig vom Modell sind hier bis zu 70 bar möglich. Hier wirken demnach also extreme Kräfte. Innerhalb des Zylinders befindet sich ein Kolben, den man zum Laden der Druckluftharpune mit dem Geschoss entgegen des Luftdrucks komprimieren muss. Am Ende des Weges wird dieser automatisch arretiert und die Abschussvorrichtung ist schussbereit. Löst man nun den Schuss wird der Kolben nach vorne gepresst und die Harpune beschleunigt. Oft sind auch Druckminderer verbaut, die es Ihnen erlauben die Schussenergie auf Knopfdruck zu reduzieren. So wird verhindert, dass kleine Fische durch zu große Schussenergie komplett durchschlagen werden und ein zu großer Schaden angerichtet wird. Im nachfolgenden Video können Sie sich einen kurzen Eindruck von der Zielgenauigkeit und der Schussleistung einer pneumatischen Harpune machen.

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Entgegen des häufigen Missverständnisses, dass man den Druckbehälter nach jedem Schuss erneut mit Luft befüllen muss ist, kann man mit einer Füllung hunderte Schüsse abgeben. Beim Schuss verlässt die Luft nicht bzw. nur in minimalen Ausmaß den Druckbehälter. Bei häufiger Benutzung müssen Sie demnach nur alle paar Wochen nachpumpen. Auf Grund der inneren Mechanik, sind diese Modelle aber natürlich störanfälliger als solche, die lediglich mit Gummizügen betrieben werden. Ein weiterer Punkt, der bedacht werden sollte ist, dass der Pfeil von vorne in das Rohr eingeführt werden muss. Bei langen Harpunen kann dies somit sehr viel Raum einnehmen.

Was versteht man genau unter Speerfischen?

Unter dem Begriff des Speerfischen versteht man in aller Regel die Jagd auf Fische mit einer kleineren handgehaltenen Harpune, wie mit einem der oben dargestellten Modelle. Es stellt eine der ältesten bekannten Methoden zur Nahrungsbeschaffung dar. Bereits unsere Vorfahren in der Steinzeit gingen mit Vorgängern der heutigen Hochleistungswaffen auf Jagd. Auch heute noch ist diese Art des Fischens in vielen Teilen der Welt eine weitverbreitete Methode zum kommerziellen Fischfang. 

Auch wenn diese Fangmethode auf viele Menschen zunächst vielleicht grausam wirken mag, ist genau das Gegenteil der Fall. Das Harpunenfischen ist eine der ressourcenschonensten Fangmethoden überhaupt, da unnötiger Beifang gänzlich vermieden wird. Auch eine Überfischung ist im Vergleich zum Fang mit Schleppnetzen eher ausgeschlossen und unwahrscheinlich.

Doch wie bei allen Formen der Jagd besteht natürlich ein gewisses Restrisko. Im Todeskampf kommt es zu ausdauernden Kämpfen mit dem Beutetier, wenn der Schuss nicht sofort tödlich ist. Überschätzt man sich und schießt einen großen starken Fisch kann dies durchaus gefährlich werden. Gehen Sie daher stets vorsichtig vor und wägen Sie vor jedem Schuss die Risiken sorgfälltig ab. Gehen Sie auch immer sicher, dass Sie sich nicht in gefährlichen Gewässern befinden.

Harpune kaufen - Beim Speerfischen richtig Harpunieren

Harpune kaufen - Darauf sollte man achten

Nachfolgend möchte ich Ihnen noch ein paar meiner Gedanken mit auf den Weg geben, bevor Sie sich eine Harpune kaufen. Ein paar Punkte sollte man hier durchaus noch bedenken und nicht unbeachtet lassen. Zu allererst stellt sich natürlich die Grundsatzfrage: Welches Funktionsprinzip ist das richtige für mich?

Hier bin ich persönlich der Meinung, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man sich eine gummigetriebene oder eine Druckluftharpune kaufen will. In Sachen Effizienz geben sich diese nicht viel und es bleibt am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auch die Geschwindigkeit zum Nachladen ist kaum unterschiedlich und hängt eher von der Übung und der richtigen Technik ab.

Ein Vorteil der Variante mit Gummiband ist allerdings die Tatsache, dass diese zum Laden weniger Platz benötigen und in aller Regel günstiger sind. Dafür lässt sich deren Durchschlagskraft nicht auf Knopfdruck anpassen wie es bei den pneumatischen Schleudern der Fall ist. Zu einem klassischen Modell ohne Abschussmöglichkeit würde ich aber nicht greifen.

Gummi- oder Druckluftharpune kaufen - Ist ein Dreizack notwendig?

Idealerweise sollte die Harpune auch eine Rolle integriert haben bzw. eine Aufnahme für eine haben. Das Geschoss ist mit dieser über eine Leine verbunden, die sich automatisch abrollt, wenn Sie den Schuss lösen. Hierdurch können Sie das Geschoss und die evtl. darauf gespießte Beute zu sich zurück ziehen, ohne sich in mögliche Gefahr zu bringen. Auch die Wahrscheinlichkeit den Pfeil zu verlieren ist viel geringer.

Ist ein Dreizack zum Harpunieren sinnvoll?

Zuerst möchte ich noch kurz erklären was ein Dreizack überhaupt ist. Hierbei handelt es sich um eine Spitze für Ihre Harpune, die aus einer gabelförmigen Spitze mit drei Schneiden bzw. Widerhaken besteht. Diese können auch unterschiedliche Längen aufweisen. In meinen Augen sollte ein Dreizack im Gepäck zum Speerfischen nicht fehlen. Zwar ist dieser schwerer und die Durchschlagskraft geringer, da drei Klingen durch die Haut schlagen müssen, dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers deutlich höher. Durch mehrere Zähne, die sich in einem gewissen Abstand voneinander befinden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spitze davon trifft deutlich höher. Zudem ist es auch wahrscheinlicher, dass zumindest eine Schneide den tödlichen Treffer landet.

Durch die höhere Trefferwahrscheinlichkeit im Vergleich zu den normalen einschneidigen Geschossen, eigenen diese sich besonders für trübere oder schnellere Gewässer, in dem die Sichtbarkeit auf das Ziel eingeschränkt ist. Ein Dreizack kann auch auf bestehende Geschosse geschraubt werden, falls diese hierzu geeignet sind.


Was sagt das Waffengesetz zum Harpunenfischen?

Bevor Sie nun aber loslaufen und sich voller Begeisterung und Vorfreude auf den nächsten Badeurlaube eine Harpune kaufen möchten, würde ich Sie noch bitten wollen diesen Abschnitt aufmerksam zu lesen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollten hier unbedingt beachtet werden, um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten. Doch bitte sehen Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung an, da dies nur meine persönliche Meinung darstellt. Ich habe keinen juristischen Hintergrund. Lesen Sie bitte unbedingt die aktuell gültige Fassung des Waffengesetzes durch.  

Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass eine Unterwasserwaffe nicht grundsätzlich verboten ist. Jeder Bürger kann sich die gewünschte Harpune kaufen, solange er das 18. Lebensjahr vollendet hat, wie so oft bei einer freien Waffe. Anderen Auflagen des Waffengesetzes sind diese aber meines Wissens nach nicht unterworfen, da es sich um Unterwassersportgeräte, bei denen zum Antrieb der Geschosse keine Munition verwendet wird (Harpunengeräte) handelt (2 Abs.1 und § 41 WaffenG). Die Aufbewahrung sollte sicher in einem Waffenschrank erfolgen.

Was sagt das Gesetz zum Harpunenfischen mit einer Unterwasserwaffe?

Doch Vorsicht, nur weil der Besitz und Zielschießen rechtlich wohl kein Problem darstellt, vorausgesetzt es ist ausgeschlossen, dass jemand hierdurch zu Schaden kommt, heißt dies nicht, dass auch das Harpunenfischen erlaubt ist. Die Jagd mit diesen Geräten, ob gummi- oder druckluftgetrieben, ist in vielen Länder nicht gestattet. Hier müssen Sie sich vor dem Einsatz unbedingt bei den örtlichen Behörden informieren, ob dies erlaubt ist, oder ob Sie eine Sondergenehmigung benötigen.

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Speere: Saufeder und Co.

Beitragsbild Saufeder

Unter Begriffen wie Speer, Spieß, Pike und Lanze verbergen sich Stichwaffen, die nicht nur im Mittelalter für die Jagd und den Kriegseinsatz konzipiert und eingesetzt wurden. Durch deren Länge eignen Sie sich auch heute noch als effektive Blankwaffen für Jäger zum Abfangen von Wild, wenn kein sicherer Schuss möglich ist. Und hierfür kommen Sie auch heute noch zum Einsatz. Doch auch für Privatpersonen können diese in der Freizeit viel Freude bringen, denn viele Modelle eignen sich auch hervorragend zum Werfen. Hier erfahren Sie worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich eine Saufeder kaufen möchten und worin die Unterschiede zwischen den einzelnen Typen und Modellen liegen.


Beliebte Blankwaffen im Vergleich

United Cutlery M48 Survival Pike


Klingenmaterial:

Edelstahl 2Cr13 

Klingenlänge:

ca. 20,4 cm

Klingenstärke:

ca. 1,25 cm

Griffmaterial:

Glasfaserverstärkter Kunststoff

Gesamtlänge:

ca. 113,5 cm

Gewicht:

ca. 1,2 kg

Scheide inkl.:

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Cold Steel Assegai Spieß


Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl SK-5

Klingenlänge:

ca. 34,3 cm

Klingenstärke:

ca. 2 mm

Griffmaterial:

Holz (Esche)

Gesamtlänge:

ca. 96 cm

Gewicht:

ca. 0,8 kg

Scheide inkl.:

check

Cold Steel Boar Spear Saufeder


Klingenmaterial:

Kohlenstoffstahl SK-5

Klingenlänge:

ca. 30 cm

Klingenstärke:

ca. 2,5 mm

Griffmaterial:

Holz (Esche)

Gesamtlänge:

ca. 208 cm

Gewicht:

ca. 1,9 kg

Scheide inkl.:

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Speer & Saufeder - Was ist der Unterschied?

Ein Speer bzw. eine Saufeder sowie die meisten anderen Stichwaffen bestehen aus einer spitz zulaufenden, meist zweischneidigen Klinge, die dazu gedacht ist durch den Einsatz von Muskelkraft eine möglichst große Durchschlagskraft zu erreichen. Da die Spitze in aller Regel aus Stahl besteht, handelt es sich bei allen oben dargestellten Modellen um Blankwaffen.

Der größte Vorteil einer Lanze ist es das Tier bzw. den Angreifer auf Distanz zu halten und aus sicherer Entfernung abzufangen. Man kann effektiv wirken, ohne sich selbst in die Reichweite des Wildschweins zu begeben. Hierfür ist der meist hölzerne Stab meist auch bis zu 2 m lang. Das Abfangen geschieht hier in aller Regel durch einen gezielten Stich in das Herz des Tieres. Entweder von vorne durch die Halsgrube oder schräg hinter das Schulterblatt. 

Bei der Jagd kommt die Saufeder aber nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz, nämlich dann, wenn kein sicherer Gnadenschuss möglich ist oder man sich mit dem Hirschfänger in zu große Gefahr begeben würde. Ein solcher Fall tritt zum Beispiel ein, wenn sich die Hunde im verletzten Tier verbissen haben.

Saufeder kaufen - Das müssen Sie bei einem Speer und einer anderen Stichwaffe beachten

Der Hauptunterschied zum Speer besteht darin, dass dieser in aller Regel zum Werfen gedacht war. Daher ist dieser meist auch kürzer und leichter ausgeführt. Doch auch im Nahkampf können diese effizient eingesetzt werden und wurden in der Vergangenheit als Mehrzweckwaffe eingesetzt. Um beim Werfen gut geeignet zu sein, sollte die Stichwaffe gut ausbalanciert sein. Für den Jagdeinsatz liegt die effektive Reichweite, abhängig vom Schützen bei deutlich unter 20 m.

Weitere Typen: Pike, Lanze und Spieß

Häufig hört man in diesem Zusammenhang noch historische Namen wie Pike, Lanze oder Spieß. Die heutzutage aber nicht mehr gar so üblich sind. Unter einer Lanze versteht man zum Beispiel den schweren Speer eines berittenen Soldaten großer Länge (bis zu 5 m), der nicht geworfen wurde. Die Pike und der Spieß sind im Grunde das selbe, nur wurden diese von einfachen Fußsoldaten geführt und nicht von Reitern.

Die Klinge einer Stabwaffe ist in aller Regel über den Griff gesteckt und seitlich über einen Nagel bzw. eine Schraube fixiert. Auch das Verkleben ist prinzipiell möglich und gut geeignet. Einen Speer können Sie sich so auch schnell selbst, je nach Vorliebe, selber bauen. Viele Hersteller verkaufen die Speerspitzen separat. Für den Stab eignet sich vor allem Esche sehr gut. Wozu eine Saufeder in der Lage ist, können Sie in nachfolgendem eindrucksvollem Video mit eigenen Augen sehen.

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Saufeder kaufen - Darauf gilt es zu achten

Wenn Sie sich eine Saufeder kaufen möchten, kommt es ein bisschen darauf an wofür Sie diese verwenden möchten. Wenn Sie diese wirklich für die Jagd benötigen, sollte die Klinge anders beschaffen sein als wenn Sie den Speer zum Werfen verwenden möchten. Für die Jagd sollte die Klinge möglichst dünn sein und eine Länge von mindestens 20 cm aufweisen, um zum Abfangen verwendet werden zu können. Ist die Klinge zu dick, ist es unnötig schwer die Schwarte des Tieres zu durchdringen. Auch sollte hier die Klinge eher etwas abgerundet sein, um nicht im Knochen stecken zu bleiben. Die Klinge sollte hier daher so lange sein, um die Lunge bzw. das Herz des Tieres zu erreichen. Auch würde ich hier eher zu einem Modell mit langem Stiel greifen, um die Gefahr auf größt möglichen Abstand zu halten. Die Cold Steel Boar Spear ist in meinen Augen daher für Jäger ziemlich gut geeignet. 

Sind Sie auf der Suche nach einem Speer zum Werfen, sollten Sie eher zu einem Modell mit dicker und damit weniger empfindlicher Klinge greifen. Beim Wurf kann es doch einmal passieren, dass die Klinge Bekanntschaft mit einem Stein macht. Ist die Klinge hier zu dünn, sind Scharten und verbogene Spitzen vorprogrammiert. Zudem ist es wichtig, dass die Pike ausbalanciert ist, um ein möglichst gutes Flugverhalten aufzuweisen. Sehr kurze Speere eignen sich vor allem zur Verwendung mit einem Schild.

Die richtige Materialwahl

Beim Material des Stabs kommt es meiner Meinung hauptsächlich auf den persönlichen Geschmack an. Rein von der Stabilität und der Funktionalität gibt es bei der Anwendung keinen merklichen Unterscheid zwischen glasfaserverstärkten Kunststoff und Holz, zumindest konnte ich noch keinen feststellen. Die traditionellere Variante ist natürlich Holz. Persönlich würde ich von teilbaren Stielen abraten, da man hier sehr viel Geld ausgeben muss, um ein Modell zu erhalten, das vergleichbar mit einem durchgehenden Stab ist. Die Verbindungselemente stellen immer eine Schwachstelle dar. Zudem kann es im Feld leicht zu einer Beschädigung der Gewindeelemente kommen.

Die Spitze einer Pike - Die Klingen von Blankwaffen sind oft separat erhältlich

Ich würde persönlich eine Stichwaffe mit einer Klinge aus Kohlenstoffstahl bevorzugen, da diese in aller Regel deutlich schnitthaltiger und robuster sind als solche aus Edelstahl. Der Nachteil ist allerdings, dass das Nachschleifen etwas länger dauert und die Klinge vor Korrosion geschützt werden muss. Wie man dies fachgerecht macht, können Sie im nächsten Abschnitt nachlesen.


Auf die richtige Pflege der Stichwaffe kommt es an

Auch wenn Sie Ihren Speer wohl kaum zum Schneiden oder für Hiebe verwenden werden, wird dieser durch die Anwendung bei der Jagd oder durch Wurfübungen aller Art mit der Zeit zunehmend stumpf. Zwar muss eine Stichwaffe durch die Spitze nicht rasiermesserscharf geschliffen sein, doch eine gewisse Grundschärfe sollte stets gewährleistet sein. Verwenden Sie den Speer zum Werfen sollte die Klinge aber nicht zu scharf sein, denn je feiner die Klinge ausgeschliffen ist, desto eher neigt diese auch zu Ausbrüchen falls Sie doch einmal einen Stein treffen.

Verwenden Sie Ihre Saufeder tatsächlich für die Jagd und nicht lediglich zu Übungszwecken oder fürs Werfen müssen Sie sicher stellen, dass die Klinge stets sehr scharf geschliffen ist. Denn nur mit einer scharfen Klinge kann das Leid des Tieres beim Abfangen weitestgehend reduziert werden. Nur dann durchdringt die Schneide die Schwarte des Tieres ohne unnötige Mühen und ein möglichst humaner Tod ist möglich.

Schärfen und Korrosionsschutz

Wie Sie die Klinge Ihrer Stichwaffe schnell und einfach auf eine extreme Schärfe bringen, können Sie in meinem ausführlichen Artikel zum Messer schleifen nachlesen. Da Klingen bei normaler Benutzung nicht zu arg beschädigt werden sollten, kann ich Ihnen das Schleifen mittels Wassersteinen ans Herz legen. Falls Ihnen dies zu aufwändig sein sollte, was ich durchaus verstehen kann, dann sollten Sie zum Schärfsystem von Spyderco greifen. Mit diesem Set, das ich selbst benutze, bringen Sie Ihre Messer und Ihre Pike effizient auf eine enorme Gebrauchsschärfe. Am einfachsten tun Sie sich hier, wenn Sie den Kopf Ihrer Saufeder zum Schärfen entfernen. Sie müssen Sie sich nicht mit dem langen Stiel herum ärgern.

Klinge einer Lanze - Die Scheide schützt den Spieß

Verwenden Sie einen Spieß mit einer Klinge aus Kohlenstoffstahl, müssen Sie diese natürlich vor Korrosion schützen. Hierzu sollten Sie den Kopf daher nach jeder Benutzung intensiv reinigen und vollständig reinigen. Freiliegenden Stahl sollten Sie mit einem geeigneten Öl vor Feuchtigkeitszutritt schützen. Gut geeignet ist hier das sogenannte Kamelienöl. Applizieren Sie dieses einfach vorsichtig auf dem Stahl. Lagern Sie die Lanze zudem stets trocken. Idealerweise in der dazugehörigen Scheide, wie oben dargestellt.


Bestimmungen des Waffengesetzes zur Stichwaffe

Wenn Sie sich nun eine Saufeder kaufen möchten, sollten Sie sich zunächst noch diesen Abschnitt zu den rechtlichen Rahmenbedingungen durchlesen. Denn wenn Sie einen Speer besitzen, müssen Sie ein paar Punkte beachten, um nicht in Konflikt mit dem Waffengesetz zu geraden. Doch keine Sorge, bei korrekter Handhabung brauchen Sie sich vor keinen Konsequenzen fürchten. Verstehen Sie dies jedoch nicht als verbindliche Rechtsberatung. Die stellt nur meine Sichtweise der Dinge dar. Bitte lesen Sie sicherheitshalber selbst in der aktuellen Fassung des Waffengesetzes nach. 

Wie bei allen Blankwaffen gilt, dass Sie diese nicht in der Öffentlichkeit führen dürfen, wenn diese eine Klingenlänge von 12 cm überschreiten oder beidseitig geschliffen sind. In einem solchen Fall werden diese rechtlich als Hieb- und Stichwaffe klassifiziert. Hierunter werden Objekte verstanden, die in erster Linie dazu gedacht und konzipiert sind, durch die Aufwendung von Muskelkraft größtmöglichen gesundheitlichen Schaden und Verletzungen hervorzurufen. Leider treffen beide oben genannte Voraussetzungen auch auf die Lanze zu. Somit darf diese außerhalb Ihres Grundstücks leider nicht geführt werden. In Ihrem Garten beispielsweise kann Ihnen keiner den Umgang hiermit verbieten. Hier können Sie diese ganz sorgenfrei benutzen. Auch können Sie diese problemlos besitzen und auch als Dekoartikel verwenden. Um eine Saufeder kaufen zu dürfen, müssen Sie allerdings das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es allerdings, nämlich dann wenn der Spieß zu einem offiziell anerkannten Zweck verwendet wird. Hierunter fällt zum Glück auch die Jagd. Als Jäger dürfen Sie Ihren Spieß demnach problemlos führen und das auch auf dem Weg zur Jagd. Wenn Sie den Speer zu Mittelaltermärkten oder ähnlichen Veranstaltungen mitnehmen möchten, können Sie dies zwar prinzipiell tun, doch Sie müssen sicher stellen, dass die Schneiden komplett stumpf sind.

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Waidbesteck: Jagdnicker und Waidblatt

Das Waidbesteck, bestehend aus einem Trachtenmesser und dem wuchtigen Waidblatt, gehört zu der Grundausstattung eines jeden Jägers und das ist nicht nur seit heute so. Lesen Sie was das im Detail ist und wozu diese Messer traditionell verwendet werden. Erfahren Sie worauf Sie achten müssen wenn Sie sich einen Jagdnicker kaufen möchten, wie Sie die Klingen richtig pflegen und wie diese aus juristischer Sicht betrachtet werden.


Beliebtes Waidbesteck im Vergleich

Linder Jagdnicker Pro-Nicker


Klingenmaterial:

440A

Klingenlänge:

ca. 9,8 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 108 g

Full Tang Design:

Scheide inkl.:


Puma Waidblatt 113588


Klingenmaterial:

Stahl 1.4116

Klingenlänge:

ca. 21,7 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 580 g

Full Tang Design:

Scheide inkl.:



Was versteht man unter Waidbesteck?

Das Waidbesteck gehört zur Grundausstattung eines jeden Jägers und das ist auch heutzutage noch unverändert so. Dieses gehört zu den kalten Jagdwaffen und besteht im allgemeinen aus einem Jagdnicker und einem Waidblatt. Diese beiden Messer werden zusammen in einer Scheide am Gürtel getragen. Klassisch besteht diese aus Leder. Da beide Klingen grundlegend unterschiedliche Aufgaben erfüllen, möchte ich nachfolgend auf beide einzeln eingehen und Ihnen aufzeigen für was diese verwendet werden können.

Der Jagdnicker - Trachtenmesser für Lederhose

Hierunter versteht man ein klassisch anmutendes Jagdmesser mit einer Länge von meist 10 - 15 cm, je nach Modell. Im Gegensatz zum Hirschfänger, ist dieses aber nur einseitig angeschliffen, obwohl auch dieses hauptsächlich zum Abfangen von Wild genutzt wird bzw. wurde. Unter dem Abfangen versteht man das Töten eines angeschossenen oder verletzten Tieres mit einer Blankwaffe, wenn kein sicherer Schuss möglich ist. Zum Beispiel, wenn sich der Jagdhund am Tier festgebissen hat. Mit einem Jagdnicker erfolgt der Gnadenstoß in das Genick des Tieres über dem obersten Halswirbel. Der Tod tritt sofort ein, wenn das sogenannte Abnicken fachmännisch und damit tierschutzkonform durchgeführt wird.

 Da dies aber ein hohes Maß an Übung erfordert, empfiehlt sich nach Möglichkeit der Einsatz einer Handwaffe oder der Blattfang mit einem Hirsch- bzw. Saufänger. Hiermit wird mit der deutlich längeren und zweischneidigen Klinge durch die Rippen in das Herz oder die Lunge des Tieres gestochen.

Da meines Wissens nach Jungjäger in aller Regel auch nicht mehr im Abnicken ausgebildet werden, wird das Trachtenmesser heutzutage weniger zu seinem ursprünglichen Zwecke eingesetzt, sondern eher als beliebtes Jagdmesser. Dieses wird so zum Abrechen des Wilds genutzt oder für andere anfallende Schneidaufgaben. Die Klinge besteht zu meist aus rostfreiem und damit pflegeleichtem Edelstahl und der Griff klassisch aus Hirschhorn. Modernere Modelle weisen mittlerweile auch Griffschalen aus Kunstoff auf, die deutlich leichter zu reinigen sind. Zudem werden diese Messertypen traditionell zusammen mit Lederhosen als Teil der Tracht getragen.

Jagdnicker kaufen - Trachtenmesser für Lederhose

Das Waidblatt - Der vielseitige Jagdhelfer

Das Waidblatt ist deutlich länger, größer und wuchtiger als der Jagdnicker und stellt so die optimale Ergänzung für das Waidbesteck dar. Es ist um die 30 cm lang und weist einen wuchtigen, balligen Messerkopf auf und wird heute meist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Es weist ein Parierelement am Ende des klassischen Hirschhorngriffs auf. Konzipiert wurde dieses ursprünglich, um die Funktion mehrer Jagdmesser in sich zu vereinigen. Hierzu zählten unter anderem der Praxe, der Hirschfänger und der Standhauer. 

Puma Waidblatt kaufen - Der vielseitige Jagdhelfer

Durch den wuchtigen und meist nur einseitig geschliffenen Kopf, ist das Messer eher weniger zum Abfangen zu empfehlen, sondern eher für Hiebe. Aus diesem Grund ist die Klinge auch sehr dick gestaltet.

Am Besten eignet sich das Waidblatt zum Abschlagen von Ästen und das Freischneiden von Gebüsch, also zum Freischneiden von Pirschwegen. Auch zum Aufbrechen des Schlosses eignet es sich bestens. Also der Teil des Beckenknochens, der eröffnet werden muß, um den darin befindlichen Enddarm zu entfernen. In der Kombination mit dem Trachtenmesser können so die allermeisten Aufgaben, die mit einer Blankwaffe gelöst werden können, erfolgreich erledigt werden.


Waidbesteck kaufen - Darauf sollten Sie achten

Zunächst sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich den Jagdnicker und das Waidblatt einzeln kaufen möchten oder im Set als Waidbesteck. Hier müssen SIe sich überlegen, welche Aufgaben Sie erledigen möchten. Brauchen Sie nur ein flexibles Jagdmesser oder traditionelles Zubehör für Ihre Lederhose, wäre das gesamte Set wohl nicht nötig. Für Jäger hingegen würde ich persönlich schon zum Gesamtpaket greifen, nicht zuletzt, da Sie hier eine Kombi-Scheide für beide Messer erhalten. 

Da beide Messer mechanisch bei weitem nicht so stark belastet werden als andere Outdoormesser, fahren Sie mit den oben aufgeführten Edelstählen sehr gut. Diese sind ausreichend hart, lassen sich gut nachschärfen und sind korrosionsbeständig und damit sehr pflegeleicht. Auch wenn ich ein großer Verfechter von Kohlenstoffstählen bin, würde ich hier nicht dazu greifen, da es in meinen Augen schlicht nicht notwendig ist. 

Waidbesteck kaufen - Beide Messer in einer Scheide

Beim Griffmaterial werden Sie meistens Hirschhorn vorfinden, da dies das klassische Material für diese Messertypen ist und damit machen Sie grundlegend auch nichts falsch. Auf dem Markt sind auch Modelle mit Kunststoffgriffschalen erhältlich. Diese lassen sich leichter reinigen, was nach dem Aufbrechen von Wild durchaus von Vorteil sein kann. Hier ist die Abwägung zwischen Optik und Reinigbarkeit zu treffen.

Bei dem Waidblatt würde ich zudem raten zu einem Modell mit Flacherl zu greifen (Full tang). Das bedeutet, dass der Teil der Klinge unter dem Griff durchgängig ist und nicht in der Hälfte aufhört oder nur aus einem dünnen Stift besteht. Beim Hacken ist garantiert, dass es zu keinem Bruch oder vergleichbaren Beschädigungen kommt. Beim Trachtenmesser ist dies zwar nicht im gleichen Maßen von Bedeutung, aber ich persönlich bin ein großer Freund davon und würde auch hier zu einem solchen Modell greifen.


Auf die richtige Pflege kommt es an

In aller Regel wird für den Jagdnicker sowie das Waidblatt rostfreier Edelstahl verwendet, um die Bildung von Rost und mögliche Verunreinigung des Fleisches zu vermeiden. Zudem lässt sich dieser deutlich leichter reinigen, da weniger beachtet werden muss, um das Messer nicht zu beschädigen. Maßnahmen zum Korrosionsschutz sind demnach nicht zwingend notwendig.

Doch leider ist Edelstahl in aller Regel weicher als vergleichbarer Kohlenstoffstahl und damit auch weniger schnitthaltig. Doch da die Messer in aller Regel mehr zum Schneiden als zum Hacken verwendet werden ist dies hier kein Problem und sogar gewünscht, da diese leichter wieder auf Gebrauchsschärfe geschliffen werden können. Und das sollten Sie auch sehr regelmäßig machen, um das Eindringen in die Haut des Tieres so leicht wie möglich zu gestalten. Besonders beim Jagdnicker ist auf eine stets hohe Schärfe zu achten, um beim Gnadenstoß unnötiges Leid des Tieres zu verhindern. Bei neuen Messern sollten Sie daher unbedingt auf eine hohe Schärfe achten. Wenn diese noch nicht ausreichend ist, müssen Sie dies vor der Benutzung unbedingt nachschärfen.

In meinem Beitrag zum richtigen Messerschärfen gehe ich ausführlich auf die verschiedenen Methoden ein, wie Sie Ihr Messer auf extreme Schärfe bringen können. Für Ihr Waidbesteck würde ich Ihnen japanische Wassersteine empfehlen, da hiermit die besten Ergebnisse erzielbar sind. Allerdings ist das Schleifen damit relativ zeitaufwändig und erfordert ein Mindestmaß an Übung. Wer effizientes Schärfen bevorzugt und dennoch nicht auf gute Ergebnisse verzichten möchte, kann gerne auch das Schärfsystem von Lansky verwenden. Dieses benutze ich selbst für alle meine Messer und hatte hier bei keiner Klingenform je ein Problem. Rasiermesserscharfe Schneiden können damit erreicht werden und das auch wenn die Klinge zuvor komplett stumpf war.


Rechtliche Rahmenbedingungen

Bevor Sie sich nun aber Ihr Waidbesteck, beziehungsweise ein Waidblatt oder einen einzelnen Jagdnicker kaufen möchten, sollten Sie sich zunächst noch kurz Gedanken zur aktuellen rechtlichen Lage machen und was es hier aus juristischer Sicht zu beachten gilt. Nachfolgend möchte ich Ihnen hier meine Gedanken hierzu kurz zusammenfassen. Aber bitte sehen Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung an und lesen Sie im Zweifel selbst in der aktuellen Fassung des Gesetzes nach, da dieses in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird.

Wie bei allen Messern, gilt auch bei Waidbesteck prinzipiell der Grundsatz, dass das Führen ab einer Klingenlänge von über 12 cm nicht ohne guten Grund gestattet ist. Diese werden laut Gesetz als Hieb- und Stichwaffe eingestuft. Solche dürfen außerhalb Ihres Grundstücks eigentlich nur in verschlossenen Behältnissen mitgeführt werden. Unter diese Einstufung fallen alle Messer oder andere Objekte, die in erster Linie dazu gedacht sind durch die Aufbringung von Muskelkraft schwerwiegende Verletzungen oder Gesundheitsschäden zu verursachen.

Puma Waidbesteck kaufen oder doch ein anderes?

Doch keine Sorge, wie so oft gibt es auch hier zahlreiche Ausnahmen. Wird das Messer nämlich zu einem offiziell anerkannten Zwecke mitgeführt, gilt das beschriebene Trageverbot nicht. Zu diesem berechtigten Interesse, zählt nämlich auch die Brauchtumspflege und die Jagd, wie auch der Weg zur Jagd. Im Rahmen dieser Tätigkeit dürfen Sie Ihr Trachtenmesser demnach ohne Probleme offen tragen. Ist die Klinge kürzer als 12 cm, dann ist dies auch auf der Straße prinzipiell erlaubt. Tun würde ich es dennoch nicht.

Sie müssen sich als Jäger demnach keine Sorgen machen, dass Ihnen jemand Ihr Werkzeug abnimmt. Ich persönlich würde Ihnen aber dennoch empfehlen, die Messer auf dem Weg in den Wald, oder zum sonstigen Transport sicher und zugriffssicher zu verstauen. So umgehen Sie lästige und nervige Gespräche und mögliche Probleme, auch wenn Sie eigentlich im Recht sind.

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Hirsch- und Saufänger

Bei der Jagd kommen auch heutzutage nicht nur Gewehre und Pistolen zum Einsatz, sondern auch noch immer Blankwaffen aller Art. Diese erfüllen hier unterschiedlichste Aufgabe. Zum Abfangen von Wild kommen hier hauptsächlich Saufänger zum Einsatz. Im nachfolgenden Artikel möchte ich Ihnen zeigen was ein Abfangmesser genau ist und erklären worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich einen Hirschfänger kaufen möchten.


Beliebte Abfangmesser im Vergleich

Muela BW-24S Hirschfänger


Klingenmaterial:

Rostfreier Messerstahl 4116

Klingenstärke:

4,5 mm

Klingenlänge:

ca. 24,7 cm

Griffmaterial:

Hirschhorn

Gewicht:

ca. 374 g

Full Tang Design:

Scheide inkl.:

check

Linder Saufänger 443423


Klingenmaterial:

Edelstahl 440 A

Klingenstärke:

5,0 mm

Klingenlänge:

ca. 23,4 cm

Griffmaterial:

Olivenholz

Gewicht:

ca. 560 g

Full Tang Design:

check

Scheide inkl.:

check

Parforce Hirsch- und Saufänger


Klingenmaterial:

Edelstahl 440 A

Klingenstärke:

4,0 mm

Klingenlänge:

ca. 23,0 cm

Griffmaterial:

Pakkaholz

Gewicht:

ca. 446 g

Full Tang Design:

check

Scheide inkl.:

check


Was ist ein Sau- bzw. Hirschfänger?

Zunächst möchte ich natürlich die grundlegendste Frage von allen klären, nämlich was das überhaupt ist und wer diese für was benötigt. Hirsch- bzw. Saufänger sind lange Messer von bis zu 40 cm Länge. Die Klinge ist aber bei nahezu allen Modellen über 20 cm lang. Diese werden bei der Jagd als so genannte kalte Waffe verwendet und dienen dem Abfangen von Wild. Unter dem Abfangen versteht man in diesem Zusammenhang das Erlösen des Tieres. Der Jäger gibt dem Reh oder dem Wildschwein den Gnadenstoß. Der einzige Zweck dieser Messer bei der Jagd ist demnach das Töten des Wilds. Demnach sind diese an diese Aufgabe bestens angepasst.

Damit die Klinge möglichst mühelos und damit für das Tier so schonend wie in dieser Situation möglich durch die Haut eindringen kann, ist die Klinge zweischneidig ausgeführt. Beide Schneiden sind auch scharf geschliffen. Im Grunde handelt es sich hier also um einen Dolch. In aller Regel befindet sich in der Mitte der Klinge eine eingearbeitete Blutrinne. Dabei handelt es sich um die in den Bildern zu sehende mittige Vertiefung im Stahl. Diese dient in erster Linie dazu das Gewicht der Klinge zu reduzieren ohne an Stabilität einzubüßen. Der oft vermutete Nutzen, die Oberfläche der Stichwunde zu vergrößern und so einen größeren Blutverlust zu begünstigen, halte ich persönlich für nicht vorhanden.

Saufänger auf grünen Untergrund

Auch wenn hauptsächlich Gewehre zum Erlegen des Wildes eingesetzt werden gibt es dennoch einige Situationen wo sich der Gebrauch von Blankwaffen explizit empfiehlt. Dies ist zum Beispiel nach einem Wildunfall der Fall, bei der Drückjagd aber auch wenn der Jagdhund an der Beute zerrt und kein sicherer Schuss denkbar ist. Wie Sie sehen, gibt es durchaus auch heute noch dringenden Bedarf an einem guten Abfangmesser. Was diesen ausmacht, lesen Sie nachfolgend.


Hirschfänger kaufen - Darauf gilt es zu achten

Da es sich ja hier um um ein Abfangmesser handelt, muss bei der Auswahl das Wohl des Tieres im Fokus stehen, so paradox das in diesem Zusammenhang auch klingen mag. Die Klinge muss so beschaffen sein, dass diese möglichst schmerzfrei und mühelos in den Körper des Tieres eindringen kann, um dieses vom Leiden zu erlösen. Das Messer muss daher unbedingt zweischneidig sein. Achten Sie darauf, dass die Spitze abgerundet und nicht zu spitz ist. Dies verhindert, dass die Spitze beim Abfangen in einem Knochen stecken bleibt. Um das Herz zu erreichen, sollte die Klinge zudem mindestens 20 cm lang sein, was für alle oben vorgestellte Messer zutrifft. Damit das Verenden des Stücks möglichst schnell von Statten geht, sollte die Klinge zudem mindestens 4 cm breit sein.

Weiterhin sollte Ihr Sautöter über eine Blutrinne verfügen. Zum einen wie bereits oben beschrieben, um das Gewicht zu reduzieren, aber diese bietet noch weitere Vorteile. Zum einen sagt man dieser nach, dass beim Blattfang leichter Luft in den Körper des Stücks eindringen kann. Zudem wird vermieden, dass sich die Klinge im Fleisch festsaugt.

Hirschfänger kaufen

Bezüglich des Stahls sind Sie mit den Klingenstählen der oben dargestellten Messer gut beraten. Mit einem rostfreien Stahl, müssen Sie sich keine Sorgen bei der nachfolgenden Reinigung machen. Korrosion ist hier kein Problem. Zwar wäre Kohlenstoffstahl in aller Regel härter, aber für das Abfangen von Wild ist ein 440er Stahl in meinen Augen völlig ausreichend. Denn hier wirken deutlich geringere Belastungen als zum Beispiel beim Batoning, für das Survivalmesser verwendet werden. Beim Griffmaterial können Sie meiner Meinung nach rein nach Geschmack gehen. Die klassischen Modelle haben Griffe aus Hirschhorn, bei einem moderneren Saufänger kommen oft Griffschalen aus Oliven- oder Pakkaholz zum Einsatz. Leichter zu reinigen ist aber vermutlich doch Holz.

Wenn Sie sich einen Hirschfänger kaufen, würde ich Ihnen auch empfehlen zu einem Modell mit einem Flacherl zu kaufen (Full Tang Design). Bei solchen Messern ist der Teil der Klinge unter dem Griff durchgehend. So verkraftet das Messer deutlich höhere Belastungen bevor sich der Griff löst, sich verbiegt oder die Klinge an diesem abbricht.


So pflegen Sie Ihren Saufänger richtig

Wie im vorangegangenen Kapitel beschrieben wird für Hischfänger in aller Regel ein weicherer Edelstahl verwendet. Da dieser rostfrei ausgeführt ist, brauchen Sie sich hier, anders als bei einer Machete, schon einmal keine Sorge um Rost machen. Und das ist allein schon einmal auf Grund der Tatsache wünschenswert, das das Messer häufiger direkt mit Blut in Kontakt tritt.

Durch die regelmäßige Benutzung und das weichere Edelstahl im Vergleich zu Kohlenstoffstahl, verliert die Schneide mit der Zeit an Schärfe und muss regelmäßig nachgeschliffen werden. Dies ist vor allem deshalb so wichtig, um das Eindringen in die Schwarte des Tieres so leicht wie irgendwie möglich zu gestalten, um das Leid des Tieres weitestgehend zu minimieren. Achten Sie daher unbedingt auch bei neuen Messern darauf, dass diese eine ausreichende Gebrauchsschärfe aufweisen. Falls nicht, unbedingt nachschärfen.

Wie Sie ein Messer richtig schärfen, können Sie in meinem Beitrag zum Thema nachlesen. Falls Ihnen das Schärfen mit einem Wasserstein zu aufwändig ist, kann ich Ihnen hier den Spyderco Tri-Angle Sharpmaker empfehlen. Dieser liefert in meinen Augen und meiner Erfahrung nach Spitzenergebnisse und eignet sich perfekt zum Herstellen einer enormen Schärfe bei wenig abgenutzten Klingen. Für stark beanspruchte oder gar beschädigte Klingen ist dieser wohl nicht abrasiv genug. Für Abfangmesser meiner Meinung nach aber ideal.


Rechtliche Rahmenbedingungen

Bevor Sie sich einen Hirschfänger kaufen, sollte Sie sich vorab informieren ob dieses unter die Bestimmungen des Waffengesetzes fällt und ob zum Führen bestimmte Auflagen einzuhalten sind. Nachfolgend möchte ich Ihnen meine Einschätzung hierzu mitteilen. Bitte erachten Sie dies nicht als verbindliche Rechtsberatung und werfen Sie vorab idealerweise selbst einen Blick in die aktuelle Version des Gesetzes. Dieses wird nämlich regelmäßig aktualisiert und überarbeitet.

Prinzipiell gilt für feststehende Messer, dass diese nicht ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit geführt werden dürfen, wenn diese eine Klinge von über 12 cm aufweisen. Solche Klingen und Messer, die als Hieb- und Stichwaffe eingestuft sind unterliegen diesem Trageverbot. Solche dürfen so nur noch in verschlossenen Behältnissen mitgeführt werden und dürfen nicht einfach zugänglich sein.

Auf Grund der zweischneidigen Ausführung der Hirsch- und Saufänger wären diese als Hieb- und Stichwaffen eingestuft, wie andere Dolche. Unter diese Kategorie zählen im Allgemeinen Objekte, die primär dazu dienen, durch den Einsatz von Muskelkraft schwerwiegende Gesundheitsschäden zu verursachen. Aber wie so oft gibt es auch hier Ausnahmen. Zum Beispiel wenn diese zu einem anerkannten Zweck getragen werden. Hierzu ist zum Glück auch die Jagd zu zählen. Sie brauchen also keine Angst haben, dass Ihnen ihr Abfangmesser irgendjemand abnehmen wird.

Abfangmesser mit Gewehr

Bis zum Weg in den Wald würde ich aber dennoch sicherheitshalber empfehlen den Saufänger unzugänglich im Kofferraum oder im Rucksack aufzubewahren, um unnötige Diskussionen oder Probleme mit jungen unerfahreneren Polizisten zu vermeiden. Es spricht rechtlich also nichts dagegen, wenn Sie sich einen Hirschfänger kaufen.

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